Spannender Kampf um Platz acht in der Offensive des FC Bayern

Veröffentlicht unter: FC Bayern: Spannender Kampf um Platz acht im Angriff

Die Sommervorbereitung des FC Bayern verlief so ruhig wie schon lange nicht mehr. Eines der spannendsten Themen ist der Kampf um den achten Platz im Angriff. Die Sommervorbereitung neigt sich dem Ende und der FC Bayern hat nicht mehr viel zu tun – zumindest mit Blick auf den Transfermarkt. Sportlich gibt es sicher noch einiges zu tun, was aber nach der WM auch kaum verwundert. Dass einige Profis schon frühzeitig zurückgekehrt sind, dürfte Vincent Kompany gefreut haben. In der potenziellen Stammelf oder Stamm-14 dürfte es derweil nur wenig Bewegung im Vergleich zur Vorsaison geben. Nathaniel Brown will Alphonso Davies herausfordern,…

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Ich sehe in Cardozo oder Binder erstmal keinen neuen Karl und denke schon, dass sie spätestens im Winter verliehen werden sollten, wenn sie sich entsprechend entwickeln.

Für den Fall, dass es dann wirklich so kommt, wäre es natürlich suboptimal, wenn Cardozo oder Binder sich an Ibrahimovic vorbeigeschoben hätten. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ein Ibrahimovic sich einfach reinarbeiten (können) muss und einen Vertrauensvorschuss braucht.

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Es bleibt für die jungen Spieler beim FC Bayern grundsätzlich das Problem, dass der Abstand zu den Spielern, die vor Ihnen stehen, so extrem groß ist. Da reicht es nicht, ein überdurchschnittliches Talent zu besitzen. Es braucht die glücklichen Umstände, wie einen Trainer, der Ihnen konstant Einsatzzeiten gibt. Und nicht nur sporadisch mal für die letzten fünf Minuten. Selbst ein gestandener Bundesligaspieler wie Bischof musste sich eine Saison lang hinten anstellen. Es würde mich wundern, wenn es bei Brown jetzt anders wäre. Wie überragend stark müssen dann erst die Leistungen von Nachwuchsspielern sein, um Spielzeit zu bekommen.

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Ich denke es muss so eine ähnliche Situation wie letztes Jahr bei Karl geben. Musiala ist verletzt, ein Wirtz kommt nicht, Coman und Sahne werden abgegeben und ein Ersatz (Jackson) kommt erst sehr spät und passt nicht wirklich zu dem Spielstils des Trainers. So könnte sich Karl hinter der sehr starken Offensive aus Kane, Olise, Diaz und Gnabry festspielen und war eigentlich erster Einwechselspieler für die Offensive. Er war also Spieler 5 in der Offensive.

Jetzt ist Musiala wieder fit, Saibari ist neu dazugekommen und Karl hat sich quasi als Profi festgespielt. Damit wäre ein Spieler für die Offensive nur noch Platz 8. Wenn Karl jetzt an der Stelle wäre wie aktuell Ibrahimovic, Cardozo oder Binder würde sich Karl sehr wahrscheinlich nicht durchsetzten können und vielleicht 500-700 Minuten bekommen über die ganze Saison hinweg.

Wie schon im Podcast-Thread geschrieben sehe ich aktuell die größte Chance auf einen Durchbruch eines Talents in der Innenverteidigung. Dafür müsste aber trotzdem noch etwas passieren wie ein Abgang von Ito und die Verletzung eines Innenverteidigers aus dem Trio Upamecano, Tah und Kim. Dann hätte man zwar immer noch Stanišić als Aushilfsinnenverteidiger, aber davon abgesehen könnte da dann Pavic oder Kiala spielen.

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Seh ich alles genauso, man muss aber auch sagen, dass die meisten Jungs noch gar nicht den großen Druck haben, schon diese Saison einen Durchbruch wie Karl zu erleben. Pavic und Assomo sind 16, Cardozo, Osmani und Kiala 17. Wenn sie hin und wieder Einsätze kriegen und mittrainieren, ist schon viel gewonnen. Bei Chavez und Santos Daiber frag ich mich am Ehesten wo in den nächsten Monaten die Reise hingeht, aber beim Rest wäre ich einfach geduldig und optimistisch.
Binder und Della Rovere seh ich grundsätzlich nicht so ganz in der ersten Mannschaft, zumindest nicht ohne einen deutlichen Entwicklungsschritt bei einer Leihstation. Wäre natürlich schön wenn ich falsch liegen sollte.

