Veröffentlicht unter: "Leicht, den FC Bayern zu verlassen": Yildiz als Campus-Mahnmal
Kenan Yildiz hat nochmal bekräftigt, was durch seinen Berater bereits bekannt war: Sein Abschied vom FC Bayern fiel ihm überhaupt nicht schwer. Kenan Yildiz war einst eines der Talente am Campus des FC Bayern München, denen zugetraut wurde, eine große Karriere hinzulegen. Zumindest von jenen Beobachter*innen, die das Geschehen unvoreingenommen im Blick hatten. Für den heutigen Profi von Juventus Turin war das bei den damaligen Trainern im Nachwuchsleistungszentrum der Münchner nicht ausnahmslos der Fall. In einem Interview mit dem Corriere dello Sport sagte er nun: „Es gab viele Probleme mit Bayern. Ich war elf Jahre lang dort, habe aber nie…
Unverständlich. Man wird wahrscheinlich nie herausfinden, was die damaligen Trainer in ihm gesehen oder eben nicht gesehen haben. Die werden sich dazu nicht äussern.
Dass keiner in D Interesse an dem Spieler hatte, ist auch eine abenteuerliche Geschichte.
Ich denke das gibt es überall, von daher würde ich das nicht so hoch hängen.
Es gibt immer 2 Seiten und jede Seite hat meist den Anspruch, sich besser als die andere Seite darzustellen.
Ein falscher Trainer, ein falsches Wort, ein Spieler der auch andere Interessen hat, mal weniger Lust und was weiß ich noch.
Aber jetzt den Campus in Gänze in Frage stellen, wäre auch nicht der richtige Weg.
Zumal in den letzten Jahren doch relativ viel positives passiert ist.
Wer stellt denn den Campus in Gänze in Frage. Yildiz ist am Campus Opfer mind. eines Trainers geworden, der in die Enthüllungen verwickelt war, rassistisch gehandelt zu haben. Beim Blick auf die Entwicklung des Spielers ist das besonders schade. Niemand stellt deshalb den Campus in Frage, aber man sollte hoffen, dass das vernünftig aufgearbeitet wurde. So mancher damals in verantwortlicher Position hat ja immer noch Kultstatus.
Wenn du deswegen den ganzen Camus in Frage stellen willst (immerhin schuldet er alles, was er von Moral weiß, dem Fußball), kriegst Du noch Ärger mit @ChrisCullen
Das schreibe ich ja auch gar nicht.
Ich stelle nur fest, dass man auf Grund des Falls nicht alles in Frage stellen sollte, das machen einige doch immer gerne. Da wird sehr schnell pauschal verurteilt. Mehr will ich damit gar nicht aussagen, alles gut.
War er etwa nicht bei D. Hoeneß?
Bezüglich des DFBs gibt es einen interessanten Artikel von Sportbuzzer, wo das Verhalten des DFB in Bezug auf Yildiz und auch auf Uzun thematisiert wird. Ist vielleicht ganz Interessant um die Vorwürfe des Beraters etwas einzuordnen. Auch die Rolle von Nagelsmann ist sehr spannend, der der Überzeugung ist dass man Talente mit doppelter Staatsbürgerschaft nicht proaktiv anwerben und nicht mit emotionalen Argumenten überzeugen solle.
Wenn man bedenkt, dass Löws wohl größte Errungenschaft am Ende seiner DFB Zeit die persönliche Überzeugungsarbeit bei Musiala für eine DFB Karriere war und andere Verbände (beispielsweise der türkische Verband) sehr wohl auf die emotionale Karte setzen werden, dann könnte diese Einstellung von Nagelsmann dem DFB noch einige Talente “kosten”. Auch wenn der Fall Yildiz natürlich durch die im Blog beschriebenen Umstände und die Vereinswahl sehr viel andere Gründe mit sich bringt.
Tresoldi ist ja ebenfalls ein Talent, wo die Wahl der Nationalmannschaft zeitnah stattfinden wird. Hier wird auch die Vereinswahl ein Faktor für die Entscheidung werden, sicherlich aber auch die Bemühungen mit emotionalen und sportlichen Argumenten von Seiten der Bundestrainer.
