WM 2026: Tag 34 im Blog – die beste Nationalmannschaft der Welt – News und Analysen zur Weltmeisterschaft

Veröffentlicht unter: WM 2026: Die beste Nationalmannschaft der Welt

WM 2026, Tag 34: Spanien beendet Frankreichs Traum vom Weltmeistertitel mit einer herausragenden Leistung – und ist jetzt womöglich die beste Nationalelf der Welt. Die WM 2026 in Nordamerika steuert auf das Finale zu. In den kommenden Tagen spielen die verbliebenen Nationen den neuen Weltmeister und damit den Nachfolger von Argentinien aus. Mit dabei waren zu Beginn 17 Spieler des FC Bayern München. Spanien hat es geschafft und den scheinbar unvermeidbaren Weltmeister geschlagen. Eine Leistung, die einem echten Statement gleich kommt. Miasanrot begleitet die WM 2026 nicht nur mit vielen Features und Analysen, sondern auch im WM-Blog, der euch täglich…

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Ich kann mich dem Fazit nur anschließen “WOW! - Die Spanier waren haushoch überlegen und man hatte nicht eine Sekunde das Gefühl, dass die Franzosen dass gewinnen können. Einfach beeindruckend. Rodri war sehr stark, aber auch Cucurella (ja, leider) hat ein brutal gutes Spiel gemacht.

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Volle Zustimmung zu Justins Fazit. Das einzige, was ich nicht so konsistent finde, ist das Verhältnis der Eingangsbemerkung (“das erwartet hochklassige Duell”) zu der meines Erachtens deutlich realistischeren Spielbewertung mit 3,5. Ein hochklassiges Duell setzt ebenbürtige Kontrahenten voraus; davon konnte gestern keine Rede sein.

Das war herausragender Fußball. Offensiv wie defensiv.

Defensiv gesehen stimme ich vollkommen zu. Offensiv fand ich Spanien dagegen nicht überzeugend: Ohne den Elfmeter kann diese Partie nach 120 Minuten auch 0:0 enden.

Vielleicht bin ich ja ein “ahnungsloser Banause”, aber auf mich wirkt dieser technisch und spielerisch perfekte Fußball ebenso unattraktiv, wie der italienische Fußball der 80er und 90er. Es geht um komplette Spielkontrolle, die bspw. uns unter VK großteils fehlt. Dafür hat Spanien nach vorne auch kaum Impulse gesetzt.

Das Spiel war schwere Kost für Fans des “schönen Fußballs”. Dass dieser defensive, kontrollierte Ansatz aber erfolgreich ist, steht außer Frage.

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Michael Olise

Hat richtig Glück, dass er nicht gleich in der 14. Minute vom Platz fliegt. Trifft den Knöchel von Rodri mit offener Sohle.

Finde ich nicht. Er hat richtig Glück, dass er nicht Gelb sieht. Wie der (ansonsten sehr gute) Schiedsrichter das ignorieren konnte, verstehe ich nicht.

Aber er trifft ihn nicht oberhalb des Knöchels (siehe hierzu Messi, Balogun). Für mich war das das sogenannte “Dunkelgelb” - ein heftiges Foul, das über einiges hinausgeht, wofür Gelb auch schon gerechtfertigt ist. Aber glatt Rot wäre übertrieben gewesen.

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Ich fand das Spiel grandios. Ein fußballtaktisches Fest für alle, die den 5:4 Irsinn in Paris nicht für die triumphale Zukunft des Fußballs hielten, sondern für ein Zirkusspektakel, das eines CL-Halbfinals nicht würdig war. So wie ich.

Das gestern war in meinen Augen ein echtes Halbfinale, in dem die Mannschaft, die nahe an der Perfektion Fußball spielt, sich klar und zu recht durchgesetzt hat. Ich bin wohl ein alter reaktionärer Fußballfan. Aber ich steh dazu. Jetzt hoffe ich darauf, dass Taktiker Tuchel eine Antwort darauf hat, falls er sich denn heute durchsetzt.

