Kaderplanung: Transfermarkt (Teil 1)

Das würde mich schon sehr wundern, wenn das der Plan wäre. Man fliegt um die halbe Welt um einen 17-jährigen Stürmer zu verpflichten, um ihn dann gleich zum Verteidiger umzuschulen?
Kann natürlich passieren, aber so zu planen?

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Schon jetzt mit ihm als Rechtsverteidiger zu planen ist wirklich zu früh, aber ich denke, dass man die Rechtsverteidigerposition als eine gute Alternative für ihn betrachtet, wenn er es in der Offensive nicht schafft.

An Oscar Gloukh scheinen ja viele Top Clubs interessiert zu sein. Wäre sicherlich eine Alternative zu Wirtz und Freund für uns ein Pfand bei einer möglichen Verpflichtung

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Wir verlieren in absehbarerer Zeit mit Neuer und Müller zwei deutsche Fußballikonen. Kimmich’s Zukunft bei Bayern steht auch in den Sternen.

Wir brauchen ein Gerüst an heimischen Spielern. Das ist extrem wichtig bei Themen wie Identifikation und Verantwortungsgefühl. Das ist bei Menschen die aus dem gleichen Land kommen einfach ausgeprägter.

Darum ist ein Transfer von Wirtz ein absolutes Muss. In der Alterskategorie fällt mir jetzt kein anderer mehr ein, der die Fähigkeit hat über viele Jahre bei Bayern Stammspieler vielleicht gar mal Kapitän zu sein ein.

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Ich frage mich vor allem, ob es überhaupt möglich sein wird, einen Spieler aus der Region - vielleicht sogar aus München - jemals wieder im Kader zu haben. Mit Lahm, Schweinsteiger, Müller war das schon eine goldene Ära. Aber aus dem Campus scheint da wohl nichts zu kommen.

Ja, Wirtz ist für mich absolute Priorität. Aus meiner Sicht gibt es 3 Lager, die unseren nationalen Stamm an Spielern definieren. Die Truppe beim BVB, die aus meiner Sicht eine sinnvole Ergänzung sein kann, denn Schlotterbeck, Süle, Brandt und Co sind im internationalen Vergleich eher (gutes) Mittelfeld. Unsere Bruderschaft, die die letzten Jahre gezeigt hat, dass sie Probleme hat eine Generation zu prägen und effektiver ist, wenn in bestehenden Strukturen gesetzt werden und selbst keine Verantwortung übernehmen müssen. Und die 2 „Supertalente“ Wirtz und Musiala, die von Vereins-Seite nun auf Spitzenklasse geführt werden müssen, um Deutschland überhaupt einen Lichtblick Richtung Zukunft zu geben. Bei Wirtz mache ich mir da keine Sorgen. Verein, Trainer und persönlicher Hintergrund stimmen. Musiala scheint unter Tuchel noch warm laufen zu müssen aber es ist noch zu früh für Urteile. Beide im selben Verein mit dem richtigen Trainer wäre auch für den FCB ein Lichtblick.

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Das wird schwierig, speziell bei der heutigen Konkurrenz für Talente. Ende der Neunziger/Anfang Nullerjahre hatten wir schonmal einen ähnlich wenig regional verwurzelten Kader, nachdem sich Hamann und Babbel verabschiedet hatten. Die damaligen Eigengewächse kamen nur zur Kaderauffüllung in Frage, als Stammspieler haben sich erst Jahre später dann Schweinsteiger und Lahm etabliert. Damals eben in einer der schwächeren Bayern-Mannschaften der letzten Jahrzehnte, in der sich für sie glückliche Lücken auf ihren Positionen auftaten. Heute würde sowas direkt mit einem 30-Millionen-Transfer geschlossen. Von den Trainern war van Gaal der einzige, der bewusst auf Jugend gesetzt hat, sonst gilt nachvollziehbarerweise das Primat sofortiger Leistung.

