Veröffentlicht unter: FC Bayern: Größer als 2020? Das Comeback der "Bestia Negra"
Der FC Bayern feiert den Einzug ins Halbfinale der Champions League nach einem spektakulären 4:3-Sieg gegen Real Madrid. Artikel zum FC Bayern München Magdalena Eriksson ist bereits als Scout für die Männer tätig Spektakulärer Sieg des FCB gegen Real Madrid Max Eberl mal wieder in der Kritik: Stellt sich der FCB bald neu auf? Tore, strittige Schiedsrichterentscheidungen, Spektakel – der FC Bayern und Real Madrid zeigen mal wieder, warum ihr Aufeinandertreffen eines der elektrisierendsten Duelle Europas ist. Unsere Analyse. Für den FC Bayern war das Rückspiel gegen Real Madrid ein langer Kampf, der erst sehr spät zu seinen Gunsten entschieden…
Geiles Ding! (20x Applaus)
Sehr schöner Podcast, und das mit so wenig Schlaf … Merci vielmal, wie der Schweizer sagt ![]()
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Ich bin glücklich. Und versorgt. ![]()
Zuerst der Artikel, der die taktischen Verläufe aufzeigt, jetzt noch der Podcast - jetzt wieder die Sonnenbrillen auf, meine Herren, und ein klein wenig Erholung für euch.
Und wieder mal ein paar so schöne Formulierungen, die mir im Gedächtnis bleiben; wie war das noch, der “Pekermann-Move” von Arbeloa…? Großartig. Und ich wusste sofort, was Jan meint.
Zweimal noch meinen Senf zu euren Themen.
Zur Neuer-Zukunft:
Ich bin da wie @Georg mittlerweile entspannt. Hätte ich was zu sagen, würde ich Manuel auch einen sauberen Rücktritt nach dieser Saison wünschen, die ja im Idealfall mit mehr als einem Titel zu Ende geht. Aber selbst, wenn er noch ein Jahr dranhängen will, glaube ich, dass man das moderiert bekommen kann. Wäre ich in der Verantwortung, würde ich ihm in diesem Fall allerdings die Perspektive aufzeigen, dass es eine normale sportliche Konkurrenzsituation ist - sprich, sollte Neuer dann im Verlauf der nächsten Saison wiederholt schwächeln, wäre es logisch, dass der (geplante) natürliche Übergang zu einem (nicht geplanten) sofortigen Wechsel im Tor führt, mit der klaren Nummer Eins Jonas Urbig. Und da könnte man trotz aller Verdienste schon einfordern, dass es dann auch keinen Stunk gibt.
Zur historischen Einordnung des Sieges über Real:
Ich bin auch der Meinung, wie @justin und @Georg, dass man diese Halbfinal-Teilnahme fast höher werten muss, mindestens aber auf demselben Niveau, wie den Titel damals im Corona-Jahr. Und zwar selbst wenn man den Titel jetzt nicht holt. Das hat mehrere Aspekte.
Zum einen denke ich, dass so ein Sieg, und speziell auch die Art und Weise, in ganz Europa Eindruck macht. Und das ist dann nicht nur Soft Power, sondern ich kann mir gut vorstellen, dass das über finanzielle Aspekte hinaus auch bei zukünftigen Neuverpflichtungen, die man umzusetzen gedenkt, eine Rolle spielt.
Weiter weiß man aus heutiger Sicht, dass damals im Zuge des Erfolges auch Fehler gemacht wurden, Dinge unterschätzt wurden. Man denke etwa an die Besetzung der Mittelfeld-Zentrale und andere personelle Kader-Strukturen. Heute, ihr habt es angesprochen, haben wir endlich wieder eine Mannschaftsstruktur, die eine Achse hat, und verschiedene zukünftige jüngere Optionen für die alternden Stützen in petto. (Pavlovic ist für mich DIE zentrale Figur dabei. Kontrollierst du das Mittelfeld, fällt alles leichter. Und mit ihm haben wir den Idealtypus des kontrollierenden MF-Spielers.) Wir haben einen Coach, der momentan nicht nur in Sachen Spielweise einen Maßstab in Europa setzt.
Ein klein wenig schaue ich immer skeptisch auf unsere Führungsriege auf Funktionärsebene. Ich nenne bewusst keine konkreten Namen. Aber ich hoffe, dass auch, wenn wir gegen PSG rausfliegen, erkannt wird, dass wir uns unter Kompany stetig weiterentwickeln und es keinen Grund für nervöse Aktionen oder gar personelle Richtungswechsel gibt.
