Ich würde vielleicht noch folgenden Vergleich machen. 2019 hat Kovac mit Bayern das Double geholt. Hätte er dafür verdient der Trainer des Jahres zu werden? Gibt sicherlich einige die sagen, das wäre nicht verdient gewesen. Und genauso kann man dann es jetzt nicht einfach Kompany geben. Es wäre nicht unverdient für Kompany, aber man muss schon sagen, dass er nicht vollkommen unangefochten der beste Trainer des Jahres war. Da haben schon auch einige andere gute Leistungen gezeigt.
Er ist ein guter Fahrer im schnellsten Auto. Ob er auch der beste Trainer ueberhaupt nur der Bundesliga ist … schwer zu sagen, oder? Er koennte ja mal bei Werder uebernehmen. Das wuerde ich dann gern sehen.
Es geht mir jetzt hier nicht drum, fair zu sein. Er macht einen Bombenjob. Ich versuche nur klar zu machen, wie extrem schwer es ist, sich unter diesen Vorraussetzungen auszuzeichnen.
Mit Burnley auf- und dann wieder absteigen … das kann auch Scott Parker. Hat er direkt nach Kompany gemacht.
Ich glaube Vince würde mit etwas Entwicklungszeit bei jeder Mannschaft in der Bundesliga bessere Leistungen als der jeweils aktuelle Trainer erzielen, aber natürlich kannst du keine Wunder erwarten mit z.B. Werder Bremen.
Es ist ja aber ohnehin im Fußball nunmal anders rum. Trainer von kleineren Vereinen werden nach oben gespült, wenn die Entscheider in großen Vereinen ein Potential sehen. Kompany wurde nicht wegen seinen Leistungen bei Burnley geholt, sondern weil jemand die Fantasie hatte, dass er mit seinem Spielstil und seiner Mannschaftsführung bei einem Topklub richtig abgehen würde. Bei Kompany sah das jemand, bei Scott Parker offensichtlich nicht.
Ich würde sagen die meisten Trainer haben ja eine relativ klare Vorstellung von ihrem System und wenn dieses System funktioniert, können sie auch sehr erfolgreich sein. Aber so ein System beinhaltet eben oft eine gewisse Entwicklungsdauee und oft auch spezielle Spielertypen. Ein gutes Beispiel dafür ist mMn Urs Fischer, der ja sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland mit Union Berlin und jetzt Mainz sehr erfolgreich sein kann. Aber er braucht bestimmte Spielertypen wie zum Beispiel Tietz und Becker als Doppelspitze. Und auch bei Kompany ist es ja so, dass ohne Upamecano und Davies, die enormes Tempo haben, der dominante Fußball mit der sehr hohen Abwehrlinie einfach sehr schwer zu spielen wäre.
Trainer, die unabhängig von Spielermaterial erfolgreich sein können bzw. unabhängig davon gute Lösungen finden sind schon eher selten. Meistens gehören dazu die Fewehrmänner wie zum Beispiel ein Funkel oder Labbadia, aber ihre Wirkmacht hat eben oft nur eine sehr kurze Halbwertszeit.
Und dann gibt es noch Trainer wie Schmidt bei Heidenheim, Simeone bei Atletico oder Sir Alex Ferguson bei Manchester United, die bei diesem einen Verein eine Ära geprägt haben und dort sehr erfolgreich sind. Aber könnten sie das auch woanders?
Es ist auf jeden eine spannende Diskussion.
Konnte auch Aberdeen. Bayern Fans erinnern sich schmerzlich.
Wahrscheinlich der beste Trainer aller Zeiten. Mir fällt kein besserer ein.
Ja, es macht definitiv einen Unterschied ob du irgendwo als Feuerwehrmann in der zweiten Saisonhälfte kommst und dann mit der Mannschaft arbeiten musst, die du hast, oder ob du ein Transferfenster bekommst, wo du zumindest ein paar passende Transfers im jeweiligen Budgetrahmen bekommst, Jugendspieler ohne Druck testen kannst, etc. In letzterem Fall kannst du bestimmte Spielertypen ja auch auf unterschiedlichen Niveaus finden, schnelle Verteidiger, spielstarke Stürmer, aufbauende Torhüter, etc….
Was die Langzeittrainer angeht, glaube ich dass neben sowas wie regionaler Verbundenheit wie bei Streich oder Schmidt es bei manchen auch das Bedürfnis nach einem optimalen Umfeld im Verein gibt, das ihnen den Rücken freihält, Aufgaben abnimmt, in der medialen Außendarstellung vertraut.
