MSR318: Tuchels Wagenburg

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Der FC Bayern München steht vor dem Rückrundenstart. Themen gibt es trotz ungewöhnlich langer Pause zwischen dem letzte und dem nächsten Spiel einige. Vom Transfermarkt bis zu einem neuen Sportvorstand. Franz Beckenbauer: Erinnerungen an den KaiserRoundtable zum Rückrundenstart des FC BayernUnterstütze unsere Arbeit jetzt bei Patreon! Doch der Reihe nach.…

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Die Veröffentlichungsdichte ist gerade wirklich enorm. Man kommt ja kaum noch mit dem hören und lesen hinterher. :slightly_smiling_face:
Schön, dass wir mit Andi einen waschechten Bayernfan dazu gewonnen haben.
Das muss wohl nicht sein, hilft aber enorm. Zumindest wenn man für einen Bayern-Blog schreibt.

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Als Anspruch der Nummer 1 Bayern Blog zu sein, sollten mMn auch überwiegend waschechte Bayern Fans hier schreiben, natürlich auch sehr selbstkritisch.

@andiplatzwart
Willkommen und schöner Einstieg

Ps schönes MSR Feuerwerk !!!

PPS
Ihr solltet anfangen bei der Analyse von Transfers die FFP Situation zu berücksichtigen.
Denn dann könnte man erwähnen, dass Newcastle am Limit ist, und die saudischen Eigentümer eben nicht einfach so nachschiessen können. Der CEO sogar selbst gesagt hat, dass man Spieler abgeben muss um den Kader auffrischen zu können. Unabhängig davon ob man nun an Trippier wirklich interessiert ist oder nicht.

PPPS

Die Überlegung man macht bei einem möglichen Kauf Frimpong für 40 Mio und einen Verkauf von Davies nur dann ein „plus“, wenn man für ihn über 40 Mio bekäme ist falsch.
Davies ist im Sommer in den Büchern voll abgeschrieben, dh auch wenn man ihn nur für 10 mio verkaufen würde, würde man ein „Plus“ von 10 Mio realisieren, oder bei 50 Mio wären es 50 Mio!

PPPPS
Georgs Ausführungen zu Eberl empfinde ich als unwürdig.

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Ich würde den Beitrag von @georg zu Eberl vielleicht nicht als „unwürdig“ bezeichnen, im Kern verstehe ich deine Kritik an der Äußerung zu Eberl aber durchaus und teile sie auch zumindest in gewisser Weise.

Eberl hat über viele Jahre (und das hat @georg ja auch wirklich deutlich zum Ausdruck gebracht) einen sehr guten Job in Gladbach abgeliefert. Gen Ende seiner Amtszeit wurde sehr klar, dass es ihm zuviel wurde - er hat sich schon vor seinem Ausscheiden schon einmal eine kurze Auszeit nehmen müssen und wurde dann mehr oder weniger überredet, weiterzumachen. Die Konsequenz war dann sein (öffentlich sichtbarer) Burnout. Wer diese PK als halbwegs empathischer Mensch verfolgt hat, der hat gesehen, dass dort jemand auf der medialen Bühne steht, der der Aufgabe schlicht nicht mehr gewachsen ist. Ich kenne leider in meinem privaten Umfeld ähnliche (nicht-öffentliche) Fälle, und ich habe die PK wirklich mit einem Kloß im Hals verfolgt (der Gladbacher Präsident Königs ist bei mir seitdem übrigens wirklich komplett durch). Das war keine Schauspielerei und kein Wegstreiken a la Dembele, das war schlicht ein Mensch am Ende seiner Kräfte.

Mit guter psychologischer Betreuung kann man zum Glück solche Phasen überwinden, das hat Eberl offensichtlich geschafft. Was man aber meiner Meinung nach durchaus kritisch sehen kann, wenn man so will: Eberl hat das Konstrukt RB lange kritisiert, wechselt dann ausgerechnet dorthin und lässt sich, zumindest nach dem, was man mitbekommt, nicht wirklich darauf ein, sondern liebäugelt zumindest immer etwas in Richtung Bayern (fehlendes Commitment usw.). Das geht dann eher in die Richtung, die @georg meinte, denke ich.