Traum-Tor von Türkei-Talent Yildiz: Erklärung für Entscheidung gegen DFB .
Könnte auch mit den finanziellen Forderungen zu tun gehabt haben. Die waren ja schon Brazzo (angeblich) zu hoch. Und selbst wenn das nur die halbe Wahrheit war, aber die Hälfte dürfte schon genug für die anderen deutschen Teams gewesen sein. Und damals war Yildiz zwar ein Riesentalent, aber auch nur ein Spieler mit einer Handvoll U19 Einsätzen.
Aber Juve hat es bezahlt ?
Sie haben sich geeinigt. Mehr kann man dazu nicht sagen.
Wie viel auch immer es war, heute preisen sie sicher ihre weise Voraussicht.
Wenn recht in Erinnerung wollte er ne Mio haben.
Nachdem er Scorerwerte geliefert hatte wie man es von Mittelfeldspieler in der U17 BL (letztens hier die Daten gepostet) noch kaum je gesehen hatte.
Aber einem Fiete Arp (siehe Finanzthread), der in der 2. Liga als Mittelstürmer in 20 Einsätzen auf 4 Torbeteiligungen kam mit 19 wirft man 5 Mios im Jahr nach?
Einerseits wurden im Zuge der Veröffentlichungen mindestens drei Mitarbeiter entlassen. Es soll eine interne Aufarbeitung gegeben haben. Viel mehr ist allerdings nicht bekannt.
das ist der eigentliche Skandal - und das als „Kurt-Landauer-Verein“ - es ist so beschämend wie ekelhaft!
Wir wissen doch viel zu wenig, was das anbelangt. Diese drei Leute waren Protagonisten in den Chatverläufen, die geleakt wurden. Natürlich ist davon auszugehen, dass das Thema struktureller ist und da mehr Leute drin verwickelt waren, die andere gedeckt haben. Damals war ja auch von einem Klima der Angst unter den Mitarbeitern die Rede, wenn ich mich richtig erinnere.
Gleichzeitig war Gerland kurz nach der Geschichte ebenfalls weg. Man hat ihn nie in Verbindung damit gebracht öffentlich (obwohl er damals leitend war am Campus), aber vielleicht war das der diplomatische Weg des “so geht es nicht weiter”. Selbst das wissen wir aber nicht.
Der Campus hat sich seitdem schon noch deutlich tiefgreifender verändert. Insofern wäre ich vorsichtig mit Wertungen wie “beschämend” oder “ekelhaft”. Das war das, was damals geleakt wurde auf jeden Fall. Aber bezogen auf die Entwicklung danach wurde viel zu wenig transparent gemacht für eine Bewertung.
eben - das ist ja das Problem!
es fand so gut wie keine öffentliche Aufklärung und Transparenz statt - in meinen Augen ein absolutes Versagen bzw. bewusstes Verschleiern um (wahrscheinlich wichtige/prominente) Personen zu schützen…
Gerland wird ja auch immer noch von vielen abgefeiert…
Da sehe ich auch absolut keinen Grund das nicht zu tun, der Tiger ist nunmal Kult. Es gibt doch keine konkreten Anschuldigungen ihm gegenüber und ein Fehlverhalten in der Thematik beruht doch lediglich auf Mutmaßungen - oder habe ich was verpasst?
nach allem was man weiß, war er als Leiter sehr frühzeitig informiert (z.B. durch Briefe der betroffenen Eltern bzw. anonym) und hat nicht gehandelt - also typisches „Deckungsverhalten“…
für mich wurde seine Rolle (wohl auf Grund seiner Verdienste) deutlich zu wenig beleuchtet
In diesen Fällen kann man ja auch nur Mutmaßungen kundtun weil auch einfach nicht wirklich mehr bekannt ist.
Schon krass und bitter. Der Junge wird erst 21.
Andererseits wäre Diaz nicht da.