WM 2026: Fußball oder Farce? FIFA tauscht Integrität gegen Scheinmacht

Veröffentlicht unter: WM 2026: Fußball als Farce auf dem Rücken der Fans

Am heutigen Donnerstag beginnt die WM 2026. Schon jetzt zeigt sich, dass dieses Turnier eine Vermischung aus Fußball und politischer Inszenierung darstellt. Eine Fußball-Weltmeisterschaft verspricht Emotionen und spektakuläre Momente. Fußball ist eine der wenigen Sportarten, die die Kraft hat, Menschen weltweit zu verbinden. Doch die Vorfreude auf das diesjährige Turnier, das unter anderem in den USA stattfindet, ist bei vielen Fans eher verhalten. Was unter anderem daran liegt, dass machtbesessene Akteure die Fußballbühne für sich kapern. Die USA, neben Kanada und Mexiko eines von drei Gastgeberländern, sind gespalten, die demokratische Kultur steht enorm unter Druck. Und ausgerechnet hier wird die…

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Toller Artikel, der die Vorfreude wirklich ins negative steigen lässt :melting_face:

Zumindest ich bin froh mich dazu entschieden zu haben nicht zu verfolgen, auch wenn mich hier und da schon ein paar Sachen verführt haben.

Hab mich schon dabei erwischt, wie ich mir Sepp Blatter wieder zurückgewünscht habe… der war wenigstens „nur“ korrupt

:melting_face:

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Drei Wochen Vorrunde, nur um von 48 auf 32 zu reduzieren.
Viel Spaß bei Kongo gegen Usbekistan am 28. Juni um 01:30. Ich weiß schon…das ewige Argument: „Aber die freu’n sich.“

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.. und vielleicht eine der wenigen Dinge auch außerhalb des Sports. Überall kannst du immer mit wem über Fußball sprechen. Gerade unter Fans, auch “verfeindeter” (Vereins-)Teams… (mein diesbezügliches Highlight war mal ein Champions League Abend, den wir auf Leinwand in einem Konferenzraum angeschaut haben. Deutsch-Spanisches Projekt. Im Raum Bayernfans, BVB Fans, Real, Barca und eine einsame Atletico Fan*in: Dienstag, 16.04.2024:

BVB-Atletico 4:2 (2:0)

FC Barcelona -PSG 1:4 (1:1)

Der Real Fan hatte seine Freude an dem Tag…und das gemeinsame Erlebnis und die gemeinsame Leidenschaft überstrahlt da die Differenzen (bei aller Enttäuschung der anderen Spanier).

Zu Kongo-Usbekistan: Das Tolle ist ja, dass einer der beiden ggf. bei einem hohen Sieg über den Anderen noch Chancen hat, als einer der besten Dritten weiterzukommen: Spannung ist geboten! Auf höchstem Niveau!

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Ich kenne viele Usbeken in München die sich extrem drauf freuen. Die können es kaum fassen.
Ber klar, Spitzenniveau ist was anderes. Die besten Mannschaften sind eh die besten Klubmannschaften. Ich glaube nicht, dass ein Weltmeister gegen einen CL Sieger gewinnen würde.

Da haben wir was gemeinsam, die vielen Usbeken in meiner Heimatstadt und ich. Das ist ja, beispielhaft, ich habe nichts gegen Usbekistan oder Usbeken (!!!) der Punkt.

In München gibt es zumindest einen, der mit dem Kongo mitfiebert. :slightly_smiling_face:

Hallo Chris, natürlich freuen sich die Usbeken wie Bolle. Ich kann das total verstehen. Aber Fußballfans in Andorra und San Marino würden sich auch wahnsinnig freuen. Was mich stört, ist die Verwässerung der Weltmeisterschaft durch Länder die nur mitmachen dürfen, weil Giovanni Infantilo ihnen für ihre Stimme eine WM-Teilnahme versprochen hat.

Ich habe mich wahrscheinlich nicht gut genug ausgedrückt in meinem Post.
Der Modus ist ein Problem. Es scheiden nur 16 Mannschaften aus. Das sind viel zu wenige.
Man fördert damit auch defensives Spiel. Hauptsache nicht verlieren ist das Motto.

Das ist ein großer Nachteil.

Dass San Marino auch gerne mitmachen wollen ist klar. Sie müssen sich einfach sportlich qualifizieren. Die Usbeken haben sich qualifiziert. Dass wir als Europäer eine andere Sicht darauf haben wer da mitspielen soll ist klar. Wir Deutsche die sowieso immer mit dabei sind, können auch gut mit 24 Teams leben.

Aber auf anderen Kontinenten sieht man das anders. Es ist eine Weltmeisterschaft. Nicht eine EM mit Gästen. Konsequenterweise könnte die UEFA ja die EM wieder verkleinern. Da hätten wir auch mehr Qualität an einem Turnier.

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Ich würde auch mal folgende Frage in den Raum stellen:
ist es ungerecht, wenn man mehr Teams aus anderen Kontinenten die Chance auf eine Teilnahme an der WM gibt und das Turnier dadurch eine Woche länger dauert?
Wenn wir von Verwässerung sprechen, würde ich erst einmal in Europa beginnen und nicht mehr jedem Verband eine Garantie an der Teilnahme der Qualifikation zugestehen, sondern durch eine Vorqualifikation ein gewisses Niveau nachweisen lassen.
Spieler, die für Curacao, Usbekistan etc. auflaufen haben es mMn 1000mal mehr verdient, zumindest alle 4 Jahre bei geglückter Qualifikation auch mal gegen Topstars anzutreten. Sie haben ja zumindest die Qualifikation geschafft. Spielern von Gibraltar, Liechtenstein, San Marino… wird quasi im Schnitt jedes Jahr ein Spiel gegen europäische Topstars „geschenkt“, denn zumindest beim Gruppenkopf einer Qualigruppe spielen in der Regel schon ein paar Topstars und die Tatsache, dass man in einem Zwergstaat mit ein paar Tausend Einwohnern zu den 11 besten Fußballern gehört, ist quasi die Garantie, dass man auch als Spieler auf Amateurlevel jedes Jahr ein Duell mit einem Topstar bekommt. Das ist für mich Verwässerung.

