Veröffentlicht unter: FC Bayern – Eberl und der AR: Steiniger Weg in die Zukunft
Beim FC Bayern München bahnen sich große Streitpunkte an. Können Max Eberl und der Aufsichtsrat gemeinsam an der Zukunft schrauben? „Es wird viel spekuliert“, sagte Max Eberl am Freitagabend in Stuttgart laut ran, als er gefragt wurde, was an den Gerüchten rund um Joshua Kimmich dran sei. Auf den Inhalt wollte er nicht weiter eingehen. Zunächst berichteten die üblichen Verdächtigen, dass ein Angebot an den Mittelfeldspieler vom Aufsichtsrat zurückgezogen wurde. KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! Dass die Nummer keine reine Falschinformation war, wie sie im aufgeregten „Echtzeitjournalismus“ heutzutage häufiger vorkommt, wurde deutlich, als auch die Süddeutsche…
Die spannende Frage ist ja, wie weit der AR ansonsten Einblick in die Arbeit bzw. Planungen von Eberl hat. Ob Kimmich bei seinem Spitzengehalt jetzt nochmal 2 Mios/Jahr drauflegt oder nicht, ist finanziell ja nicht wirklich bedeutsam. (Wobei es natürlich einen Signalcharakter hat.)
Doch wichtiger ist ja mit Blick auf die gesamte Gehaltssumme in der Mannschaft, was Neuer im kommenden Jahr verdient, und was Müller und Sané im Falle einer Verlängerung verdienen werden. Da sind ja schnell Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich möglich, selbst wenn am Ende alle drei verlängern sollten. Dazu ggf. der Abgang von Dier, der immer mal wieder im Raum steht. Insofern ist das alles schwer zu bewerten, solange wir nicht wissen, wie sich die Gehälter insbesondere der eben genannten drei Spitzenverdiener ab Sommer entwickeln (sofern sie denn alle bleiben).
Verwundern darf es nicht, dass es Meinungsverschiedenheiten zwischen Eberl/Freund und Hoeneß/Rummenigge gibt. Das liegt in der Natur der Sache: Die einen wollen den Kader möglichst konkurrenzfähig aufstellen und Kritik daran vermeiden, dass sie Spieler X oder Spieler Y nicht halten konnten. Dabei müssen sie gegen das ankämpfen, was ihnen von der vorherigen sportlichen Leitung hinterlassen wurde: Eine Gehaltsstruktur, die den sportlichen Leistungen nicht entspricht und die dazu führte, dass viele Spieler in Verhandlungen hohe Ansprüche stellen – auch Kimmich.
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Vor einigen Wochen streute der kicker Gerüchte, dass Eberl Alleingänge unterstellt würden. Hier stellt sich die Frage, wie die Kommunikation zwischen dem Sportvorstand und dem Aufsichtsrat konkret abläuft. Normalerweise würde man sich einen gesunden Prozess so vorstellen, dass der Sportvorstand sich vom Aufsichtsrat einen Rahmen abstecken lässt, in dem er verhandeln kann. Erst dann gibt es Gespräche mit dem Spieler.
Will dieser mehr, geht Eberl wieder zum Aufsichtsrat und holt sich dessen Meinung ein. Vor allem der Bericht der SZ liest sich so, als hätte Eberl sich mit Kimmich geeinigt, um sich dann von der Absage des Aufsichtsrats überraschen zu lassen. Möglich wäre auch ein Szenario, in dem der 51-Jährige es nicht geschafft hat, Kimmich innerhalb des zuvor mit dem Aufsichtsrat abgesteckten Rahmen zu überzeugen und die erneute Absprache an die Öffentlichkeit gelangte.
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So nachvollziehbar das Ziel ist, die aktuelle Gehaltsstruktur wieder nach unten zu bringen, so sehr könnten die Bayern auch Gefahr laufen, sich überspitzt formuliert ins europäische Mittelmaß zu sparen. Gerade jetzt, wo der Kader Investitionen und auf mindestens zwei, drei Positionen einen neuen Anstrich bräuchte, sind der sportlichen Leitung die Hände gebunden.
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Bei Hoeneß und Rummenigge entsteht abermals der Eindruck, dass sie nicht loslassen können. Aber auch Eberl muss sich daran gewöhnen, dass er nicht der mächtigste Mann beim FC Bayern ist, der vieles selbst entscheiden kann. *
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#…>Von(…Verschwiegen-weiter:geführten)GehaltsstrukturenUndAnderenKaumMehrVerwundernden(Sündenbock-//Opfer-)Narra…Verlockungen(…WelcheAndernortsAufwands-ärmerWieErtrags-reichW!derlegtWerden)_oderDie-(Offen:kundig-)Un:gesunden-Prozesse-Steinig:en…äh…Stinken-…FürEinen(…Trend-um…Stagnations-stoppenden)WegInDie(…MitDerAnkunftDesM…axisRo…Blumig:st-bemalte)ZukunftBedürfteEsVielmehrEinesObig(st)en/…Ent:reißendenUmbruches(…StattDasMinimeEinesSolchenSeitensJenerEffizienz-Ein:steinsZuIdio…Erwarten/…-wunsch:denken).
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Wieder ein großartiger Artikel von Justin. Danke.
Wer mit dem Finger auf Barca zeigt, sollte sich vielleicht einmal ansehen, wie Real Madrid wirtschaftet. Welche finanziellen Pakete bieten sie ihren Spielern? Wie sieht ihre Schuldenbilanz aus? Wie machen sie das? Das schreckliche Missmanagement von Barca als endgültigen Beweis für das Gegenextrem zu verwenden, ist sehr oberflächlich, mMn.
