Leroy Sané - eine Lösung für die Zukunft?

Na, da ist er ja schon einen Schritt weiter als Nagelsmann.
Der rätselt bekanntlich noch. :wink:

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Ein Artikel, der auch das wenig glückliche Auftreten von Sane beleuchtet.
Jetzt geht gerade wieder sein verspätetes Warmmachen durch alle Medien. Das kann natürlich 50 gute Gründe haben. Wenn es sie denn gibt, erfahren wir es nicht.
Und natürlich ist es wieder Sane. Gut, bei einem anderen wäre das natürlich auch kaum eine Schlagzeile wert.
Allerdings scheint er auch nur bedingt interessiert, solche Schlagzeilen zu vermeiden. Wenn ich schon weiß, dass ich unter verstärkter Beobachtung stehe? Achte ich dann nicht darauf keine zusätzlichen Angriffspunkte zu bieten?

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Flick hat ja gesagt, dass er wüsste was ihn privat beschäftigt. Also geht es um familiäre Probleme, die niemanden etwas angehen.

Könnte mir aber vorstellen, dass er vorher mit Sane abgeklärt hatte, ob er überhaupt mitkommen wollte oder nicht (vielleicht hat ja Sane sogar darum gebeten?). Wenn man sich dann aber gemeinsam dafür entscheidet, dass er beim Kader bleibt, muss Sane zumindest ein Mindestmaß an Auftreten darbieten, schon alleine um solche Geschichten über ihn zu vermeiden. Ob es klug war, dass Bierhoff überhaupt etwas dazu gesagt hat, möchte ich mal infrage stellen.

Aber klar, Sane ist in einem Umfeld mit totalem Leistungsdruck, das es schwer macht ihn unbeobachtet zu lassen. Vielleicht wäre es besser für ihn, wenn er die WM sausen lässt, und langsam im täglichen Trainingsbetrieb wieder heran arbeitet, vor allem mit Spaß an der Freud.

Würde nicht ausschließen, das Mane zzt eher ein Sane Ersatz als ein Gnabry Ersatz ist.

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Für mich ist Sane ein labiler Charakter, der zwar ein gottgegebenes Talent zum Fussball spielen besitzt, aber aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur in einem Profibetrieb fehl am Platz ist. Er ist weder kritik- noch einsichtsfähig und wohl auch nicht bereit, an sich zu arbeiten. Sehr schade, denn er könnte einer der besten Spieler der Welt sein.

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Das kann gut sein - trotzdem finde ich es witzig, wie einfach Menschen in Schubladen gesteckt werden in die sie scheinbar passen. Mache ich leider aber zu oft genauso.

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Ich habe ja geschrieben „für mich“, und das ist eben mein Eindruck aufgrund dessen, was ich wahrnehme. Nenn es Schublade, wenn du willst.

Das sind natürlich schon krasse Thesen.
Wie kommst Du denn darauf bzw. woher willst Du das denn wissen?

Finde auch, dass er bisher absolut schwach performt und hab auch wenig Hoffnung, dass sich das noch großartig ändert.

Dennoch finde ich solche Behauptungen schon fast zu krass, ohne den Menschen und evtl. Hintergründe zu kennen.

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In die Schublade „Aggressive Leader“ passt er halt auch nicht hinein. Nicht mal mit Gewalt.

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Ich hätte schreiben sollen, dass ich der Meinung bin, dass er weder kritik- noch einsichtsfähig ist, da ich ihn ja nicht persönlich kenne. Aber sowohl Löw, als auch Flick und Nagelsmann schaffen bzw. schafften es nicht, dass er zb. an seiner Körpersprache arbeitet, denn die spielt sehr wohl eine Rolle auf diversen Ebenen. Sie schafften es auch nicht, leistungssteigernd auf ihn einzuwirken. Also für mich heißt das, dass entweder diese Coaches ihr Geschäft nicht verstehen, oder er nicht willens oder nicht fähig ist, diese Inputs, die er sicher bekommt, anzunehmen oder umzusetzen.

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Das klingt so als ob Leroy Sane die größte Pfeife auf Deutschlands Fußballplätzen wäre. Meinst du wirklich, man kann im Profi Fußball Fuß fassen, wenn man so ganz lernresistent und/oder uneinsichtig ist? Er hat halt ne Körpersprache, die leicht mal Desinteresse signalisiert. Das war bei Götze ähnlich. Oder Sagnol - der sah auch immer so aus, als ob er 10 Minuten vor Anpfiff geweckt wurde.

Nein, da passt er nicht rein. Hat Messi aber auch nie. Die Welt ist halt nicht nur schwarz oder weiß.

