Veröffentlicht unter: 3 Gründe für Leroy Sané bei der WM: Mär vom Leistungsprinzip
Leroy Sané bleibt in Deutschland umstritten. Seine Nominierung für die WM 2026 hat mal wieder lebhafte Diskussionen ausgelöst – doch es gibt gute Argumente für ihn. Leroy Sané ist der moderne Mesut Özil. Fußballerisch haben die beiden nicht allzu viel gemeinsam. Letzterer hat bei verschiedenen Topklubs und in der Nationalmannschaft über viele Jahre Weltklasseleistungen gezeigt, Ersterer hatte das Potenzial dazu, schaffte aber nie wirklich den Durchbruch. Gemein haben die beiden aber, dass sie tun können, was sie wollen: In Deutschland muss nur ihr Name genannt werden und es entstehen lebhafte, hitzige, teilweise auch unfaire Diskussionen. Oft geht es dabei weniger…
Kann mal alles so sehen.
Nagelsmann hat allerdings selbst ohne Druck letzten Sommer gesagt, dass Sané bei Galatasaray gute Zahlen auflegen muss, um für die Nationalmannschaft weiter relevant zu sein.
Und dann hat er sehr gute Zahlen in der Nationalelf aufgelegt, nachdem er eine ordentliche Hinrunde bei Gala gespielt hat (weder sehr gut, noch sehr schlecht). Sehe ich nicht als starkes Contra-Argument zur jetzigen Nominierung.
Schöner Artikel. Für Sané zählen seine Fähigkeiten auf engem Raum. Und natürlich, dass er im Herbst beim DFB geglänzt hat. Das wischt Nagelsmann nicht einfach so weg. Collins ist als Buhmann in der Slowakei das Negativbeispiel, der liegt leider in der anderen Schublade.
Frankfurt Fans sagen, Nagelsmann habe damit Collins das Selbstvertrauen gestohlen. Andere wiederum sagen, das muss Nagelsmann egal sein, denn wer psychisch nicht sark genug für die Nationalmannschaft ist, hat Pech gehabt.
Wer nichtmal in der Türkei Liga kein Stammspieler ist, hat in der Nati nix verloren.
Nagelsmann ist ein Rädchen im Wind. Doppelmoralisch. Irrational. Paradox.
Es hieß immer: kein Stamm im Verwin, Keine Nati
@justin hat das schon sehr gut begründet. Es gibt ja auch Erfahrungen, die diese Sichtweise stützen. Joachim Löw konnte sich auch einiges zum Thema “fehlende Konsequenz” anhören, als er Miroslav Klose zu den WMs 2010 und 2014 mitnahm, obwohl der, z.T. verletzungsbedingt, nicht fit war. Löw traute sich zu, ihn in der Vorbereitung einsatzfähig zu machen. Mit dem bekannten Erfolg.
Ich glaube, der Job lässt sich unter der heutigen medialen Dauerbeobachtung gar nicht ohne gelegentliche Verletzungen bestimmter eigener oder fremdproduzierter Prinzipien meistern. Da braucht man ein dickes Fell, vor allem aber muss man zu den einmal getroffenen Entscheidungen stehen, ob sie der großen Masse nun gefallen oder nicht.
Ob mit oder ohne Sane - wir werden da nichts holen, von daher ist es mir ziemlich egal.
Hauptsache für mich : er spielt nicht mehr beim FCBayern, er war mir dort immer eine Wundertüte - mal top, mal bodenlos. Fans und Trainer aber auch Mitspieler wünschen sich Spieler die konstant ihre Leistung abrufen können. Das konnte Sane in seiner ganzen Zeit beim FCB nicht, von daher kann ich mir auch nicht vorstellen, weshalb er dies dann ausgerechnet bei einer schwierigen WM bringen sollte? Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen, nur der Glaube fehlt mir da schon.
In meiner Erinnerung war es bei Löw nicht die fehlende Konsequenz die kritisiert wurde. Klose und insbesondere Podolski wurden immer mitgenommen, egal wie sie in den Klubs gespielt haben. Da wurde wegen Leistungsprinzip gemeckert, aber Löw hat das durchgezogen und immer klar kommuniziert. Und auch so begründet wie hier im Artikel, er braucht die Spieler wegen ihres Profils etc.
Nagelsmann haut aber ein widersprüchliches Statement nach dem anderen raus. Wieso sagte er dann vor einem Jahr, dass Sané in der türkischen Liga besondere Leistungen bringen muss? Ich denke darüber regen sich die meisten auf.
Die dürfen sich ja auch gerne aufregen, warum schließlich nicht? Ich tue es halt nicht, was wsl auch okay ist. Bei Löw meine ich dasselbe wie Du. Auch er war ja generell dem Leistungsprinzip verpflichtet, und wo er davon abwich, wurde es als inkonsequent o.ä. kritisiert.
