Trainer Nagelsmann

Wollte damit nur zeigen, dass Nagelsmann schon vorher nicht immer das beste Feingefühl mit Spielern hatte und die Situation mit Gravenberch eigentlich nicht überraschend kommt.

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Die in Aussicht gestellte Spielzeit hat mit der Leistung zu diesem Zeitpunkt zu tun. Wenn der Spieler beim neuen Verein dann nicht performt, dann sieht die Situation wieder anders aus.

Das Thema wird weiterköcheln……
Es geht eben nicht vordergründig nur um die Klamotten und Partnerwahl.

Umgang mit den Spielern, Taktik etc

„Die Führungsetage stellt sich derweil hinter Nagelsmann. Sie registriert aber sehr wohl den teils mannschaftsinternen Unmut und die mediale Diskussion um ihren Trainer, in welcher es sogar Kritik für den mitunter extrovertierten Kleidungsstil des Cheftrainers gibt. Punkte, die nicht förderlich sind, um der unumstrittene Dompteur dieses Luxus-Kaders zu sein.

Von Nagelsmann wird zukünftig vor allem eine klare Linie in seiner Außendarstellung erwartet. Im Falle des Erfolgs, wie auch im Misserfolg. So wird kritisch gesehen, wie sich Nagelsmann zuletzt nach dem 0:1 beim FC Augsburg verhielt: Wortkarg, schnippisch, nahezu beleidigt.

Für Nagelsmann wird es nun auch darum gehen, noch mehr in seine Mannschaft hineinzuhören. Im regelmäßigen Dialog mit den erfahrenen Bossen ist er ohnehin. Nach der Augsburg-Niederlage suchte er zudem das Gespräch mit dem Mannschaftsrat um Manuel Neuer, Thomas Müller, Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Doch wie offen ist Nagelsmann für die Ideen und Ratschläge anderer?

Mannschaft wollte anderes System spielen

Nach Informationen von Sky gab es zuletzt einen Teil der Mannschaft, der sich für ein anderes System eingesetzt hatte und dem Trainer diese Idee auch vortrug. Nagelsmann beharrte jedoch auf seiner Spiel-Idee, die vor allem in der Bundesliga seit vier Spieltagen ohne Erfolg bleibt, wohingegen die Bilanz in der Champions League mit sechs Punkten aus zwei Spielen makellos ist. Dennoch wird Nagelsmanns importiertes und in dieser Saison oft praktiziertes 4-2-2-2 vereinsintern teilweise kritisch gesehen und als Grund ausgemacht, warum die Bayern derzeit keine Konstanz auf den Rasen bringen.

Von Nagelsmann wird erwartet, aus dem aktuellen Kader, der im Sommer namhaft verstärkt wurde, eine funktionierende Einheit zu formen. Ebenso erhofft man sich beim FC Bayern, dass sich das Aufbauspiel der Münchner schnellstmöglich verbessert, was nach der Pleite in Augsburg als großes Problem ausgemacht wurde.

Gelingt dies nicht und bleibt die sportliche Kehrtwende in der Bundesliga aus, wird es eng für Nagelsmann. Allem Zuspruch zum Trotz.„

https://sport.sky.de/fussball/artikel/fc-bayern-julian-nagelsmann-unter-druck-kritik-auch-intern/12703188/34130

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Jetzt wäre natürlich interessant, was das für ein System war?

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Bestimmt keine 3er Kette.

Denke den meisten schwebt das alte Pep System vor, kann man ja auch ohne klassischen 9er spielen, wie ManCity/Pep und Liverpool/Klopp die letzten Jahre demonstriert haben.

Die meisten sind eben im 4-3-3 ausgebildet.

2-3-2-3/4-1-4-1

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Ich denke es ist keine Frage der Zahlen oder ein Zahlengeschiebe, sondern der Zentrumsfokus und die damit kleineren Räume. Es wird sich vermutlich gewünscht die Breite des Platzes zu nutzen und nicht zu eng zu stehen.

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Darin liegt ja für mich das Paradoxe: in dem Moment, wo unsere Offensiven überwiegend ihre Stärken über Außen haben (auch wenn sie Nagelsmann was anderes sagen, sie wollen ja aufgestellt werden!), sollen gerade diese Räume eher nicht so oft bespielt werden, wohingegen wir bevorzugt über die Mitte kombinieren sollen, obwohl wir eigentlich keinen richtigen Strafraumspieler mehr haben. Ob das so der Weisheit letzter Schluss sein kann? Go figure! :thinking:

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Das und der der Flexibilität.
Pep und Klopp lassen ja auch ab und zu sehr zentrumslastig spielen, je nach Gegner oder Phase, dann aber wieder über Außen oder die Halbräume.

