Veröffentlicht unter: FC Bayern Frauen: Umbruch mit Nebengeräuschen?
Die FC Bayern Frauen spielen bis auf wenige Ausnahmen eine starke Saison. Trotzdem gibt es Fanärger gegen den Trainer. Wir ziehen ein Zwischenfazit. Katharina Naschenweng verlängert ihren Vertrag MSR423: Bayern sieht den Wald vor lauter Baum nicht „Ich darf kein Update geben“: Verlässt Tuva Hansen den FC Bayern? Die Situation bei den FC Bayern Frauen ist paradox. Einerseits spielen sie guten Fußball und liefern meist starke Ergebnisse. Auf der anderen Seite gibt es eine Identitätskrise bei einigen Fans, die sich gegen den Trainer positionieren. KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! Wir schauen auf das Spiel gegen Leipzig,…
Was soll diese provokante Titelzeile? Barcala ist ein super Trainer…tausendmal besser als Strauss. Zeig mir die Fans die gegen den Trainer sind…das ist doch blödsinn…dass Spielerinnen wie Tuve oder Simon gehen müssen ist normal…Hauptsache Tanikawa ist Stammspielerin unter ihm und hat verlängert….sie ist die Zukunft für Bayern…wer das nicht kapiert hat null Ahnung
Stabiler Einstieg ins Forum. Ich mag deine sachliche und friedliche Art…
Trotzdem: Willkommen!
Werte/r @danny ; zuerst auch von meiner Seite ein Herzliches Willkommen in der Kurve!
In der Regel versuchen wir hier, sachlich und im freundlichen Tonfall miteinander zu diskutieren (das gelingt nicht immer, aber wir bemühen uns). Wenn du in zukünftigen Beiträgen also auf Formulierungen wie „das ist doch Blödsinn“ oder „wer das nicht kapiert, hat Null Ahnung“ verzichten würdest und stattdessen deinen gerne konträren Standpunkt etwas sachlicher darlegen könntest, wäre das sehr freundlich.
Vielen Dank!
Toller Podcast - vielen Dank!
Fand es auch einen sehr angenehmen und tollen Podcast und Irina hat ein gutes Debüt gefeiert.
Auf die Folge hat es sich definitiv gelohnt zu warten! Tolles Ding!
Ich finde die Folge auch ziemlich gut und kann mit vielen Takes zum Kader durchaus mitgehen.
Hätte ich vorab gar nicht unbedingt erwartet.
Ich finde gut, dass diese Fixierung auf einzelne Spielerinnen angesprochen wurde. Ist keine angenehme Entwicklung.
Ach danny, du bist gefühlt überall zu finden und gibst mehr oder weniger dieselben Botschaften von dir. Tanikawa hat mich mit ihrem spektakulären Tor bei den Olympischen Spielen und ihrem Auftritt im SheBelieves Cup zum großen Fan gemacht und mich überhaupt erst zu den Bayern Frauen gebracht. Allerdings kann man Spielerinnen auch unterstützen ohne gleich eine fragwürdige Obsession zu entwickeln.
Im gleichen Atemzug sind auch die Hasskommentare gegenüber Barcala scharf zu verurteilen. Ich hoffe, dass Trainer und Verantwortliche dies mehr oder weniger locker und professionell wegstecken können. Meine Vermutung ist, dass es sich eher um eine kleine, aber sehr laute Minderheit handelt, da es immer dieselben Accounts sind, die Stunk machen.
Vielen Dank für euren Podcast und eure Einschätzungen. Vielleicht liegt hier nur eine Namensverwechslung vor, aber Irina ist mir unter diversen Kommentarbereichen bei Social Media bereits als glühende Dallmann-Verehrerin aufgefallen
umso angenehmer empfand ich, dass sie hier sehr nüchtern und emotionslos über Dallmanns Zukunft diskutiert hat. Genauso sollte es nämlich bei Fans einzelner Spielerinnen sein.
Wenn schon Bayerns Zukunft und diverse Abgänge angesprochen werden, dann bereitet mir Alara momentan ein wenig Kopfzerbrechen. Sie ist zwar noch sehr jung, das stimmt, aber gefühlt auch schon eine Ewigkeit die “12. Frau”, die eigentlich zu gut für die Bank ist und (derzeit) nicht gut genug für die Startelf. Ihre Situation hat sich unter Barcala nicht zwingend gebessert, eher im Gegenteil. Sie hat zwar bereits sehr wichtige Tore in dieser Saison geschossen, allerdings hat dies eine Lea Schüller ebenso…ich denke, die 10er Position, in der sie wahrscheinlich am besten aufgehoben wäre, ist durch Tanikawa und Harder vorerst blockiert, da beide in einer unbestechlichen Form sind und Bayerns gesamte Offensivkraft um diese beiden herum + Bühl als Offensivlokomotive gestrickt ist. Rechtsaußen kann sie ihre Stärken nicht im selben Maße ausspielen und dort macht Dallmann einfach einen sehr guten Job, selbst wenn es nicht ihre Position ist. Sie ackert unheimlich viel in der Offensive und Defensive, harmoniert gut mit ihren Mitspielerinnen auf dem Feld und zeigt meiner Meinung nach (nicht immer aber) regelmäßig, warum Barcala ihr zurecht das Vertrauen ausspricht. Aber dann ist die Frage, ob Bayern/Barcala überhaupt eine langfristige Strategie für Alara hat und wie lange sie sich mit der Rolle eines Edeljokers abfinden mag. Gerade als junge Spielerin bräuchte sie dringend Spielzeit, um sich überhaupt weiterentwickeln zu können. Und sollte Bayern seine Champions League-Ambitionen wirklich ernst nehmen, dann sollten sie ohnehin über eine klassische Rechtsaußenstürmerin nachdenken, was Alaras Situation nur weiter verschärft. Ich bin hier sehr gespannt, was die Zukunft bringt.
