MSR 271: Wohin mit dem Festgeld des FC Bayern?

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Champions League, Pokal und Jahreshauptversammlung – beim FC Bayern war eine Menge los in den vergangenen Wochen. Wir reden drüber. Alex Pellengahr und Georg Haas blicken aufs Sportliche und Finanzielle. Das Frauenteam schlägt in der Champions League den FC Rosengard, und die Herren ziehen über den FC Augsburg in die…

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Ziemlich enttäuschende Konklusionen.
Da würden mir einige Dinge einfallen, wo man investieren könnte um den Verein sportlich und wirtschaftlich zu stärken.

Davon abgesehen ist gerade in Krisenzeiten cash king. Die Liquidität dürfte mMn auch nicht unbedingt nahezu Vorkrisenniveau erreicht haben.

Na dann lass uns doch mal an deinen schlauen Ideen teilhaben und beschränke dich nicht immer nur darauf, dass die Arbeit der anderen schlecht ist du es deutlich besser wüsstest.
Ich empfand es als durchaus unterhaltsamen Austausch zwischen beiden, dass dieser nun nicht zur Anlageberatung, ohne vorherigen fundierten Austausch mit dem potenziellen Kunden FC Bayern, ausartet dürfte klar sein.

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@Zip: Muss das sein… :confused: Ginge es nicht vielleicht wenigstens in deiner ersten Reaktion auf 918 - ich weiß, er nervt dich enorm - in einem frischen Thread ohne diskursive Altlasten etwas weniger konfrontativ? Es dürfte dir doch klar sein, dass aus diesem, deinem Kommentar niemals ein konstruktiver Dialog/Polylog entspringen wird. Mit dem Schwinger hast du den unmittelbaren Tod der Diskussion direkt in der Wurzel angelegt.

Dabei ginge es doch eigentlich auch anders. Pass auf, ich mach’s dir mal vor:

Oh, interessant. Siehst du das so? Welche interessanten Investitionsmöglichkeiten mit einem noch vernünftigen Verhältnis von Einsatz zu Ergebnis, ohne den Begriff „vernünftig“ dabei zu stark zu strapazieren, kämen dir da z. B. in den Sinn? Ich bin neugierig.

Ich denke, es versteht sich von selbst, dass wir nicht die Absicht hatten, dem FC Bayern eine fundierte Anlageberatung zu geben. Wir haben im Zwiegespräch einfach nur festgestellt, dass der FC Bayern in Geld schwimmt, für das zumindest uns spontan keine unmittelbar sinnvolle Verwendungsrichtung einfiel (noch mehr noch teurere Spieler zu erwerben war jedenfalls für uns keine…). Wir hatten den Punkt auch nicht inhaltlich vorbereitet, sondern der Gesprächsverlauf an der Stelle entwickelte sich quasi live on air.

Aber ich würde mich, wie gesagt, über Ideen von dir (und natürlich von euch allen) freuen.

Zum Einstieg mache ich mal drei Vorschläge:

  1. Zweitvertretung (geht rechtlich noch nicht, müsste man politisch erst ermöglichen);
  2. Die FC-Bayern-Frauen (geht wegen begrenzter Absorptionsfähigkeit des Frauenfussballs in seinem heutigen Zustand nicht in den hier in Rede stehenden Höhen ohne massive Verzerrungen herbeizuführen);
  3. Aufbau einer weiteren, professionellen Sportabteilung, etwa im Handball (erfordert strategischen Fokus, Commitment von Ressourcen und Manpower und langen Atem, ich weiß nicht, ob der FC Bayern das für eine zweite Nicht-Fußball-Sportart neben dem Basketball gegenwärtig leisten möchte).
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Aber vielleicht ließe sich ein Schritt in Richtung des in den letzten Monaten vieldiskutierten Mindestgehalts von € 1.500 mtl. gehen.

Vor zwei Monaten wurde anlässlich der damals direkt bevorstehenden DFL-Generalversammlung im Podcast der hiesigen Tageszeitung über den Zweitligisten Holstein Kiel folgender Vorschlag diskutiert, in dem es zwar exemplarisch um den FC Bayern, faktisch aber um alle Erst- und Zweitligisten sowie in gedanklicher Erweiterung auch um Topverdiener unter den Spielern ging: Gründung eines Solidarfonds unter dem Dach der DFL, u.a. für auch in der Fanbasis anzutreffende Notleidende, um die Verbundenheit des Fußballs mit den ihn letztlich finanzierenden Menschen zu zeigen. Ich habe die entsprechende Passage mal kopiert:

Abgesehen davon war es eine unterhaltsame Diskussion von Euch beiden, mit einigen spannenden Erkenntnissen.

