50.000 Gründe, die Frauen noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken

Es hört sich ja fast so an als sei Bayern in einem Rechtfertigungsnotstand. Mir fehlt da komplett der Blick darauf was alles für den Frauenfußball getan wird.

Die Summen können aber ja auch selbst erwirtschaftet und dann für sportliche Verstärkung reinvestiert werden?

Ich habe die Überschrift gelesen, ja. Ganz einfach weil das erste Saisonspiel ein besonderes Event ist und weil bei einzelnen Events die Nachfrage höher ist, als bei gewöhnlichen Liga Spielen inmitten der Saison. Oder ist deine These, dass der Zuschauerschnitt aktuell bei 50.000 Zuschauer läge über die gesamte Saison und somit der Zuschauerschnitt von 1860s Zweitliga Allianz Arena Zeiten um knapp 30.000 überboten werden würde?

Das ist keine künstliche Trennung, sondern eine Trennung nach Abteilungen. Jeder hat die freie Möglichkeit allen Abteilungen zu folgen für die er brennt. Die Sichtbarkeit ist durch den Verein FC Bayern da.

Aber wir haben da zu unterschiedliche Standpunkte, denke wir kommen da nicht zusammen. Wünsche der Frauen Abteilung alles gute und dass die Entwicklung stetig voranschreitet.

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Sorry, das ist Unsinn und völlig übertrieben. Um den Wahnsinn der Männer zu erreichen, müssten schon noch viele Jahre ins Land gehen. Alles, worum es geht, ist, Spitzenfußball in Europa entsprechend zu fördern und sichtbar zu machen. Ketzerisch formuliert, sind die Frauen da nämlich in Vorleistung gegangen, weil sie bereits in die weitere europäische Spitze vorgedrungen sind, aber vom Mutterverein in Teilen behandelt werden, als befände man sich fünf Schritte davor.
Einzelne Dinge sind gemacht worden, aber da ginge noch viel mehr - ohne gleich in Gefahr zu geraten, den Irrsinn bei den Männern zu kopieren. Meine Güte - ist dir eigentlich klar, wieviel Gender Gap zwischen den Frauen und den Männern liegt, bei der Kohle, bei der Absicherung und 1000 anderen Themen…? Beide betreiben Profi-Sport!

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Klar. Wir leben im hier und jetzt.
Wenn du oder andere hier irgendeine historische Verantwortung seht, okay.
Ich sehe die nicht.
Was aber jetzt nicht heißt, dass ich gegen Frauenfußball bin.
Wenn der FC Bayern meint den Frauenfußball pushen zu müssen ist es gut, wenn sie nicht bereit sind mehr zu investieren als im Moment, bin ich auch fein damit.

Und sie betreiben vor allem deswegen Profi-Sport, weil der Männerfußball es auch Sportlerinnen ermöglicht, ihren Sport als Beruf auszuüben, die aus ihrem Sport heraus nicht genug Gelder generieren würden.

Der FC Bayern war beim Frauen-Fußball immer ein Vorreiter unter den Männerklubs. Sobald Frauen-Fußball wieder erlaubt war, war man von Anfang an aktiv dabei. Eine der ersten Meisterschaften ging nach München. Nach einer Flaute in den 90er wurde nach kaiserlichem Dekret Kohle in die Frauenabteilung gepumpt. Man konnte dadurch in den 2000ern als einer von ein paar wenigen Männerklubs mit den reinen Frauenklubs sportlich mithalten. Als vor rund 10 Jahren dann die große Investitionen begannen, die die traditionellen Frauenklubs aus dem Profisport verdrängten, war auch der FC Bayern vorne mit dabei, was sich letztlich auch daran abbildet, dass die Frauen mittlerweile genauso häufig die Meisterschaften gewinnen, wie die Männer.

Das alles ändert natürlich nichts daran, dass man Dinge verbessern kann, dass es sicherlich auch Dinge gibt, die sehr einfach zu verbessern wären, oder sinnlos blockiert werden. Man kann auch generell kritisieren, dass die europäische Entwicklung des Frauenfußballs aktuell deutlich schneller läuft als die in Deutschland. Was mich aber stört, ist diese Anmaßung und Einseitigkeit, die Mia san Rot hier hat und die man beim Männerfußball so sehr versucht, zu vermeiden.