Hab ich auch nie behauptet.
Von der Messi-Schublade ist Sane aber fast noch weiter entfernt als von der „Aggressive Leader“-Lade :slight_smile:

Im Moment ist er bei mir in der „Könnte so viel, macht aber nicht den Eindruck als würde ihn das Ganze irgendwie interessieren“ - Schublade.
‚Mentalität schlägt Talent‘ sagte Armin Veh mal. Recht hat er.

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Lag vielleicht auch daran, dass Armin Veh zum größten Teil mit Mentalitäts-Spielern arbeiten „durfte“.

Momentan kommt es mir so vor, dass die ganze Fußball Welt sich an Sane abarbeitet. Ein Gnabry, Müller oder auch Kimmich haben ebenso eine grottige Rückrunde gespielt. Da ist die Kritik aber nicht so laut.

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Da hat er schon auch sich selbst gemeint.
Zitat aus einem Interview 2013:
"Auch über seine eigene Zeit als Spieler resümiert der ehemalige Profi-Fußballer und verrät im Gespräch mit hr1-Moderatorin Doris Renck im österreichischen Trainingslager in Feldkirchen unter anderem, was sein einstiger Teamkollege Lothar Matthäus ihm voraus hatte. „Er hatte nicht die Technik, wie ich sie hatte. Er war aber von der Physis weiter und hatte den Willen. Auf Dauer schlägt Mentalität Talent“. Armin Veh gesteht sich ein, dass er mehr aus seinen Möglichkeiten hätte machen könne, „da denkt man aber in der Situation nicht dran“. "

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Wobei auch die Mentalität letztlich ein Talent ist …

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Weil das hier jetzt schon öfters zur Sprache kam, mal meine „unpopular opinion“ zu dem Thema. Ich glaube Sane wird beim Aspekt spielerische Fähigkeiten/Technik überschätzt und gleichzeitig unterschätzt, was seine Einstellung/Mentalität angeht. Es wundert mich, dass hier im Forum bei schlechten Leistungen von Sane fast immer sein Wille auch mit nach hinten mitzuarbeiten und so Bälle zu erobern, gelobt wird, aber dann anscheinend trotzdem die einhellige Meinung herrscht, Sane müsste „nur“ an seiner Einstellung arbeiten um konstant weltklasse Leistungen abrufen zu können.

Wenn es ein Attribut gibt, bei dem ich Sane im Vergleich zu seiner Zeit bei City Fortschritte attestieren würde, dann wäre es genau dieses: Die Arbeit gegen den Ball. Das spricht mMn deutlich dafür, dass Sane gewillt ist an sich zu arbeiten und seine schwachen Leistungen nicht einfach nur mit „ihm fehlt die richtige Einstellung“ erklärbar sind. Gegen Ende der Rückrunde war er dann in einem solchen Leistungsloch, dass zugegeben auch die Einstellung nicht immer einwandfrei war, aber das steht mMn eben gerade NICHT stellvertretend für seine bisherigen Auftritte im Bayern Trikot.

Gleichzeitig lassen die Scorerwerte von Sane ihn mMn besser wirken, als er auf dem Platz tatsächlich performt. Scorerwerte sind sicherlich ein wichtiger Aspekt bei der Bewertung von Offensivspielern, täuschen aber in manchen Fällen über das wahre Leistungsvermögen eines Spielers hinweg. Der Bayern-Kader hat sogar mehrere Spieler auf die dieses „Phänomen“ zutrifft.

Einerseits Coman, dessen Scorerwerte nicht den höchsten Ansprüchen genügen, der aber in fast jedem anderem Bereich zur weltklasse gehört. Dann Müller, bei dem früher nach 2-3 Spielen hintereinander ohne Torbeteiligung sofort die Stimmen laut wurden, die ihn deutlich in Frage stellten. Mittlerweile hat sich das gelegt, weil allseits bekannt ist, dass Müller auch ohne direkte Torbeteiligung unglaublichen Einfluss als Führungsspieler und Organisator aufs Bayern Spiel ausübt.

Stellt man dem Sane gegenüber, fällt das Urteil relativ ernüchternd aus. Sane braucht mMn die Scorerwerte aus der vergangenen Hinrunde um seinen Platz im Bayern Team zu „verdienen“, weil er anders als Coman oder Müller abseits davon zu wenig zum Spiel beiträgt, was seine negativen Attribute ausmerzt. Sane funktioniert auf Topniveau eigentlich nur im linken Halbraum, da ihm als klassischer Flügelspieler die Fähigkeiten im Dribbling abgehen und er mit dem begrenzten Raum an der Seitenlinie Probleme hat. D.h. er sorgt schon mal für eine enorme taktische Eingrenzung. Zusätzlich sind seine technischen Fertigkeiten - insbesondere die Ballannahme - schlicht nicht gut genug, weswegen er für deutlich zu viele Ballverluste verantwortlich ist. Seine Entscheidungsfindung lässt zu wünschen übrig und sein Durchsetzungsvermögen, wenn er gepresst wird genauso. Das sorgt dafür, dass er von den gegnerischen Mannschaften gezielt unter Druck gesetzt wird, weil sie sich dadurch Ballgewinne erhoffen.

