Nachspielzeit-Könige: FC Bayern dreht auch gegen St. Pauli das Spiel

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Der ersten Niederlage der Saison zum Trotz ist der FC Bayern in der Liga weiterhin auf Kurs: Gegen St. Pauli wiederholten sich viele Mängel der letzten Wochen zwar, aber am Ende steht der nächste Arbeitssieg, während die Konkurrenz schwächelt. In Folge der ersten kraftraubenden Niederlage entschloss sich Vincent Kompany auf mehreren Positionen zu wechseln. Kim und Bischof kamen für Upamecano und Stanisić ins Spiel, wodurch Laimer wieder nach rechts rückte, zudem rotierten Guerreiro und Díaz für Gnabry und Olise in die Startformation. FC Bayern verliert beim FC Arsenal: Chancenlos zur ersten Niederlage Arsenal knackt den FC Bayern: Drei Details, die…

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Natürlich sind Tore in der Nachspielzeit immer auch ein Stück weit glücklich. Es ist aber irgendwie auch nicht unlogisch, dass diese Tore in der aktuellen Phase fallen.
Noch vor ein paar Wochen war Bayern den Gegnern auch physisch total überlegen und diese wussten oft schon nach wenigen Minuten nicht, wie ihnen geschah angesichts des Tempos und der Intensität des Gegenpressings, der vielen Verwirrung stiftenden Laufwege etc. Aktuell bekommen die Gegner etwas mehr Zeit zum Verschnaufen und können ihre Konzentration somit länger aufrechterhalten. Das schafften Union und St. Pauli jeweils immer eine gute Halbzeit lang. In der Halbzeitpause konnten sie wieder Kraft tanken und dann in Halbzeit 2 wieder mit frischer Kraft dagegenhalten, die dann wieder gegen Ende des Spiels zur Neige ging.
Gerade beim Spiel bei Union hat man gesehen, wie platt die eigentlich in der Schlussphase der 1. Halbzeit waren, denn nach dem Ausgleich durch Diaz (in der 38. Minute - somit eigentlich nicht Last Minute), gab es noch die Mega-Chance von Diaz.
Auch heute war St. Pauli wohl froh, dass Zwayer schon nach 2 Minuten Nachspielzeit Halbzeit 1 abpfiff, obwohl 2 Tore gefallen waren und es auch ein bisschen dauerte, bis der verletzte Hountondji vom Feld war.
Was ich damit sagen will: aktuell sind die letzten Minuten vor der Halbzeit und vor dem Schlusspfiff wohl die Minuten, in denen Bayern aufgrund der schwindenden Kräfte und Konzentration des Gegners sehr gefährlich ist. Es fehlt an der Kraft, um die Gegner schon vorher zu überfordern.

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Was ist daran toll?!? Das soll ein eigenes Fass hier wert sein aufzumachen? Peinlich

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Hab heute so viel Mist gelesen wie lange nicht hier in der Kurve
Danke für deine unaufgeregte Analyse zum Spiel. Absolut zutreffend, gehe komplett mit bei deiner Einschätzung zur momentanen Situation:slight_smile:
Schönen Abend

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:smiling_face:


#…>Aluminium..äh..Arbeits-siegeMussEsEbenAuch(…Mal)Geben[…>SindZwarNichtGanzSoErgiebigWieAnderweitig(-gedreht)ePunkt-ver..Fort-/Weiter-bildungenJedoch(…Heute)Se(-ee-)lbstverständlichWertiger(…AlsoSpirit-stärkenderUndSo)AlsEtwaigeDominanz-Dreier(…Tss)!?!]. :face_with_peeking_eye:(…:face_with_steam_from_nose: / :wink: :smirking_face:)

(…:cowboy_hat_face: :disguised_face: :clown_face: / :robot:)

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Magst Du bitte etwas genauer sein? Ich habe Deinen Kommentar jetzt drei Mal gelesen. Gleichwohl ist mir nicht klar, worauf Du Dich beziehst, wo das ‚toll‘ herkommt und so…

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@willythegreat hat ja unsere Qualität herausgearbeitet und hervorgehoben kurz vor der Halbzeit oder dem Schlusspfiff zu treffen. Und nun kann man eben zwei Standpunkt vertreten. Einerseits diese Qualität lobend erwähnen und als „toll“ bezeichnen, auch wenn das aktuell niemand getan hat oder eben den Standpunkt vertreten, dass so eine Qualität nur aufzeigt, dass man das Spiel nicht rechtzeitig ohne Stress entscheiden kann.