Es ist kein „Cool, dass da gefördert wurde. Jetzt lasst uns dort weitermachen!“ Sondern es ist ein: „Ihr habt eine Schuld! Ihr habe eine historische Verantwortung! Los! Macht die Kohle locker!“ Mir ist nicht klar, wie das dem Frauenfußball in irgendeiner Weise helfen soll. Wer immer noch skeptisch gegenüber dem Sport ist, Vorurteile hat, ihn nicht attraktiv findet, oder auch einfach keine Zeit hat, zwei Mannschaften gleichzeitig zu verfolgen, den wird man doch nicht mit so einer Einstellung überzeugen.

Zu Diskussionen und Gesprächen hier im Forum lädt das auch nicht wirklich ein. Da kommt dann ein User, der sachliche Argumente bringt und er wird einfach angegangen, als sei er ein dummer Höhlenmensch.

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Vollkommen überspitzter Kommentar

Hat in diesem Ton auch niemand geschrieben. Wenn man aber aus dem Jetzt heraus argumentiert, ist das verkürzt. Wenn man ignoriert, was mit dem Sport gemacht wurde, der schon mal in der Lage war, viele Menschen ins Stadion zu bringen und dann unterdrückt und gedemütigt wurde, dann ignoriert man einen relevanten Teil der Frage, weshalb der Sport nicht so weit ist, wie einige es fordern, um weitere Maßnahmen rechtfertigen zu können. Das ist eine Argumentationskette, die nicht passt.

Der darf das gern weiterhin tun, muss dann aber auch nicht ständig irgendwo seinen Kommentar ablassen.

Das lasse ich mir in diesem thread sicher nicht vorwerfen. Ich sagte, dass ein Argument arrogant ist. Wenn ich jemanden für dumm halte, dann widme ich ihm nicht so viel Zeit mit Argumentation. Angegangen wurde hier niemand. Das war eine stinknormale Diskussion.

Wie gönnerhaft. Frauen dürfen endlich auch mal das tun, was sie längst tun würden, wenn es der Männerfußball nicht verhindert hätte.

Dito.

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Es gibt aber schon einen Wahnsinn bei den Frauen ablehnen kann. Zum Beispiel dass was bei Lyon passiert.

Nicht zu vergessen, es ist am Wochenende Länderspielpause beim Herrenfußball.
Also natürlich ist das auch ein klug rausgepickter Termin der „Google Pixel Frauen-Bundesliga“ für dieses Event.

Der FC Bayern hat es inmitten der Saison mit Sparflammenmarketing geschafft, 19.000 Menschen gegen Frankfurt ins Stadion zu bekommen. Vor zwei Jahren. Natürlich ist es möglich, ein paar Mal die 30.000 zu knacken pro Saison.

Ich weiß nicht, was hier die Debatte sein soll? Wenn man vernünftiges Marketing betreibt, an der Sichtbarkeit arbeitet und vor allem eine Regelmäßigkeit hinbekommt (4-6 Spiele pro Saison in der Arena für den Anfang), dann sehe ich keine Gründe, die dagegen sprechen.

Und ich sehe auch keinen Grund, als Fan herumzugranteln, dass das in irgendeiner Form negativ zu sehen wäre oder es in irgendeiner Form ein Problem darstellen würde. Was ist denn das auch für eine Einstellung? Es gibt so viele Anzeichen dafür, dass das Potenzial da ist, die Arena mehrmals pro Saison gut zu füllen, wenn man sich dem committet und es richtig angeht.

Ich verstehe auch die psychologische Seite dahinter nicht. Was genau wäre denn konkret euer Problem daran, wenn die Frauen mehr Aufmerksamkeit bekommen, mehr Spiele in der Arena erhalten. Warum fühlt ihr den Drang, dagegen anzuargumentieren? Teils mit dem Argument, dass die Frauen erstmal in Vorleistung gehen sollen.

Was bei mir wiederum die Frage aufwirft: Wie sollen sie denn in Vorleistung gehen, wenn das kommende Spiel euch nicht reicht? Indem sie 50.000 Nachfragen für ein Campus-Spiel erhalten, das vor 2.500 Menschen stattfinden darf? Das ist doch utopisch.

Irgendwann muss man auch mal progressive Schritte gehen. Ich sehe das so: WENN man wirklich wert darauf legt, dass die Frauenabteilung wirtschaftlich rentabler wird (und das wird sie), dann muss man eigentlich schon gestern groß investiert haben, um die Trends in der Entwicklung nicht zu verpassen (anders als bei den Männern geht es hier übrigens um sehr geringe Beträge im Kontext dessen, was der FCB umsetzt, wir sprechen hier von Summen, die in einer Woche wieder drin sind). Entweder hat man dieses Vertrauen, das man nach außen verkaufen will, oder man hat es nicht.

