Fast 300 Millionen Euro mehr in zehn Jahren! Wie der FC Bayern der nationalen Konkurrenz enteilt

Ende der 70er war Bayern aber fast pleite. Der Transfer von KHR zu Inter war 1984 bitter notwendig für eine Teilsanierung. Erst danach ging es finanziell peu a peu bergauf.

3 „Gefällt mir“

Sehr wahrscheinlich werden wir 14/15 Deutsche Meisterschaften feiern (2013-2027).

Die Europa Super League (oder wie der Begriff auch sein mag in Zukunft) wird kommen. Da lege ich mich fest. Investoren, Sponsoren, Einnahmen werden weiter zunehmen und die Schere immer größer.

1 „Gefällt mir“

Wir reden jetzt zwar nur über Sport und die Argumente passen schon auch in der Theorie. Ich hoffe aber du bist mir nicht böse, wenn ich das grad so lese, kommt bei mir dir Hutschnur hoch, weil es so gut in die Ideologie dieses Landes passt, alle sind gleich, die cleveren und tüchtigen sollen bestraft werden und ihre Vorteile haben sie sich eh nur so halblegal erschlichen. Wie gesagt nix für ungut und wir reden nur über Sport.
Und ja das kapitalistischste Land USA geht so ähnlich vor, das Argument würde jetzt sicher auch zu Recht kommen.
Nur zur Info, ich finde die Einseitigkeit auch nicht gut und glaube auch dass es über kurz oder lang auf eine Art Euroliga hinauslaufen wird.

1 „Gefällt mir“

Also erstmal danke für einen weiteren sehr interessanten Artikel und eine gute Diskussion.

Mir hat sich eine Frage gestellt, die hier bisher nicht diskutiert wurde: Eine wichtige Aussage des Artikels lautet “Bayern bekommt mit 939mio knapp 300mio mehr als der BVB. Der BVB bekam mit 668mio ca 260mio mehr als RB und über 300mio mehr als Leverkusen.“ Also wenn das „Mehr“ an Geld wirklich so entscheidend wäre, müsste doch auch Platz 2 ziemlich eindeutig vergeben sein in der Liga, ist er aber nicht. Übersehe ich evtl was? Ich gehe daher mit mit der Annahme, dass es schwierig ist mit Bayern mitzuhalten, glaube aber nicht, dass es mit langfristig gutem Management nicht möglich sein kann. Bayern wurde über Jahrzehnte meist gut geführt (wirtschaftlich und sportlich) und profitiert davon. Welcher der Wettbewerber der letzten Jahrzehnte kann das von sich behaupten?

1 „Gefällt mir“

Der BVB hat mMn nachweislich schlecht gearbeitet in den letzten Jahren und trotzdem Erfolge gefeiert. Sie sind auf einem anderen Level too big to fail. Wenn Bayern schlecht arbeitet, werden sie trotzdem knapp Meister (meistens). Wenn der BVB schlecht arbeitet, qualifiziert er sich trotzdem für die CL.

aber man darf auch die Relationen nicht vergessen. Bayern hat ja nicht nur 300 Mio. Euro mehr als der BVB, sondern 500 Mio. Euro+ mehr als der Rest. Der BVB hat auch Abstände und muss sich daran messen lassen, fair enough. Aber sie sind kleiner und Fehler werden auf dem Niveau stärker bestraft als auf dem von Bayern.

3 „Gefällt mir“

Und durch das Champions League Geld zementieren sie ihre Position weiter gegenüber Leipzig, Leverkusen, Frankfurt und Stuttgart.

Dortmund ist seit Klopp auch in der überwiegenden Mehrheit der Saisons in den Top 3 gelandet, hat nur eine CL-Saison verpasst (15/16) und stand in den letzten 5 Saisons öfter im CL- und Pokal-Finale als wir. Auf mittelfristige Sicht, sind die den anderen Bundesliga-Klubs schon überlegen.