Ich finde aber auch - und das kam mir bei all den Vergleichen der letzten Spiele viel zu kurz: während FCU und auch SCF jeweils auch offensiv in den ersten 30min sehr stark waren, hatte Pauli heute genau eine offensiv gefährliche Aktion - das Tor. Ja, sie haben gut verteidigt, aber offensiv haben sie auf den lieben Gott gehofft. Das war bei Union & Freiburg anders. Die haben stark gepresst und auch weitere gute Chancen gehabt.

Heute musste Bayern einen Bus überwinden. Das haben sie diese Saison schon mal besser hinbekommen. Aber dass es da auch zu einem Geduldsspiel kommen kann, ist auch keine große Überraschung.

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Das sind ja im Grunde die schönsten Siege:
Wenn die Fans der Konkurrenz schon zur Schadenfreude ansetzen und sabbernd auf der Sesselkante herumrutschen - und dann doch fluchend und augenverdrehend in die Möbelgarnitur fallen.

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Obwohl wenn Oppie da kurz vor dem zwei zu eins etwas aus der Kontersituation macht und das war keine schlechte Chance, dann kann es da 2-1 stehen und niemand weiß warum. Ähnlich wie in Heidenheim.

Das war nicht mein Punkt. Mein Punkt war, dass man gegen Union und Freiburg in den ersten ~20min die unterlegene Mannschaft war und dann auch verdient zurück lag.

Gegen Pauli war das aus meiner Sicht zu keiner Phase des Spiels so.

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Es gibt im Übrigen genügend Beispiele dafür, dass die letzten Spiele eines Kalenderjahres häufig zäh abliefen und gerade der Zeitraum ab Ende November in Sachen souveräner Siege nicht gerade die präferierte Jahreszeit für Bayern war.
Schauen wir mal auf die beiden erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte, die beiden Triplejahre 2013 und 2020.
Im Dezember 2012 gab es in der Bundesliga 2 Remis und 1 Sieg und dann noch jeweils einen Sieg im Pokal und in der CL. Die Bilanz vor den Spielen im Dezember war in der Liga übrigens 12-1-1.
Das Jahresende 2019 war ebenfalls sehr zäh. Nach dem famosen Start unter Flick mit 4 Siegen in Folge unterlag man 2mal in Folge gegen Leverkusen und in Gladbach und hatte nur ein wirklich souveränes Spiel gegen Bremen. Die beiden Spiele gegen Freiburg und Wolfsburg gewann man durch späte Tore des damaligen Jugendspielers Joshua Zirkzee.
In beiden Jahren folgten auf diesen eher zähen Jahresschluss beeindruckende Rückrunden.
Auch in weiteren Spielzeiten der Erfolgstrainer Heynckes und Flick ging es spät im Kalenderjahr sehr häufig zäh zu. Während im Jahr 2017 zumindest die Ergebnisse noch stimmten (es gab z.B. in den letzten 3 Ligaspielen 3 knappe 1:0 Siege), war 2020 nicht einmal das gegeben, denn es waren auch noch einige Remis dabei. Alle Spiele in der Endphase des Jahres 2020 hatten übrigens eins gemeinsam: man geriet immer ziemlich früh (vor der 20. Minute) in Rückstand.
Was aktuell also passiert, ist nichts was es nicht schon öfter gegeben hätte und wenn sich Dinge so häufig wiederholen (auch mit komplett unterschiedlichen Protagonisten auf und neben dem Feld), dann wird es wohl gute Gründe dafür geben.
Müdigkeit im Kopf nach einer langen Hinrunde spielt sicherlich eine Rolle. Was mMn auch nicht außer Acht gelassen werden darf, sind die schlechter werdenden Platzverhältnisse gegen Ende des Jahres. Die Plätze werden tiefer und holpriger, was es einer kombinationsstarken Mannschaft nicht leichter macht. Das in Kombination mit schwereren Beinen und einem müderen Kopf ist dann auch ein Grund, warum es zäher und langsamer wirkt und sich auch „leichte“ ungewohnt wirkende Fehler häufen. Und schon kommen ein paar Prozent zusammen, die es dann auch Gegnern, die sonst womöglich chancenlos wären, leichter macht, Bayern Paroli zu bieten. Und wenn diese Gegner dann auch noch das nötige Quäntchen Glück haben bzgl. dem Auslassen von Großchancen durch Bayern, wird es noch einmal schwerer, die Spiele schon vorher für sich zu entscheiden.