Und nochmal: Der FC Bayern macht vieles richtig und gut, aber in Sachen Marketing und Sichtbarkeit muss er zwingend zwei Level draufpacken, wenn er nicht in zwei, drei, vier Jahren international wieder abgehängt sein will.

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Aber das tut ja auch niemand, ich habe lediglich dagegen argumentiert, die Rentabilität außer Acht zu lassen bei der Entscheidung ob man die Türen der Allianz Arena öffnet.
Und Rentabilität ist bei Bayern aktuell ein großes Thema, wirtschaftliche Faktoren werden ja permanent betont, die Umgestaltung des Trainingszentrums an der Säbener Straße wurde erst letztes Jahr - auch auf Grund wirtschaftlicher Faktoren - aufgeschoben.
Gleichzeitig habe ich mich dafür ausgesprochen, dass man stetig die Spiele in der Allianz Arena steigert, sollte bei den vorausgegangenen Spielen das Stadion so gefüllt sein, dass es sich auch finanziell lohnt.
Und die Allianz Arena ist nun mal ein sehr großes Stadion, das sogar für 1860 München zu Zweitliga Zeiten deutlich (!) zu groß war. Da ist es doch dann klar, dass es für die Frauen Abteilung schwierig ist das Stadium regelmäßig zu füllen, weshalb Bianca Rech ja auch sich ein Stadion mit einer anderen große langfristig wünscht.

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Dazu passt der Vergleich von Hoeneß, dass man das Hoffenheim der Champions League sei sogar ziemlich gut, denn man noch einiges aufzuholen im Vergleich zu anderen Topvereinen in Europa und auf der ganzen Welt.
Ein Teil des Problems ist natürlich auch die Liga selbst, die sich nicht wirklich gut vermarktet und leider sehr krumme Anspielzeiten liefert. Das liegt aber auch daran, dass die Frauenbundesliga grundsätzlich noch recht stiefmütterlich behandelt wird. Die Spiele werden oft relativ lieblos irgendwie in das Wochende gepresst, es gibt teilweise unerklärliche Pausen und auch die Übertragungsqualität ist teilweiße miserabel. Man muss sich also aktiv selbst mit dem Thema beschäftigen, wenn man sich davon mitreißen will und das machen natürlich viel weniger Leute als wenn sie davon auf den Social Media Kanälen automatisch mitbekommen.

Diese Saison hat die Frauen Bundesligaliga 14 Teams:
FC Bayern München
VfL Wolfsburg
Eintracht Frankfurt
Bayer 04 Leverkusen
SC Freiburg
TSG 1899 Hoffenheim
Werder Bremen
RB Leipzig
SGS Essen
FC Köln
1.FC Nürnberg
1.FC Union Berlin
Hamburger SV
FC Carl Zeiss Jena

Ich glaube, dass man aktuell schon ohne große Probleme das Stadion (auch an einem normalen Bundesligaspieltag während der Saison) zu einem guten Stück füllen könnte, bei den folgenden Gegnern: Wolfsburg, Frankfurt und Leverkusen.
Und bei folgenden Gegnern besteht ein gutes Potenzial, dass man es mit entsprechender Bekanntmachung und Werbung auf mindestens 25.000 schafft: Freiburg, Hoffenheim, Bremen, Köln , Leipzig.
Dazu kommen dann Champions League und Pokal, wobei man da natürlich miteinberechnen muss, dass die Anstoßzeiten etwas weniger familienfreundlich sind. Damit fällt dann schon eine gewisse Fanzielgruppe weg, weil man an einem Novemberabend unter der Woche um 21 Uhr und vielleicht noch Nieselregen eher nicht mit seinen Kindern ins Stadion geht.
Ich denke also, dass man mindestens mal 5 Heimspiele schaffen sollte, wo es ins Stadion geht und es sich auch rentiert, aber das Potenzial für 10 oder 15 Heimspiele besteht auch.
Und eines sollte klar sein, der Frauenfußball sollte sich nicht nur am Männerfußball richten. Wenn das Topspiel der Frauenbundesliga gegen Wolfsburg daheim ansteht und die Männer gleichzeitig auch gegen Heidenheim (nichts gegen Heidenheim, tolles Team und toller Trainer) daheim antreten müssten, dann sollte das Spiel der Frauen mehr Aufmerksamkeit erhalten und auch vom FC Bayern intensiver beworben werden. Man könnte sogar sagen, dass sie eigentlich das Vorrecht im Stadion haben sollten.