Deswegen war das Weiterkommen grade gegen Real so wichtig. Weil es bereits Ausdruck dieser Fortentwicklung ist. Gehst du wieder im Viertelfinale raus, heißt es wieder, für ganz vorne reicht’s nicht. Jetzt, ab Halbfinale, ist (hoffentlich) jedem klar, dass Tagesform und Zufall und Kleinigkeiten für den ganz großen Wurf mit entscheidend sind.
Insofern, wenn man eben eine Gesamtentwicklung anschaut, war der Erfolg gestern auf spezielle Art so wichtig. Und dass wir mit unserer Art Fußball so viele Sympathien einsammeln, ist die Kirsche auf der Torte. Umso schwerer würde es, so denke ich, den Oberen fallen, irgendeinen Unfug zu treiben.
Fein rausgeabeitet.
Gehe in den meisten Teilen mit.
Ein VF Erfolg hängt für mich aber nie höher als ein CL Sieg in einer Saison in der alles spektakulär gewonnen wurde.Aber das ist auch irrelevant. Soll jeder sein eigenes Ranking haben
Was die Führungsetage angeht, weiß ich nicht, ob mögliche Kontinuität mit dem sportlichen Erfolg kongruent gehen.
Der Podcast selbst hat mir auch gut gefallen. Zu Neuer sag ich jetzt nix. Anonsten sehr launig und treffend analysiert. Mir kam Real Madrids Leistung etwas zu schlecht weg. Habe es sehr gerne gehört.
Also im Moment deuten doch nun wirklich alle Indikatoren darauf hin, dass der sportliche Erfolg direkt korreliert ist mit den handelnden Personen in der sportlichen Leitung und Trainerteam. Da jetzt nicht auf Kontinuität zu setzen, wäre meiner Meinung nach Harakiri.
Man muss doch nur mal das Szenario formulieren: angenommen, es klappt mit dem Triple, und zwischendrin verlautbart der Aufsichtsrat, dass man den Vertrag mit dem dafür verantwortlichen Sportvorstand nicht verlängert …
Mit der Begründung, dass er das Gehaltsbudget nicht weit genug gesenkt und manches intern zu schlecht kommuniziert hat …
Das wäre doch ein Eigentor in den Dimensionen des Brandenburger Tores, ganz Europa würde den Kopf schütteln.
Es braucht einfach das Vertrauen und ein Team das miteinander gut arbeiten kann.
Ich glaube Eberl selbst interessiert in Europa fast niemanden. Niemand kennt ihn.
Ich habe es bewusst nicht auf die Person Eberl bezogen. Das Szenario lautet: FC Bayern spielt nach langen Jahren endlich wieder mitreißenden Fußball, holt das Triple und feuert den dafür verantwortlichen Sportvorstand … das Verständnis dafür dürfte sich engen Grenzen halten ![]()
Kann man so sehen. Man kann auch einfach einen auslaufenden Vertrag nicht verlängern, wenn die gegenseitigen Erwartungen nicht übereinstimmen.
Was bringt es eine Zusammenarbeit weiter zu führen, wenn man nicht miteinander kann?
Ein Vorstand Sport muss das Vertrauen des AR haben und gut mit dem CEO und dem Sportchef zusammen arbeiten. Wenn das passt. Super. Wenn nicht, macht es aus meiner Sicht keinen Sinn.
Der CEO sitzt fest im Sattel. Das wiurde mehrfach betont. Der Sportchef gewertschätzt im ganzen Klub.
Die Diskussion passt aber nicht in diesem Thread.
Wie immer ganz tolle Folge. Respekt auch für das Engament so schnell nach dem Spiel eine Folge zu liefern
Tausend Dank
Ich gehe auch (wie nahezu immer) mit euch Konform. Bei der Schiedsrichterkritik jedoch bin ich dann doch etwas irritiert zurück geblieben. Ich bin ja auch weit entfernt davon die Fehler des Schiedsrichters als hauptanalyse Punkt zu nehmen oder als Ausreden zu nutzen. Das Argument man müsse auch immer bedenken das die Situationen unabhängig vom Pfiff des Schiedsrichters zu den eigenen Gunsten lösen bzw. die Tore verteidigen ist finde ich auch vollkommen richtig. Die Einordnung der Schiedsrichterleistung aber dann mit “man könne die Aufregung von Real" schon verstehen weil die zweite gelbe zu hart war” zu beenden fand ich aber nicht so gut. Mir suggeriert das dann doch zu sehr Bayern müsse einfach besser spielen während Real hat der Schiedsrichter geschadet als Abschluss ausreicht. Denn auch hier muss man ins Feld führen das Real durchaus in der Lage gewesen wäre im Anschluss das Spiel besser zu beenden und hinzu kommt das man die Szene auch einfach hätte vermeiden können in dem man den Ball liegen lässt. Wenn also auf der einen Seite zwei sehr klare Fehlentscheidungen gegen Bayern “nicht so sehr ins Gewicht fallen dürfen” und man darf sich darüber jetzt auch eigentlich nicht aufregen darf obwohl diese Anteil an einem Gegentor hatten, dann darf nicht bei einer harten aber im Vergleich zu den Bayernszenen nicht falschen Entscheidung Gelb-Roten Karte der Anschein erzeugt werden man müsse doch nachvollziehen können das sich Real benachteiligt fühlt.