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Danke, willy, für die Einordnung. die Erwartungshaltung von einigen hier, die sich dann auch noch in redundanten Meckereien im Spieltagsthread ausdrückt, ist schon erstaunlich. Natürlich rege auch ich mich im Stadion bei Fehlerketten wie beim 0:1 auf und wenn es mir viel zu langsam geht. Aber ein anderer Teil von mir ordnet eben ein wie du und hat (zumindest etwas) Verständnis für diese Spiele.

Die Müdigkeit, mental und physisch, war mit Händen zu greifen. Am Ende kann man natürlich ob der nicht gerade zackigen Schlussphase sagen: Souverän geduldig geblieben. Es wirkte aber eher so, dass weder geistige noch körperliche Wendig- und Spritzigkeit da waren, um anders zu agieren.

Lucho zwar im Spiel insgesamt mal wieder eher unauffällig, aber ein absoluter Impact-Spieler. Weiterhin ein sehr guter Transfer! Andere hätten beim 1:1 wahrscheinlich mehr Wert darauf gelegt, VAR-Elfmeter gerecht zu fallen und lamentieren, er konzentriert sich darauf, den Ball noch zum Mitspieler zu bekommen. Sehr gute Einstellung!

Apropos VAR/Schiri: Die 2 Minuten Nachspielzeit in HZ 1 waren natürlich der absolute Witz. Und in solchen Spielen, Kane hat es am Mittwoch auch angesprochen, zermürben dich halt auch Kleinigkeiten, wie gestern etwa der angeblich falsche Einwurf von Karl, was sonst nie, also wirklich nie, geahndet wird. Statt Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte rennst du wieder hinterher und die Minuten vergehen.

Was langsam zum Dauerärgernis wird: Dass die Leute, die von Politik etc einen „Dialog“ einfordern und „Populismus“ anprangern, die Menge mit „Die Polizei hasst uns und wir hassen die Polizei. Die ganze Welt hasst die Polizei“ aufhetzen. Ich mach es mal beispielhaft fest: Da unten steht mein 15 jähriger Neffe und wird so (a)sozialisiert/angestachelt. Kannste dir nicht ausdenken. Aber was macht man nicht alles beim Kampf um, wörtliches Zitat der „Kurve“, „unsere Freiheit“. Kleiner haben wir es nicht. Hmm.

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Bei der aktuellen Mannschaft habe ich in keinster Weise das Gefühl, dass es an fehlender Einstellung liegen könnte bzw. jemand den Gegner unterschätzt und denkt, es ginge auch mit etwas weniger Aufwand.
Das war nicht immer so. Als Paradebeispiel fielen mir da einige Mannschaften ein, die von Mitte der 90er bis zu Beginn der 2000er Jahre unser Trikot trugen. Bei Spielern wie Basler, Effenberg etc. war - zumindest meinem Empfinden nach - nicht in jedem Spiel zu erkennen, dass sie unbedingt alles reinhauen wollen, um das Spiel zu gewinnen.
Dieses Gefühl habe ich aktuell bei keinem Spieler. Und wenn man z.B. sieht, wie sich gestern Konrad Laimer gequält hat, kann man mMn ganz gut abschätzen, wie schwer es momentan fällt Vollgas zu geben, wenn der Tank einigermaßen leer ist.
Andere Fans sehen das eben etwas unterschiedlich und meinen, dass jeder Fehler ein Zeichen von mangelnder Einstellung ist und ärgern sich dann auch darüber.

