"Fakt"! Agentin Jasmina Čović pflichtet Uli Hoeneß bei und hofft auf "Zukunftsinvestment"

Veröffentlicht unter: "Fakt"! Uli Hoeneß bekommt Zuspruch von Freigang-Agentin Čović

Im Miasanrot-Interview blickt Spielerberaterin Jasmina Čović auf die neuesten Entwicklungen im Fußball der Frauen sowie die Aussagen von Uli Hoeneß. Der Fußball der Frauen befindet sich in einer wegweisenden Phase. Die Gründung des eigenen Ligaverbands und die Vergabe der Europameisterschaft 2029 an Deutschland sind der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die in Deutschland ihren Ursprung im Jahr 2011 nehmen sollte. KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! Damals, die DFB-Auswahl gehörte zu den Top-Nationen der Welt, stand die Weltmeisterschaft im eigenen Land vor der Tür. Mit großen Hoffnungen startete das Team um Ex-Bayern-Spielerin Melanie Behringer in das Turnier, im…

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Schönes und interessantes Interview, habe ich gern gelesen!

Danke. Jasmina hat einen guten Blick auf die Dinge.

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Wirklich sehr interessantes Interview :heart_eyes:

Ja, interessant.
Auch die Passagen zu Uli Hoeneß, den sie ja sehr wohlwollend sieht.
Sollte man auch mal von dieser Seite sehen, nachdem er nach einigen Interviewaussagen ja fast schon zum Erzfeind des Frauenfußballs hochstilisiert wurde. War er vielleicht mal, ist er sicher nicht mehr.

Und wenn man die Rolle von Hoeneß bei Bayern kennt, kann man eine alte Beckenbauer-Aussage dahingehend paraphrasieren „wenn der Uli nicht unterstützt hätte, würden sich die Frauen immer noch in dem Holzhäusl an der Säbener Straße umziehen“.

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Das dachte ich mir auch.
Da ist die Frau Čović nicht so drauf angesprungen, wie vom Fragenstellenden offenbar erhofft.

Warum „erhofft“? Die Aussagen von Hoeneß standen im Raum, damit wurde Jasmina konfrontiert. Nicht mehr, nicht weniger.

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So kam es mir beim Lesen des Interviews vor.
2 Fragen mit Hoeneß-Erwähnung direkt hintereinander und die Formulierung „Skeptiker wie Uli Hoeneß“… so kam ich auf diesen Gedanken.
Nicht mehr, nicht weniger.

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Ich sehe Uli Hoeneß kritisch, ja.. aber er hat sich durch die Aussagen zuletzt durchaus als Skeptiker „geoutet“, insofern fand ich die Bezeichnung angebracht

Interessantes Interview. Danke dafür!

Meckern auf hohem Niveau: Wenn man eine Frau zum Frauenfußball interviewt, sollte sie auch auf dem Teaserfoto zu sehen sein; zumindest meiner Meinung nach. Uli Honess da abzubilden finde ich geht in Richtung Clickbait.
Kann aber natürlich auch sein, dass es von Frau Covic schlicht kein freigegebenes Foto gab.

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Genau so ist es. Wir haben von Jasmina kein Foto, das wir verwenden können. Unsere Bildagentur weist keines aus und das Foto, das ich von Jasmina erhalten habe, war urheberrechtlich nicht eindeutig geklärt. Somit haben Justin und ich von einer Verwendung abgesehen

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Welche anderen wichtige spielerinnen (Stars) (abgesehen von Jule Brand) hat die Frauen-Bundesliga in den letzten vier bis fünf Jahren verloren? Ich habe diese übertriebenen Behauptungen satt. Hendrich und Doorsoun haben ihren Zenit überschritten und sind in die NWSL gewechselt, um schnell Geld zu verdienen. Prasniskar ist kein Star. Nüsken war vor zwei bis drei Jahren, als sie ging, noch nicht sehr bekannt. Viele talentierte Spielerinnen bleiben der Bundesliga treu. Dass eine Starspielerin die Liga in den letzten vier Jahren verlassen hat, ist kein Grund zur Sorge. Jede Saison verlassen viele Spielerinnen die Frauen BL, und gleichzeitig kommen viele Spielerinnen zur Frauen Bundelsiga. Jule Brand wäre in Wolfsburg geblieben, wenn sie gesehen hätte, dass der Verein die Stagnation erkannte und sich verbessern wollte. Doch Wolfsburg behielt drei Jahre lang denselben schlechten Trainer und ließ die Situation sich verschlimmern. Wenn sie in den letzten zwei Jahren mit Wolfsburg den Meistertitel gewonnen hätte (sie hat die deutsche Meisterschaft noch nie gewonnen!) und gesehen hätte, dass es im Verein gute Entwicklungen gibt, wäre sie geblieben.