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MSV Duisburg spielt nicht und der ersten Liga :frowning: ansonsten paar gute Punkte

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Danke für die Korrektur. Ich hatte nach einer schnellen Liste gesucht und dann einfach die Google Ki-Liste genommen. Das war wohl ein Fehler und wieder mal ein Zeichen dafür, dass man nicht zu sehr auf Ki vertrauen sollte. Außerdem wollen wir ja unsere Hamburger nicht unterschlagen.

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Hab das mal korrigiert, denn langfristig sollte die Arena die richtige Größe haben.

Google ist da nochmal Next Level schlecht.

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Man man kann das Engagement für den Frauenfußball seitens des FC Bayern doch ganz nüchtern als Investitionsentscheidung analysieren.

  • Der Frauenfußball erlebt gerade in allen großen europäischen Fußballmärkten ein starkes Wachstum bei Zuschauerinteresse und Umsatz.
  • Dieses Wachstum ist nicht exogen gegeben, sondern hängt von auch von den geschäftlichen Entscheidungen der in der Branche aktiven Akteure ab, darunter auch die Vereine.
  • Eine heutige Investitionsentscheidung eines Vereins in den Frauenfußball kann sowohl das morgige Interesse an der Sportart steigern als auch ermöglichen, dass man sich in eine gute Position bringt, um von diesem Interesse wirtschaftlich zu profitieren (indem man eine gute Mannschaft hat, eine gute Infrastruktur, ein starkes, attraktives Profil etc.).
  • Die Entscheidung der Bayern, die Allianz Arena für ein Frauenspiel zur Verfügung zu stellen, ist nie nur eine Reaktion auf ein bereits zuvor erfolgtes Wachstum des Frauenfußballs, welches es wirtschaftlich rechtfertigte, die Frauen dort spielen zu lassen, sondern immer auch ein Beitrag dazu, dass ein solches Wachstum überhaupt passieren kann. Es ist auch eine Investition.
  • Die Zuschüsse des FC Bayern an sein Frauenteam bewegen sich (noch) im Bereich einstelliger Millionenbeträge pro Jahr, ein in Relation zu einem Gesamtumsatz von knapp einer Milliarde Euro pro Jahr nicht nennenswerter Betrag, dessen Aufwendung die Bayern von keinem Transfer abhält oder geschäftlich anderweitig stark belastet.

Ich habe keine konkrete Investitionsrechnung durchgerechnet. Aber so wie ich die Lage von außen blickend ganz grob einschätze, sind die paar Millionen Euro, die der FC Bayern jährlich für den Frauenfußball ausgibt, wahrscheinlich sehr gut angelegtes Geld, welches die Bayern in eine bessere Ausgangsposition bringt, vom irgendwann in den kommenden Jahren die Amortisationsschwelle durchbrechenden Boom des Frauenfußballs zu profitieren und zudem auch noch dazu beiträgt, dass dieser Boom schneller einsetzt und größer ausfällt als ohne diese Investitionen. Und wenn nicht, kann man diese Beträge einfach abschreiben, das Kapitel Frauenfußball schließen und hat nicht viel verloren.

Um es mit den unsterblichen Worten unseres lieben Georg zu sagen: Ich sehe diese Ausgaben, ebenso wie das Öffnen der Allianz Arena, ganz entspannt.

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Ich verstehe absolut, wieso dir das persönlich wichtig ist. Doch mal angenommen, du hättest heute Nachmittag die Chance, vor dem Aufsichtsrat für mehr Investition und Engagement für die Frauen-Abteilung zu werben:

Meinst du, du hättest Erfolg, in dem du Uli Hoeneß erzählst, was während seiner Manager-Zeit so alles vernachlässigt wurde und dass er eine Verantwortung hätte, den Frauenfußball groß zu machen?

Oder hättest du mehr Erfolg, wenn du so etwas sagst wie: „Wir sind Serienmeister. Jetzt lasst uns die Champions League angreifen!“?

Ich denke einfach, dass ein Fokus auf das Potential eine viel gesündere Einstellung ist, als das Nachtrauern, was vor 50 Jahren alles falsch gelaufen ist. Die Allianz Arena voll zu machen, muss keine Pflicht der Vergangenheit sein. Man kann es stattdessen auch als Hoffnung für die Zukunft betrachten.

