Nach dem Deadline Day werden die Karten eh neu gemischt. Die die dann noch da sind bekommen auch eine Nummer und ein Bild.
Ist halt ein anderes Standing. In den von dir genannten Vereinen ist das üblich daher darfst du dich als Spieler nicht wundern wenn du iwann dort landest. Bringt für dich als Spieler ein gewisses Risiko mit.
Somit kannst du sagen das der FC Bayern dahingehend vll einfach für einige Spieler ich nenne es mal sympathischer rüber kommt das Sie das eben nicht so hand haben wie die anderen Vereine.
Und das die Spieler dann dennoch bleiben könnten aufgrund dieser Behandlung, da sag ich ehrlich gesagt who cares? Das Geld hat der Verein und wenn wir es jetzt auf die drei üblichen verdächtigen eingrenzen glaube ich schon das Boey und auch Zaragoza enorm daran interessiert sind bei einem Club überhaupt zu spielen. Nur Palinha wäre in dieser Hinsicht ein Fragezeichen aufgrund seines Salärs das er bisher nirgends sonst so beziehen konnte.
Sehe ich anders und ich denke, wenn man meinen Beitrag oben wirklich von Anfang bis Ende liest, wird auch allein davon schon deutlich, worum es mir eigentlich geht und was mich an der Sache im Gesamten stört.
Mir ist natürlich bewusst, dass ich mich stärker an dieser Diskussion beteiligen könnte, ziemlich sicher würde man dadurch auch eher etwas Verständnis für meine Sichtweise aufbauen oder realistischer betrachtet zumindest eher einen Punkt finden, an dem man sich irgendwo in der Mitte trifft. Und das wäre vermutlich das Ideal, sowohl für die Diskussionskultur hier als auch für den Umgang mit dieser Thematik.
Für mich ist es allerdings oft schwierig und das gebe ich auch offen zu, gewisse Beiträge zu lesen, die eine komplett gegensätzliche Meinung vertreten. Meine erste Reaktion ist dann leider zu häufig: Warum soll ich mich dazu noch ausführlich äußern, wenn die Position so weit auseinanderliegt?!
Dabei ist mir bewusst, dass das Thema extrem vielschichtig ist. Da spielen sehr viele Aspekte hinein, die man nicht in wenigen Beiträgen vollständig beleuchten kann. Es geht um Profifußball als Geschäft, um Arbeitgeberverantwortung, um öffentliche Kommunikation, um persönliche Empfindlichkeiten und auch um die Frage, welchen Umgang man generell miteinander pflegen möchte. Das alles ausführlich darzustellen, würde sicher den Rahmen dieses Threads sprengen.
Ein Punkt, der bei mir zusätzlich eine Rolle spielt, ist Max Eberl. Gerade bei ihm bin ich enttäuscht, weil er selbst eine Biografie hat, in der er die Schattenseiten dieses Geschäfts erlebt und öffentlich thematisiert hat. Sein Abschied aus MG, seine Aussagen über seine persönliche Belastung und den Druck im Profifußball sind mir dabei noch sehr präsent. Gerade deshalb hätte ich von ihm vielleicht eine andere Art der Kommunikation erwartet; vielleicht nicht unbedingt eine andere sportliche Entscheidung, aber einen anderen Umgang in der Öffentlichkeit.
Kurz noch zu mir selbst: Mir ist bewusst, dass ich es mir manchmal einfach mache und Wörter wie „beschämend“ oder ähnliche Begriffe vermutlich zu inflationär benutze.
Ebenso muss ich mir eingestehen, dass ich beispielsweise gegenüber Personen wie als Beispiel Doro Bär, Dietmar Hopp oder auch ein Manuel Neuer in der Vergangenheit nicht gerade mein Mitgefühl bekamen, im Gegenteil. Wenn ich hier also zu gerne mal einen moralischen Maßstab anlege, dann sollte ich mich auch selbst daran messen lassen, irgendwie zumindest.