Ich freue mich wirklich, dass Max Eberl jetzt den Sportvorstand übernehmen wird - ich denke, er kann den Posten in einem größeren Team als in Gladbach mit z. B. Freund als Sportdirektor gut ausfüllen. Ich wünsche ihm alles Gute - vor allem Gesundheit (auch mentale).

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Hat er das wirklich?

Denke eher es ist der vorgefertigte anti Red Bull Komplex den einige an den Tag legen, und dabei jede Nüchternheit vergessen.

Red Bull ist eine hoch professionelle Firma die auch im Sport und Sportmanagement höchst professionell arbeiten (offensichtlich weil man nach klaren Prinzipien handelt). Erst in der F1 dann im Fußball etc.

Mintzlaff ist das brain der Fußball Strategie, jetzt CEO der gesamten Gruppe, der wollte Eberl unbedingt verpflichten, hat ihn nach den eigenen harten Anforderungskriterien ausgewählt. Dieses beharrliche Werben um Eberl, gleichzeitig die Stelle nicht zu besetzen, macht er nicht weil er irgendeine Idee hat, sondern weil RB ihn als den besten auserkoren hat.

Wenn der FCB ruft, insbesondere wenn er das zweite mal ruft, sagt man nicht nein. Das ist eben so, auch bei Fußballern .

Ich verweise hier auf diesen Artikel:

Das Konstrukt hat er schon sehr deutlich kritisiert.

Auch hier: „Was mich an RB stört, ist dieses Geschiebe von Spielern von Salzburg nach Leipzig und von Leipzig nach Salzburg. Das hat für mich einen faden Beigeschmack, weil sie im Grunde zwei Kader haben“, sagte der 48-Jährige damals. (Sport1)

Wie sehr man das jetzt alles auf die Goldwaage legen muss, sei aber dahingestellt. Ich reibe mich daran weniger als andere, weil es auf diesen Positionen nicht um Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit geht (im Verkauf nach außen), sondern darum, die (richtigen) Leute auf seine Seite zu bringen. Eberl hat oft polarisiert, hatte aber in vielen Fällen die „richtigen“ Leute an seiner Seite.

Nicht falsch verstehen: Ich finde auch, dass der Wechsel zu RaBa einen faden Beigeschmack hatte. Aus ganz vielen verschiedenen Perspektiven. Aber alte Aussagen aufzuwiegen ist für mich müßig. Keinen in diesem Geschäft juckt es, was 2017 gesagt wurde.

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Nein das „Konstrukt“ an sich hat er nicht kritisiert, sondern, dass RB ja quasi zwei Teams / Clubs im europäischen Wettbewerb hat, und natürlich, auch mit den anderen RB Clubs andere Möglichkeiten (wie Spieler untereinander zu verleihen zu verkaufen). Das MCO ist aber nicht verboten, und RB war das Vorbild nicht nur für CityFootballGroup sondern viele andere, die das ähnlich aufgezogen haben.

Übrigens war auch da die Blaupause in der F1, ein Team wo man Talente einsetzt und fördert, das andere das absolut beste Team.

Persönlich würde ich die Teilnahme von zwei Clubs des gleichen Eigentümers im gleichen Wettbewerb ausschließen (CL), aber nicht MCO.

Übrigens hat Eberl ja nach eigenen Worten nicht nur kritisiert, sondern auch das gesagt.

