MSR 244: Wöber, schneller, weiter

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Beim FC Bayern München ist in der Champions League der Knoten geplatzt. Nachdem der Rekordmeister am Wochenende nicht über ein 1:1 gegen Bayer 04 Leverkusen hinauskam, gelang gegen RB Salzburg ein furioses 7:1. Wir analysieren diese Woche, warum die beiden Partien sich dennoch recht ähnlich sind, wo die Probleme von…

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Bin jetzt durch mit der Episode.
Hätte noch ne Frage zu den Frauen mal wieder.
Justin ist dafür den Kader zusammenzuhalten, was ich definitiv auch sagen würde.
Mir stellt sich nur die Frage, ob man das Risiko eines ablösefreien Abgangs unserer wertvollsten Spielerin eingehen sollte.
Daher würde ich die Frage stellen, ob man Schüller im Sommer verkaufen sollte, wenn der Preis stimmt oder es lieber probiert sie im Laufe der nächsten Saison zu verlängern und dadurch riskiert sie ablösefrei zu verlieren.

Ps:
Danke fürs beantworten meiner Frage.

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Danke für die wieder einmal fundierte Analyse mit im Detail divergierenden Einschätzungen! Kein Kritikpunkt, sondern nur ein naturgemäß vollkommen subjektiver Eindruck beim Anhören: eine, wie soll ich sagen, gewisse (nicht plakativ, eher subtil sich äußernde) Freudlosigkeit, für die es gute Gründe geben kann. Zum einen die allgemeine Weltlage, die auch das Beobachten und Analysieren von Fußballspielen - und sei es des Lieblingsklubs - zur Pflicht macht, die man selbstverständlich erfüllt, ohne jedoch große Begeisterung dabei zu empfinden. Wenn es so ist: vollstes Verständnis! Dieses hätte ich auch dann, wenn die folgenden Überlegungen substanziell sein sollten.

Es kann - sofern der Eindruck überhaupt zutrifft - noch einen anderen Grund geben, der aus der Sache selbst resultiert. Möglicherweise wirken bei der professionellen Spielbeobachtung ähnliche Mechanismen wie bei den Protagonisten selbst. In jüngerer Vergangenheit vernahm man wiederholt Statements von Spielern über ihre Gefühlslage nach Siegen, gerade auch nach bedeutenden (wozu derjenige vom Dienstag allerdings eher nicht zählt). Da war mehr von Erleichterung als von großer Freude die Rede - und vom ewigen Zwang, sich nicht groß damit aufzuhalten, sondern alsbald auf die nächsten Ziele zu fokussieren.

Das Rückspiel gegen die widerständigen Salzburger war ja auch eines, in dem nicht viel zu gewinnen, dafür aber umso mehr zu verlieren war. Was sich schon in Minute 2 überdeutlich manifestierte. Insofern ist es mehr als angemessen, sich nicht in übertriebene Euphorie hineinzusteigern, sondern nüchtern weiterhin sichtbare Schwächen und positive Tendenzen zu vermessen und vorsichtige Prognosen zu wagen. Alles richtig gemacht also! Als reiner Konsument aber, wie ich einer bin, hat man vielleicht noch eine andere Wahrnehmung: dass es ein Vergnügen ist, dem Team dabei zuzusehen, wie es in Windeseile alle Beklemmungen über Bord wirft, die Gunst des Augenblicks nutzt, sich keine wirkliche Schwächephase erlaubt und das Spiel selbst nach diversen Wechseln seriös und ansehnlich zu Ende bringt. Das war beste Unterhaltung - selbst dann, wenn es keine extrem erfolgreiche CL-Saison werden sollte, und auch unter Berücksichtigung der begrenzten Möglichkeiten des Gegners. Man kann den Moment auch dann genießen, wenn sich noch nicht erkennen lässt, ob er folgenreich sein wird. Das Privileg des snobistischen Feinschmeckers.

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Transfers im Frauenfussball sind selten. Es sind nicht dieselben Prozesse wie im Männerfußball. Viele Spielerinnen verlassen kostenlos, um nach neuen Erfahrungen zu suchen, und es ist kein Problem. Und warum würden Sie Schüller verkaufen? Es wäre seltsam, das zu tun. Sie ist die wichtigste Stürmerin der Bayern-Frauen. Sie wird nirgendwo hingehen. Sie will in Deutschland spielen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie ihren Vertrag verlängern wird, wenn er kurz vor dem Ablaufdatum steht.Im Frauenfußball gibt es eine andere Einstellung. Nicht dasselbe Verkaufen und Kaufen wie im Männerfußball. 99 % der Spielerinnen verlassen kostenlos und wechseln den Verein aufgrund neuer Erfahrungen und nicht wegen höherer Löhne. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass englische Vereine (Arsenal, City und Chelsea) mehr zahlen werden. Nur wenige Spielerinnen bekommen bei Chelsea etwas mehr als andere. Arsenal kann viele Spielerinnen verlieren, weil viele von ihnen zu lange beim Verein gespielt haben und etwas Neues wollen.
Frauenclubs erwirtschaften keine Gewinne, daher können wir nicht sicher sein, dass zwei oder drei englische Clubs in naher Zukunft ihre Budgets erhöhen werden. Gleiches gilt für Barcelona oder Lyon. Vor allem, wenn die Bayern-Frauen mehr Titel gewinnen, sieht Schüller keinen Grund, überhaupt zu gehen.

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Danke für die ausführliche Antwort.
Kann durchaus sein, dass ich durch das Transferverhalten im Männerfußball vielleicht zu stark geprägt bin.

Find ich übrigens gut, dass ihr das Frauenfußball Ding direkt am Anfang abhakt… da kann man immer die ersten paar Minuten direkt skippen :+1: