Das sehe ich genauso.
Danke, @cheffe, das ist sehr schön geschrieben!
Auch wenn @Bootsmann meine Kommentare und Antworten zu ignorieren scheint, vielleicht ist es ja für den ein oder anderen von Interesse:
https://www.nature.com/articles/s41467-024-46497-0
Danach geht das Risiko einer Herzerkrankung nach Impfung zurück.
These cohort studies of up to ~18.2 million people demonstrate that COVID-19 vaccination substantially attenuates the elevated incidence of arterial and venous thrombotic events after COVID-19 diagnosis. This attenuation appears mainly attributable to the reductions in the severity of COVID-19 caused by vaccination.
Nee, Dingens, der Bootsmann ignoriert Dich nicht. Ich spare mir nur die Antworten, weil wir in diesem Leben vermutlich nicht mehr „zusammenkommen“.
Wie gut ich die in den Kohortenstudien festgestellte Schwächung der Thrombosen-Inzidenz finde, muss ich noch evaluieren…
Kannst ja Bescheid sagen, wenn Du mit dem Evaluieren durch bist. Natures Peer Reviewern hat es jedenfalls gereicht ;-).
Und wir kommen nicht übereinander, weil Du Dich den Fakten verweigerst, siehe meine letzte Antwort an Dich.
Grüße
Der Dingens
Große Reportage zur demnächst ihre Arbeit aufnehmenden Corona-Aufarbeitungs-Enquêtekommission des Bundestags. Die AfD verlangte bekanntlich stattdessen einen Untersuchungsausschuss wegen dessen Schwerpunkts „Schuldzuweisungen“, während es jetzt um Fehleranalyse, aber auch darum geht, was gut gelaufen ist. Und vor allem darum, Schlussfolgerungen für die Zukunft zu ziehen. Hauptgesprächspartner: ein Zahnarzt, einst mehrfacher deutscher Meister im Weitsprung, erbitterter Impfgegner; eine führende Immunologin; eine Transplantationspatientin. Lesenswert.
https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2842305
Question Are COVID-19 mRNA vaccines associated with the long-term risk of all-cause mortality?
Findings In this cohort study including 22.7 million vaccinated individuals and 5.9 million unvaccinated individuals, vaccinated individuals had a 74% lower risk of death from severe COVID-19 and no increased risk of all-cause mortality over a median follow-up of 45 months.
Meaning These national-level results found no increased risk of 4-year all-cause mortality in individuals aged 18 to 59 years vaccinated against COVID-19, further supporting the safety of the mRNA vaccines that are being widely used worldwide.
Neue Studie aus Frankreich.
Man verfolgte 22,7 Millionen geimpfte Erwachsene und 5,9 Millionen ungeimpfte Erwachsene im Alter von 18–59 Jahren, mediane Nachbeobachtung 45 Monate (fast 4 Jahre).
Die Gruppen wurden nach Alter, Geschlecht, Region und über 41 Gesundheitszuständen gematcht (also für Vorerkrankungen angepasst).
Dann schaute man auf harte Endpunkte wie Gesamtmortalität, COVID-bezogene Sterblichkeit und langfristige Sterbetrends.
Die Ergebnisse …
• Geimpfte hatten ein 74 % niedrigeres Risiko, an schwerem COVID-19 zu sterben.
• 25 % niedrigeres Risiko, an irgendeiner Ursache zu sterben.
• Keine erhöhte Sterblichkeit über vier Jahre nach der Impfung.
• Die Ergebnisse blieben bestehen, selbst wenn COVID-Todesfälle ausgeschlossen wurden.
Was das bedeutet … wenn Impfstoffe heimlich Wellen von Herzinfarkten, Krebs, Turbo-Autoimmun-Katastrophen usw. ausgelöst hätten, würde man das hier eindeutig sehen.
Stattdessen lebten Geimpfte (im Durchschnitt) länger.
Die Autoren stellten fest, dass die Geimpften etwas mehr kardiometabolische Probleme hatten und trotzdem bessere Ergebnisse erzielten.
(Das ist das Gegenteil von „gesündere-Leute-Bias“.)
Grüße
Der Dingens
Ersteres verwundert wohl (zumindest wer keinen Anti Impf Wahn hat/te) kaum - letzteres dagegen schon ziemlich!
Wie erklärt sich das?
Weil es waren ja wohl kaum 1/3 aller Todesfälle in der Zeit durch Corona ausgelöst, zumal ältere Gruppen, die naturgemäß (auch ohne Corona) häufiger sterben sogar besonders hohen Impfanteil hatten…
Oder ist es einfach ein „die Spreu vom Weizen“ Trenn Effekt ![]()
Sprich wer vernünftig genug war sich impfen zu lassen ist das auch sonst bei gesundheitlichen Themen/Prävention…
Ja, das ist sicher eine gute Erklärung. Daher würde ich den Teil auch nicht überbewerten.
