Verstehe deine Rechnung nicht. Wie kommst du denn von 50 Mio. Buchgewinn bei einem jetztigen Verkauf auf 30-40 Mio. entgangene Einnahmen in den nächsten beiden Jahren? Wenn er in 2 Jahren noch 10 Mio. Buchgewinn (z.B. 28 Mio. bei 18 Mio verbliebener Abschreibung) einbringen würde, wären das 40 Mio. Differenz, das sind 20 Mio. pro Jahr. Selbst wenn er für 18 Mio. wechseln würde, wären das 25 Mio. und nicht 30-40 Mio. Zuzüglich der Abschreibungskosten und Gehalt wären wir bei 52 Mio. pro Jahr und nicht 70-80 Mio. Dafür kriegst du sicherlich keine 2 Stammspieler.
Hast Recht. Ich habe die Abschreibung aus Versehen doppelt gezählt.
Eben: Theorien. Dass ich als FC Bayern jeweils die Einnahmen bis zum Viertelfinale von Klub WM und CL einplane, ist ja wohl realistisch kalkuliert.
Wenn ich dann 15 Mio extra fürs CL Halbfinale einnehme und damit insgesamt einen Gewinn von 27 Mio für das Geschäftsjahr mache, sind rote Zahlen ein ganzes Stück weit entfernt …
Wir kennen die Zahlen aus der letzten Saison noch gar nicht.
Bin wirklich gespannt, wie lange hier noch weiter über diese Clickbait Scheisse diskutiert wird. Dreesen hats doch klar gesagt. Es gab keine Anrufe, keine Angebote, gar nix. Das sind absolute Phantomdiskussionen hier.
Je nachdem wo Goretzka landet kommen vielleicht bald die Artikel a la „Goretzka lockt alten Mitspieler. Flieht Kimmich vor Ndiaye?“.
Nachdem die Kane-Trump Diskussion abgeflaut ist, hat Luis Diaz jetzt für neuen Stoff gesorgt - leider nicht so schön.
Eva hat im Rasenfunk zur Kane-Sitaution gesagt: That’s why we can’t have nice things. Also übersetzt: Das ist der Grund warum wir keine schöne Sachen haben können. Und hier würde ich am Ende mittlerweile genauso reagieren. Es ist kein Weltuntergang, aber natürlich ein Punkt, den Diaz negativer erscheinen lässt. Aber wenn das halt immer wieder passiert, muss man wohl einfach konstantieren, dass man einfach nicht zu diesen Menschen aufschauen sollte.
Ein Gericht hat die Nutzung des Trikots für den Wahlkampf verboten? Kolumbien ist aber auch ne Bananenrepublik.
Sportlich ja, menschlich nein.
Ich bin immer wieder erstaunt wie schnell hier die Menschen abgeurteilt werden.
Trikotkauf von Lucho steht damit fest.
Geht mir genauso.
Wir reden hier über ein Treffen mit einem demokratisch gewählten Präsidenten, der noch nicht mal im Amt ist und demzufolge noch keine einzige Entscheidung treffen konnte, anhand derer man beurteilen könnte, ob es Gründe gibt, sich von ihm zu distanzieren.
Es ist schon ein extrem hohes Ross, hier von Deutschland per Ferndiagnose festzustellen, dass die Kolumbianer falsch gewählt haben und von Lucho zu verlangen, dass er sich‘s mit der Hälfte seiner Landsleute verscheißt, indem er präventiv den künftigen Präsidenten boykottiert … ![]()
Man kann das Treffen kritisieren, und die Kritik verstehe ich sogar. De la Espriella ist kein Sympathieträger, ein Trump-gestützter Rechtspopulist, der im Wahlkampf ausgerechnet das Nationaltrikot für sich vereinnahmt hat. Dass sich viele daran stören, dass gerade Díaz sich bei ihm zeigt, kann ich vollkommen nachvollziehen. Dagegen ist überhaupt nichts zu sagen. Aber ihn deswegen als Menschen kleinzumachen, ihm jede Vorbildfunktion abzusprechen, das geht mir dann doch zu weit.