Leihen in die Bundesliga waren meist ein gutes Mittel, um Spielern rasch die nötige Praxis zukommen zu lassen. Aber da bietet der aktuelle Thread auch ein einziges Bild des Grauens. Maximal erlöst man mit einzelnen Spielern noch anständige Ablösen, die in der Summe den Campus finanzieren, aber für die erste Mannschaft kam echt seit Alaba kein (Semi-)Eigengewächs mehr in Frage.

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Wirtz und Musiala spielen die selbe Position. Rational gesehen macht es keinen Sinn, den Königstransfer just für die eine Position zu tätigen, auf der wir schon einen sehr jungen, absoluten Ausnahmespieler haben. Natürlich könnte man einen der beiden irgendwo anders hinschieben, aber macht das wirklich Sinn? Havertz ist ein gutes Beispiel für einen talentierten Spieler, der in seinen letzten Vereinen keine optimal passende Position gefunden hat.

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Wirtz und Musiala sind zwei unterschiedliche Spieler Typen und können sich sehr gut ergänzen. Wirtz ist eher ein Schleicher, ein Raumdeuter wie Müller, der sich perfekt in den Schnittstellen bewegt und sehr gute Steckpässe spielen bzw. ablegen kann; Musiala ist eher der Spieler der unter Druck perfekt annehmen und aufdrehen kann, und im Dribbling gefährlich wird.
Beide können natürlich auch jeweils, was der andere sehr gut kann, beide sind Spieler die in ihrer Art Räume schaffen und ein Angriffsspiel aufziehen können, sehr gut mit anderen verlinken.

Wirtz hat dazu eine Galligkeit im Zweikampf die Musiala noch abgeht. Sehe beide im 3-4-2-1 auf der Doppeln10, im 3-2-4-1 genauso.

Bisher hatte ich immer tendiert eher Sane abzugeben, aber mittlerweile definitiv Sane halten und Gnabry verkaufen.

Mit Musiala, Wirtz, Sane, Coman, Tel hätten wir auf lange Sicht ein enormes Offensivpotential hinter Kane, das sehr flexibel einsetzbar und agieren könnte.

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Na ja, welche zwei Spielertypen sind schon genau gleich? Klar ist, dass beide zentral offensiv am besten aufgehoben sind. Natürlich kann man wieder mehr auf Zentrumsfokus setzen (hatten wir doch vor nicht allzu langer Zeit, oder?) oder sonst eine auf dem Papier tolle Formation um die beiden rumbasteln. Aber wollen wir wirklich alles über den Haufen werfen, nur um einen sau teuren Spieler irgendwie einzubauen? Für mich nicht sinnvoll. Wirtz Defensivwerte sind übriens noch schlechter als Musialas. Wochenlang reden wir über die Notwendigkeit eines Palhinhas, um sich dann kurz darauf ein System mit zwei offensive Zehnern zu wünschen?

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Sehe ich nicht so, Gnabty ist genauso wenig Winger oder genauso zentrumsorientiert wie Wirtz und Musiala. Wirtz für Gnabry würde uns mMn sehr viel mehr geben, ohne das es für Musiala Einschränkungen geben muss.

Und was hat ein Palinha oder H6 damit zu tun?
Garnichts

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Also wenn Du Gnabry als ähnlichen Spielertyp wie Musiala und Wirtz siehst, brauchen wir nicht weiterzudiskutieren.

Ok, das klang harscher als ich es wollte. Wirtz ist ein toller Spieler und natürlich könnte sowohl er als auch Musiala als nominineller Flügelspieler eingesetzt werden. Mein Argument ist einfach, dass es bei Transfers dieser Grössenotdnung schon einer genauen Taktik- und Kaderanalyse braucht: wie sehr verstärkt der Spieler die Mannschaft als Ganzes. Bei Bayern und Wirtz ist der Fall keineswegs straight forward. Nur das wollte ich sagen.

