FC Bayern nach Abgang von Arianna Caruso: Momoko Tanikawa ist wichtiger denn je

Berger und ihre Freundin sind ja zum Beispiel auch in die USA gewechselt. Allerdings haben sich Harder und Eriksson ja schon öfter öffentlich gegen Homophobie, Rassismus, Sexismus etc. ausgesprochen. Ich erinnere mich auch noch daran, dass sie sich damals zu Themen wie Katar oder dem Trubel um die Regenbogenbinde geäußert haben und sehr kritisch waren. Das ist was anderes als wenn eine Spielerin, die öffentlich nie klar Stellung bezogen hat, in so ein Land geht. Ich kann mir bei den beiden nicht vorstellen, dass sie einfach so ihre Werte über Bord werfen.

Ich glaube, hier muss man unterscheiden zwischen sagen wir mal Texas und Indiana (extrem homophob und misogyn) und New York, wo Ann-Kahtrin Berger und Jess Carter spielen oder auch Angel City in Kalifornien. In diesen Staaten sind LGBT (noch) sicher, auch Abtreibung ist dort ja (noch) erlaubt.

Nun, Faschisten verfügen einfach über sehr sehr viel Geld, und Protest muss man sich leisten können. Und wenn zwei Tech-Oligarchen zu einer Sophie Cunningham sagen: “Wir machen dich ganz groß” (und entsprechende Werbeverträge folgen ja bereits), dann ist sie dafür natürlich offen.

Und was Esther betrifft: wenigstens hat sie nicht gelogen, als sie in New York sagte, sie müsse gehen, um in Spanien “private Dinge” zu erledigen. Jetzt ist auch klar, was diese privaten Dinge waren: ihre Frau und ihre Tochter abzuschießen.

Aber natürlich gilt in Saudi-Arabien wie in allen faschistischen Gottesstaaten, was Fred Waterford in “The Handmaid’s Tale” sagt: “Die Regeln sind dehnbar für mächtige Kommandanten.” Ebenso wenig wie die Fake-Ehefrau von Herrn Ronaldo dort mit Niqab rumläuft, muss Frau Gonzales dort auf Lesbensex verzichten. Sie gehören schließlich nicht zum Pöbel, für den die Regeln ja gemacht sind. Oder glaubt jemand ernsthaft, im Vatikan würde jemand zölibatär leben?