Trotzdem sehe ich einen Unterschied zwischen mir als Einzelperson und der FCBAG. Ich finde nicht, dass ich als Privatperson exakt denselben Maßstab erfüllen muss wie eine große Organisation, die Verantwortung gegenüber ihren Angestellten trägt und öffentlich auftritt. Von einem Unternehmen und insbesondere von Verantwortlichen in dieser Position erwarte ich einen professionellen und respektvollen Umgang und ja, siehe mein ersten Beitrag dazu weiter oben wo ich dazu weiter aushole.
Das bedeutet jedenfalls abschließend nicht, dass ich mich selbst von jeder Kritik ausnehme. Aber ich finde, dass es legitim ist, an eine Institution wie den FC Bayern andere Anforderungen zu stellen als an eine einzelne Person.
Wer das Verhalten anderer ausdrücklich moralisch bewertet, muss sich an diesem Grundmaßstab auch selbst messen lassen.
Respekt, Fairness und Mitgefühl sind keine besonderen Unternehmensstandards, die für Privatpersonen nur eingeschränkt gelten.
Dass der FC Bayern selbstverständlich ein hohes Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen muss steht ausser Frage.
Welche hättest du den erwartet?
Gerade weil Palinha sich öffentlich zu einem Statement hinreißen ließ musste ja Eberl selbst das ganze korrigieren und sich dazu äußern, da es sich ansonsten wie immer bei den deutschen Medien hoch geschaukelt hätte.
Es gibt durchaus für beide Seiten argumente und ich glaube auch das es den Spieler Boey, Zaragoza und Palinha schon weit vor Vorbereitungsbeginn mitgeteilt wurde das man mit Ihnen nicht mehr plant und sie sich einen anderen Verein suchen müssen.
Das dies jetzt wortwörtlich gesagt wurde führe ich wirklich einzig und allein auf die Aussage von Palinha zurück weil davor hat man kein Wort davor explizit über die drei vernommen. Sondern eher allgemeine Floskeln.
Palhinha.
Solange er noch hier ist, könnten wir doch wenigstens seinen Namen richtig schreiben ![]()
Genau deshalb habe ich ja auch meine eigene Rolle hinterfragt. Ich nehme mich von diesem Maßstab nicht aus, ist aber auch okay, wie du nun antwortest oder besser gesagt geantwortet hast.
Der Unterschied ist mMn: Ich bin kein Sportvorstand eines Weltklubs der ja dafür bekannt ist, sein selbstauferlegtes Image immer wieder als ganz besonders hervorzuheben und dieses auch zu gerne vermarktet, ebenso für Zusammenhalt, Familie, „Mia san mia“ und einen besonderen Umgang miteinander vermitteln möchte.
Würde mich ja dann doch interessieren, was da ein Neppe so in seiner Präsentation ach so tolles damals verpackt hattte und was ein Palhinha nun so darüber denkt.
Und ja, ich fordere von der AG durchaus, dass diese Werte nicht nur funktionieren, solange es angenehm ist, sondern gerade dann sichtbar werden, wenn Entscheidungen unangenehm sind.
Und natürlich darf ein Sportvorstand Spieler aussortieren. Das ist sein Job. Aber „ist mein Job“ und „muss ich öffentlich jede Tür zuschlagen“ sind eben zwei verschiedene Dinge und ja, ich, ein einzelner Anhänger dieses Klubs sehe mich da dann eben besonders in der Pflicht, genau das zu benennen, wenn etwas in Schieflage gerät und nichts anderes tue ich hier.
Und ja, gerne nochmal, bei Max Eberl finde ich es bemerkenswert, weil er selbst die Schattenseiten dieses Geschäfts erlebt und thematisiert hat. Vielleicht hätte man deshalb von ihm nicht weniger Konsequenz, aber etwas mehr Sensibilität erwarten dürfen.
Gilt dieses „das besprechen wir intern“ denn nur, wenn es gerade passt?