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Zu Spanien nochmal kurz: Die haben zwar hoch gepresst, aber es wirkte immer so als wöllte man die Franzosen zumindest über die Linie kommen lassen bzw. man ist erst wirklich in die Zweikämpfe gegangen, als die komplette Mannschaft hinten schon wieder stabil stand, die haben ihr komplettes Spiel darauf ausgerichtet den Franzosen keine Chance zum Kontern zu geben. Das fand ich von dem her so interessant, da das ja ein Ansatz ist den Tuchel bei Bayern ja auch versucht hatte, aber grandios gescheitert ist. Woran liegt das und wäre das evtl. auch eine Taktik in der CL gegen Paris oder Barca?

Habe vorher noch gesagt: auf keinen Fall darf Spanien in Führung gehen. Und dann so ein dämlicher - aber völlig berechtigter - Elfmeter. Überspitzt gesagt war das Spiel da schon entschieden.

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Ich habe in der Vergangenheit den Fußball den die spanische Nationalmannschaft und Barca vor Flick gespielt haben immer gerne geschaut. Bei der WM kann ich das nicht so richtig sagen. Fand sie weder gegen Portugal noch gegen Belgien wirklich stark. Gestern war das von der Spielkontrolle im Mittelfeld natürlich erstklassig, aber ich frag mich schon wie das Spiel ohne den Elfmeter (und die Verletzung von Saliba) ausgegangen wäre. Sehr viel ist Spanien jedenfalls nach vorne nicht eingefallen, und das ist ein Muster in dieser WM.
Am Ende gehts natürlich darum weiterzukommen und letztendlich ist Spanien auch für mich die aktuell stärkste Nationalmannschaft der Welt, was aber auch daran liegt, dass sonst niemand so richtig überzeugt.
Bei Frankreich ist es die wiederkehrende Frage, waren sie so schwach, weil Spanien sie so gut kontrolliert hat? Ich fands auffällig, dass es einige Situationen gab, in denen Räume für die Offensivspieler da waren und dann Pässe kamen, die nichts von der Präzision und Passschärfe hatten, die die Offensivreihe sonst drauf hat. Und zwar bei allen, inkl. Doue nach seiner Einwechslung. Vielleicht lag es daran, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon genervt/aufgerieben von Spaniens Spiel waren, vielleicht lag es an der mangelnden Eingespieltheit und der fehlenden Arbeit daran im Training wie Christoph Kramer angedeutet hat, vielleicht hatten sie einfach kollektiv einen schlechten Tag.
Strukturell wird der Nachfolger von Deschamps an den Übergängen in die Offensive unter Druck eines starken gegnerischen Mittelfelds arbeiten müssen. Der Unterschied zum PSG-Mittelfeld ist enorm. Vielleicht wird sich Zaire-Emery so gut entwickeln, dass er dabei helfen kann.

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Ich hab vorallem nicht verstanden warum er Kone rausgenommen hat und Touchameni wieder ins Team starten lassen hat. Kone war mit einer der besten Franzosen bei der WM und da ohne Not den Wechsel vornehmen hab ich nicht verstanden zudem Touchameni den Wechsel auch nicht gerechtfertigt hat.

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Kompany hat ja mehrmals gesagt, dass es darauf ankommt sich nicht seiner eigenen Stärken zu berauben. Er hat kontinuierlich daran gearbeitet, dass das Team an diese Stärken glaubt und mutig spielt. Ich glaube nicht, dass es funktionieren würde, das situativ komplett umzukehren in einzelnen Spielen gegen Paris und Barca.
Ich fände es auch nicht gut den Spielstil generell umzustellen. In erster Linie, weil es in den besten Phasen ein geradezu atemberaubender Fußball ist und ich das einfach richtig gerne sehe.
Ich glaube aber auch nicht, dass Spaniens Ansatz die höhere Erfolgsgarantie beinhaltet. Wenn du immer nur 1-2 Tore schießt, riskierst du durch eine Unachtsamkeit oder einen Glanzmoment des Gegners alles zu verlieren. Wenn Frankreich ein paar Situationen besser ausspielt, bekommen sie 2-3 Topchancen. Und Spanien profitierte von einem auf dem Niveau selten tolpatschig verursachten Elfmeter, gegen Belgien von einem krassen Torwart-Patzer. Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass sie auf Knopfdruck zu jeder Zeit ein Tor erzwingen können.