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Sind wir ehrlich, der Fc Bayern gehört sehr wahrscheinlich nicht zu den Vereinen, wo du Spielerinnen kaum vom Gehalt leben können.

Kann gut sein, ich weiß es nicht. Jedenfalls war zuletzt viel von weiterhin bestehenden strukturellen Defiziten des Frauenfußballs auch in der Bundesliga die Rede, womit selbstverständlich nicht in erster Linie der FC Bayern gemeint war. Dennoch gibt es da womöglich Spielraum für Verbesserungen.

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Nachdem Schalke seine League of Legends Lizenz für 26,5 Mio verkauft hat, scheint es in dem Bereich E Sport / Gaming ja sowohl Potential beim Aufbau weltweiter Präsenz als Marke sowie auch grosse finanzielle Chancen zu geben. Allerdings muss ich bei dem Thema schnell wieder aussteigen, da ich (ausserhalb des Schalke Deals) überhaupt nicht drin bin. Aber ggf. kennt sich hier jemand besser aus?

Zum Thema Frauenfußball:
Bayern ist nach Wolfsburg der Verein, der am meisten investiert, daher ist da nicht viel Luft nach oben.
Außer man will das finanzielle Gleichgewicht aus den Angeln heben.

Zum Thema Esport:
Wenn wir das Spiel in dem Schalke auch drin war, also LOL - League of Legends als Das Ziel nehmen, haben wir mehrere Probleme.
Die höchste Liga LEC (vergleichbar Mischung aus Cl und Superleague) ist rein Franchisebasiert.
Bedeutet also man kommt nur dadurch in diese Liga, wenn ein anderes Team seinen Spot verkaufen will und muss sich dann noch bei Riot (Entwickler) bewerben.
Spot kostet aktuell um 30-40 mio
Wenn man allerdings in der deutschen Liga spielt (Prime League) ist das höchste, was man erreichen kann, die EU Masters (quasi cl/Uefa Cup)
Die meiste Aufmerksamkeit generiert aber die LEC bzw die jährlichen Weltmeisterschaften für die man sich durch das Abschneiden in der LEC bewirbt.
Also durch die deutsche Liga nicht erreichbar.

Daraus ergeben sich mehrere Probleme.
Entweder zu hohe Einstiegs Hürden bezüglich Aufwand etc.
oder nicht ausreichender Ertrag, da die Teams selbst sich nur über Werbung finanzieren und kaum Geld aus den Ligen an die Teams fließt.

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Wobei LoL wohl der Bitcoin unter den E Games ist. Wenn man da vor Jahren gepennt hat, wird es teuer und folglich risikoreich. Aber es schiessen ja immer wieder neue E Games wie Pilze aus dem Boden. Und da müsste man wohl den „Schalke LoL Punkt“ erwischen. Und hier stellt sich die Frage ob Bayern vom Mindset sich diesem Markt öffnet oder ob es wie Kryptos bei alten Bankern als „Computerquatsch“ angesiedelt ist.
Über den Fussball (und auch BBL Basketball) gewinnt man als Marke (und folglich Sponsorenreichweite etc) wohl keine jungen Amerikaner und Asiaten im Vergleich zur PL oder NBA, aber wenn man auf der E Gaming Welle vorne mitreitet geht da einiges. Unabhängig ob sich das einzelne Spiel zur Millionengoldgrube entwickelt

Wir hatten im Podcast die Summe ja gar nicht quantifiziert, über die wir reden. Vielleicht unbewusst clever von uns, denn sonst ginge es jetzt nur um diese. :wink:
Ich denke dabei an 200-300 Millionen, die der FCB aus liquiden Mitteln und zu AAA-Konditionen am Finanzmarkt kinderleicht (und zu sehr niedrigen Kapitalkosten) bereitstellen könnte. Und noch deutlich mehr wäre ebenfalls möglich.

Diese Dimension zeigt vielleicht besser das Dilemma, das wir meinten. Denn natürlich soll - und wird - der FC Bayern massiv in die Frauenabteilung investieren. Aber die o.g. Forderung nach Mindestgehältern zeigt ja, dass wir dort über ganz andere Dimensionen reden. Da bin ich ganz bei @maestroflave, wenn Bayern dort jetzt zu schnell zu viel investiert, tut das dem Gleichgewicht in der Liga nicht gut. Bayern und Wolfsburg sind jetzt schon weit enteilt.

