Mia san Rotstift – Folge 9: Spielaufbau unter Julian Nagelsmann

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Über ein Jahr lang haben wir das Format in der Schublade gelassen. Jetzt holen wir es wieder heraus: Mia san Rotstift ist zurück. Folge 9 beschäftigt sich unter anderem mit dem Spielaufbau des FC Bayern. Als Julian Nagelsmann beim FC Bayern als Nachfolger von Hansi Flick angekündigt wurde, gab es…

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Interessant wie Nagelsmann Peps Ideen für den Aufbau wieder aufnimmt.
Ganz eindeutiges 2-3-2-3.
Asymmetrischer Aufbau, er will es nicht nur über links spielen lassen, sondern auch über rechts, wo dann eben Pavard sehr hoch steht und Gnabry (wie jetzt Sane neben Müller) einrückt. Davies muss dann eben wie jetzt Stanisic/Pavard neben die Doppel 6 einrücken.
Auch ganz klar das er diese Formation bis ins letzte Drittel sehen möchte, mit dann 5-7 Spielern zuletzt im/am Strafraum um nicht nur das Tor herauszuspielen sondern über zweite und dritte Bälle notfalls zu erzwingen.
Er betont aber auch wie wichtig ihm ist, das nach Ballverlust, die Spieler ihre Positionen halten, um nach fehlgeschlagenen Gegenpressing, Konter durch das Zentrum zu verhindern, und den Gegner zwingt auf die außen zu spielen/zu verlagern.

Gilt eindeutig den beiden 6ern und dem jeweilig eingerückten AV, neben den IV. Er hat ja betont das der FCB in den letzten Saisons die konteranfälligste Mannschaft war (und sehr viel durch das Zentrum ging).

MMn haben wir so schon 2013-2016 die Gegner erdrückt. Der große Unterschied ist eben das schnelle vertikale Spiel, wenn nach Balleroberung sofort umgeschaltet wird. Schade das der Aufbau über 3er Kette mit Nagelsmann nicht angesprochen wurde.

@justin
Du sprichst wiederholt von einem 2-3-5 im Aufbau.
MMn spricht Nagelsmann selbst von einem
2-3-2-3.
Habe es so verstanden, das er von einer Staffelung spricht, auch vorne.
Also neben Müller immer der jeweilige AS einrückt, auf dessen Seite der AV hoch steht.
Oder?

Das 2-3-5 schließt ja Staffelungen mit ein. Beides ist also wahr.

So wie ein 4-1-2-3 auch ein 4-3-3 oder 4-1-4-1 sein kann. Was man jetzt als Ausgangssituation nimmt, ist eigentlich egal. 2-3-5 liest sich etwas simpler. Quasi wie ein Ordner, dem weitere Ordner mit 2-3-2-3 oder 3-2-3-2 oder 3-1-2-4 untergeordnet sind. Bei genauerer Betrachtung würde man alle diese Zahlenkombinationen in irgendeiner Phase des Bayern-Spiels feststellen können.

Dreierkette beispielsweise bei hohem Gegnerdruck.

Ausgehend vom 2-3-5 lässt sich visuell aber einfacher erklären, was Nagelsmann bezwecken möchte. Du hast vorne fünf Spieler, die sich sehr viel und sehr flexibel bewegen. Beispielsweise indem sich zwei in den Zwischenraum vor sich fallen lassen und die anderen drei die Tiefe suchen. Dann entsteht das von dir angesprochene 2-3-2-3 als Resultat. Manchmal ist es auch ein 2-3-1-4 oder 2-3-3-2. Je nach Situation. In Fürth und auch gegen Frankfurt gab es sogar Phasen des 3-1-6, wobei das eher weniger vorteilhaft war.

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Denke der Unterschied in der Diskussion ist dann immer, was möchte Nagelsmann idealerweise sehen, und wie setzen die Spieler es dann um.

Gegen Frankfurt war es dann oft wie Du sagst, 3-1-6 oder 2-1-7 . Goretzka und Süle (später dann Sabitzer) haben eben viel zu oft das Zentrum verlassen (wie es Nagelsmann ja auch kritisierte). Wenn Goretzka dann zusätzlich zu Sane und Müller in die Zwischenräume hinter Lewa geht, bzw in die Lewa Räume, dann wird es einfach zu eng. Gnabry ist auch noch sehr oft nach innen gegangen.
Denke für Nagelsmann ist die Staffelung und Positionsbesetzung bei allem Rochieren sehr wichtig, es darf eben nicht zu einer zu großen Konzentration in einzelnen Räumen kommen, bzw die Staffelung aufgegeben werden.
Lewa scheint ja auch ein bisschen genervt zu sein, wenn ihm zu oft zu viele Räume genommen werden.

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