MSR451: Fifantino und der Transfersommer des FC Bayern

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In dieser Folge sprechen wir über die nächste große Idee von Gianni Infantino – und darüber, ob der FC Bayern noch Spieler braucht. Gianni Infantino hat die nächste Idee, wie er Geld verdienen kann, der FC Bayern will keines mehr ausgeben und Luis Díaz steht wohl auf einem saudi-arabischen Wunschzettel. Das und mehr in dieser Folge. Diese Folge jetzt werbefrei bei Patreon hören – unser Tipp: Einen kleinen Betrag dort zahlen und den Rest deiner Unterstützung per Überweisung oder PayPal. Podcast ohne externe Werbung für dich und mehr von deinem Geld bleibt bei uns hängen. Miasanrot als App und auf…

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Oh Mann, ich hab gehofft, dass der nächste Podcast die aktuellen Vorgänge auch zum Thema hat. Da ich ein langes WoEnde vor mir habe, freu ich mich schon jetzt darauf, am Samstag ganz gemütlich eure Einschätzungen hören zu dürfen… Ich bin gespannt! Schon mal Danke dafür!

Wahnsinn, der Podcast nur ein paar Stunden alt und schon ist die neueste Entwicklung zu vermelden:

„Die Uefa und ihre 55 Mitgliedsverbände stehen geschlossen zusammen. Wir lehnen den Vorschlag der Fifa, Eigentumsanteile an der Weltmeisterschaft und anderen Fifa-Wettbewerben auf private Investoren zu übertragen, einstimmig und unmissverständlich ab“

Das hätte ich nicht erwartet, so schnell, entschieden und mit Konsequenz:

„Die Uefa und alle europäischen Länder wollen die Fußball-WM und alle anderen Wettbewerbe des Fußball-Weltverbandes boykottieren, falls die Fifa an den umstrittenen Plänen für einen Teilverkauf der WM-Rechte an private Investoren festhält.“
(zitiert nach SZ)

Chapeau!
Werden spannende Tage und Wochen, ich erwarte als Ergebnis keine Spaltung (FIFA/UEFA), sondern eine Entwicklung, wie sie @Georg im Podcast als Möglichkeit angesprochen hat: die FIFA verzichtet auf den Verkauf von Anteilen an Investoren, bekommt aber die Aufspaltung der FIFA in einen Regel/Verwaltungsteil und in eine AG, welche die WM ausrichtet mit Finanzen und Merch.

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Es hies dass die Verbände die „Kündigungsfrist“ gemäss Artikel 18 per 30.06.2026 auf 31.12.2026 „verpasst“ haben. Ich vermute die Fifa zieht daher die „wenn ihr ausserhalb der Frist austretet wird eine Vertragsstrafe fällig“ Karte. Dann hast einerseits das dicke Plus auf der Hand und andererseits eine Strafe am Horizont. Dann bleibt erst mal alles wie es ist und es kabbeln sich Juristen. Und bis 30.06.2027 fliesst noch viel Wasser die Limmat herunter und die europäische Aufregung / Geschlossenheit bröselt. Zumal man sich die Verbände bis 19.09.2026 für den Investorendeal entscheiden müssen und dann einige wohl „wenn wir eh noch dabei sind“ das Geld mitnehmen werden.

wie kommst du auf die “Kündigungs”-Sache? Selbst wenn es so etwas gäbe: Wenn sich die Vertragsbedingungen so radikal verändern, insbesondere auch noch mit einem massivem Vertrauensverlust, wie ihn auch der Asiatische Verband nun klar anspricht, hast du doch bestimmt auch bei solchen “Verträgen” ein Sonderkündigungsrecht (aus schwerwiegenden Gründen etc…).

Apropos: Sowohl der asiatische als auch der amerikanische Verband haben sich in der Sache an die Seite der Europäer gestellt. Wäre jetzt schon verwunderlich, wenn der “Vorschlag” jetzt in der Form durchgehen würde.

Die Fifa führt böse gesagt nur eine interne Reorganisation durch. Ob das ein das Sonderkündigungsrecht rechtfertigt bezweifle ich. Zumal zB Spanien und Portugal im Hinblick auf die WM 2030 wahrscheinlich definitiv zahlreiche Verträge mit der Fifa und anderen Institutionen unterschrieben haben, welche einen „ich bin dann mal aus moralischen Gründen weg“ Austieg nicht vorsehen.

Eben. Mit der FIFA. Nicht mit FFE oder einer anderen Gesellschaft.

Und beispielsweise vielen Baukonzernen (ua Perez ACS). Wenn man da nun 3.5 Jahre vor der grossen Party mit „vergesst die ganzen Projekte, gibt doch keine WM, das ist moralisch nicht tragbar“ ankommt, hat Spanien ein deutlich grösseres Problem

Das steht im FIFA-Papier | WEB.DE

Was ist der Plan?

„Dem „Guardian“ zufolge benennt das Dokument drei zentrale Wachstumshebel: ein wachsendes Turnierportfolio, Kapital aus Fremdfinanzierung sowie die Konzentration auf besonders ertragreiche Partnerschaften und Veranstaltungen.
Konkret ist von einer Steigerung der jährlich ausgetragenen globalen Turniere von 200 auf 450 die Rede – eine Entwicklung, die den ohnehin umstrittenen Belastungskalender der Profis massiv verschärfen dürfte. Auch eine häufigere Austragung der Weltmeisterschaft wäre als Einnahmequelle naheliegend: FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte bereits vor Jahren ein zweijährliches WM-Format ins Spiel gebracht.
Darüber hinaus stellt das Dokument eine Ausweitung der Vermarktung von TV-Rechten in Aussicht. Großereignisse wie die WM könnten demnach künftig hauptsächlich an Bezahlsender oder Streaming-Plattformen vergeben werden.“

Und deswegen liebe ich euch so sehr.

@Georg’s Hoffnungen auf Europa, Jans fassungslose Abscheu gegenüber Infantino-ismen, und @justin’s Wort zum Sonntag: “Tiere sind immer besser als Menschen.” Meine Rede!

Toller Podcast, wieder mal. Die Ereignisse haben natürlich in Echtzeit schon manches überrollt, @Georg konnte die Boykott-Kiste dann sogar noch bestätigt mit reinnehmen. Vor allem aber spricht da endlich mal einer Klartext zur vermeintlichen Machtlosigkeit aller gegenüber den mafiösen Machenschaften des Alien-Schweizers: Nix da, man könnte, wenn man es denn wollte, einen Riegel vorschieben. Ich hoffe ausdrücklich und hatte es auch schon mal angemerkt, dass die genannten Institutionen (und welche darüber hinaus, etwa die amerikanische Justiz fällt mir da ein) endlich ihren Job machen. Der Beifall von Millionen Menschen wäre ihnen sicher.

Und ich drehe das Rad jetzt gleich mal weiter:

Ich hoffe, dass die UEFA verstärkt Planungen hat, demnächst einen Menschen zu pushen, der den Gianni-Johnny ablösen kann. Und nein, ich will da keinen katarischen Vorsteher eines Millionenklubs sehen, sondern eine wirklich honorige, anständige Person mit Expertise, der man mit Vertrauen entgegentreten kann.

Klingt völlig absurd im Reiche des Funktionärswesens? Mag sein.

Ich habe aber einen konkreten Namen: Lise Klaveness. Die einzige, die seit Jahren zuverlässig den Mund aufmacht.

Ist das realistisch? Wohl nicht, sagt mein Verstand. Und doch: beginnt nicht jede anständige Revolution mit einem Gedanken, einer Idee, die zum Zeitpunkt ihrer Entstehung irrsinnig wirkt? Für mich wäre das jedenfalls so eine Art Kennedy-Moment des Fußballs - ein starkes Statement, dass man auch mal wieder hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann. Und wie sagte schon Tim Robbins in The Shawshank Redemption: Hoffnung ist etwas Gutes.

Jedenfalls verleiht sie Motivation zu handeln, anstatt sich klein zu machen und die Scheiße um dich herum zu akzeptieren. Wenn ich das mal so derb sagen darf.

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warum sollten sie “moralisch” argumentieren, wenn sie juristische Gründe (geänderte Vertragsbedingungen) auf ihrer Seite haben? Du verwendest mal wieder das Stilmittel der Überzeichnung/Ironie, hier aber auch einen Strohmann (ich habe nie gesagt, dass sie mit “Moral” argumentieren sollen/werden), um eine andere Meinung lächerlich zu machen. Wäre schön, du könntest diese Verhaltensweise etwas zurückfahren.

Dir ist sicherlich selbst klar, dass auch die UEFA seit Jahren einen starken Katarrh hat. Insofern wird nichts in dieser Richtung passieren, zumal die anderen Kontinentalverbände zustimmen müssten.

Aber nachdem es im anderen Thread schon um Sprüche ging, sei meine volle Sympathie mit diesen Ideen hiermit bestätigt:

What a day for a daydream
What a day for a daydreamin′ boy
And I’m lost in a daydream
Dreamin′ 'bout my bundle of joy

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Al-Khelaifi oder nix.
Das ist die Realität.

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Aber: Das Ganze scheint wirklich weitere Kreise zu ziehen:

Wäre doch zu schön, wenn Gianni seinen Hut nehmen müsste. Zu schön, um wahr zu sein?

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Glaubst du dann kommt jemand, der mehr in unserer Richtung handelt? Das ist ja ähnlich wie in Amerika, wo auch nach Trump die gleiche Politik weiter gemacht werden soll.

Sehr schwer zu prognostizieren, nachdem Blatter und Infantino ja vollkommen egozentrisch agiert haben, obwohl sie europäischer Herkunft sind. Es gibt ja keine klaren “politischen Linien” bei der FIFA: Die Erzielung hoher Einnahmen und die Sicherung der Wiederwahl stehen im Vordergrund. Blatter und Infantino haben auf den Stimmenkauf bei den nicht europäischen Verbänden gesetzt. Möglich, dass ein anderer Präsident wieder so agieren würde.

Zumindest habe ich so eine Befürchtung und kann mich dann auch nicht wirklich über ein Ausscheiden von Infantino freuen.

Ich sehe noch 374‘459 Alternativen

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Dachte Ceferin will da auch mitspielen?

Irgendwie würde es mich freuen, wenn Infantino über all das “Stolpern” würde. Andererseits ist bei mir damit Null Hoffnung verbunden, dass es groß anders wird. Die Macht da oben bei der FIFA scheint wirklich zu korrumpierend, zu verlockend zu sein. Egal wer da sitzt.

Beim DFB wurde man auf der Suche nach kompetenten und integren Nachfolgern jedenfalls nicht fündig werden. Football, bloody hell.