Gruß
Der Dingens
Im Gegenteil - das wird in Zukunft mein Lieblings Fakt zum Thema Corona und Impfen ![]()
Denn darum geht’s doch auch hier beim Herrn Kimmich - sorry, aber der aller Hellste fürchte ich ist er halt leider nicht. Zu dem Zeitpunkt als er noch schwer am zweifeln wegen MRMA Impfungen war für jemand der sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat längst klar, dass HÖCHSTWAHRSCHEINLICH irgendwann Studien genau solche Ergebnisse bringen werden. Und wer nicht die Zeit, Wille und Fähigkeiten hat dies selbst zu eruieren hatte ganze Massen von anerkannten Gesundheitsexperten, die das auch der Masse verklickern versucht haben so gut es halt ging…
Kann man natürlich dann trotzdem sagen - ich weiß es besser und mir ist das zu riskant auch wenn eben völlig klar war dass die Alternative ein ebenso unvermeidbaren Risiko war, denn das Risiko einer Corona Infektion mit selbst bei jüngeren bei Delta viel öfter bis hin zu Intensivstation und weltweit sicher zig Millionen Post COVID Geschädigten: Das hatte wer nicht auf einsamer Insel lebte JEDER…
Von daher ja, das mit die „Spreu vom Weizen“ trennen in Punkto „Vernunft“ (was zwar sicherlich korreliert mit Intelligenz aber keineswegs einen Automatismus darstellt - auch manche hochintelligente Leute haben sich während Corona schwer verrannt und massig Durchschnitts Intelligente sich ganz vernünftig baldmöglichst impfen lassen) finde ich trifft es sogar extrem gut und finde ich eine der interessantesten Erkenntnisse der Pandemie!
Das ist ziemlich sicher der Hauptgrund, eine schlichte Korrelation also. Wobei es natürlich Menschen gegeben haben kann, bei denen aufgrund bestimmter Vorerkrankungen, z.b. Allergien, eine Impfung eher nicht so ganz risikolos war, denen sollte man die Vernunft nicht absprechen. Wobei ich weder weiß, ob die in dieser Statistik getrennt betrachtet wurden, noch wie groß der Anteil sein könnte …
An der Stelle aber erstmal noch vielen Dank an @Dingens für die Zahlen aus der rückblickenden Studie. Die bestätigt aber ja nur, was trotz der verkürzten Testfristen während COVID schon klar war: die COVID-Impfungen konnten keinen 100% Schutz bieten, aber die positiven Wirkungen übertreffen mögliche Nebenwirkungen um viele Größenordungen.
Aber wer mit Wahrscheinlichkeit nicht so gut umgehen kann beziehungsweise mit einer reinen Risikominimierung fürs eigene Leben nicht zufrieden ist, sondern absolute Sicherheit will, den werden die Zahlen auch nicht überzeugen …
Klar, wem vom ärztlicher Seite abgeraten wurde ist natürlich ausgenommen von jeglichen Vernunft Schlussfolgerungen - das wäre sonst ja nun wirklich extrem unvernünftig ![]()
„Dokumentierte Allergie gegen Polyethylenglykol (PEG), einen wichtigen mRNA‑Impfstoffbestandteil, liegt in bevölkerungsbezogenen Daten im Bereich von etwa 9–10 Fällen pro 1 Million Menschen (0,0009%)“
„Der tatsächlich betroffene Anteil ist extrem klein: schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) nach mRNA‑Impfung liegen im Bereich weniger Fälle pro Million verabreichter Dosen“
https://www.perplexity.ai/search/wer-sollte-sich-absolut-nicht-7WnTD9CDToKk7JVBzGlMIg#0
Sowohl die Kontraindikation als auch die tatsächlichen Fälle bewegen sich aber im einstelligen Bereich pro Million…
Der gute Josh ist ja eigentlich ein sehr schönes Beispiel: Impfung verweigert, dafür dann wegen COVID-Infektion 6 Wochen oder länger außer Gefecht … und das Risiko einer Herzmuskelentzündung (die er mutmaßlich gefürchtet hat) war bei der Erkranung um ein Vielfaches höher als bei der Impfung…
Aber wie gerade schon geschrieben - viele können einfach mit Wahrscheinlichkeiten nicht umgehen ![]()
Ja, das gehe ich natürlich mit. Was ich mit „nicht überbewerten“ meinte, war, dass wir jetzt nicht losgehen können und sagen die Impfung verringert die Wahrscheinlichkeit an irgendetwaszu erkranken um 25 %. Das wäre eine medizinische Sensation, wenn das so klappen würde. ![]()
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Finde ich jetzt sehr respektlos. Wie sind denn deine Erkenntnisse bezgl. der Impfung bei Leistungssportlern und die Auswirkungen auf deren Körper. Bin absoluter Impfbefürworter. Aber das wirkt auf mich recht überheblich und neunmalklug.
Weiter oben ist bei @Dingens ja die Rede davon, dass die Geimpften etwas mehr kardiometabolische Probleme hatten.