Im Interview mit dem kicker wollte Eberl seine frühere Aussagen gerade rücken: „Natürlich hatte ich damals auch polemisch agiert, weil ich mit meinem Verein nicht die Möglichkeiten hatte wie Leipzig, und dass ich damals mit meinem Klub gegen die anderen gefightet habe, mag mir zugestanden werden.“

Gleichwohl, das betonte der 49-Jährige ebenfalls, habe er in der Vergangenheit nicht nur Kritik an den Roten Bullen geübt, sondern „auch immer wieder anerkennend über RB gesprochen und betont, dass man in Leipzig nicht nur Geld hat, sondern damit auch Großartiges leistet“. Es seien „hier extrem viele gute Entscheidungen getroffen“ worden, lobte Eberl seine Vorgänger.

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Und das ist keine Kritik am „Konstrukt“? :roll_eyes:. Also bitte…

Ps

Momentan spielt Girona eine exzellente Saison in LaLiga. Viele schwärmen. Die gehören zur CFG, da spielen enorm viele Spieler aus dem Umfeld der CFG.

Letzte Saison hat Union St Gilloise eine brillante Saison gespielt, zweimal Union auseinander genommen. Da hat jeder geschwärmt, auch von Bonifacius. Mit keinem Wort hat man negativ über das Konstrukt / MCO gesprochen, Tony Bloom, der größte Punter im Geschäft dem auch BHA gehört, über die und dessen Trainer deZerbi auch so viele schwärmen.

Auch einige deutsche jetzt weil deZerbi Pascal Groß im hohen Alter gutes Pass und Positionsspiel beigebracht hat.

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„RB Leipzig braucht scheinbar kein Geld einzunehmen. Das zeigt ja schon ein einfacher Blick auf das Transferdefizit der vergangenen vier Jahre: RB gab, wie man hören konnte, etwa 150 Millionen Euro für Spieler aus und nahm im Gegenzug kaum etwas ein.“

Verschaukelt fühlte er sich dabei aber nicht. „Ich möchte nur, dass die verschiedenen Ausgangssituationen der Klubs in der Öffentlichkeit registriert werden. Wir können es uns nicht leisten, ein 75-Millionen-Euro-Angebot abzulehnen, wie übrigens ganz viele andere Vereine in der Bundesliga auch nicht. Leipzig scheinbar schon“, so Eberl.

Das Fanprojekt in Gladbach behauptete zudem, dass Eberl RB immer als künstliches Konstrukt bezeichnet habe.

Kann man in alle Richtungen deuten. Von scharfer Kritik am Konstrukt bis „na ja, ihm gings da nur darum, aufzuzeigen, dass Gladbach einfach andere Ausgangsbedingungen hat“ geht mMn alles. Insofern, was ich auch oben schon schrieb, würde ich in kein Extrem zu viel reindeuten. Verstehe da aber alle, die sich verschaukelt vorkommen/vorkamen.

Transferbilanz RBL
Sieht nun nicht so schlecht aus

Davon abgesehen, hätte BMG sich ja einen richtigen Investor ins Haus holen können. Ist sogar mit diesem unsäglichen 50+1 möglich.

Also das „Konstrukt“ ist für Dich nur, dass RB zwei Teams hat?
Unter „Konstrukt“ bzw Kritik an dessen habe ich immer verstanden, dass damit die Art und Weise der „Errichtung“, das Management, das Werbeprodukt gemeint war?

Ganz ehrlich: mir ging es in meinem ersten Beitrag um etwas ganz anderes. Vielleicht oben noch mal durchlesen. Schönen Abend noch.

Ich hätte ja fast gesagt, dass das Haarspalterei ist, aber es ist nicht einmal das. Es ist schlichtweg falsch.

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danke für eure arbeit! nach einigen monaten wo es eher schleppend voran ging freue ich mich das ihr soviele menschen begeistern konntet sich hier am blog zu beteiligen! meine unterstützung per überweisung habt ihr sicher!

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Ich bastel noch an ein paar Details für die Seite. Montag sollte es dann endlich losgehen.

Vielen Dank!

Interessante Gedanken zur Wagenburg - der FC Bayern wird zu einem verschworenen Haufen? Warum nicht.

