lieber lukenwolf vielen dank für diese treffende zusammenfassung!
„Wer seinen Kaffeetisch mit dem auf weltweit 125 Exemplare begrenzten Buch zieren will, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Stolze 12.500 Euro soll das Sammlerstück nämlich kosten. Geneigte Anhänger können die Ausgabe über die Website des Opus-Verlags vorbestellen. Die Fan-Reaktionen fallen relativ eindeutig aus.“
Wenn jemand gerade 12.500 € übrig hat?
Wobei mir nicht klar wird, warum dass so teuer ist. Ein dickes Buch, mit Ledereinband? Ok, und sonst?
Ich würde die Mitglieder, die weniger oder gar nicht im Stadion sind, nicht für diese Abstimmung disqualifizieren wollen. Der Stadiongang muss nicht auf die Allianz Arena beschränkt sein, da dieses Thema auch kein generelles Problem der Münchner Arena ist.
Die Gesetzgeber oder „Verbieter“ haben auch eine Meinung dazu und wägen bei der Entscheidung das Gefahrenpotential ab und stehen auch nicht jedes Wochenende irgendwo im Stadion, neben jemanden, der zündelt und böllert. Ich denke, da sollte man auch auf den gesunden Menschenverstand vertrauen dürfen.
Ich habe mir vorher auch nie Gedanken über die Silvester Aktivitäten mit Pyrotechnik gemacht, aber ein guter Freund/Nachbar von mir, hat 2 Hunde und denen geht es wirklich nicht gut, wenn geböllert wird. Sicherlich ist das auch eine Frage der Erziehung und des Umgangs mit den Tieren, da sind sie wirklich etwas „Helikopter-Eltern“, aber ich bin dennoch in der Lage, ohne selbst Hundebesitzer zu sein, mich in die Gedanken zu versetzen.
Aber nochmal zum Thema zurück: wenn man mir schlüssig den Mehrwert erklärt kann, weshalb das Schießen von Raketen in Richtung Spielfeld, das Böllern auf engem Raum in einer Menschenmenge und das Vollqualmen, damit man eine Weile nichts sieht (Stadion und TV) notwendig ist, dann bin ich der Letzte, der dann nicht über seinen eigenen Standpunkt nachdenken würde.
Wenn es nur darum geht, die Kurve auszuleuchten und damit Stimmung zu verbreiten, gibt es sicherlich auch andere Möglichkeiten.
Ich hatte das gestern schon irgendwo gelesen und achte mir, ok, es wird Leute geben, die es kaufen, ich werde definitiv nicht dazugehören.
Unabhängig vom doch recht hohen Kaufpreis, stehen da noch über 32 kg zu Buche, die man nicht einfach mal so aus dem Schrank holt, um darin zu blättern.
Wenn ich mir vorstelle, ich habe Besuch und ich müsste dann einen „Zementsack“ aus dem Regal oder der Anrichte holen…puh…
Da ist halt auch noch ein Trikot enthalten - mit Unterschriften!
Kennt sich jemand mit der Wertentwicklung von solchen Teilen aus?
Könnte ja ob der Limitierung doch auch ein Investement sein, wenn ich es ungeöffnet einfach ein paar Jahre auf dem Speicher deponiere.
Den, der es dann für einen noch höheren Preis kauft, muss man dann auch erst einmal finden.
Ich würde es mal mit Vinyls vergleichen. Da gibt es auch ein paar, die gute Preise erzielen, zumindest wenn man den Käufer findet, der bereit ist, dies zu zahlen.
Ich könnte mir, auf Grund der doch recht geringen Auflage dennoch vorstellen, dass der Preis steigt. Zumindest wäre es schön, wenn es dann nicht im Schnitt als 300€ Dachbodenfund bei eBay landet.
Zumindest kannst du es zum täglichen Training verwenden. ![]()
Da würde ich den Zementsack nehmen. Der ist zwar unhandlicher, aber günstiger.
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Nicht einfach nur Ledereinband, parbleu!
Echt bayrisches Lederhosenleder! Ein Weltkulturerbe!
Die englische Erstausgabe von Harry Potter kann mittlerweile bis zu 50.000 € bringen.
Keine Ahnung, ob das vergleichbar ist. Aber zumindest theoretisch könnte was gehen.
Ist das die Luxusvariante dieses 125-Jahr-Buches?
Oder eine eigene Publikation?
Transparenzoffensive zur Überarbeitung der SV-Richtlinien
Veröffentlicht am 2. März 2026 von admin
Vor rund zwei Wochen meldeten wir, die Fanszenen Deutschlands, uns bereits mit einer Stellungnahme bezüglich der in Hinterzimmern des DFB erarbeiteten neuen Stadionverbots-Richtlinie. Seitdem herrscht vor allem eins: Stille.