2 „Gefällt mir“

„In der TV-Übertragung sorgte die 1:3-Pleite gegen den Rekordmeister für Kracher-Quoten bei RTL, Sky und Co.
Über vier Millionen deutsche Zuschauer verfolgten die Partie in der Spitze vor dem TV, das teilte der FC am Donnerstagabend auf seiner Website mit. Die großen Zuschauerzahlen lagen primär an der Kooperation zwischen RTL und Rechteinhaber Sky, durch die das Spiel für jeden frei empfangbar war.“
„Am Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München gab es außerordentliches Interesse – das hat sich neben hoher nationaler Reichweite auch in der globalen Aufmerksamkeit gezeigt“, sagt Marcus Beisiegel, DFL-Direktor Audiovisuelle Rechte und Medienprodukt.
„Zahlreiche internationale Sender haben mit eigenen Teams aus dem Stadion berichtet, die Partie wurde in mehr als 200 FIFA-Mitgliedsländern übertragen. Grundlage war eine zwischen Liga, Clubs und Partnern sehr gut abgestimmte und umgesetzte Medienproduktion“, so der DFL-Boss weiter."

Wirklich niemand interessiert sich für die langweilige Bundesliga. :thinking:

3 „Gefällt mir“

Nun ja, bei Köln gegen Mainz hätten deutlich weniger eingeschaltet :wink:

Das müsste man halt mal auf Dauer hinbekommen dann steht einem noch besseren TV Vertrag nichts mehr im Wege :smiley:

Deswegen ist Bayern ist ja so unverzichtbar für die Liga. :slightly_smiling_face:

2 „Gefällt mir“

Dazu könnte man sehr viel schreiben.

Mal zwei Dinge herausgegriffen.
Der FC Bayern hat mit Uli Hoeneß einen ganz neuen Typ von Manager erfunden (zumindest mal auf BL-Ebene). Oder vielleicht hat es auch Hoeneß für sich selbst so erfunden. Also jemanden der als Vollzeitprofi den sportlichen und wirtschaftlichen Bereich leitet, verantwortet und ihn zuerst einmal aufbaut.
Vorher und zu seinen Anfangszeiten gab es kaum jemanden der auch nur eine ähnliche Position ausgefüllt hätte.
Hier also zeitlicher Vorsprung.

Das zweite Thema wurde hier auch schon erwähnt und ist so schön plakativ.
Nämlich der Aufbau dessen was man heute Merchandise nennt, sozusagen auf der grünen Wiese.
Zu seinen Anfangszeiten wurde dieser Bereich für die Liga zentral vermarktet. Am Ende bekam jeder Verein 20.000 DM (!) jährlich ausgezahlt. Da gab es ein paar Wimpel, Kugelschreiber und Bierseidel.
Die meisten Vereine schienen zufrieden, wer wollte sich schon mit so einem Kleckerkram belasten. Hoeneß, durch seine Reisen in die USA usw. inspiriert, stieg aus dem System aus.
Der erste große Bringer war dann die legendäre Bayernbettwäsche. Während das noch von der Konkurrenz wie dem damaligen VfB-Präsidenten Mayer-Vorfelder bespöttelt wurde, konnte Hoeneß schon nach kurzer Zeit Millionenumsätze nur mit diesem Produkt vermelden.

7 „Gefällt mir“

Was Du beschreibst hat mit normalem Investieren eines Investors wenig zu tun:

Ein Investor legt im “Normalfall” für einen bestimmten Anteil an einer Kapitalgesellschaft einen Batzen Geld hin und damit kann die Gesellschaft dann machen was sie für richtig hält.

Weitere Zusagen für spätere Finanzzuschüsse sind kein bisschen der Normalfall sondern klingen für mich eher nach “Wünsch Dir was”…

Das wiederum ist so ziemlich der extremste Sonderfall den man sich vorstellen kann und hat mit “normalem” Investieren nun wirklich 0,0 zu tun.