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Das ist ein sehr guter Gedanke. Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm.
:100:

Ich finde es eher störend wenn sich Länder mit einer umfangreichen Ahnenforschung Plätze erschleichen. Ich sehe 1000x lieber etwas limitierte Usbeken uns Südafrikaner statt diesen diversen Frankreich 3 und Holland 2 Mannschaften bei denen der komplette Kader beim Präsidentenempfang vor Abflug zur WM zum ersten mal das Land ihrer Grosseltern besucht hat. Das war ja früher das schöne an Weltmeisterschaften: verschiedene Ansätze wie man das Spiel spielen kann.

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Curacao bekam einen extremen Zulauf an Holländern als klar war, dass der Nord- und Mittelamerikanische Verband zusätzlich zu den drei Gastgebern die drei normalen Startplätze bekommt. Das sind nicht irgendwelche Fischer aus Curacao die das Fischerrnetz an die Wand gehängt haben und sich ritterlich gegen Costa Rica und Kuba durchgesetzt haben, sondern Holländer aus der zweiten Reihe die Veranstaltung in den CV aufnehmen. Da wurden mehr Fussballer aus Costa Rica und Kuba demotiviert anstatt auf Curacao den Fussball zu beleben. Es sagt ja keiner etwas wenn sich gewisse Länder vereinzelt etwas anreichern, aber für komplette Acadamykickerkader aus Europa unter exotischer Flagge fehlt mir die Romantik.

Das ist in dem Beispiel ein berechtigter Einwand wie ich finde.
Im Post ging es ja um die grundsätzliche Berechtigung kleiner Nationen außerhalb Europas an einer WM teilzunehmen.

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Da schliesst sich ja wieder der Kreis: Europäische Acadamyteams mit erfolgreicher Ahnenforschungsabteilung in der Verbandszentrale entziehen kleinen Teams ausserhalb Europas eben diese Berechtigung. Und genau darum feier ich die etwas überforderten Jungs aus Kapstadt und Pretoria die bei den Mamelodie Sundowns spielen. DAS ist WM! Curacao, die Kap Verde und Algerien hingegen ist eine Europameisterschaft unter anderer Flagge.

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Ändert die UEFA ja ab sofort im neuen Quali-Modus.

Es ist ja auch irgendwie bizarr, dass die FIFA deutlich mehr Mitglieder als die UNO hat. Man könnte ruhig mal darüber nachdenken, ob Verbände, die nicht einmal eigene Staaten sind, überhaupt eigene Nationalteams stellen sollten. Das würde natürlich auch traditionelle Fußballteams wie Schottland etc. treffen, aber vom Prinzip her finde ich es schon etwas merkwürdig.

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Finde ich nur eingeschränkt. Das 32er-Format ist wie jede Zweierpotenz einfach perfekt für ein Turnier. Das sehe ich auch so. 50% raus, 50% weiter. Von der Vorrunde bis zum Finale. Perfekt.

Aber der Modus bei dieser WM ist alles andere als ein Novum. (Hast du nicht so gesagt, kommt mir bei der Kritik am Modus aber oft so vor.)

Bei dieser WM scheiden 16 von 48 Mannschaften nach der Vorrunde aus, das ist genau ein Drittel. Das ist exakt genauso im aktuellen EM-Modus sowie im alten WM-Modus (z.B. 1990 und 1994, vor der Aufstockung auf 32 Teams). Da starten 24 Teams, von denen in der Vorrunde auch nur 8 ausscheiden. Ebenfalls ein Drittel. Da funktioniert(e) es auch.

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Haha, du greifst mein nächsten Argument vorweg, nämlich das pro Aufstockung generell. Es gibt immer mehr Länder (allein in Europa die Nachfolgestaaten der UdSSR und von Jugoslawien). Es gibt immer mehr Länder, in denen Fußball boomt.

1954 spielten 33 (!) Teams in der WM-Qualifikation. 16 davon schafften es in die Schweiz, also fast jedes zweite.

1990 spielten 103 Teams in der WM-Qualifikation. 24 davon schafften es nach Italien, also fast jedes vierte.

2026 spielten 206 Teams in der WM-Qualifikation. 48 davon schafften es nach Amerika, also erneut fast jedes vierte.

(Dazwischen war die Quali-Quote deutlich unter 20%.)

Ich verstehe den sportlichen Mehrwert, weniger Underdogs dabei zu haben. Ich persönlich werde mir bei weitem nicht alle Spiele der Vorrunde anschauen. Und nicht nur wegen der Anstoßzeiten.

Aber generell ist der Trend pro Aufstockung nachvollziehbar, egal was Infantinos Motive waren. Zumal ich auch einfach will, dass möglichst alle Top-Stars und Top-Länder dabei sind. So witzig es im Quali-Moment sein kann, ohne Holland/ohne Italien zur WM zu fahren. Bei der WM hätt ich sie schon gern alle dabei. Und da wird dann ein Schuh draus: Wenn es nicht, wie oben richtig gesagt: Euro + Gäste sein soll, dann muss ich global entsprechend aufstocken.

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