So gesehen passen die Ideen rund um E-Sports ganz gut, daran hatten wir gestern nicht gedacht. Ich bin auch kein Experte (und selbst kein Spieler/Fan), aber dort könnte man mit den verfügbaren Mitteln also anscheinend sinnvoll angreifen. Sinnvoll insofern, als man viel Geld bräuchte, um überhaupt einen Fuß in die Tür zu bekommen, nicht mit Blick auf kurzfristige Renditen.
Eine der großen strategischen Fragen: Wie groß werden E-Sports in den nächsten 20 Jahren? Und will man als klassischer Sportverein dort dabei sein? Muss man dort dabei sein?

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Die grosse Frage ist und bleibt der nationale Wettbewerb: im Moment ist die Bundesliga spannend, aber die Tendenz ist doch, dass Dortmund eher noch weniger mithalten kann als die letzten Jahre. Leipzig könnte dauerhaft die Nummer zwei werden, ist finanziell aber auch weit von Bayern weg.

Deshalb bezüglich Zweitvertretung: ich bin immer noch der Meinung, dass es mittelfristig der beste Weg wäre, wenn es eine Art europäische Superleague gäbe und gleichzeitig die Vereine mit einer Art Zweitmannschaft in den nationalen Wettbewerben blieben. Ja, da gäbe es viele, viele Detailfragen zu klären. Trotzdem: grundsätzlich sehe ich das als einzigen Ausweg aus der Zwickmühle einer immer einseitigeren Bundesliga und dem Verlust jeglicher Bodenhaftung in einer Super League.

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Schöne Vorstellung - mit den Bundesliga-Bayern wären wir sozusagen unser eigenes Erstliga-Farmteam, in dem wir die Talente entwickeln können… :heart_eyes:

Stimmen wir doch ab:

  • Mbappé kaufen
  • Die Allianz-Arena abreissen und ein neues Stadion bauen
  • In Kryptowährungen und Memestocks investieren
  • Goldbarren in Ulis Garten verbuddeln
  • Spenden für bedürftige Vereine in postindustriellen Ruhrgebietsstädten

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Den Vorschlag das „Festgeldkonto“ für irgendwas gewinnbringend einzusetzen, empfinde ich eher als intellektuelle Fingerübung und launiges Geplänkel.
Ernster zu nehmen, wäre der Ansatz in Bezug auf Eigen-/Fremdkapital. Aber auch da endet man bei der Frage wie im Podcast: Wofür?
Natürlich kannst du Geld immer für irgendwas ausgeben. Aber was macht Sinn, mit was willst du die nötige Rendite einfahren?

Vielleicht haben einige die Geschichte vom „Scheich von Neu-Ulm“ gelesen. Einen Unternehmer der in kürzester Zeit in Neu-Ulm ein Tischtennis-Team aus dem Boden gestampft hat, das dieses Jahr als Favorit in der CL antritt.
Das schönste ist, dass das im TT für ein lumpige Million oder so möglich ist.
Könnte der FCB natürlich auch problemlos machen. Wahrscheinlich würde sich die Liga über den Namen Bayern sogar sehr freuen.
Aber was soll das bringen? Wir waren auch schon deutscher Meister im Schach oder Kunstturnen. Allzu viele Spuren hat das m.E. aber nicht hinterlassen. Von irgendwelchen Erträgen ganz zu schweigen.

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Was ist damit gemeint? Geht das in Richtung Farmteam?
Und welche rechtlichen Probleme siehst du da?

Bezüglich der Kopfhörer die ihr im Podcast verwendet, welches Modell ist das?

Das erste was ich mir von der Kohle selbstgoennerisch leisten wuerde ist, mich der leidigen Katardiskussion zu entledigen.

Die Jahreshauptversammlung wird zur Ehrenrunde und die Spieler freuen sich auf Trainingslager an der viel schoeneren Algarve. Da sind die paar Prozentpunkte Umsatzverlust super investiert.

Im Uebrigen - super Podcast von euch beiden. Es war schoen mal entspannt was zu ein paar Themen zu hoeren die bayernperipher sind. Wusste noch gar nichts davon wie diese Copa-Gewinner zustande kommen. Fand die Wahl durch fruehere Gewinner auch witzig. Ob das wohl das eine Telefonat ist das Messi und Ronaldo jaehrlich haben? :smiley:

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Richtig- mit der vielen Kohle könnte man auf das Blutgeld aus Quatar verzichten, Uli H. einen Maulkorb kaufen.
Oder aufhören 100 Euro für ein CL-Spiel im Oberrang zu verlangen. Evtl. Stehplätze in der Südkurve erweitern. Evtl. auch im Mittelrang. Dann wäre die AA möglicherweise nicht in 90% der Spiele ein Stimmungs-Friedhof.