Ich glaube nicht, dass die Frauen-Bundesliga von vielen Spielerinnen als Sprungbrett oder Plan B gesehen wird. Spielerinnen wählen zwischen Top-Teams: ob in der WSL oder in anderen Ligen. Die Auswahl an Top-Teams ist sehr begrenzt. Und die WSL verfügt nicht über unbegrenzte Ressourcen: Es wird spekuliert, dass der neue Fernsehvertrag für die WSL bescheidener ausfallen wird. Alle WSL-Teams verzeichnen finanzielle Verluste. Chelsea versucht, die Schulden seiner Frauenmannschaft durch diverse dubiose Machenschaften zu reduzieren. Man City erhöht seine Investitionen in den Kader nicht. Ihr Kader ist sehr dünn besetzt. Arsenal kann sich auch nicht jede Spielerin leisten, die sie gerne hätten, und hat ein begrenztes Budget. 70 % der Attraktivität der WSL beruht auf der medialen Darstellung und der erzeugten Wahrnehmung, dass in England alles rosig ist. und dass Medien aus anderen Ländern die Narrative englischer Medien übernehmen und England unkritisch betrachten. Wer sich in dieser Saison viele Spiele der WSL ansieht, wird feststellen, dass die meisten Spiele in halbleeren Stadien stattfinden. Abgesehen von den 2-3 Top-Teams gibt es keinen Hype um die anderen Mannschaften. Die WSL hat also dieselben Probleme wie andere Ligen. Sie vermittelt sehr gut die Botschaft, dass in England alles rosig sei, und andere Medien betrachten England unkritisch. Dies liegt auch daran, dass die Medien im Allgemeinen nicht so sehr am Frauenfußball interessiert sind, um über die allgemeine Darstellung der WSL durch die englischen Medien hinauszublicken.

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Erhofft haben wir uns vor allem eine kompetente Antwort einer Expertin und die haben wir bekommen. Wenn du glaubst, dass wir bei Miasanrot darauf aus sind, möglichst passende Antworten für Narrative oder Meinungen zu bekommen und wir enttäuscht sind bei jeder Antwort, die davon abweicht, dann muss ich dir sagen, dass du falsch liegst.

Genau für solche Antworten führt man Gespräche und statt sich nach den vielen Falschbehauptungen, die Hoeneß neben diesem einen Fakt aufgestellt hat, an dem Wort „Skeptiker“ aufzuhängen, könnte man ja viel mehr auch hervorheben, dass wir hier eine Stimme zu Wort kommen lassen, die Hoeneß in ein differenzierteres Licht rückt. Was ihm selbst zuletzt nicht unbedingt gelungen ist – und dafür können wir letztlich wenig.

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Auch wenn ich dir grundsätzlich bei einigen Punkten zustimme, denke ich schon, dass Covic als Beraterin einen Einblick in die Gedanken der Spielerinnen hat.
Und ich bin bei weitem kein unkritischer Fan von ihr.

Ich möchte ergänzen, dass es mir zu einfach ist, wenn man Spielerinnen wie Nüsken einfach ausklammert und so tut, als würden die nicht zählen. Bei Nüsken war der Weg vorgezeichnet, sie ist gewechselt. Prasnikar mag kein Weltstar sein, aber sie war eine der besten Spielerinnen in der Bundesliga. Mit Jonsdottir ist eine sehr talentierte Spielerin ins Ausland gewechselt. Sydney Lohmann konnte nicht in der Bundesliga gehalten werden, als sie gewechselt ist. Janssen ist als eine der besten IV der Liga ins Ausland. Ewa Pajor ist zu Barca gewechselt. Gia Corley konnte als zumindest talentierte Spielerin nicht im Land gehalten werden. Jill Roord wechselte zu City. Ein Top-Talent wie Alber blieb nicht in der Bundesliga.