Also ich verstehe, wenn du damit aussagen willst, das man als Fan einzelner Spieler nicht
über reagieren sollte. Aber emotionslos?
Ja, ich gebe dir recht. “Emotionslos” ist das falsche Wort und ich hätte es eher als “sachlich” bezeichnen sollen. Emotionen gehören immer zum Fußball und allgemein zum Fan-sein dazu. Dass man sehr enttäuscht ist, wenn die Lieblingsspielerin den Lieblingsclub verlässt, ist ja mehr als nachvollziehbar.
Im Podcast wurde gesagt, dass das jetzt eher ein Problem bei den Frauen ist, ich glaube aber, dass es generell im Fußball, insbesondere bei den jüngeren Fans einfach einen Shift gibt vom Vereinsfans zum Spielerfan. Und wenn man darüber nachdenkt, dann sit das eigentlich auch vollkommen logisch, weil die besten SpielerInnen oft eine viel größere Reichweite (insbesondere durch Social Media) haben als die Vereine selbst, in denen sie spielen. Tanikawa kennen zum Beispiel in Japan sehr viele, Bayern selbst eher weniger. Ähnliches kann man wahrscheinlich zu Bühl, Harder oder Stanway auch sagen. Zudem kann man SpielerInnen viel leichter verfolgen als ganze Mannschaften. Spiele der Mannschaften kann man meistens nur in einem Bezahlabo verfolgen, Social Media mit den Highlights einelzelner Spielerinnen sind kostenlos und werden häufig geteilt. Natürlich sind die Vereine selbst auch auf Social Media, haben aber eben viel weniger Reichweite. Und dann findet der erste Kontakt mit einem Verein auch eher über die Spielerin statt und nicht weil man Mal als Kind im Stadion war. Und dann folgen viele Fans auch eher dem/der SpielerIn als bei dem Verein zu bleiben.
Sehr deutlich ist das auch bei Ronaldo, Messi und so weiter zu sehen.
Das von dir beschriebene ist sicherlich richtig.
Es gibt aber gerade bei weiblichen Sportlerinnen auch immer unangenehme Versionen dieser “Fan-Liebe”. Das ist in den letzten Jahren auf jeden Fall im FF mehr geworden. Da möchte ich nicht mit den Spielerinnen tauschen.
Das verstehe ich, da gibt es sicherlich auch parasoziale Beziehungen und vielleicht so etwas wie Verliebtheit und dann verteidigt man die Spielerin auch vehement gegen alles, auch gegen konstruktive Kritik.
Ich stimme den Ausführungen hier zu, insbesondere den Einfluss durch Social Media. Generell ist das Thema auch gut nachvollziehbar, denn auch wir haben doch in unserer Jugend LieblingsspielerInnen gehabt, die wir bewundert haben oder die uns in Erstaunen versetzt haben. Das Beispiel Tanikawa ist im Hinblick auf japanische Fans natürlich ein Extrembeispiel, denn fast die komplette japanische Nationalmannschaft spielt im Ausland. (Junge) japanische Fußballfans, die nach Identifikationsfiguren und Vorbildern suchen und diese innerhalb der Nationalmannschaft finden, wo einfach nun mal die besten SpielerInnen spielen, werden zwangsläufig eher SpielerInnen-Fans, die ihren Stars folgen, als Fans von ausländischen Vereinen, zu denen sie keine emotionale Bindung haben. Die wenigsten Tanikawa-Fans werden jemals ein Bayern-Stadion von innen sehen. Diese Entwicklung ist in Deutschland und bzgl. der deutschen Nationalspielerinnen noch nicht so krass (aber mag sich mit zunehmender Attraktivität der englischen WSL ggf. auch mehr dahin entwickeln? Wer weiß das schon).
Ich finde es auch überhaupt nicht verwerflich eine größere Bindung zu einem Topspieler als einem Verein zu haben. Für mich hat es sogar etwas spannendes über einen Spieler unterschiedliche Vereine kennenzulernen.