Uli’s Art und Weise hat sich leider seit über 20 Jahren nicht weiterentwickelt. Solange er auf Vorstandsebene die Fäden in der Hand hält, wird Bayern mit angezogener Handbremse agieren. Manchmal ist eine Handbremse eine gute Sache. Meistens - und das wird Ihnen jeder Mikroökonom bestätigen - nicht so sehr.
Gut, das mit der Handbremse ist aber auch „relativ“ - sollten wir 2 oder 3 Jahre nach einem Kane dann tatsächlich Wirtz holen wie ja schon auch UH öffentlich von träumt - dann wäre man natürlich relativ zu früher schon extrem weit weg von dieser „angezogenen Handbremse“!
Und ja, bei den Gehältern, da ist man vorsichtiger geworden, keine Frage. Aber halt auch nicht von ungefähr! Dass da anscheinend jetzt ein Kimmich auch schon am Mosern, dass nicht ganz so großes Handgeld wie Davies und Musiala bekommt: Bevor ein Mbappe das vorgemacht hat, wie man da auch ohne ablösefrei zu sein aus seinem Verein das Maximale mit rauspressen kann - da war das mit Handgeld doch eben eigentlich immer nur bei ablösefreien Spielern ein großes Thema.
Dass da jetzt aber anscheinend JEDE Vertragsverlängerung auch noch neuerdings ein 2 stelliges Mio Handgeld draufgelegt werden soll oder gar muss: Da bin ich bei Rummenigges „rant“ von letztens, dass das so nicht weitergehen kann, wie die Spieler heutzutage ihre Vereine wirklich auf den letzten Tropfen auspressen!
Danke Justin für den Artikel, denn das überschneidet sich mit meinen Gedanken.
Hoeneß hat wahrscheinlich endlich selbst erkannt, dass das Rad so nicht weiter drehen kann. Er hat selbst erkannt, dass der FC Bayern selbst sehr fleißig mitgedreht hat in den letzten Jahren. Angefangen hat alles mit Hernandez. Diesen Transfer habe ich damals schon sehr kritisch gesehen. Aber: sie haben nicht aufgehört. Stattdessen gab es einen Kane für 100 Mio. Und es hört ja nicht auf: sie wollen unbedingt Wirtz haben. Sie werden den Fehler also weiterhin machen. Das ist nunmal der Widerspruch eines Hoeneß, den man nicht ungedingt versteht.
Always appreciate your thoughtful points @Ibiza.
I think I fully agree with you on the salaries point.
My frustration is more the wider economic management of the club, the post-WW2-era ultra conservatism, which is perhaps best illustrated in the particular „no credit“ obsession. Every first-year university student in a semi-decent Economics programme learns that the point of debt is to generate returns above the cost of debt. And, indeed, it is a tool widely and successfully used across all business for exactly that reason.
In a Bayern context, that’s like borrowing 20 Mio to buy Tel, before selling him for 60 Mio. Is that bad debt? Something we shouldn’t do? If we didn’t have the 20 Mio cash in hand, would we not be missing out? To me, the answer is obvious. To Uli, seeming also obvious - just in the opposite direction.
Like most tools (e.g. a personal credit card), debt financing can be abused and cause value destruction. But the usage of Barcelona’s recent experience as a justification for archaic economic practices is like saying „Oh look, cars are bad. That guy bought a car, drove recklessly and killed himself. It’s clear: let’s walk everywhere instead.“
I totally agree in principle.
However just like his „100 million will always be too expensive for a player“ (greetings from Tottenham) nonsense he said 5 years earlier, the „no credit“ philosophy has become obsolete more or less by itself:
As during COVID times the whole „player sales payment standard“ got completely turned on its head:
Whereas before that cash (in the sense of instant ) payment was still the standard it almost completely switched over now to a „payment over several years standard“…
As can be seen by our exploding short term debts on the balance sheet!
So the good old „Festgeldkonto“, that used to be the limiting factor in how much could be spent without going into debt for a player purchase, has completely lost most of its significance as hardly anyone seems to expect full instant payment these days anymore.
And as soon as everyone operates like this you are anyways forced to do the same - as if other clubs only pay you with delays you cannot afford anymore to do all your own purchases with instant payment - you would simply go broke (in the sense of being unable to pay in the short term - „zahlungsunfähig“) in no time!
Hier wird die Kritik, die schon @justin geäußert hat nochmal aufgegriffen
Some supervisory board members are said to be critical of Max Eberl in one point: it is said that he’s sometimes too reckless on the financial aspect when it comes to transfers and squad planning - and that’s at a time when the club’s fixed deposit account is no longer as full as it was in the past. This fact has been discussed at the most recent supervisory board meeting [@mano_bonke, @kessler_philipp]
https://x.com/iMiaSanMia/status/1896952243703652651?t=qGX8pQOTvcvgjmxrI0ffmQ&s=19
Abgesehen davon, dass man „X“ sowieso boykottieren sollte (was mir leicht fällt, da ich es nie aktiv benutzt habe), halte ich wenig von Quellen, die immer nur Gerüchte erzählen.
Klar wird es in einem Kontrollgremium immer auch Bedenken über die zu Kontrollierenden geben, wo ist denn da der Nachrichtenwert?
Diese Kritik gab es bei Eberl schon in Leipzig und Gladbach. Dass er möglicherweise diesen Fehler hier in München wieder begeht lässt tief blicken.
#…>HinsichtlichDerKimmich-CausaDochNichtEtwa(…Wieder)Ein(…VerfrühtesWieVerengtes)Bischof-Kann-Das-AuchAn:stoß-Des-
Steines/…-€xempels? (…
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