Veröffentlicht unter: WM 2026: Der Unfassbare! Harry Kane trägt ganz England
Tag 21 der WM 2026: Harry Kane trägt ganz England auf seinen Schultern. Der VAR ist ein Problem für den Fußball und vieles mehr. Unser WM-Blog mit Analysen und News zur Weltmeisterschaft. Die WM 2026 in Nordamerika geht in die finale Phase. In den kommenden Tagen und Wochen spielen die verbliebenen Nationen den neuen Weltmeister und damit den Nachfolger von Argentinien aus. Mit dabei waren zu Beginn 17 Spieler des FC Bayern München. Harry Kane und Thomas Tuchel retten England, der VAR ist weiterhin eines der Themen dieser WM Werbung: Das neue Bayern-Trikot und 50 Prozent auf Klassiker sparen –…
Alles Wichtige der vergangenen Fussball-Nacht - wie immer ein toller Service! ![]()
Absolute Zustimmung zum VAR-Abschnitt. Es ist ein Trauerspiel. Ich war noch nie Befürworter, aber dass es so ausartet, wie wir das in den letzten 1-2 Saisons und insbesondere hier bei der WM sehen, hätte ich nicht erwartet. Diese Willkür finde ich schwer auszuhalten.
Alleine im deutschen Spiel gegen Paraguay: Goretzka springt im gegnerischen Strafraum hoch, wird mit beiden Armen vollständig umklammert und nach unten gezogen. Das war dann dem Kommentator “zu wenig”, und offensichtlich sah es der VAR genauso. Auf der anderen Seite spielen sie sich dann mit dem lächerlichen Eingriff beim aberkannten Tor in den Vordergrund. Mir ist klar, dass Tore generell überprüft werden, dennoch ist da in keinster Weise eine klare Linie erkennbar - nicht nur im Vergleich zur erwähnten Goretzka-Szene, sondern auch im Vergleich zu fast allen anderen Toren, die nach Eckbällen fallen.
Quasi eine schwere Geburt
Herrlich!
Die Diskussionen die von belgischen Medien anscheinend aufgemacht wurden wohl weniger. Da fragt man sich wirklich „wo is‘n des Hirn“?
Zu Kane ist alles gesagt. Selbst Klopp nannte ihn den aktuell „einflussreichsten Spieler der Welt“. Magisch.
Und auch für mich einer der letzten (guten!) verbliebenen Gründe, mir die WM reinzuziehen
. Freue mich auch jeden Tag auf die Kolumne zu den Vortagsspielen. Toll zu lesen, grade mit den humorvollen Spitzen.
Heute war’s besonders cool, wegen zweier meiner Leib-und-Magen-Themen:
Von Harry schwärmen, über den VAR schimpfen. ![]()
Zweimal sowas von Zustimmung! Auch ich war ein grundsätzlicher Befürworter, nicht weil ich nicht manches Problem gesehen hätte, sondern weil ich es für unverantwortlich hielt, die Schiris als einzige im Stadion künstlich doof zu halten. Aber mit einem hab ich auch nicht gerechnet, zumindest nicht mit diesem Ausmaß: mit der menschlichen Profilneurose, oder wie @justin anteasert, der Freude daran, Gott zu spielen.
Und Harry, was soll man sagen. Wunderbare Würdigung. Nicht die erste, aber eine der schönsten. Alles auf den Punkt. Er wird den depperten Ballon nie bekommen, nicht in dieser Welt. Aber wenigstens wir Fachleute
auf MSR wissen, warum der derzeit beste (kompletteste!) Kicker der Welt King Kane ist. Nein, Harry ist kein Außerirdischer wie Mbappe oder Messi - aber seine Leistungen und seine Einstellung sind es. Ich habe ihn längst zu meinem ausländischen FC-Bayern-Lieblingsspieler aller Zeiten erkoren.
Plötzlich werden Tore aberkannt, bei denen zwei Tage vorher ein Spieler ein Foul im Training begangen hat. Wäre ja schließlich sonst niemals gefallen. Der Fußball hat darunter gelitten, zumal die Eingriffe in Summe willkürlich daherkommen. Es gibt keine Linie, weil es bei dieser Menge an möglichen Eingriffssituationen auch gar keine Linie geben kann. Und es wird sich nicht mehr zurückdrehen lassen. Der VAR hätte eine gute Sache für den Fußball werden können, davon bin ich weiterhin überzeugt. Aber er ist es nicht.
Herrlich polemischer Einstieg in den Absatz - gefällt mir ![]()
Das heute übliche Vorgehen beim VAR krankt meines Erachtens daran, dass man sich nicht schon im Vorfeld sauber überlagt hat, welche Vorfälle auf dem Platz denn überhaupt per Video- (bzw. Zeitupen-)studium schnell und zuverlässig aufgeklärt bzw. entschieden werden können.
Was normalerweise in Sekundenbruchteilen gehen sollte, sind Tätlichkeiten, grobes Foulspiel; Einwürfe / Ecken (war Ball im Aus, wer war zuletzt dran); übersehenes klares aktives Handspiel, übersehenes klares Abseits (1m + x).
Alles andere, also insbesondere “normales” Foulspiel, Hand bei Angeschossen-Werden, knappes Abseits, lässt sich prinzipiell per VAR nicht zufriedenstellend klären, da immer die Dynamik der Situation im Live-Eindruck eine große Rolle bei der Bewertung spielt - in der Zeitlupe wird diese Dynamik grob verzerrt, damit sieht nach der 12. Wiederholung fast alles nach Foul oder Hand aus, was live keiner pfeifen oder reklamieren würde. Und bei einem schnellen Konter ein 10 cm Abseits zu pfeifen, ist fußballerisch auch ziemlich daneben.
Der richtige Weg zurück wäre, all diese Dinge einfach nie per VAR zu entscheiden; aber ich stimme dir zu, das wird nicht passieren.
Aber vielleicht gelingt es wenigstens, die Eingriffsschwellen stark anzuheben - meinetwegen auch mit der oft vorgeschlagenen “Challenge” durch die Trainer …