Veröffentlicht unter: FC Bayern: Bestia Negra? Real Madrid ist längst Angstgegner
Der FC Bayern München trifft im Viertelfinale der Champions League auf Real Madrid. War der FCB einst ein Angstgegner für die Königlichen, ist es jetzt eher andersherum. Wenn am 15. April das Rückspiel zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid in der Allianz Arena angepfiffen wird, ist dies der Auftakt für die 30. Begegnung der beiden internationalen Schwergewichte. In bisher 28 Duellen auf der größten Bühne Europas ist die Bilanz aus Sicht der Münchner mit elf Siegen, bei vier Unentschieden und dreizehn Niederlagen fast ausgeglichen. Doch der Schein trügt. Werbung: Bis zu 50 Prozent Rabatt auf Trikots des FC…
„Erst rund um die Jahrtausendwende sollten die beiden Mannschaften wieder aufeinander treffen. In diesen Jahren erstand der berüchtigte Mythos der „Bestia Negra“. Dieser Begriff beinhaltet weniger Wertschätzung, sondern eher die Ambivalenz zwischen Abneigung und Bewunderung für die Leistung der vermeintlich schwächeren Deutschen.
Sinnbildlich für diesen Mythos steht Oliver Kahn, der in der Saison 2000/01 die Sturmreihe der Königlichen rund um Raúl, Figo und Guti zum Verzweifeln brachte. Die Münchner, ihrerseits mit Kämpfern wie Effenberg und Jeremies, schafften es, im Halbfinale beide Spiele zu gewinnen. Der klare Favorit, der die Münchner im Vorjahr noch geschlagen hatte, war ausgeschieden.“
Bezüglich der 10 Spiele, die es zwischen 2000 und 2004 gab, würde ich gerne etwas einhaken bzw. etwas konkretisieren:
Real schaltete zwar in der Saison 1999/2000 Bayern im Halbfinale aus (0:2 in Madrid; 2:1 in München), aber kurz vor diesen Duellen hat Bayern in der CL-Zwischenrunde Real zweimal regelrecht zerlegt (4:2 in Madrid; 4:1 in München). Auch beim 2:1-Rückspielsieg der Bayern im Halbfinale war Real klar unterlegen und war bis auf wenige Ausnahmen nur am Verteidigen. Lediglich beim vorentscheidenden 2:0 im Hinspiel, bei dem Jeremies als Nachfolger für Matthäus, der im März 2000 nach New York gewechselt war, einen rabenschwarzen Tag hatte, war Real besser als Bayern. In den anderen 3 Spielen waren sie jeweils das deutlich schwächere Team. Von daher kann ich dir nicht ganz zustimmen, dass die Favoritenrolle im Jahr drauf deutlich bei Real war und auch nicht, dass man zu dem Zeitpunkt in Madrid den FC Bayern eher als technisch limitierte Kämpfer sah. Zudem hatte Bayern vor dem Duell gegen Real in der Saison 2000/01mit 2 Siegen über Manchester United im Viertelfinale auch für Schlagzeilen gesorgt.
Der 1:0-Erfolg in Madrid 2001 war natürlich glücklich und fairerweise sogar eher unverdient, aber schon beim Rückspiel in München war Bayern beim 2:1 Sieg wieder die Mannschaft mit der deutlich höheren Anzahl an klaren Torchancen. Kahn war im Rückspiel kaum gefordert. Trotz der Offensivbemühungen Reals war Bayern dem 3:1 deutlich näher als Real dem Ausgleich, der auch noch nicht zum Weiterkommen gereicht hätte.
Auch in den nächsten beiden Duellen (Saison 2001/02 und 2003/04) war es so, dass Real in München mit der 2:1 Niederlage 2002 und dem 1:1 im Jahr 2004 zwei Mal sehr gut bedient war. In beiden Spielen sah Kahn übrigens beim Madrider Gegentor nicht gut aus. Der Schuss von Geremi 2002 war definitiv haltbar, der Gegentreffer 2004 sogar ein krasser Torwartfehler, als der Freistoß von Roberto Carlos unter Kahns Körper durchrutschte. In beiden Spielen gab es jeweils neben den Toren noch eine Vielzahl von klaren Bayernchancen, die nicht genutzt werden konnten, u.a. sogar ein verschossener Elfmeter von Effenberg. In den beiden Rückspielen in Madrid war Real 2mal das bessere Team und kam insgesamt nicht unverdient weiter. Aber von einem Duell, in dem ein Team Fußball spielt und das andere kämpft und sich Siege ermauert, war man jeweils weit weg.