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Also jeder Spieler entwickelt sich natürlich individuell. Manche Spieler sind mit 16 schon Unterschiedsspieler wie Yamal andere machen erst mit Mitte 20 den Schritt zur Weltklasse wie Olise. Aber wenn jetzt wie bei Karl mit 16 nicht definitiv eine Klasse zu sehen ist, sind viele Spieler ab ihrer Volljährigkeit schon eher auf dem Weg zur Leihe. Bayern kann die jetzt nicht im Verein entsprechend entwickeln. Daher würde ich schon sagen, dass man auch bei den unter 18 Jährigen aktuell sich schon Pläne machen sollte die Spieler zu verleihen, im Optimalfall bereits im Winter.

Klar, muss man individuell betrachten. Aber bei Spielern wie Della Rovere, die jetzt zwei Jahre bei den Amateuren in der gleichen Liga gespielt haben, sehe ich eher die Gefahr einer Stagnation und Unterforderung, als bei den 16-jährigen, die so oder so auf einem höheren Niveau trainieren und spielen werden als bisher. Hab überhaupt nichts dagegen, wenn sie schon sehr früh ganz viel Profispielzeit bekommen, seh es nur als überhaupt nicht dramatisch an, wenn das weniger der Fall sein sollte.
Leihen haben umgekehrt ja auch grundsätzlich ein Risiko und erst Recht in dem Alter mit Pubertät, Schule und allem. Auch hier gibt es natürlich Unterschiede, vom Charakter der Spieler her und auch von dem biographischen Hintergrund. Osmani und Pavic sind ja aus München und Umgebung, Kiala und Assomo sind aus Berlin hergezogen, weiß nicht ob die Familien mitgekommen sind oder sie im Internat wohnen.

Das stimmt auf jeden Fall. Man kann aber mittels Vorbeugung schon einiges vermeiden bzw. es den Spielern leichter machen.

Zum Ersten muss man wissen, warum und wofür man den Spieler überhaupt verleihen will. Geht es um eine taktische Weiterbildung oder soll er eher seinen Marktwert steigern, damit man ihn möglichst teuer weiterverkaufen kann.

Nach Heidenheim verleiht man den Spieler nicht, damit er dort das dominante Ballbesitzsoiel lernt. Dort haben Wanner und Ibrahimovic eher im Arbeiten gegen den Ball gelernt und sind auf diese Weise gereift.

Nach Elversberg oder nach Hannover zu Titz macht eine Leihe Sinn, wenn es um die Entwicklung im Ballbesitzspiel geht.

Eine Leihe nach Nürnberg oder Braunschweig kann eher als Leihe dienen wo man einfach viele Einsatzminuten bekommt, weil hauptsächlich auf junge Spieler gesetzt wird.

Zum Zweiten muss es zeitlich passen. Halbjährliche Leihen machen eigentlich nie Sinn für einen jungen Spieler, weil ein junger Leihspieler im neuen Klub überhaupt erstmal ankommen muss. Das wird aber schwierig, wenn die effektive Leihe nur 3-4 Monate geht.

Zum zweiten sollte eine Leihe langfristig vorbereitet werden. Kurz vor Ende des Transferfensters den Spieler zu verleihen macht wenig Sinn, da er die Vorbereitung des neuen Teams gar nicht mitgemacht hat und es somit noch viel schwieriger hat in das Team zu finden. Wenn klar ist, dass der Spieler keinen Platz im Kader hat, sollte er auch möglichst früh abgegeben werden. So wie bei Ofli nach Karlsruhe diesen Sommer.

Zum Dritten müssen die Leihspieler auch betreut werden. Das geschieht natürlich auf der einen Seite vom Leihverein, aber auch der FC Bayern muss sich regelmäßig bei den Leihspielern erkundigen, wie es ihnen geht und ob man bei irgendwas helfen kann oder jemanden zum Reden braucht. Eine psychologische Unterstützung quasi.

Worauf ich hinaus will ist, dass wenn man die Leihe gut vorbereitet, ist die Chance viel höher, dass sie ein Erfolg wird als ohne. Natürlich kann es dann immer noch schief gehen bzw. ein Problem geben, aber man hat ein grundsätzliches Fundament geschaffen, auf den die Leihspieler sich sicher fühlen können.

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Tim Binder ist der Anti-Star vom Campus

“Er ist eher einer, die sich über Spielintelligenz, Zuverlässigkeit und taktisches Verständnis definiert. Seine größte Qualität ist die Entscheidungsfindung. Binder erkennt früh, wann er das Tempo verschärfen, den Ball sichern oder einen Mitspieler einsetzen muss.

Dadurch wirkt sein Spiel oft unspektakulär, aber sehr reif. Gerade auf den offensiven Außenbahnen fällt auf, dass er kaum Ballverluste durch falsche Entscheidungen produziert. Hinzu kommt seine Flexibilität. Binder kann auf allen drei Offensivpositionen hinter dem Stürmer im nominellen 4-2-3-1 agieren, auch weiter hinten als rechter Verteidiger wurde er schon eingesetzt.”