Drei Aspekte könnte man noch berücksichtigen, die für Eure These sprechen:

Tuchel war Trainer in den drei größten Ländern Europas und darunter in der wettbewerbsstärksten Fußball-Liga der Welt. Er musste recht schnell lernen, sich diplomatisch auszudrücken und weiß inzwischen, wie er Spieler und Verein vor üblichen medialen Schemata schützen kann. Ja, er ist teilweise immer noch dünnhäutig. Aber im Vergleich zu manchen BL-Trainern, die nie einen Schritt außerhalb ihrer Gemeinde gemacht haben (und hierzulande teilweise vergöttert werden), ist Tuchel für sein Alter eigentlich schon ein junger Weltbürger. Ein Trainer mit internationaler Erfahrung hat dem FC Bayern historisch auch immer sehr gut getan. Der Verein wird von Tuchels interkultureller Erfahrung langfristig profitieren, solange die sportlichen Erfolge stimmen.

Ein weiterer Aspekt, den @Georg mit angesprochen hat: ich glaube die Rückkehr von Manuel Neuer gibt der Mannschaft eine Stabilität zurück, die viele unterschätzt haben. Auch ich war einer der Befürworter, Neuer schrittweise abzulösen, als er sich so schwer verletzte. Inzwischen bin ich der Meinung, dass die fehlende Hierarchie innerhalb der Mannschaft ein Kernproblem vergangene Saison war. Neuer als Kapitän und der mit Abstand erfahrenste Spieler der Liga (und Europas) tut der Mannschaft auf dem Platz und neben dem Platz (offenbar) sehr gut.

Ein dritter Punkt ist Harry Kane. Die Schlüsselposition Mittelstürmer ist seit August bestmöglich besetzt und mit Neuer und Kane sind beide Ecken der Startelf klar abgesteckt. Sämtliche Kader- und Positionsdiskussionen die damit einhergehen und für Unruhe sorgen, fallen diese Saison weg. Dadurch ergibt sich nicht nur eine innere Stabiltät sondern automatisch mehr Hierarchie, denn auch von der Person her ist Kane ein Superstar zu dem man aufschaut. Das alles hilft sicherlich, den Verein zusammenzuschweißen. Die Verpflichtungen von DeLigt und Kim die beides Vollprofis sind, ging ja auch in diese Richtung.

Zum Schluss möchte ich noch etwas zu Hausmitteilung loswerden: ich kam damals zu MSR, weil er vor allem ein Taktikblog war. Er ermöglichte Einsichten, die man sonst nicht bekam (vor allem nicht im Pay-TV). @justin pre- und post-game Analysen waren legendär. Dazu kamen immer wieder interessante Extras zu finanziellen Themen. Aus meiner Sicht hat sich MSR die letzte Zeit davon etwas entfernt. Gründe gibt es viele (die Politisierung und damit verbundenen Grabenkämpfe sind eines). Ich würde mich freuen, wenn Taktik, Sport und Finanzen wieder etwas stärker in den Mittelpunkt rücken und hoffe, die neuen Autoren tragen dazu bei.

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Danke. Ich möchte nur eine Sache klarstellen: Politisierung oder Grabenkämpfe hatten nichts damit zu tun, dass es weniger (tiefe) Taktikanalysen gab. Viel mehr war das große Problem, dass ich über Jahre einen recht großen Teil dieses contents übernahm. Dann arbeitete ich hauptberuflich für andere Medien. Ich hatte schlicht keine Zeit mehr.

Da sind wir auch wieder beim Thema Hausmitteilung: Je mehr Leute sich dazu entscheiden, uns zu unterstützen, desto mehr werde ich in der Lage sein, noch mehr Zeit in Miasanrot zu stecken.

Es steht auf jeden Fall auf meiner Agenda, wieder mehr tiefere Taktikanalysen zu schreiben. Der Nachbericht zu Hoffenheim war schon ein Ansatz. Ich vermisse es ja auch.

Auch andere Autoren können da reinwachsen, auch wenn ich das nicht von jedem von ihnen erwarte.

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