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Wie schon oben geschrieben, dürfte sich die Liquidität sowieso weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen.

Und wenn man sich mit anderen Top Clubs vergleicht, die Finanzverbindlichkeiten aufgenommen haben, sollte man darauf hinweisen, das auch diese idR über Liquidität von 100-200 Mio verfügen.

Wir schwimmen also nicht unbedingt im Geld. Könnten aber natürlich locker Finanzverbindlichkeiten über 200-300 Mio für das operative Geschäft aufnehmen.

Oder auch wie Real Madrid 600-1000 Mio für den Stadionausbau aufnehmen (der Ausbau des Bernabeu verteuert sich um 400 Mio).

Oder auch im Gegenzug wie Real Madrid einen Deal mit sixth street machen, mit dem Ziel die Einnahmen aus dem Spielbetrieb und Stadion signifikant zu verbessern, und die zukünftigen Einnahmen zu diskontieren.

Man könnte auch die Social media Präsenz signifikant verbessern, um die Marke weltweit noch weiter zu stärken und weitere Einnahmen aus dem Sponsoring zu generieren.

Der Referenzpunkt für unser management scheint endlich tatsächlich Real Madrid zu sein (endlich), nicht nur sportlich und wirtschaftlich sondern auch wie der Club insgesamt als members Club ohne eigentlichen Eigentümer, der immer wieder nachschiesst (egal ob erlaubt oder unerlaubt), gemanaged wird.

Allerdings sollte man sich dann auch sehr genau ansehen, was Real Madrid sehr wichtig erscheint und auch immer wieder Bezug nehmen.

Nämlich die Bezugsgrößen die KPMG und Brand Finance in ihren Reports immer wieder anführen und die ratings und rankings anführen.

Da werden unsere Schwächen und Defizite nicht nur im Vergleich zu Real Madrid immer sauber erkennbar. Im Umkehrschluss ergeben sich dann daraus natürlich die Erkenntnisse wo wir investieren sollten um aufzuholen, oder auch nur an der Spitze bleiben wo wir top sind (Sponsoring).

Allerdings ist der Zug mit Investments in Infrastruktur der Steine inzwischen abgefahren. Da hätte man wie Perez oder Levy die einmalig günstige Konstellation mit Niedrigzinsen und gleichzeitig relativ niedrigen Kosten für Löhne und Materialien ausnutzen müssen. Sogar Baulöwe Perez, der weiß wie es geht, muss trotz langfristig gesicherten niedrigen Zinsen, zähneknirschend zusätzliche Baukosten von 400 Mio akzeptieren (hauptsächlich Material und Löhne).

Sehr clever hat es da Levy gemacht, der das wohl mit Abstand beste und modernste Fußball Stadion der Welt in London hingestellt hat ( zu Kosten, die heute nicht mehr realisierbar sind, Barca und Chelsea werden sich wundern wenn die wirklich ihre Projekte durchziehen). FSG haben zumindest Anfield auf Vordermann gebracht, AbuDhabi Etihad ausgebaut. Einige US Sport franchises haben diese Phase ja auch genutzt (ua Arsenal Eigentümer Kroenke, der in Los Angeles mit dem SoFi das modernste Stadion der Welt hingestellt hat).

Also wir haben zumindest den Campus gebaut, aber es mMn versäumt, in die AA Infrastruktur und Umgebung signifikant zu investieren (sofern es denn die Stadt München überhaupt zuließe). Wie gesagt der Zug ist auf lange Sicht abgefahren also ist es müßig darauf jetzt noch näher einzugehen.

Es bleibt eigentlich „nur“ was Dreesen schon angesprochen hat, Investition in kluge Köpfe und Systeme.

In Sponsoring und im scouting scheinen wir ja inzwischen top zu sein (mir gefällt inzwischen die derzeitige Philosophie des internationalen Scouting sehr, nicht nur wegen Davies, Musiala, Gravenberch, Tel sondern weil wir wohl auch mehr oder weniger nahe an Bellingham Sancho Gavi Camavinga dran waren).

Mir gefällt weniger gut was zzt im Campus passiert- da muss dringend ein besseres sportliches Konzert mit besseren Leuten her.