Zwar hat die DFL erstaunlich schnell – bereits am Freitag der Veröffentlichung unserer Stellungnahme – mit einem internen Schreiben an die Vereine reagiert. Die große Chance, nun endlich mit offenen Karten zu spielen, wurde jedoch abermals vertan.
Nun ist es für uns nichts Neues, dass wir Fans in Entscheidungen oder Prozesse der DFL nicht eingebunden werden. Dass allerdings selbst Vereine – teilweise gänzlich – außen vor gelassen werden, ist durchaus verwunderlich.
Das besagte Schreiben der DFL verbreitet dabei auch ganz bewusst Lügen. So ist beispielsweise die Rede davon, die Vereine „umfassend über mögliche Änderungen“ informiert zu haben. Tatsächlich sind allerdings kritische Vereinsvertreter mit irreführenden Falschaussagen aufs Glatteis geführt und kaltgestellt worden. Auch eine erwähnte Videokonferenz fand lediglich im Monologform statt, ohne die Chance auf Rückfragen.
Im Gegensatz zur DFL haben wir die vergangenen Tage genutzt und sind mit unseren Vereinen ins Gespräch gegangen. Die Erkenntnis daraus: Bis heute wissen die Vereine über die geplanten Veränderungen in der SV-Richtlinie nicht oder bestenfalls nur rudimentär Bescheid! Da passt es ins Bild, dass auch im Rahmen der Regionalkonferenzen in der Woche vom 16. bis 20. Februar 2026 in Frankfurt Informationen zur Überarbeitung der Stadionverbots-Richtlinien Fehlanzeige blieben.
Nun ist es natürlich schwierig, über Sachen zu urteilen, deren Inhalt man nicht kennt. Die DFL spricht gerne von „Transparenz“ – doch versagt dann gleich im ersten Schritt, diese zu schaffen.
Als transparenzliebende Fans sehen wir uns somit in der Pflicht, nun unsererseits mit einer Transparenzoffensive Licht ins Dunkel zu bringen. Denn wir wissen ganz genau Bescheid, welche Maßnahmen geplant sind.
Daher möchten wir im Folgenden Paragraphen aus dem Entwurfspapier der DFL zitieren:
2 (3) beschreibt die Errichtung einer Stelle, welche dazu ermächtigt und verpflichtet wird, entsprechende Entscheidungen im Zusammenhang mit Stadionverboten zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen. Tätig werden soll diese sogenannte „Fachaufsicht“ selbstständig, auf Antrag einer lokalen SV-Kommission oder auf Antrag der Polizei oder anderer Strafverfolgungsbehörden.
Die zentrale Fachaufsicht ist gemäß des Abschnitts b) weisungsbefugt gegenüber den lokalen Stadionverbots-Kommissionen. Bei Nicht-Einhaltung einer Weisung kann die Fachaufsicht die entsprechenden Maßnahmen treffen.
Es lässt sich also festhalten: Sollte dieser Paragraph so umgesetzt werden, werden die lokalen Stadionverbots-Kommissionen de facto zum Papiertiger. Spätestens wenn der Polizei die Möglichkeit gegeben wird, per Antrag die Fachaufsicht einzuschalten, verlieren die lokalen Kommissionen ihre Bedeutung!
5 (vormals §4) (3) legt fest, dass ein Stadionverbot auszusprechen ist, wenn die Stadionverbotskommission (lokal oder zentral) Kenntnis von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens durch die Strafverfolgungsbehörden erlangt. Zwar ist die Rede von der „Berücksichtigung der konkreten Umstände des Einzelfalls“, grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass hiermit die Vergabe von Stadionverboten nach dem Gießkannen-Prinzip ermöglicht wird. Denn bei Nicht-Erteilung eines Stadionverbots, etwa weil die lokale Stadionverbots-Kommission den Fortgang des Ermittlungsverfahrens oder den Ausgang des etwaigen, folgenden Gerichtsverfahrens abwarten möchte, kann die Polizei die Fachaufsicht anrufen und diese zieht dann die Aussprache der Stadionverbote an sich. Dass Ermittlungsverfahren eingestellt werden oder in Freisprüchen enden können, interessiert Verbände, Politik und Polizei bei der „Präventivmaßnahme“ Stadionverbot nicht.