In meinen Augen sind derartige Fehler auf diesem Niveau (und ich bin vollkommen bei Justin wenn er sagt vor allem die Linie in der ersten Hälfte war nicht gut) einfach nicht gut. Der Schiedsrichter hat ein sehr sehr schlechtes Spiel gemacht und Bayern nicht etwa nutz Nieser sondern eher leidtragend davon.
Das ist aber nur meine ganz subjektive Wahrnehmung. Sowohl des Podcasts als auch der Szenen auf dem Feld und ich fühle mich wirklich nicht wichtig genug das Ihr das als Kritik verstehen sollt Ich habe nur gerade Zeit und Lust etwas dazu zu sagen ![]()
Ich freue mich auf die nächsten Folgen und wünsche euch bis dahin viel Spass.
Beste Grüße ![]()
Du hast recht, das passt nur bedingt in diesen Thread, aber eine Frage hätte ich schon noch: sollte es für einen europäischen Topklubs das oberste Kriterium sein, dass sich die Führungsebene gut versteht oder wäre es nicht auch möglich, dass das beste Ergebnis dann entsteht, wenn statt Friede, Freude, Eierkuchen gelegentlich harte Diskussionen um die Sache geführt werden? So wie jahrzehntelang zwischen Hoeneß und Rummenigge?
Und der aktuelle Zustand ist definitiv unter Mitwirkung von Eberl entstanden, wenn man den jetzt entfernt und z.B. Freund zum Sportvorstand machen würde, ist ja keineswegs garantiert, dass dann weiterhin die Entscheidungen sitzen. Ich darf daran erinnern, dass das Duo Freund/Dreesen mit Unterstützung der “Task Force” so geniale Verpflichtungen wie Palhinha, Boey oder Zaragoza in die Wege geleitet hat …
Also ob das wirklich so ist, wissen wir nicht genau. Und umgekehrt wird auch kein Schuh draus. Mit Brazzo hat man vermutlich „gekonnt“. Und?
Und überhaupt, wer muss denn zusammenarbeiten? Der AR ist meines Erachtens da etwas außen vor. Zusammenarbeiten müssen Dreesen, Eberl und Freund sowie die Teammitglieder auf den darunterliegenden Ebenen.
Also hier muss man bitte schon genau schauen was das Beste für den Verein ist, unabhängig von persönlichen Animositäten.
Der CEO passt zum AR.
Solange der eV mit dem AR zufrieden ist, wird sich vom mindset her nichts ändern. Dh es bleibt beim „das haben wir schon immer so gemacht“.
Offensichtlich hat Eberl neue, innovativere Ansetze und Vorstellungen „sportlich“ „strategisch“ „pro-aktiv“.
Daher ist es sehr gut möglich dass er trotz Triple+ keinen weiteren Vertrag erhält.
Ich würde das bedauern. Dennoch nachvollziehbar auf o.g. Grundlage.
Die Annahme kann man doch auch umdrehen. Wie kommt man auf die Idee, Eberl zu unterstellen, dass alles fein ist und er gut mit allen zurechtkommt? Ich habe das Gefühl, manchmal werden ziemlich schwerwiegende Indizien ignoriert. Ein weiteres war zuletzt ja der Vorwurf, er könne nicht mehr mit Freund. Und das ist dann schon ein ziemlich schwerer Faktor. Dazu die Personalentscheidungen am Campus, die von Eberl kamen und gerade sukzessive zurückgebaut werden. Das Transferhickhack bei verschiedenen Spielern, wovon einige seiner Wunschspieler abgelehnt wurden. Die Frage danach, wie viel Plan hinter dem aktuellen Weg stehen kann, wenn mindestens zwei Hauptprotagonisten durch große Zufälle kamen und ein kleiner Teilprotagonist den Verein wegen mangelnder Perspektive schon verlassen wollte. Dazu die finanziellen Themen, die einen Interessenkonflikt als Hintergrund haben, der normal ist. Aber wenn Eberl tatsächlich etwas leichtsinnig mit dem Budget umgeht, dann ist das ein valider Kritikpunkt.