Mir gefällt überhaupt nicht was in der sogenannten Medien und Öffentlichkeitsarbeit passiert. Man hat mit viel Tamtam 2018 die Gründung der FCB Digital & Media Lab GmbH verkündet, die das „know how“ des FCB in Medialisierung und Digitalisierung bündeln, und und zum Marktführer machen sollte.

Barcelona hat jetzt schon in 4 Monaten mehr Lewandowski Clips und Promotions gemacht als wir in 8 Jahren.
Mennerich hat da mMn versagt. Wir sind da in 4Jahren nicht nur nicht Marktführer geworden, sondern haben den Anschluss total verpasst, nicht nur im Vergleich zu Real Barca und ManUnited, sondern und das ist besonders peinlich gegenüber Liverpool ManCity Chelsea, und sogar Arsenal Spurs Juve Milan Inter holen mit großen Schritten auf.
Da sollten Kahn und co sofort top Leute anheuern, die unsere digitale Reichweite und Marketing schnellstens auf top Niveau bringen.
Gerade wenn wir auf absehbare Zeit in der TV Vermarktung der Buli durch die DFL gedeckelt sind, muss der FCB mit eigenen Ideen und durch eigene digitale Kanäle, Kampagnen, Aktionen, Produktionen etc Potentiale heben und mehr herausholen. In diesem Zusammenhang müssen natürlich die Abteilungen und die AA technisch immer auf neuesten Stand gehalten und ggf investiert werden.

Irgendwann könnten sich Versäumnisse auch auf unsere derzeitige noch Spitzenposition im Sponsoring auswirken.

Befürchte das nicht nur Real und Barca mit ihren Kooperationen und deals mit sixth street in der Vermarktung noch weiter zulegen, sondern auch die Clubs mit US Eigentümern also Liverpool Chelsea Arsenal Milan die wissen wie es geht.

Positiv sollte man in diesem Zusammenhang das demnächst in der AA stattfindende NFL Match erwähnen. Das die AA den Zuschlag erhalten hat, dürfte auch an unserer Kooperation mit Clark Hunt liegen, dem ja nicht nur Dallas Football sondern auch die Kansa City Chiefs gehört.

Auch diese Kooperation erscheint allerdings irgendwie merklich abgekühlt zu sein. Dabei wäre ein Partner in der MLS sehr wichtig, da zzt im Vorfeld der WM 2026 das Interesse in Nordamerika am Fußball gerade zu explodieren scheint. Wie heben wir diese Potentiale? Auch da haben die og Clubs momentan naturgemäß durch ihre US Eigentümer und US Kooperationspartner die Nase vorne (das Interesse am FCB erschien mir auf der US Tour vergleichsweise mau).

Hätte nichtigeren eine sportliche und finanzielle Vertiefung der Kooperation mit Hunt und ggf eine gegenseitige Verflechtung (auch Anteilstausch). Es werden vermehrt nordamerikanische Talente kommen und auch die MLS attraktiver als Markt.

Ein Farmteam würde ich unbedingt aufbauen. Sogar ein Bloom hat es geschafft, nicht nur Brighton in der EPL zu etablieren sondern nebenbei ua auch Royale Union Saint-Gilloise an der Spitze der belgischen Liga. Die belgische oder holländische Liga fände ich optimal, der Club sollte international spielen, das Investment dürfte überschaubar sein.

Der FCB könnte auch in eigene regenerative rEnergieerzeugung für die AA und den Campus investieren Wind, Solar, Wärmepumpe oder gar ein eigenes kleines Kraftwerk für sich und ggf den Stadtteil).

Weiterhin wäre es ratsam weiterhin in den Austausch/Dialog und die Kommunikation mit den Fans zu investieren, nicht nur in Bayern und Deutschland sondern weltweit. Ich präferiere den Aufbau eines echten members und Fans Council wie es einige englische Clubs als Reaktion auf das Superleague Desaster machen. Ein sogenannter AKFB hört sich altbacken und irgendwie kommunistisch an. Der FCB sollte die Etablierung ebnes echten Council finanzieren, den Dialog und dessen Mitwirkung wirklich institutionalisieren, evtl sogar satzungsgemäß, es gibt einen Ethikrat, einen Verwaltungsrat also warum keinen Mitglieder und/oder Fanrat, der mit dem Präsidium und oder Vorstand regelmäßig tagt und Anliegen vorbringen kann (anstatt einmal im Jahr in der MV). Dort könnten dann nicht nur die lauten sondern alle Stimmen repräsentativ zu Wort kommen, und der Club Befürchtungen zuvor kommen, das der Dialog wieder einschläft. Dinge wie Südkurve statt Südtribüne auf dem Ticket, echte statt virtuelles Ticket, etcetcetc zeitnah besprochen werden. Warum sollte der FCB sich auch nicht an der Finanzierung von Choreos beteiligen oder erhöhte Ticketpreise wie jetzt wieder in Pilsen subventionieren? Solche Anliegen finde ich nachvollziehbar und unterstützungswürdig.