5 (vormals §4) (4) besagt zudem, dass Stadionverbote sogar ausgesprochen werden können, ohne dass ein Ermittlungs- oder sonstiges Verfahren eingeleitet wurde. Hierfür sollen künftig Ingewahrsamnahmen oder Aufenthaltsverbote ausreichen. Im Kontext der vergangenen Wochen, in denen vermehrt Fanszenen aus fadenscheinigen Gründen an ihrer Auswärtsreise gehindert wurden, würde dieser Paragraph das Tor für den Ausschluss großer Fangruppen öffnen. Und eins ist sicher: Sobald der Polizei dieser Hebel in die Hand gelegt wird, wird sie ihn auch nutzen!
Dies sind nur kurze Auszüge aus dem insgesamt 9 Seiten langen Dokument. Wir möchten diese aber mit unserer Stellungnahme öffentlich machen, um aufzuzeigen, was sich hinter verschlossenen Türen zusammenbraut. In Kraft treten sollen diese Maßnahmen bereits zum 1. Juli 2026, was einen ambitionierten Zeitplan bei zugleich herrschender Intransparenz bedeutet.
Da wir den Glauben an eine diskussionsorientierte Lösung bei DFL, DFB und Politik schon längst verloren haben, nehmen wir daher unsere Vereine in die Pflicht, sich diesen geplanten Maßnahmen entschieden und mit allen Mitteln entgegenzustellen!
Die Fanszenen Deutschlands im März 2026
Ein gutes Statement wäre mal, das eigene Fehlverhalten einzugestehen.
Im Gegen den Strom Podcast wird eigenes Fehlverhalten sehr wohl thematisiert.Sollte dir Fehlverhalten bekannt, welches über das dort beschriebene hinausgeht, wäre es eventuell sinnvoll dieses auch zu benennen. Andernfalls ist deine Aussage leider nur eine hohle Phrase.
In dem Podcast wird die Schuld auch primär bei anderen gesehen. Da wird eig. auch nur das wiederholt, was schon in den schriftlichen Statements stand.
Das einzige Vergehen, was wirklich zugegeben wird, ist, dass Besucher sich unberechtigt Zugang verschaffen wollten. Dabei wird jedoch der Fokus ganz schnell darauf gelegt, dass der Ordner zu erst zugeschlagen haben soll. Wieso dieser Ordner sich überhaupt in der Situation sah, zuschlagen zu müssen, wird natürlich nicht diskutiert. Die Dutzenden Straftaten werden als Kavaliersdelikte von Einzeltätern dargestellt, die keinen Eingriff der Polizei erlauben würden. Also hier aus Sicht der Szene kein Fehlverhalten, dass einen Polizeieinsatz rechtfertigt.
Bei der zweiten Eskalation gibt es überhaupt keine Äußerungen zum eigenen Verhalten. Es wird so dargestellt, als ob die Polizei aus reinem Spaß an der Freude drauf losgeprügelt hätte. Die Polizei wird beschrieben wie Hooligan-Gruppen, die sich im Wald treffen. Die deutsche Polizei ist gerade im internationalen Vergleich sehr sanft und deeskalierend eingestellt. Da fragt man sich schon, ob da nicht eine wichtige Information fehlt. Auch hier kein Fehlverhalten bei der Szene.
Bei der dritten Eskalation wird zwar zugegeben, dass man die Polizei mit Schmähgesängen provoziert hat, nur um dann direkt im nächsten Satz zu sagen, dass man diese Schmähgesänge für angemessen hält. Also keine Einsicht bzgl. eigenem Fehlverhalten, sogar im Gegenteil: Man bekräftigt sogar dieses Verhalten als korrektes Vorgehen. Ohnehin vergeht in dem Podcast kaum eine Minute, in der nicht irgendeine Beleidigung oder abfällige Bemerkung gegen über Polizisten geäußert wird. Man scheint das als normales Verhalten zu empfinden. Auch hier wird kein eigenes Fehlverhalten gesehen.
Zum Schluss gibt’s dann noch die große Verschwörungstheorie. Die Darstellung, dass der Staat Kavaliersdelikte als Anlass genutzt hätte, um eine große Inszenierung aufzuführen.
Jetzt hast du den Podcast nochmal schön zusammengefasst. Bleibt die Frage offen ob du andere Erkenntnisse hast, die das Verhalten der Polizei rechtfertigt? Oder obliegt das deiner Vorstellung, die Polizei handle generell korrekt? Im Gegensatz zur aktiven Fanszene. Dann wäre es weiterhin der eine hohle Phrase.
Du schreibst so, als hätte ich eine Seite verurteilt. Habe ich aber nicht. Ich habe nur geschrieben, dass die Darstellungen sehr einseitig und uneinsichtig sind. (Die von der Polizei übrigens auch.)
Du hast eingefordert die Ultras mögen ihre Fehlverhalten eingestehen. Vom Fehlverhalten der Polizei habe ich oben von dir nichts gelesen.