Ich sage nicht, dass all das zu einhundertprozent stimmt, aber es ist zu erahnen, dass da viel Wahrheit mit drin steckt. Und dann kannst du, wenn dein Verein professionell und gut geführt wird, nicht sagen: Es läuft doch sportlich gerade so gut, lasst uns unbedingt die Harmonie halten. Weil dann fährst du deinen Klub vor die Wand und wartest nur darauf, dass die nächsten Entscheidungen nicht ganz so glücklich laufen wie die aktuellen. Zur Führung eines Klubs gehören auch unpopuläre und harte Entscheidungen. Das hat dann nicht immer etwas damit zu tun, dass jemand ein persönliches Problem hat. Auch wenn das nie auszuschließen ist. De facto kommt mir Eberl in vielen Beiträgen hier im Forum aber konsequent zu gut weg, während der AR so dargestellt wird, als wären das alles launische Diven, die den Verein zerstören wollen.
Hört sich fast danach an als wüsstest du mehr als du hier und jetzt verraten möchtest ![]()
Was heißt schon wissen. Ich arbeite in einer Branche, in der viel erzählt wird und in der sich auch viel erzählt wird, das sich am Ende nicht als wahr herausstellt. Aber natürlich “höre” ich in dieser Branche mehr als das, was geschrieben wird.
Am Ende will ich mich da gar nicht positionieren, auch wenn der Beitrag so klingt. Ich kann gut damit leben, wenn man mit Eberl weitermacht. Aber jetzt gerade ist der Zeitpunkt, wo man das als FC Bayern evaluieren muss. Es gäbe nichts Schlimmeres in der Causa, als mit ihm ins letzte Vertragsjahr zu gehen und nicht zu wissen, wie es weitergeht. Also muss man genau jetzt entscheiden, ob eine Verlängerung sinnvoll ist. Und wenn einige Punkte dagegen sprechen (die gibt es mMn) und der Klub sagt: Die wiegen uns zu schwer, dann kann ich das auch nachvollziehen und dann ist das etwas, was man von außen (da zähle ich mich auch dazu, ich bin kein “Insider”) nicht so einfach verstehen kann, was bei etwas genauerer Betrachtung aber durchaus Sinn ergeben kann. Denn nur auf den sportlichen Erfolg und die Ruhe gerade zu blicken und dann zu sagen: Läuft doch, was machen die da? Ist mir zu simpel.
Du erwartest also eine Entscheidung bzgl. Eberl nach dieser Saison?
Solange man noch im DFB-Pokal und in der CL dabei ist, wird man dieses Fass hoffentlich nicht aufmachen.
Eine Entscheidung im Sommer, ja. Die Entscheidung kann auch direkt nach dem Transferfenster fallen. Ein letztes Mal noch zu Ende bringen, was er jetzt angefangen hat, dann Entscheidung verkünden: Entweder langsamer Übergang im letzten Vertragsjahr als Lame Duck oder sofortiger Wechsel. Oder eben Verlängerung.
Alles andere wäre für die Planungen Gift. Denn de facto beginnt die Planung für den Sommer bereits im Spätherbst/Winter. Vorher muss dir klar sein, wie deine sportliche Leitung aussieht.
Den Punkt der Unruhe sehe ich nicht unbedingt. Denn die Diskussionen laufen intern ohnehin jetzt gerade schon. Das läuft ja alles parallel und jetzt gerade müssen sowohl die sportliche Leitung als auch der AR sich mit Themen beschäftigen, die mit dem “Jetzt” auf dem Platz nichts zu tun haben. Zurücklehnen ist da nicht. Entsprechend gibt es auch immer die Gefahr, dass Dinge durchgestochen werden.
Was mir in der Diskussion fehlt, ist die Komponente “Nachfolge von Uli Hoeneß ( und KH Rummenigge). Nach dem missglückten Versuch mit Kahn und Brazzo läuft doch aktuell die Variante Dreesen plus Eberl, wenn ich das richtig sehe. Wenn man da jetzt erneut die Reißleine zieht, schiebt sich der Zeitpunkt X (Ablösung UH / KHR) erneut ein paar Jahre in die Zukunft.
Das würde man doch nur tun, wenn entweder die Fehler von Eberl wirklich gravierend sind, oder wenn man Platz frei machen will für einen Ex-Profi - was weiß ich, Philipp Lahm als Sportvorstand oder Thomas Müller als Sportdirektor … gibt’s dazu irgendwelche Gerüchte !?
Also Eberl nicht zu verlängern und ihn dann bis Vertragsende weiter zu beschäftigen, kann ich mir nicht vorstellen. Welche Motivation hätte er denn, alles für den Club zu geben. Und warum sollte er dann noch gute Entscheidungen treffen, wenn er genau weiß, dass er in der nächsten Saison woanders arbeiten wird?