Bei Goretzka wurde es intern klar kommuniziert aber nie eine öffentliche Aussage dazu erst als es vorbei war. Bei den anderen wurde bis zur genannten Aussage ja ebenfalls so verfahren.
Wie hättest du den auf die Aussage Palhinhas reagiert? Stehen gelassen? Gesagt das dies Intern besprochen wird mit dem Wissen das dann die Medien alles umdrehen werden und die wilden Spekulationen in jedwege Richtung losgehen werden? Oder eben wie Eberl es jetzt getan hat klar kannte gezeigt?
Welche Aussage jetzt genau? Hilf mir bitte auf die Sprünge.
"Der Plan ist, meine Position hier zu behalten“, äußerte sich der Portugiese gegenüber Medien wie der Abendzeitung.
Diese hier.
Verantwortungsbewusstsein ist natürlich wichtig und darf nicht fehlen.
Der FC Bayern muss aber nicht immer
jeder Person gegenüber bringen. Wenn ein Klub der Meinung ist, dass man einen Spieler*in loswerden muss, darf man alle Maßnahmen ergreifen, die das Recht zulässt.
Im konkreten Fall von Palhinha, Boey und Zaragoza geht es sicherlich darum auch ein Zeichen zu setzen.
Wenn Du das wirklich so siehst, solltest Du Dich wirklich nie über Abbaumaßnahmen in Großunternehmen ärgern.
Würdest du das umgekehrt auch den Spielern zugestehen? Also, dass sie sich z.B. unter einem Vorwand krankschreiben lassen, um einen Wechsel zu erzwingen? Gelber Schein als Trainingsstreik quasi…
Ich heiße das nicht gut und finde es schön, dass Hoeneß betont, dass es keine Trainingsgruppe 2 gibt. Aber ich finde es trotzdem auch okay, dass der Verein Spieler loswerden will. Keiner dieser Spieler wird am Hungertuch nagen. Daher hält sich mein Mitleid in Grenzen.
Was Musk zum Beispiel im Zuge von Doge gemacht ist natürlich verachtenswert.
Das ist kein sympathisches Verhalten, aber wie ein berühmter Fußballphilosoph mal gesagt hat:
Hinreißen lies? Zu einem Statement? Der Spieler bekennt sich zum Klub und möchte hier das zeigen, wozu er verpflichtet wurde und beruft sich indirekt auf den Vertrag.
Und das soll nun ein Statement sein, die Eberl dMn gar keine andere Wahl lässt als ihn öffentlich regelrecht zu enteiern und dass er hier eigentlich gar keine Zukunft hat?
Der Spieler wurde gefragt wo er den seine Zukunft sieht und antwortet dann dementsprechend so. Er hätte hier auch ausweichender und schwammiger reagieren können. Wie es die Verantwortlichen bzgl. möglicher Abgänge getan haben.
Ich gehe jetzt einfach davon aus das dies dem Spieler schon weit vorher intern mitgeteilt wurde das mit ihm nicht geplant wurde. Daher muss dann dementsprechend auch öffentlich geantwortet werden um eben den möglichen Spekulationen vorzubeugen.
Klar schiebe ich jetzt den Schwarzen Peter sehr auf die Seite des Spielers, da man aber nie eine konkrete aussage vor seiner eigenen bzgl. genauer Spielernamen von Eberl gehört habe ist dies dann doch sehr naheliegend.
Bitte was? ![]()
Du sprichst oben von, das hätten die Medien zerissen, genau DAS hätten die Medien zerissen, vermutlich aber auch nur dann wenn das Sommerloch gerade kein spannenderes Thema hergegeben hätte.
Er bekennt sich in einer Art und Weise zum Klub und seinem Vertrag, über die man sonst hellauf begeistert wär: so aber, hätte er es sich sparen sollen und Eberl blieb gar nichts anderes übrig, wie ihn öffentlich zu enteiern und ihm mitzuteilen, dass er hier keine Zukunft mehr hat obwohl er einen Vertrag hat?
Und was ist eigentlich mit den drei anderen?