Auch hier glaube ich, dass Kompany das nicht so stark braucht, weil er seine Souveränität sehr stark aus sich selbst, seinen Überzeugungen und seiner Selbstsicherheit heraus zieht. Aber klar ist es auch für ihn einfacher, wenn es gut läuft im Verein.
Stimme zu, aber 65 Spiele bei Aberdeen gegenüber 1499 bei Manchester United ist schon ein Unterschied. Aber es war auch eine andere Zeit damals.
Er hat top Arbeit geleistet. Sir Alex ist der Wahnsinn. Das ist noch stark untertrieben.
Pep wird ihn wohl ablösen. Aber noch nicht jetzt. Auch Kloppo hatte überall Erfolg, wobei diese Serie bald enden könnte. ![]()
Ferguson hat Manchester United nicht einfach auf höchstem Niveau übernommen. Er hat dort über 26 Jahre mehrere komplett verschiedene Mannschaften aufgebaut, Generationen ausgetauscht, Stars ersetzt und trotzdem immer wieder gewonnen. Von Robson über Cantona und die Class of ’92 bis Rooney und Cristiano Ronaldo. Ganz am Ende wurde er 2013 noch einmal Meister.
Sein Aberdeen-Kapitel. Ferguson brach in Schottland die Dominanz von Celtic und Rangers und gewann 1983 mit Aberdeen sogar den Europapokal der Pokalsieger gegen Real Madrid. Das ist eine Art Erfolg, für die es bei Guardiola kaum eine Entsprechung gibt: einen deutlich kleineren Klub auf europäischer Ebene ganz nach oben zu führen.
Aber Guardiola war auch nie bei einem kleinen Klub und das würde ihn glaube ich auch nicht interessieren.
Und ohnehin hat es solche Überraschungen von kleinen Klubs in den letzten Jahren nur noch selten gegeben. Kaiserslautern 99, Valencia und Deportivo la Coruna in den 00er Jahren in Spanien, Porto 2004, Leicester 2016.
Die Hearts of Middlelothian hätten es in Schottland ja auch fast geschafft, aber im letzten Spiel hat sich eben doch Celtic durchgesetzt.
Wie kommst du eigentlich auf diese Zahl? Waren über 460.
Hatte ich von Transfermarkt. Bin ich wohl einer Fakenews aufgelegen.
Eindeutig. Sir Alex war selbst in St. Mirren 4 Jahre. Nur schottischen Nationalcoach war er kurz.
Lies mal was über diese beeindruckende Fußball Legende. Lohnt sich.
Kompany kann sich gut selbst auf den Arm nehmen ![]()
Kompany: „Do you think the journalist who did the interview with Michael is unhappy that it went viral? If everyone gives answers like me than nothing will ever go viral. I can assure you that no sponsor and no journalist speaks badly about Michael’s manners. We shouldn’t mix things up“
Wie immer hat er auch inhaltlich recht. Das Interview war ja quasi eine Kopie der früheren viral gegangenen Interviews (“Wie fühlt sich das an, wenn du ein Tor schießt?”, “Erklär uns das Tor”). Darauf antwortet Michael Olise - welch Überraschung - genauso wie er immer schon auf solche Fragen geantwortet hat. Und direkt im Anschluss vermarktet DAZN das selbst als “Legendäres Interview”. Es ist so durchschaubar wie abstoßend.
WiderDen(Dog..Un-antastbaren)Narra..Niemand(Nicht-malsEverybodysTrainer-Liebling)HatImmer(Inhaltlich)Recht…!?! ![]()
![]()
(…![]()
![]()
![]()
![]()
)
Naja, bis auf die Aussagen zu Boateng hat Kompany bisher keine Fehler gemacht. Er ist quasi der beste perfekte Mensch der Welt.
Ja, das stimmt natürlich. Aber er ist halt für mich eine Offenbarung, so wie es Guardiola früher für mich war und sonst niemand. Da neigt man vielleicht zu absoluten Aussagen…
„Die Öffentlichkeit kennt Bayern-Trainer Vincent Kompany als besonnenen und sympathischen Kerl, den nichts so schnell aus der Fassung bringt. Beim knappen 2:1 am 13. September in Elversberg präsentierte sich der Belgier gegenüber seiner Mannschaft aber von einer ganz anderen Seite.
Wie Absolut Bayern erfuhr, ließ Kompany in der Halbzeitpause seinem Ärger freien Lauf. Dem Vernehmen nach habe er dabei sogar gegen seine Taktiktafel geschlagen. Der Grund in Elversberg: die Leistung seiner Mannschaft, die nach 45 Minuten immerhin 1:0 in Führung gelegen hatte.“
Könnte sein. Nach dem Spiel hat er seine Unzufriedenheit mit der ersten Hälfte auch öffentlich geäußert.