Jetzt kannst du mir erzählen, dass da nicht eine herausragende Weltklasse-Spielerin dabei ist (Pajor mal außen vor), aber darum geht es auch nicht immer. Es ist Fakt, dass zahlreiche Spielerinnen, die die Liga besser machen würden, nicht mehr da sind.

Ob man deshalb ein Drama eröffnen muss? Sehe ich auch nicht so. Aber es gibt auch was zwischen „die Sorgen sind unberechtigt“ und „Drama“. Und irgendwo dazwischen bin ich.

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Um mal allgemein was zu schreiben zu dem Interview.
Grundsätzlich spannende Themen im Interview und auch ein spannender differenzierter Blick von Čović, der dabei rauskommt.

Ich habe mit einer Aussage trotzdem ein kleines Problem.
Und zwar mit folgender:

„Harder und Eriksson befinden sich in der Endphase ihrer Karriere. Ich denke, dass deren Abgang zu verschmerzen wäre. Wichtig ist es, Spielerinnen wie Gwinn, Bühl und Freigang, also die beliebtesten Nationalspielerinnen, in der Liga zu halten. Durch Wertschätzung, und zwar nicht nur finanzielle, das Schaffen einer familiären Atmosphäre im Klub und eine gute Kommunikation über die weiteren Ziele und Perspektiven des Vereins und ein Quäntchen guter Überzeugungskunst.“

Man kann durchaus der Meinung sein, dass Harder und Eriksson nicht mehr lange spielen.
Aber zumindest das sportliche Level von Harder ist immernoch Top 3-5 in der Bundesliga und auch die internationale Aufmerksamkeit durch die beiden ist brutal groß.
Das in Kombination damit mit in der Aufzählung der wichtigsten bzw wichtigeren Spielerinnen zum halten, ihre größte Klientin in eine Reihe mit der deutschen Kapitänin und der besten Spielerin der Natio und der Liga zu stellen, finde ich hat zumindest ein gewisses Geschmäckle.
Besonders, da sie seit einiger Zeit eher in ihren Leistungen stagniert.
Das hat zumindest ein Geschmäckle, wenn man versteht, was ich meine.

Und daher hab ich ein kleines Meme dazu erstellt, wie die Aufzählung für mich wirkt:

Ja das eine Kleinigkeit, aber irgendwie musste ich meine Gedanken dazu kanalisieren.

Ansonsten war es sehr spannend zu lesen.

Zu justins letzter Nachricht:

Bei Lohmann gibt es so viele mögliche Faktoren, dass ich die Liga als einzelnen Grund nicht gelten lassen würde.
Aber sonst stimme ich dir zu, dass die Bundesliga auf individueller Ebene unfassbar viel Qualität verloren hat.
Natürlich liegt ein Großteil davon auch an der Abgangswelle beim VfL.
Aber ich glaube auch, dass nächste Saison genauso nochmal eine Welle an Abgängen folgt, auch bei uns.
Daher würde ich zwar auch keinen Weltuntergang daraus machen, aber es ist zumindest in Teilen problematisch und wird sich mittelfristig nicht ändern.

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Gwinn ist in deinem Meme aber auch eher unterwegs zu dem rechten Drachen :wink: Will nur noch niemand wahr haben.

Aber mal abwarten, gegen den HSV sah es ja endlich mal wieder besser aus bei ihr.

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Widerspreche ich nicht, aber ist trotzdem Stand jetzt Stammspielerin bei der Natio.
Auch wenn ich Stand heute am liebsten mit Kett auf RV und LV gleichzeitig spielen würde.

Wobei Freigang zu ihrer Peakzeit auch keine Stammspielerin war und ich das zumindest nicht verstehen konnte. Sie hat und hatte da ein sehr seltsames Standing. Dass sie aktuell ein Tief hat, ist so. Ich finde, sie muss raus aus ihrer Komfortzone. An ihrer Qualität zweifle ich nicht.

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Ich finde bei ihr halt, dass sie vom Typ Spielerin schwer greifbar ist und man dadurch ein System um sie herum bauen muss und da weiß ich nicht, ob ich sie dafür für gut genug halte.
Also für So gut, dass man darauf alles ausrichten sollte.