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Sehe ich auch so. Ein 4-3-3 (4-1-4-1) mit Musiala und Wirtz ist auch möglich, aber ohne Kimmich und eher einen wie Palinha als holding6.

Oder ein 4-3-3 mit Kimmich und Wirtz und Musiala dann auf Außen.
Einen Spieler wie Wirtz braucht man um die spielerische Qualität im Mittelfeld zu erhöhen. Denn einen Thiago 6er wird man nicht bekommen.

Gnabry wird man mit Kane und einem immer besser werdenden Tel auch weniger brauchen werden als noch letzte Saison. In der aktuellen Form jedenfalls nicht.

In: H6, Wirtz
Out: Gnabry, Laimer/Goretzka (auch vom RV abhängig)

So in etwa.

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Wie gesagt, für mich ein bisschen viel Football Manager. Man wird einen H6 holen und dann steht für mich im Prinzip das Mittelfeld: H6, Kimmich und Musiala. Über Aussen Coman, Sané und Tel. Ich glaube nicht, dass ein Verein wie Bayern für einen Spieler wie Wirtz die grundsätzliche Konfiguration des Teams über den Haufen werfen würde. Trotzdem würde Wirtz den Kader sicherlich verstärken, sowohl qualitativ als auch in der Breite (insbesondere da Müllers Karriere sich langsam dem Ende zuneigt). Für mich ist es deshalb hauptsächlich eine Frage, welche Baustellen es in der Mannschaft insgesamt gibt und wie teuer es wird, sie zu beheben. Ist die Mannschaft auf allen Positionen gut besetzt und ist Geld „übrig“, sollte man definitv für Wirtz bieten.

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Die Frage ist doch wie lange das so steht. Kimmich kann 2024 gehen oder 2025. Aktuell spricht ganz wenig dafür, dass er länger beim FC Bayern bleibt. Ich würde ihn natürlich gerne bis zum Karriereende beim FC Bayern sehen. Nur so glaube ich, Kimmich sieht das anders & das Wetter in Barcelona…

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Richtig. Aber wäre Wirtz ein Kimmich Ersatz? Der ist von seinem Mindset doch noch viel offensiver gepolt als Kimmich. Man hätte dann endgültig eine zweigeteilte Mannschaft. Könnte gegen schwächere Mannschaften schon funktionieren, aber ich sehe Musiala + Wirtz im Mittelfeld gegen starke Gegner als zu offensiv an auch mit H6.

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Interessante Diskussion: Ich denke bei der Verletzungsanfälligkeit ALLER hier spielenden und diskutierten Offensivspieler (Kane mal ausgenommen, toi, toi, toi) würde ich das Luxusproblem, Musiala und Wirtz gleichzeitig fit an Bord zu haben gerne in Kauf nehmen. :smile:

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Bin mir nicht ganz sicher. Tuchel sieht Kimmich ja in der offensiven Rolle stärker. Er will ja einen 6er, damit Kimmich sein kreatives Potential in der Offensive ausspielen kann (so in der Art hat er argumentiert).

Kimmich ist davon ja wenig begeistert. Aber ein Wirtz vielleicht schon?
Ich sehe Kimmich aber strategisch klar stärker als Wirtz. Der ist aber noch keine 20 Jahre alt. Wer weiß, wie der sich in der Hinsicht noch entwickelt.

Es gäbe auch die Möglichkeit hinter Wirtz einen strategisch starken defensiv denkenden 6er zu installieren. Den nächsten Bellingham :wink: . Nicht war Herr Freund, Sie kennen bestimmt einen :slight_smile: .

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Natürlich. Insbesondere sollte Müller immer weniger Spielzeit bekommen. Niemand hätte Wirtz nicht gerne in der Mannschaft. Die Frage bleibt: wieviel Geld kann ich für einen „Luxustransfer“ verpulvern?