Der Mann kommt aus ärmsten Verhältnissen und hat einen steinigen Weg hinter sich. Er hat sich gegen alle Widrigkeiten durchgesetzt, in einem Umfeld, in dem ihm nichts geschenkt wurde. Er musste mitansehen, wie sein Vater entführt wurde. Seine Leistung hat darunter nicht gelitten, im Gegenteil. Solche Lebensläufe ringen mir eine Menge Respekt ab, und der hat mit dem, was auf dem Platz passiert, erst mal gar nichts zu tun.
In einem Land, in dem Sicherheit keine Selbstverständlichkeit ist (bei uns bald wohl auch nicht mehr), wäre es töricht, die Einladung des künftigen Präsidenten einfach auszuschlagen. So etwas kann man sich leisten, wenn man nie wieder in seiner Heimat leben will und einem die eigene Familie egal ist. Bei einem, dessen Vater entführt wurde, sollte man mit dem Urteil vielleicht etwas vorsichtiger sein.
Manche machen es sich da schon sehr einfach. Die Welt ist eben nicht so übersichtlich, wie sie von hier aus wirkt. Fahrt mal in diese Länder, redet mit den Leuten vor Ort. Das bekommt man weder auf YouTube noch von irgendwelchen Influencern serviert.
Gegen hohe moralische Ansprüche habe ich nichts. Aber man sollte schon wissen, an wen man sie richtet und in welcher Lage der jeweils steckt. Am besten fängt man bei sich selbst an
Und nicht nur das : Diaz wird wahrscheinlich auch in seinem Heimatland investieren. Da schaden Verbindungen nicht. Fragt mal bei Özil deswegen nach.
gibt es da Infos?
Ich würde jetzt Özil und Diaz nicht unbedingt vergleichen wollen. Özil ist in Deutschland aufgewachsen, hat einen Deutschen Pass. Es gab da wenig Gründe sich Erdogan an den Hals zu werfen
Wie es @Talion schreibt, kann man Diaz ohne Probleme weiterhin als sportliches Vorbild betrachten. Das gilt auch für Spieler wie Ronaldo, Tom Brady oder sogar Boateng. Im Fall von Sportlern kann man wie ich finde den sportlichen Auftritt gut von dem Spieler trennen, was ja bei Künstlern und ihren Werken nicht immer so einfach ist. Die meisten Spieler nutzen die sportliche Bühne nicht dafür irgendwie kritische Werbung zu machen oder politische Agenden zu verbreiten. Nmecha, der über den Fußball Werbung für “Ballers in God” macht ist dagegen eine eher seltene Ausnahme. Daher würde ich sagen: Diaz ist ein toller Spieler mit außergewöhnlicher Mentalität und Kampfesstärke aber privat womöglich/wahrscheinlich nicht auf meiner Wellenlinie. Ich werde mich weiterhin freuen wenn er trifft, aber privat würde ich mich nicht unbedingt mit ihm treffen wollen. Aber da ich das ohnehin nicht vorhatte ist ja alles gut. Ich folge da dem weithin bekannten Motto: “Never meet your heroes/idols”, denn jeder Mensch hat Fehler und man kann nur enttäuscht werden.
Ist das eigentlich das neue „den will ich nicht als Nachbar“ ?
Er hat sich eben in Deutschland nie willkommen gefühlt und wollte irgendwo zugehören. Da liegt Erdogan doch relativ nahe als Präsident des Landes seiner Eltern. Und als private Person ist Özil natürlich auf das höchste zu verurteilen. Sein Tor 2010 gegen Ghana werde ich trotzdem weiterhin positiv in Erinnerung behalten.
Hätte sich Diaz mit dem anderen Kandidaten auch getroffen? Man weiß es nicht, vermutlich schon.
Die Wahlen waren äußerst knapp, im Grunde 50:50. Unterstellt man jetzt dass jeder zweite wählende Kolumbianer ein Mensch ist mit dem man nichts zu tun haben wollte? Kann man machen, wäre aber meiner Ansicht nach verbohrt wenn man sich nichtmal anhört um was es den Menschen geht.
Diaz hat sich ja nichtmal politisch geäußert und allein wegen des Treffens eines gewählten Politikers wird er bereits menschlich angezählt? Halte ich für schwierig…
„Fehler“ sind es aber doch nur auf Seiten des Betrachters. Es sind Eigenschaften. Eigenschaften die dem Gegenüber nicht passen.