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Ok. Aber wenn eine Mannschaft es mal schafft Mbappe, Dembele, Olise und Barcola abzumelden, dann schau ich doch gleich zweimal hin :face_exhaling::sweat_smile:
Und da fand ich es halt interessant wie sie a) in der ersten Phase eines gegnerischen Angriffs versuchen zuerst Passwege und die Räume für Tiefenläufe zuzumachen und b) sobald sie hinten geordnet stehen in aggressives Pressing wechseln und Fehlpässe provozieren.

Grad gegen PSG und Real sind haben wir uns einen Konter nach dem anderen gefangen und wenn da Neuer/Urbig mal nen schlechten Tag haben (was bei Neuer nächste Saison ja noch mehr zu befürchten ist), dann wäre es katastrophal ausgegangen. Andererseits werde ich wohl wahrscheinlich noch meinen Enkeln vom Hinspiel im Prinzenpark erzählen :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Ich hab mich zwar nicht gefreut, aber ich muss auch sagen, das war eine Meisterleistung von Spanien. Es war fast so, als hätte ein Vereinsteam gegen Frankreich gespielt. Blindes Verständnis, haufenweise Automatismen, sensationell stabil. Ich gestehe auch, hätte ich so nicht erwartet.

Dass die Franzosen allesamt einen gebrauchten Tag erwischten, seh’ ich deswegen auch im Zusammenhang. Vielleicht hätten zwei, drei gelungene Aktionen gereicht, um sich reinzuarbeiten, aber Spanien hat ja wirklich rein gar nichts zugelassen.

Ich glaube, man machte auch einen Fehler, die Spanier jetzt als Meister der Defensive hinzustellen. Natürlich sind sie das, aber dieser Fußball ist, finde ich, schon viel vielfältiger. Die parken ja nicht den Bus. Außerdem wären sie die ersten Defensiv-Künstler, die sehr gerne den Ball haben und ihn auch so schnell nicht mehr hergeben. Wenn man nicht allein auf Torerzielung fixiert ist, dann ist dieser Stil sogar hochattraktiv. Ein Team wie Frankreich so hinterherlaufen zu lassen, ist schon der Hammer. Und auch, wenn sie fast nie viele Tore erzielen: irgendwie wirkt der Torerfolg, so er denn kommt, durch diesen Stil fast logisch.

Eine perfekte Teamleistung. Da braucht gar keiner direkt herauszuragen. Auch wenn man natürlich schwärmen darf: Rodri ist wieder Rodri. Olmo extraordinär.

Interessant auch, dass man gestern gesehen hat, was bisher überdeckt wurde:

Frankreich ist, wie schon erwähnt, im defensiven MF nur leicht überdurchschnittlich besetzt. und auf den defensiven Flügeln sogar nur durchschnittlich. Hat man bisher kaum bemerkt, weil die Offensiv-Abteilung alles zugedeckt hat. Aber grade im Vergleich mit Spanien muss man sagen, das ist schon eine andere Nummer. Gestern hatte grade noch Upa eine sehr gute erste Halbzeit, auch Maignan. Aber das war’s dann auch.

Wenn ich was Positives sagen will: vielleicht ist es für Bayern gar nicht das Schlechteste. Nur mal angenommen, Olise hätte gestern die Sterne vom Himmel gespielt… ich denke und hoffe, so bleiben die Jungs hungrig und mit dem Fokus auf uns. Und nicht auf Madrid oder sonstwen.

Heute werde ich die Spielleitung sehr genau beobachten und hoffe inständig, dass die FIFA nicht ihren Wunschgegner ins Finale bekommt. Und sollte sich Harry mit seinen Jungs durchsetzen, dann gehe ich davon aus, dass K.-O.-Super-Coach Tuchel mehr einfällt als Deschamps, um gegen diese Spanier vorzugehen.

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Hoffe ich natürlich auch, aber leider hat er nicht so tolle Spieler wie Didier.
Trotzdem, :musical_notes: Footballs coming home again…with Thomas Tuchel :musical_notes:
Geht mir seit Tagen im Kopf rum

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Nein, aber vielleicht resilientere…

Das würde sicher kein sehr schönes Finale werden, aber Tuchel kann auch dreckig gewinnen. Und der ein oder andere Engländer eben auch.

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das ist möglich. Schaun mer mal ob es reicht :slight_smile:

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