Wenn sie einen g’scheiten Fußball spielen würden, wäre es völlig egal was er mal gesagt hat.
Schauen wir, was er mit der Truppe hinbekommt. Für mich ein Team voller uneingelöster Versprechen. Wenn sich das ändern würde, wäre das sehr eine feine Sache. Ich wünsche mir, dass ich für meine pessimistische Erwartungshaltung bestraft werde. ![]()
Bringen wir es auf den Punkt: sollten wir Weltmeister werden oder nahe dran kommen, ist JN der Held und kann sich aussuchen, wo er die meisten Millionen verdient.
Fliegt er dagegen vor dem Viertelfinale raus, wird er in der deutschen Öffentlichkeit durch sein.
No risk, no fun ![]()
Was ist nahe dran? Halbfinale? Wäre sicherlich mehr als man erwarten kann. Aber zum Helden würde das wohl eher nicht reichen. Finaleinzug natürlich definitiv. Wären dann Rudi 2002 vibes.
Kommt aber schon auch auf den Turnierbaum an. 2002 war das jetzt nicht unbedingt besonders schwer.
Es war eine Overperformance. Klar hat der Turnierbaum geholfen. Aber andere sind daran auch gescheitert. Das hätte damals niemand erwartet mit der Truppe. Also ernsthaft.
Heute ist das so nicht mehr möglich. Der Fußball hat sich so entwickelt, dass solche Dinge m.E. nicht mehr funktionieren. Auch Griechenland als Europameister mit dem Fußball wäre aus meiner Sicht nicht mehr möglich. Dazu sind die Unterschiede einfach zu groß geworden. Die Topspieler kann man heute nicht mehr mit einer Defensivtaktik zähmen. Keiner hat das besser gezeigt wie der FC Bayern diese Saison.
Klar, da kommt jetzt der Arsenal Einwand. Aber das ist Defensive auf allerhöchstem Niveau mit großartigen Spielern. Pysisch unvergleichbar. Auch taktisch so eingespielt, wie es für eine Nationalmannschaft gar nicht möglich wäre. Eine andere Liga.
Das ist mir alles klar, mir geht’s eben um die Qualität der Gegner. Die spielt für mich bei der Bewertung eines Pokalrunde schon mit rein. Argentinien ist 2014 zum Beispiel auch mit relativ minimalistischem Fußball weit gekommen und hatte nur die Niederlande als schwierigen Gegner. Oder Portugal bei der EM 2016. Auch keine Ko-Duelle, wo man in Ehrfurcht erstarrt.
Südkorea war der heiße Scheiss 2002. Die haben alle tot gelaufen. Ballack musste sich opfern.
Kein großer Name, aber mit die beste Mannschaft im Turnier.
Ich weiß nicht, ob Du das schon richtig miterlebt hast, aber das damals schon eine tolle Leistung. Man wusste ja, dass das eine Rumpelfüßler Truppe war. Aber sie haben einen tollen Kampf abgeliefert und der Titan dazu. Mir hat das schon sehr gefallen damals. Hat der Rudi super gemacht. Mehr war da definitiv nicht drin.
Für mich ist es einfach viel sagend wie sich das Spiel der Bayern geändert hat nachdem Sane gegangen ist.
Und wenn ich eine Weltmeisterschaft gewinnen möchte kann ich das nicht machen in dem ich für jede Gelegenheit den meisten Ich igen Spieler haben möchte sondern da Brauch man ein eigenes Prinzip das man mit ein paar kleinen Anpassungen an den Gegner anpassen kann. Eben so wie die Bayern dieses Jahr.
Meineer Meinung ist es in so einem Turnier wichtig für den Gegner ein Stück weit unberechenbar zu sein das Schaft man mit jungen Spielern besser. Ich hätte lieber die jüngeren alternativen gesehen Erfahrung haben wir mit den Defensivspielern die die jungen Wilden absichern sollten und dann bringt man vorne spielfreudige Spieler bei denen es nicht immer klappt aber die es eben trotzdem versuchen.
Ich hab einige Positionen über die ich mich wundere. Und ich muss mich meinen Vorrednern anschließen ich glaube dass es für Deutschland ein kurzes Turnier wird auch wenn ich die letzten spiele so anschaue…
Man kann die Geschichte von Südkorea bei dieser WM nicht ohne das Thema Schiris abhandeln.
Ihr Run ins HF wurde durch eine höchst ungewöhnliche Serie von „seltsamen“ Schiri-Leistungen begünstigt. Es wurde auch der Vergleich zu Italien 1934 gezogen.
Deutschland hatte das Glück im HF von Urs Meier gepfiffen zu werden, der sich hier durch die berühmte schweizerische Neutralität auszeichnete.
Das sehr guter Punkt. Das Italien Spiel ist da besonders hervorzuheben.