Zu esports kann ich nicht viel sagen, aber wenn es ein belastbarer Trend ist der die junge Generation oder affine Gesellschaften wie die Asiaten bewegt und deren Interesse am FCB fördert, warum nicht? Real konzentriert sich da wohl auf den asiatischen Markt.

Außerdem stört mich, das der FCB offensichtlich nicht in der Lage oder willens ist in der Frage Transparenz und Nachhaltigkeit führend zu sein. Der FCB macht so viel ist aber nicht in der Lage es transparent darzulegen und zu transportieren. Nicht nur einen vernünftigen Jahresbericht mit Jahresabschluss, der sie sportlichen Aktivitäten umfasst, sondern auch alle sozialen Engagements. Ein umfassender Bericht ist wichtig und stärkt die Marke (gehört eigentlich auch zur Öffentlichkeitsarbeit bzw Markenstärkung siehe oben).

Was Qatar angeht habe ich ja schon in anderen thread klar meine Meinung geäußert. Ich hoffe das Alex nicht recht hat, das da im Hintergrund noch etwas anderes läuft. Khelaifi und PSG sind mMn momentan mehr oder weniger außer Kontrolle. Man muss dieser Mentalität des Größenwahn entscheidend entgegen treten. Das die FIFA exco Mitglieder sich korrumpieren ließen und die Fussballwelt danach die Entscheidung toleriert hat, ist schon ein Riesenfehler (die USA haben damals schon gewarnt und eigentlich als einzige gehandelt, FBI ermittelt und Staatsanwaltschaft angeklagt).
Das die UEFA insbesondere Infantino dann die offensichtlichen FFP Vergehen von PSG und ManCity nicht geahndet haben sind genauso unverzeihlich. Während die CityGroup offensichtlich die Lehren gezogen hat (spanisches Top Management/US Investoren), fühlen sich Khelaifi und Al Thani aber offensichtlich geradezu ermuntert weiterhin ihr Ding abzuziehen. Die WM ist bald vorbei, die Eigentümerschaft von PSG nicht, und alle damit verbundenen Aktivitäten. Natürlich haben Khelaifi und Al Thani mitgeholfen die Superleague zu verhindern (wäre aber wohl auch ohne diese nicht zustande gekommen), und natürlich wird Khelaifi in der ECA und UEFA exco nicht machen können was er will.
Aber was er bei PSG auch jetzt noch veranstaltet muss doch jedem im Fußball (und nicht nur Tebas Perez Laporta) gegen den Zeiger gehen. Niemals, niemals hat PSG auch das derzeitige noch schwache FFP einhalten können. Da muss jetzt ganz genau hingesehen werden, und ggf knallhart sanktioniert und auch öffentlich kritisiert werden. Nicht nur von LaLiga und Real Barca, sondern von allen anderen stakeholdern , auch der DFL und natürlich auch vom FCB. UH hat Qatar und AbuDhabi ob deren Investments und Aktivitäten im Transfermarkt und Gehältern immer knallhart öffentlich kritisiert. KHR schon weniger und Kahn bisher noch garnicht. Da erwarte ich von Hainer und Kahn eine glasklare Linie.

Wenn Qatar und PSG sich in dieser Hinsicht wie ManCity und Abu Dhabi verhielten, würde ich den Sponsoren Vertrag nicht nur verlängern sondern Intensivieren.
USA machen das militärisch und wirtschaftlich, Deutschland verstärkt wirtschaftlich, also warum sollte der FCB kein Sponsoring mit Qatar aus wirtschaftlichen Gründen Intensivieren. Allerdings ginge das auch ohne das Ärmelsponsoring. Aber da eine Kursänderung bei PSG und Khelaifi nicht absehbar ist (siehe Mbappe), sollte man Interessenskonflikte vermeiden und auch ein Sponsoring vermeiden.
Dann lieber notfalls mit Etihad- Dubai Airways ist ja schon bei Real- wenn man schon nicht einen anderen Top Sponsor finden kann (warum nicht Apple Amazon oder Microsoft?).

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