Problematisch wird das ganze nur dann, wenn die parasoziale Beziehung zum Fußballstar in toxischem Verhalten ausartet und dann Trainerstab, Verein, etc. verspottet oder sogar übelst beschimpft werden.
Und überraschenderweise fallen mir hierbei weniger offensichtlich jüngere Fans dumm auf als vielmehr ältere Semester, wie man anhand von Profilbild oder “altmodischem” Namen (sorry, soll keine Pauschalisierung sein
) erahnen kann, die sich benehmen wie 12-jährige Internettrolle.
Danke für das Feedback, auch zu meinem ersten Einsatz im Podcast. ![]()
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Irina hat im Podcast ja die Möglichkeit angesprochen, Alara mal auf der Sechs agieren zu lassen. ich fände das auch gar nicht so übel. Für mich muss Alara zwingend zentral agieren. Je mehr Ballkontakte, desto besser. Vielleicht täte das ihrer Entwicklung sogar gut hinsichtlich Zweikampfverhalten und Spielverständnis.
Unabhängig davon ist Alara für mich eine Schlüsselspielerin der nächsten Jahre. Falls, was ich befürchte, Klara Bühl doch demnächst dem Werben von Barca oder sonstwem nachgeben sollte, könnte man aus der Not eine Tugend machen und unser linkslastiges Spiel mit mehr Zentrumsfokus versehen: warum nicht mal mit zwei Zehnerinnen agieren, sprich Tanikawa und Alara nebeneinander? Dann muss auch keine der vielleicht besten Technikerinnen, die wir haben, auf der Bank sitzen. Ich würde das wirklich gern einmal sehen. Zumindest, wenn wir Bühl nicht mehr haben.
Ich kann mich nicht an die konkreten Spiele erinnern, aber zeitweise hatte Alara unter Barcala auch schon einige Minuten auf der 6 bekommen. Warum man dies nicht konsequent weitergeführt hatte, darüber lässt sich nur spekulieren. Die einfachste und vielleicht enttäuschendste Antwort könnte lauten: weil das Trainerteam die übrigen 6er besser findet.
Mir ging es in dem Post auch garnicht so sehr darum, die Qualität einer Alara zu beurteilen. Und wenn sich zukünftig über Bühl-Abgang, Taktikänderungen, vielleicht Trainer-Wechsel, usw. eine neue Chance für Alara ergibt, dann umso besser für sie.
Ich möchte keinerlei Anti-Barcala-Diskussion starten, denn davon muss ich schon genug auf Social Media lesen
er macht auf mich nur den Eindruck, dass er selbst nicht so recht weiß, was er eigentlich mit ihr machen soll. Er erkennt mit Sicherheit, dass er da einen ungeschliffenen Diamanten vor sich hat, aber der Geistesblitz, wie er sie am besten in das Teamgefüge hinein bekommt, der fehlt ihm noch. Deswegen ist sie “nur” einer seiner bevorzugten Joker, denn sie ist flexibel und kann auf mehren Positionen helfen. Aber sie kann auch nur besser werden und überhaupt eine Chance bekommen, einen Stammplatz zu ergattern, wenn sie auch Spielzeit erhält.
Ich möchte nicht das unpopuläre Wort “Leihe” in den Mund nehmen, aber eine halbe oder ganze Saison in einem anderen Team, bei dem sie nicht nur regelmäßig spielen sondern ggf. auch eine Führungsrolle einnehmen kann, könnte ihrem Werdegang mehr helfen als nur auf der Bank auf Einsatzzeit zu warten. Aber das nur als Idee am Rande, falls sich an ihrer derzeitigen Situation nichts ändert.
Barcala ist aber eigentlich schon ein Freund von Flügelspielern in seinem Spiel. Die Linkslässigkeit kommt ja daher daher, dass es eben nur Bühl gibt und keine gute RA. Die Lösung des Problems ist da mMn aber nicht, komplett auf Flügelspieler zu verzichten. Grundsätzlich ist das System mit mehr Zentrumsfokus aber natürlich schon sinnvolle bei so vielen guten Zehnerrn im Kader.
Natürlich will ich nicht auf Flügelspielerinnen verzichten - ich sprach ja nur von einem stärkeren Zentrumsfokus. Und eben nur dann, wenn uns Bühl tatsächlich mal verlassen würde. Ich hielte es in diesem Fall für extrem wahrscheinlich, dass wir uns qualitativ auf dem Flügel verschlechtern, selbst wenn wir positionsgetreuen Ersatz verpflichten, aber das versteht sich bei der Klasse von Bühl fast von selbst. Barcala wäre also in dem Fall so oder so fast gezwungen, das System unabhängig seiner Vorlieben anzupassen. Und wie Du sagst: bei so vielen technisch ausgeprägten 10er-Veranlagungen bietet sich halt an, so viel davon wie möglich mal in eine Elf zu packen.