Ich finde diese Forderungshaltung halt ziemlich respektlos gegenüber anderen Sportlern, die genauso ihre sportliche Leistung bringen, aber nicht genug Geld bekommen, um ihre Sportart professionell ausüben zu können. Profisport ist eine extrem kleine Nische. Ob Frauenfußball das von sich aus geschafft hätte, ist Spekulation. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Entscheidend ist: Der Frauenfußball wird mittlerweile in einem Maße gefördert, wie es kaum ein anderer Sport erfährt. Man könnte daher auch mal froh sein, dass die Zeiten sich geändert haben und es im Allgemeinen in eine positive Richtung geht. Man könnte darauf aufbauen, statt ständig die „Was wäre wenn?“-Frage zu stellen, die eh niemand beantworten können wird.

Das hat daher nichts mit „Gönnerhaftigkeit“ zu tun, sondern eher mit einer halb leer/halb voll Perspektive.

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Der mit guter Chance sich abzeichnenden positiven Dynamik für die Frauen entspricht andererseits ein spürbar gemäßigterer Auftritt derjenigen, die vor Jahren hier noch gegen die angeblich zu umfangreiche Behandlung des Frauenfußballs wüteten. Wer damals noch @justin unterstellte, er würde wohl vom FC Bayern für diese Promotion unter dem Deckmantel angeblich journalistischer Tätigkeit bezahlt (was natürlich eine üble Zweckentfremdung an anderer Stelle dringend benötigter Gelder wäre und allerdings die Frage aufwürfe, warum er sich dann weiterhin mit so großem Kraftaufwand der Aufgabe widmen muss, den Blog rentabel zu machen) : wer also damals noch dermaßen offensiv gegen eine angemessene Behandlung des Frauenfußballs „argumentierte“, sagt heute vergleichsweise defensiv, er sei mit allem „fein“, stärkerer Förderung durch verstärkte Öffnung der Arena wie auch damit, es weiter nur ausnahmsweise zu tun.

Man muss ja immer den Prozess sehen, und der ist auch in diesem Punkt ausgesprochen positiv. Läuft! :wink:

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Beides ist wichtig und beide Argumente führe ich auch regelmäßig ins Feld. Deshalb erübrigt sich diese Debatte eigentlich auch. Dieses Frauenteam hat ein riesiges ungenutztes Vermarktungspotenzial auf und neben dem Platz. Natürlich ist das ein entscheidendes Argument.

Wenn dann aber jemand kommt und sagt: Na ja, die sollen erstmal von sich heraus „natürlich“ wachsen, DANN kann man das erste Argument der Historie schlicht nicht ignorieren und dann ist es wichtig darauf hinzuweisen, warum der FF über sehr lange Zeit nicht wachsen konnte. Denn dieses Argument zu ignorieren, weil es einen nervt, ändert nichts an der Tatsache, dass der FF schon früh im 20. Jahrhundert bewiesen hat, dass er große Stadien füllen kann und Potenzial hat.

Ja, richtig: Es weiß niemand, wie sich das alles mit einer gleichgestellten Gesellschaft entwickelt hätte. Wir wissen aber sehr wohl, wie sich der FF entwickelt hat MIT der Unterdrückung und mit jahrzehntelangem Kampf um Aufmerksamkeit und Platz. Vor diesem Hintergrund, tut mir leid, ist es sehr wohl eine gönnerhafte Haltung, sinngemäß zu behaupten, ohne Männer wären die Frauen nichts. Mit ihnen waren sie hundert Jahre lang und mehr nichts.

Es wäre sinnvoll, sich nicht nur auf ein Argument zu beschränken, machen wir aber auch nicht. Allein im Artikel gibt es noch mehr. Aber dieses wichtige Argument gänzlich auszublenden, ist ebenso falsch. Insbesondere dann, wenn man das Thema Rentabilität nur im Jetzt beurteilt.

Zum Vergleich mit anderen Sportarten habe ich alles gesagt. Halte ich für Whataboutism.

Zumal ihr damit auch andeutet, es handle sich hier nicht um Fußball, sondern um zwei unterschiedliche Sportarten. Das ist Unsinn.

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Klar, ein Stadion im Bereich 15.000 - 25.000 wäre momentan wahrscheinlich optimal. Aber bevor man da in einen Neubau investiert (es scheint ja nichts passendes in der Umgebung zu existieren), könnte man auch erst einmal 2-3 Jahre in der Arena spielen (mit entsprechenden Anstrengungen im Marketing) und dann schauen, ob man nicht doch einen ausreichenden Zuschauerschnitt etablieren kann.

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