Und genau das sind mMn wahrscheinlich die Probleme, vor denen Kimmich Angst hatte. Verglichen mit einem Intensivstationsaufenthalt wegen COVID wären natürlich selbst eine Herzmuskelentzündung oder sogar permanenter Bluthochdruck, den man durch Tabletten einstellen kann, die „bessere Option“, aber bei einem Profi könnten solche Nebenwirkungen auch schnell mal die Karriere massiv beeinflussen. Und dann ist die Überlegung mMn schon wieder ganz anders, vor allem, wenn man wie Kimmich zu dem Zeitpunkt möglicherweise davon überzeugt ist, dass man eine Infektion als junge, gesunde Person auch als Ungeimpfter mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit ohne Probleme überstehen wird.
In seinem Umfeld beim FCB gab es ja durchaus schon vor Beginn der Impfphase Fälle von COVID, die für die Spieler keine größeren gesundheitlichen Folgen hatten außer ein paar Tagen Bettruhe verbunden mit ein paar weiteren Tagen Quarantäne.
Das klingt für mich zumindest nicht zwangsläufig nach einem Fall von fehlender Intelligenz.
Hätte mich auch gewundert wenn es da keinen Widerspruch gegeben hätte.
Meine Erkenntnisse sind zB dass gerade Profisportler (und da muss man ja nicht mal den FC Bayern Kontext verlassen - siehe Mazraoui mit schweren und langwierigen Herzproblemen in der Folge von Corona Infektion! Sowas kann schnell bis Richtung Karriereende gehen…) speziell unter den Folgen der Infektion selber leiden konnten…
Und genau diese Folgen reduziert die Impfung ja gerade massiv das Risiko was zu dem Zeitpunkt von Kimmichs Impf Verweigerung auch lange schon wissenschaftlicher Konsens war, dass sowohl die Wahrscheinlichkeit einer Herzmuskelentzündung als auch die mögliche Schwere OHNE Impfung mit Corona Infektion wesentlich höher war als das Risiko (wenn doch nach Impfung sehr selten auftrat soll sie sehr gut behandelbar sein und dann harmlos verlaufen) dafür durch die Impfung selber…
Magst Du gerne so sehen, aber ich habe mich zu der Zeit wirklich intensivst täglich (auch aus beruflichen Interesse massenhaft Studien gelesen schon damals) mit diesen Thematiken beschäftigt und war da auch ohne Medizin studiert zu haben sicherlich auch als Laie bei weitem nicht alleine schon damals mit diesen Erkenntnissen, dass Kimmich da komplett auf dem Holzweg war…
Ich werfe ihm auch null vor nicht so informiert gewesen zu sein - dafür hatte er natürlich schon alleine nicht die Zeit. Aber wenn ich nicht so top informiert bin halte ich mich als vernünftiger Mensch daran was mir die massiv dominierende Zahl der Experten zu solchen Themen sagen statt mir selber irgendwas zusammenzureimen und mich gegen den Rat der Experten zu verhalten!
Ich bin bei deiner ausgiebigen Erläuterung zu 100% bei dir.
Aber @Brille hat schon einen Punkt, dass es deine pauschale Einschätzung, Kimmich sei wohl nicht der hellste, nicht gebraucht hätte. Denn jenseits der COVID-Impfentscheidung sehe ich dafür keine Indizien …
Hi, ich habe leider keine Zeit, die Studie selbst zu lesen. Wenn du demnächst die Zeit haben solltest, wäre ich dir dankbar, wie das genau einzuordnen ist. Was heißt „etwas mehr“ konkret und was bedeutet auch, dass sie insgesamt bessere Ergebnisse erzielt hätten. Die Stelle ließ mich etwas fragend zurück.
Liebe Grüße und danke fürs Teilen der wichtigsten Erkenntnisse.
Klar, hätte es das nicht wirklich gebraucht. Ist ja auch einfach nur meine persönliche Einschätzung, nicht mehr und nicht weniger…
Aber ich finde eben interessant, dass man gerade während Corona oft mehr über seine Mitmenschen gelernt hat (gerade im negativen Sinne!) als einem oft lieb war. Da bin ich quasi auch „gebranntes Kind“, dass auch Leute, die ich eigentlich als eher vernünftig eingeschätzt habe auf einmal mit Verschwörungstheorien um die Ecke kamen, dass einem Hören und Sehen verging!
PS: so extrem war das bei ihm natürlich kein bisschen und wenn er einfach nur gesagt hätte aus persönlichen Gründen lässt er sich nicht impfen aber er will nicht drauf eingehen - ok. Aber große Reden schwingen warum er das für zu gefährlich findet: Hat mir so gar nicht gefallen - kann ich nicht leugnen. Seiner Vorbildfunktion finde ich persönlich hat er da sträflich vernachlässigt. Jeder der öffentlich gegen Impfungen gesprochen hat hat der Gesellschaft de fakto geschadet - meine Meinung natürlich auch wieder aber kann ich leider nicht anders sagen. Wenn ich keine rechte Ahnung habe halt ich gerade in seiner Position den Mund zu so nem Thema und fertig.
PPS: Man stelle sich mal vor VK wäre in der Zeit am Ruder bei uns gewesen. Never never ever hätte er sich so geäußert wie Kimmich auch wenn er sich nicht impfen hätte lassen - no comment und Ende Gelände!