AV und die 3 MF Spieler spielen dann eben sehr variabel, die Raumaufteilung und Staffelung bzw Positionsspiel variiert entsprechend.

Die können das aber weil sie nominell drei ZM Spieler aufstellen. Bei uns ist dieser dritte Spieler immer einer der offensiven vieren, der sich fallen lässt. Anfangs hat das gut geklappt, aber inzwischen gibt es keine Automatismen mehr, Positions und Passspiel wirken nicht synchronisiert, bzw werden zu oft individuell die falschen Entscheidungen getroffen, wann man wen wie anspielt, wann man dribbelt, wann man wohin läuft, wann man abschließt. Gefühlt 9/10 die falsche oder nicht optimale Entscheidung.

Und die Balance in Aufbau fehlt, solange Goretzka meint mit Kimmich so spielen zu müssen wie zuletzt, und nicht so wie es Sabitzer vorgemacht hat.

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vermutlich Chelseas 4 4 3 :wink:

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Man muss innovativ sein!!!

Ein 4-4-3 ist natürlich genial und langfristig kaum zu schlagen.
Wäre aber in der deutschen Neidgesellschaft kaum durchsetzbar. Wenn man sich erinnert was los war, als wir eine solche Innovation unlängst in Freiburg nur wenige Sekunden testeten. :upside_down_face:

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Darüber sollte Nagelsmann mal nachdenken

Jupp, Pep, Flick und Klopp machen es anders!

Jupp Heynckes und Hansi Flick kritisierten auch - aber konsequent nach innen

Dieser derzeit zu beobachtende kritische Ansatz ist insofern beachtenswert, als dass er sich diametral von den erfolgreichsten Trainern der vergangenen Dekade unterscheidet. Die Liste der Mannschaftsverteidiger ist lang, auf ihr stehen in Jupp Heynckes und Hansi Flick zwei Trainer des FC Bayern, die mit ihren Mannschaften auch deshalb eine so enge Einheit bildeten, weil sie konsequent nach innen kritisierten - und niemals nach außen. Zumindest nicht ganz grundsätzlich die ganze Mannschaft oder einen ganzen Mannschaftsteil.

Pep Guardiola gilt zwar gemeinhin als weniger familiär, aber auch er ist dafür berühmt geworden, dass er nach Niederlagen lautstark dafür wirbt, jegliche Schuld ihm zuzuschieben: Er müsse die Lösungen finden, die Spieler könnten sie dann nur umsetzen. Und Jürgen Klopp wählte sowohl in Dortmund als auch in Liverpool den Ansatz, im Zweifelsfall die Schuld für Niederlagen und Krisen beim Schiedsrichter zu suchen, beim Rasen, bei den Verbänden oder beim Fußballgott. Die Hauptsache war, dass er die Debatten von seiner Mannschaft fernhielt.

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Man könnte Gravenberch auch mal anstatt des formlosen Flipper Müller bringen. Zb als Doppelacht mit Kimmich abgesichert durch Sabitzer, davor Musiala. Es grüsst die Merkelraute: der 6er sichert ab, die 8er stopfen die Lücken und Quarterbacken nach vorne und in Zone 14 rennen sich die Jungs nicht über den Haufen

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Wozu man sagen muss, dass diese Trainer sich das durch ihre Stellung im Klub leisten konnten. Die standen zu keinem Zeitpunkt selber zur Disposition, und mit solch starken Schultern lässt sich auch die Verantwortung alleine tragen. Wenn man hingegen selbst schon angezählt ist, fallen solche Bekenntnisse schwerer und beschleunigen vielleicht auch noch den eigenen Abgang. Ich würde das also nicht rein auf den Charakter dieser Trainer zurückführen.

