Von spritzigem Champagner und knusprigen Baguette zu abgestandenem Bier und den Schrippen von gestern. Ein zugespitzter Vergleich, eingestandenermaßen.
Aber ein wenig fühlt es sich so an, wenn der FC Bayern nach Pokalsieg, Leverkusen abfrühstücken und dem Triumph in Paris nun bei Union Berlin antreten muss. Der graue Alltag hat das Team wieder. Die letzte Pflichtaufgabe vor der Länderspielpause steht an. Und die Frage wird wahrscheinlich sein, inwieweit die Mannschaft sich auf dieses Spiel einstellen und motivieren kann.
Union spielt bisher eine Saison, wie man sie von Union erwarten kann. Man hält sich im Mittelfeld der Tabelle. Mal gewinnt man, mal verliert man. Man hat keine Serie am Laufen, das Torverhältnis ist unauffällig. Nicht einmal Steffen Baumgart scheinen noch kernige Sprüche einzufallen.
Unveränderlich scheint auch der Stil der Unioner zu sein. Defensiver Umschaltfußball, physisch, hart. Eines der Teams die sich gerne als eklig beschreiben.
Bayern muss es ob dieser Beschreibung nun nicht angst und bange werden. Schließlich hat man noch kein Spiel gegen die Berliner verloren. Wenn es auch in Berlin selbst schon einige Male eng war und die Bayern dort auch nur die Hälfte der Spiele gewinnen konnte.
Aber es sind die Bayern des November 2025, ein Team das bisher wie ein Herbststurm über die überforderte Konkurrenz hinwegzufegen pflegte. Die wahrscheinlich interessanteste Frage vorab wird sein, mit welcher Aufstellung Kompany die Partie angehen wird. Die Rotation ist nun auch bei ihm etabliert und dieses Spiel könnte wieder einen willkommenen Anlass dazu bieten. Gerade in Bezug auf die Spieler, die auch bei den Länderspielen wieder intensiv belastet werden dürften. Und auch im Rückblick auf das physisch so intensive Spiel in Paris.
Wird Kane eine Pause bekommen? Darf Kim wieder mal ran? Muss Konnie Laimer im Käfig bleiben? Und wird Lennart Karl von der Leine gelassen?
Nun, Vincent Kompany, der in diesen Wochen zunehmend den Nimbus des Mannes der über Wasser wandeln kann entwickelt, wird schon die richtige Lösung finden.
Nur bei dem Satz muss ich einhaken. Mir fehlt da ein „bereits DRITTE … der jungen Saison“ oder: „erneuten nervigen…“ so wie du es formulierst, ist es mir zu sachlich nüchtern
Ich nehme an, dass einige der Helden von Paris erstmal eine Pause bekommen. Harry hatte Krämpfe, Kimmich auch, Laimer dürfte angesichts seines Pensums gegen Paris auch ziemlich K.O. sein. Vielleicht noch Upa oder Olise. Damit ergäbe sich folgende Elf
Neuer
Boey Kim Tah Stanisic
Bischof Goretzka/Pavlovic
Karl Gnabry Diaz
Jackson
Ein paar Wechsel wird es sicher geben, aber ich glaube eher nicht, dass Kompany schon wieder so viel rotiert.
Das Spiel gegen Paris war bereits am Dienstag und die ersten Länderspiele stehen dann erst am Donnerstag an.
„Mit einem Sieg in der alten Försterei würde der FC Bayern auch einen hauseigenen Rekord brechen, den die Mannschaft selbst 2015/16 noch unter Trainer Pep Guardiola aufgestellt hat: Für zehn Bundesliga-Siege zum Saisonauftakt in Folge fehlt nur noch ein einziger Dreier.“
Dafür steht Union auch. Für heute erwarte ich einen knappen 1:0 Sieg der Bayern. Irgendwann im Laufe der zweiten Halbzeit fällt das Tor. Ballbesitz der Bayern 70 % bei einem Mangel an Chancen…
Im Frühjahr war das ja auch ein Spiel nach einer Champions League Partie (2-0 gegen Leverkusen) bei Union vor einer Länderspielpause. War dann sehr zäh und ohne große Chancen für Union, aber Bayern hat eben nur ein Tor gemacht und Union den bisher einzigen Torwartfehler von Urbig.