Veröffentlicht unter: FC Bayern: So funktioniert das neue Traumduo im Angriff
Harry Kane und Serge Gnabry haben einen herausragenden Saisonstart beim FC Bayern München hingelegt. Warum die beiden so gut zusammenpassen. Harry Kane jagt Rekorde. Mal wieder. In seiner dritten Saison beim FC Bayern München startet der 32-jährige Engländer fulminant – und liefert einmal mehr atemberaubende Zahlen. KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! In der Bundesliga steht er nach nur fünf Spielen bereits bei zehn Toren und drei Assists. Wettbewerbsübergreifend sind es sogar 15 Treffer und drei Vorlagen in acht Partien. Aber nicht nur Kanes Zahlen beeindrucken. Immer wieder lässt er sich ins Mittelfeld fallen, bindet sich aktiv…
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Dennoch wird langfristig kein Weg am 22-Jährigen vorbeiführen, der die Zukunft des Vereins über Jahre hinweg entscheidend prägen soll. Wie genau der Trainer dieses Luxusproblem im offensiven Mittelfeld lösen wird, bleibt abzuwarten. Musiala ist ein ganz anderer Spielertyp als Gnabry und spielt weniger direkt, sondern kommt über kurze und längere Dribblings. Zwar kann auch er dafür sorgen, dass Kane hinter die Abwehrkette geschickt wird, doch er bietet selbst deutlich seltener solche Läufe an.
Da muss ich an Aussagen von beispielsweise Henry oder Berbatov zu ihren Mitspielern denken. Spieler auf Weltklasseniveau spielen so zusammen, dass sie ihre Stärken ausnutzen und ihre Schwächen minimieren. Berbatov hat das Tempo rausgenommen, damit Nani noch seine drei Übersteiger machen konnte. Henry hat je nach Mitspieler die Bälle in die Tiefe gespielt oder in den Rücken der Abwehr.
Das schaffen denke ich auch ein Musiala und Kane (und mit Abstrichen ein Gnabry). Musiala kann grundsätzlich lernen, auch mal direkter zu spielen. Die Fähigkeiten dafür hat er. Auch Läufe in die Tiefe sollte er hinkriegen. Gleichzeitig traue ich Kane zu, sich auf die Dribblings von Musiala einzustellen, wenn der auf dem Platz steht.
Die Ausgangsposition ist ja immer gleich. Der Gegner steht tief und irgendwie müssen Räume aufgerissen werden. Gnabry macht das mehr durch seine Bewegungen ohne Ball, Musiala durch Dribblings am Ball. Das Endergebnis ist im Optimalfall jedoch, dass Kane (und Olise oder Diaz) in die freien Räume gehen und dort vollstrecken.
Schwierig wird es eher für die gegnerischen Verteidiger, die eben einen Gnabry ganz anders verteidigen müssen als einen Musiala. Das kann durchaus nochmal ein positives Chaoselement werden, wenn man da mal in der 70. auf der Position wechselt.