Ein Multi Milliardär holt sich als Prestigeobjekt einen Verein und bläst da Kohle rein wie es damals die Fußballwelt noch nicht gesehen hatte!

Und klar gibt es da mittlerweile paar Nachahmer in Paris oder bei City wo auch völlig egal war ob das nun wirtschaftlich sinnvoll oder nicht sondern halt jemand Milliarden parat hatte und Sportswashing beliebige Kosten rechtfertigt…

Aber das hat doch mit 0815 BL Vereinen eben so gut wie nichts zu tun!

Und die Zeiten wo alles im Fussballbusiness endlos am explodieren war werttechnisch wie die letzten Jahrzehnte: Die sind leider, und dafür gibt es massig Anzeichen von zunehmender Wachstumsschwäche auf der Umsatzseite, siehe die ausführlichen Analysen von @alex der letzten Jahresabschlüsse selbst unser Bayern (von Wald und Wiesn BL Vereinen nicht zu reden, die sind jetzt schon froh wenn irgendwie über die Runden kommen und das wird eher noch schwerer in Zukunft!) obendrein jetzt auch absehbar vorbei…

Was das für den Investitions “Appetit” bei normalen (sprich gewinnorientierten) Investoren heißen wird kann sich dementsprechend eigentlich auch jeder vorstellen?

2 „Gefällt mir“

Zwei Sachen von mir:

Zum „ Bayern Weg“ : was außer den Ideen/ der Arbeit von Uli auch ( nach meinem Wissen) im deutschen Fussball einmalig ist, ist die Kontinuität. Sowohl die Führung vom Verein an sich (Präsident/vorstand) als auch der Manger waren Jahrzehnte im Amt. Skandale, Selbstdarsteller ( Sonnenkönig auf Schalke - hsv Chaos) usw - Fehlanzeige. Natürlich hat der starke Manager das wahrscheinlich auch so gewollt - es hat funktioniert- und die Früchte ernten wir eben seit langem.

Zu Investoren: Hertha wurde als Kandidat für eine Übernahme genannt- genau sowas ist dort doch passiert? Oder habe ich das System nicht verstanden?

Ein Investor stellt (viel) Geld zur Verfügung- was ist rausgekommen? Eine Kündigung vom Trainer auf Facebook ( oder so ähnlich) :wink:.

Alles in allem ein einziges Chaos - und kein Erfolg. Wenn alle BL Vereine mehr Geld haben ( Investoren) dann kostet halt der Wechsel vom HSV Spieler zu Heidenheim statt 5 Mio / 15 oder gar 25 Mio. Der Spieler wird dadurch aber nicht besser. Es ist halt nur noch mehr Geld da - und die Vereine, die bisher „rungestümpert“ haben , warum auch immer, werden dann auch weiterhin „rumchaotisieren“- wie Gerhard Polt sagen würde :wink:

7 „Gefällt mir“

Wir sind ja auch zu, keine Ahnung, 90-95% die Mannschaft, deren Spiel bei Sky auf UHD läuft, weil wir eben einfach die höchsten Einschaltquoten haben.

1 „Gefällt mir“

Das sehe ich auch als einen wichtigen Punkt an. Die „schlafenden Riesen“ wie Schalke oder der HSV sind deswegen nicht oben, weil dort über lange Zeit schlechte Arbeit gemacht wurde. Wieso sollten die plötzlich bessere Arbeit machen, nur weil jemand Kohle reinsteckt?

Auch das hat Red Bull umgangen, in dem sie einen neuen Klub aufgebaut haben. Da gibt es keine alten Zöpfe, keinen langen Rattenschwanz aus Vetternwirtschaft, sondern Red Bull konnte sich die Organisation so aufbauen, wie sie die brauchen. Das ist bei einem alten Traditionsverein ziemlich unrealistisch.

5 „Gefällt mir“