Nur weil gefühlt alle Topteams mit drei Mittelfeldspielern agieren, heißt es doch noch lange nicht, dass wir das auch machen sollten.
Im Ernst: da bin ich genau deiner Meinung. Wenn man aus dem offensiven Angebot aus Mane, Sane, Musiala, Gnabry, Coman, Müller, Choupo-Moting und Tel keine Formation finden kann, die als Trio eine Abwehr vor Probleme stellen kann, dann sind mMn Gehaltskosten von wohl über 100 Millionen Euro für diese Spieler etwas, das man hinterfragen sollte.
Die Tatsache, dass scheinbar immer mindestens vier der o.g. Spieler gleichzeitig auf dem Feld stehen müssen, ist für mich ehrlich gesagt schon fast die Mutter aller Probleme.
Bisher war immer die Qualität der Abwehrspieler das beherrschende Thema. Ich finde, dass unsere Offensivreihe im Vergleich zu anderen Topteams mittlerweile qualitativ zu stark abfällt. Deshalb die Aufstellung mit mehr Offensivleuten, mehr Spielern, die sich vorne auf den Füßen stehen, weniger Kontrolle im Mittelfeld, fehlende Absicherung…

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Der Verein investiert also noch in Nagelsmann. :wink:
Vom Feldherrnhügel zum Taktikbalkon. Ich hoffe er benützt ihn wenigstens in angemessener Kleidung. :laughing:

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Da kann er sich ja Inspiration bei einem seiner Vorgänger holen :wink: Falls er, wie zu RB-Zeiten, immer noch 2-3 Klamottenlieferungen pro Woche bekommen sollte, müsste da doch was Passendes dabei sein :grinning:

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Kronzeuge Volkmar
Auch wenn er wie immer viel nachplappert, ohne eigene Quelle- hier plappert er mal richtig!

FC Bayern München: Parallelen zwischen Nagelsmann und Kovac

Zwischen dem in seiner zweiten Saison Ende Oktober entlassenen Kovac und Nagelsmann lassen sich aber, bei allen inhaltlichen und persönlichen Unterschieden, durchaus Parallelen finden. Denn der damalige Trainer wurde lange im Amt gehalten, obwohl man Zweifel an ihm hatte. Und das nicht nur wegen der fehlenden Ergebnisse, sondern auch wegen der fehlenden Entwicklung des Teams und des schlechten Verhältnisses zu den Spielern.

Auch unter Nagelsmann stagniert das Star-Ensemble aktuell. Die Defensive ist nach wie vor nicht sattelfest, wie die glücklich überstandene erste Halbzeit gegen den FC Barcelona deutlich machte. Und im Spiel nach vorne gelingt es nach dem Abschied von Tormaschine Robert Lewandowski nicht, aus den vielen Hochbegabten eine schlagkräftige Offensive zu formen, die aus ihrer individuellen Klasse und ihren vielen Chancen Kapital schlägt. Schafft der FC Bayern hier nach der Länderspielpause keine schnelle Wende, könnte es für Nagelsmann tatsächlich eng werden.

FC Bayern München: Verhältnis zwischen Nagelsmann und Team nicht das beste

Daran trägt der Coach allerdings auch eine gewisse Mitschuld, denn nach wie vor halten sich die Vorwürfe hartnäckig, dass sein Draht zur Mannschaft nicht der beste ist. Immer wieder ist zu hören, Nagelsmann moderiere zu wenig die zwangsläufigen Härtefälle im Luxuskader, erkläre zu wenig seine Maßnahmen und kommuniziere nur mit einigen wenigen Spielern.

Vor allem aber reiben sich viele Akteure an den öffentlichen Aussagen des Trainers, der nach ihrer Ansicht zu oft die Verantwortung von sich aufs Team schiebt, wenn es nicht läuft. Entsprechend für wenig Begeisterung dürfte der genervte Auftritt bei der Pressekonferenz in Augsburg gesorgt haben, als er nicht zum ersten Mal mit dem Finger auf andere zeigte.

In dieser in München immer sehr schnell explosiven Gemengelage schürt jeder Misserfolg die Unruhe und die Skepsis an Nagelsmann. Daher helfen ihm nur Siege, ansonsten dürfte die Trainerdiskussion richtig Fahrt aufnehmen.

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+++ Eilmeldung +++

Nagelsmann verschuldet Niederlage der deutschen Nationalmannschaft unter seinem Vorgänger Flick.

:see_no_evil:

Die Krise scheint vielleicht doch anders gelagert zu sein. Vielleicht sind einige Spieler einfach überspielt?

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Wie jetzt?

Wenn er negativ über Kimmich schreibt, ist er voll der unseriöse Heini, aber wenn er negativ über Nagelsmann schreibt, ist plötzlich alles richtig? :rofl:
Du bist echt drollig.

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