Zu den Schiedsrichterfehlern würde ich auch noch gerne etwas sagen:
Die Entscheidungen, die 2017 pro Real fielen (v.a. die Abseitstore von Ronaldo), waren Fehler, bei denen man heute sagen würde: krass, dass es hierfür überhaupt den VAR braucht, was machen Schieds- und Linienrichter eigentlich beruflich?
Bei den Entscheidungen, die pro Bayern ausfielen, waren es hingegen Fälle, bei denen man den Feldschiedsrichtern heute keinen gravierenden Vorwurf machen würde, weil sie sehr schwer mit dem bloßen Auge zu erkennen waren.
Mit den Fehlentscheidungen ging es im Jahr darauf übrigens munter weiter, denn Bayern wurde im Rückspiel beim Stand von 1:1 in der ersten Halbzeit ein klarer Handelfmeter verweigert. Marcelo fuhr klar seinen Arm aus und das zu übersehen, war schon wieder ziemlich fragwürdig. Von daher stimme ich dir zu, dass es generell auf beiden Seiten einige Fehlentscheidungen gab, aber man muss auch dazu sagen, dass die Fehlentscheidungen, von denen Real profitierte extrem krasse Fehler waren, während die Fehler, von denen Bayern profierte, viel schwerer zu vermeiden waren und da bleibt dann schon ein Beigeschmack.
Vom HF 1986/1987 zuhause gibt es sogar Bilder. Warnung: Diese Inhalte könnten sensiblere Zusehende verstören. War ein anderer Sport damals:
Ja, da kann ich mich noch fast an jede Spielsituation erinnern, wenn ich sie sehe
. Juanito mit Rot. Hab ich gejubelt
.
In der Saison hätten wir den Pokal gewinnen müssen.
Das Rückspiel war trotzdem schwer. Aber wir behielten die Hörner an ![]()
Absolut: Von allen Finalniederlagen fand ich 1987 und 1999 am schlimmsten, sogar noch hauchzart vor 2012.
Ich war bei allen dreien im Stadion. 2012 war meine Tochter mit dabei. Das war für mich die schlimmste. Die hat danach eine Woche nicht mehr geschlafen. Wir waren so fix& fertig, das war nicht zu übertreffen.
1987 war natürlich hart. Da waren wir einfach zu blöd nach dem 1:0. Komplett unnötig.
1999 nicht wirklich erklärbar.
Was für 99 und 12 mildernd dazu kam, dass man danach den Pokal zeitnah gewonnen hat.
87 war fast das Ende einer Ära. Matthäus (dem die Niederlage ja angekreidet wurde) wechselte zusammen mit Brehme 88 zu Inter. Die Klasse hatten wir danach nicht mehr.
Zurück zu dem Duell damals. Es war absolut legendär. Der Wahnsinn.
Mich würde jetzt mal eines interessieren; weißt Du das alles noch aus dem Gedächtnis oder hast Du „nachgeforscht“
Ich kann mich zwar an einige Situationen erinnern, aber nicht ansatzweise in dem Umfang wie Du. Respekt!!!
Manchmal lese ich mir die Spielberichte bzw. Live-Ticker nochmal durch. In dem Fall war allerdings alles noch ohne Hilfsmittel präsent.
Trägst eben den Zusatz „thegreat“ zurecht ![]()
Hinzu kam, dass Effenberg verletzt gefehlt hat. War für mich damals zumindest der Hauptgrund (ohne jegliche taktische Ahnung
)
Bayern gegen Real in den Jahren 2000 und 2001:
6 Spiele, 5 Siege:
Abwehrchef Andersson: 3 Siege
Abwehrchef Matthäus: 2 Siege
Abwehrchef Jeremies: 1 Niederlage
Noch Fragen? ![]()
Im Ernst:
Natürlich fehlte Effenberg enorm. Nicht umsonst war er bei den bisher immer noch einzigen Auswärtssiegen in Madrid immer dabei. Beim 2:1daheim im Rückspiel 2001 konnte sein Fehlen wegen Gelbsperre immerhin kompensiert werden.
Jetzt macht euch mal alle nicht ins Hemd … wir gewinnen 3:1 im Bernabeu, schießen anschließend Real zu Hause komplett ab und ziehen ganz locker und verdient ins HF ein ![]()
Genau… 5x Kane in beiden Spielen. Kannst Du mir bitte Deine Medikation per PN senden? ![]()
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Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster: Falls wir morgen mit 2 Toren Differenz oder mehr im Bernabeu gewinnen sollten, würde ich allen Teilnehmenden am 9.5. in München ein Freibier ausgeben.
Das ist eine Ansage - ist notiert! ![]()
Na dann schon mal: Prost! ![]()
starke nummer! hoffe du kommst dazu ![]()