Klingt jetzt alles sehr negativ, aber der Maßstab muss eben das sein, was sich der Verein von ihm erhofft hat: Der neue Superstar in der Offensive. Deswegen war der Verein bereit, derart in die Tasche zu greifen (Gehalt und Transfersumme) und ihm selbst nach seiner schweren Verletzung den roten Teppich auszurollen (Rückennummer 10 und sehr viel Geduld und keinerlei öffenltiche Kritik im ersten Jahr). Sane kann immer noch ein guter Spieler für Bayern werden, aber die Jubelarien, die es in der Hinrunde zur Genüge gab, fand ich damals wie heute übertrieben. Da war von weltklasse die Rede, die ich bei Sane bisher und auch in Zukunft nicht sehe. Vielleicht bin ich bei ihm jedoch einfach nur überkritisch…

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Ich denke der Verein muss sich eingestehen, dass Sane ein Missverständnis war und sollte dringend vor Ende der Transferperiode handeln. Die beiden Freundschaftsspiele in den USA haben einmal mehr gezeigt, für was er steht und insbesondere nicht steht.

Sane kann in einem Team in dem er Teil eines bedingungslosen Offensivfußballs ist, phasenweise brillieren und gegen schwächere Abwehrreihen wenn ihn der Spielwitz packt auftrumpfen. Im modernen, taktisch komplexen Fußball, in dem Mittelfeldspieler antizipieren und in alle Richtungen arbeiten (siehe gestriges Spiel gegen City) wirkt er wie ein Fremdkörper aus einer anderen Welt.

Die vielzitierte mangelnde Arbeit gegen Ball scheint daher zu rühren, dass ihm schlichtweg ein grundsätzliches fußballerisches Verständnis fehlt. Er kann ganz offensichtlich die Anweisungen nicht umsetzen, Bindung zu Mannschaft und Spiel ist in Offensive und Defensive auch im Jahr 3 nicht vorhanden. Seine für jeden sichtbare Unzufriedenheit auf dem Platz kompensiert er trotzig mit einzelnen defensiven Manövern von Linie zu Linie. Gut gemeint aber ohne taktischen Mehrwert, im schlimmsten Fall reißt er weitere Lücken.

Stichpunkt Körpersprache und Fanbase: der brillante 10er mit hängenden Schultern, der 70 Minuten nichts macht und dann 2 Tore einleitet - selbst wenn der Verein taktisch so spielen möchte, dem Anhang ist Leroy Sane so nicht mehr zu vermitteln. Entweder startet er in einem mit Mittelfeldspielern gespickten Kader jetzt komplett durch (und dazu gibt es keine Anzeichen) oder es braut sich Unheil zusammen, das weder Spieler noch Verein gut tun wird und als dunkle Wolke über die Saison schwebt.

Daher sollte der Verein handeln. Er muss sich eingestehen, dass Leroy Sane Stand jetzt ein Fehlkauf war. Und Sane sollte die Chance bekommen, bei einem anderen Verein noch einmal einen Neuanfang zu starten, insbesondere mit geringerer Erwartungshaltung.
Die damit verbundenen finanzielle Kröte wird man ohnehin schlucken müssen. Aber angesichts eines doch sehr erfolgreichen Transfer-Sommers lieber hier und jetzt. Es wäre für alle Beteiligten das Beste.

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du hast es sehr genau beschrieben. Ich fand Sane auch in beiden testspielen sehr schecht. Keine Körperspannung usw. So hat es auf jeden Fall gar keinen Sinn. Daher wäre die Startreihe Coman-Mane-Gnabry für mich unantastbar vorne drin.

@admin: warum werden die Zitate nicht mehr angezeigt? Habe den Text markiert und bestätigt als Zitat. Wurde auch so in der Vorschau angezeigt. Aber übernommen hat er es nicht.

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Du hast Tel, den Wunderknaben, vergessen! :sweat_smile:

(hoffentlich lache ich in einem halben Jahr nicht mehr über diese Unterlassung, sondern lese hier ernste Diskussionen, in wieweit Tel in dier erste 11 gehört!!)