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Gestern waren es wieder mehr als 126 km Laufleistung. Ein absoluter Spitzenwert und mehr als St.Pauli.
Bequem gemacht hat es sich da keiner gemacht.

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Die Einstellung stimmt auf jeden Fall.
Dennoch war das gestern ziemlich enttäuschend leistungsmässig….

Auch der ewige „Vorteil“. Bei jedem Ballkontakt wurde gerempelt und gefummelt und es läuft der „Vorteil“ und wenn dann irgendwann der Ball verspringt wars das halt. Finde da musst halt einfach auch mal im Niemandsland Foul pfeifen und signalisieren, dass dies nun die dritte solche Aktion war und es nun Gelb gibt.

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Man darf auch nicht vergessen, dass St. Pauli nur so lange geackert und gekämpft hat, weil das Spiel so lange offen gewesen ist. Und das lag, bei allen spielerischen Kritikpunkten an uns auch etwas am Spielglück. Wenn von den drei Pfostentreffern nur zwei reingehen ist der Rückstand gedreht und Pauli lässt uns mehr Räume. Dann würden wir wahrscheinlich über einen entspannten Kantersieg reden.

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Der Spieltagsthread gestern war wirklich eine Zumutung für meine Nerven: Wenn man nicht 3:0 zur Halbzeit führt, wird gleich nach Spielerverkäufen gerufen und der Weltuntergang prognostiziert. Ich musste mich nach 35 Minuten leider ausklinken.

Ja, momentan liefern wir nicht auf absolutem Top-Niveau ab. Natürlich ist es kein Zufall, dass man in drei BuLi-Spielen hintereinander in Rückstand gerät.

Wir haben momentan die beinahe jährlich eintretende Delle im Herbst. Glücklicherweise ist es heuer noch keine Krise -auch die gab es schon oft genug.

Erklärungen für diese Delle gibt es reichlich: Voller Spielplan, schlechte Platzverhältnisse, keine Vorbereitung, Verletzungen / Sperren… VK und das Team kommen momentan aber noch hervorragend durch diese Wochen. Wettbewerbsübergreifend eine(!) Niederlage gegen ein absolutes Top-Team, 8 (acht!) Punkte Vorsprung in der Tabelle.

Insofern wäre ich mehr als zufrieden, wenn wir in diesem Modus bis in die Winterpause „dümpeln“ und dann mit neuer Energie in RR und später CL KO-Phase starten könnten.

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Ich muss zugeben, es tut meinem Seelenfrieden auch mal ganz gut, wenn ich solche Beiträge lese. Lange dachte ich, ich bin Teil einer Minderheit (was auch okay wäre), wenn mir beim Lesen des Spieltags-Threads der Puls hochgeht.

Das Zauberwort ist hierbei, glaube ich, Redundanz
Es können ja nicht alle die gleiche Herangehensweise haben, und es ist natürlich akzeptabel, kritischere und weniger kritische Stimmen zu hören, individuelle Wahrnehmungen sowieso.
Aber brutal nervtötend sind die vorhersehbaren und nimmer-endenden Tiraden aus den immergleichen Federn mit den immergleichen Sätzen, beinahe unabhängig von Kontexten. Im Freundeskreis haben wir uns früher über bestimmte Moderatoren der BR-Radiokonferenz lustiggemacht, wenn bei der ersten Schalte zu einem Bayern-Spiel der erste Satz prophezeit wurde: „Die Bayern tun sich schwer.“ (Das Spiel war zwei Minuten alt.) :wink:

EDIT:
Und ja, ich bin mir der Ironie bewusst, dass auch meine Kritik am Gebaren im Spieltags-Thread selber schon redundante Tendenzen hat…

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