Harry Kane und sein Trump-Treffen: Nachfragen müssen erlaubt sein – ein Kommentar

Veröffentlicht unter: Harry Kane: Nachfragen zum Trump-Treffen müssen erlaubt sein

Am Rande des WM-Viertelfinals sorgte England-Kapitän Harry Kane vom FC Bayern München für brisanten politischen Gesprächsstoff. Ein Kommentar. Eigentlich war es eine total harmlose Pressekonferenz. Doch dann wurde Harry Kane auf etwas angesprochen, was Donald Trump jüngst ausgeplaudert hatte: Beide spielten vor rund anderthalb Jahren in Florida gemeinsam Golf. Kane sprach von einer „surrealen“ und „einzigartigen Erfahrung“, lobte Trumps Fähigkeiten auf dem Golfplatz und zeigte sich „dankbar“ für die Einladung. „Wenn der Präsident dich einlädt, geht man eben hin“, lautete sinngemäß seine Begründung.Dieses Schulterzucken wirft die Frage auf, wie unterschiedlich Begegnungen von Spitzenfußballern mit politischen Akteuren bewertet werden. Und wer…

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Wieder eine engstirnige, moralinsaure und letztlich besserwisserische Debatte im Land der Abgehängten. Die Tausendste, die nur wieder zeigt, wie selbstgerecht und intolerant wir sind.

Zur Klarstellung: Ich stimme inhaltlich ja tendenziell zu. Aber: Wer mit dem Zeigefinger auf Andere zeigt, zeigt immer auch mit vier Fingern auf sich selbst. Insofern: Leben und leben lassen!

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Was für ein zum Tenor des Artikels unpassender Kommentar.

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Liebe Katrin: natürlich kann man die Golfpartie mit Trump kritisieren, keine Frage. Die Diskussion darüber wurde ja auch im Thread zu Harry Kane hier im Forum geführt.

Einen gewissen Vergleich zu Mesut Özil zu ziehen halte ich allerdings für nicht zielführend. @willythegreat hat im Thread zu Harry Kane folgendes geschrieben, dem ich absolut und uneingeschränkt zustimmen möchte:

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Der Text lässt mich schon etwas sprachlos zurück. Dass der Fall “Özil” mit Kane eben NICHT vergleichbar ist, wurde in der Kurve ja schon ausgeführt - oder gibt es irgendwo das Foto von dem Treffen, dass Trump im Wahlkampf eingesetzt hat? Gibt es überhaupt ein Foto? Alleine die Tatsache, dass das jetzt 1,5 Jahre her ist, zeigt doch, dass Kane damals nicht “instrumentalisiert” wurde.

Was ich aber am krassesten finde, ist dieser Satz: “Die Erwartungshaltung, jeder Fußballspieler müsse sich auch politisch positionieren, ist überzogen. Und ehrlichgesagt will man das in vielen Themen auch einfach nicht, wenn man bedenkt, wie sehr sich einige Männer für Experten in jedem Gebiet halten.”

Heißt das im Umkehrschluss - und bedenkend, wie penibel MSR auf das Gendern achtet: Bei Fußballspielerinnen wäre das OK, weil Frauen sich nicht so sehr “für Expertinnen in jedem Gebiet halten”? Warum hier “Männer” und nicht “Menschen”?

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Schade, dass Du das so siehst. Aber natürlich in Ordnung.

Euer Artikel ist nicht polemisch oder polarisierend formuliert - alles fein.

Edit: Die Überschrift ist allerdings mehr als fragwürdig.

Mir kommt diese moral- und wertebetonte Diskussion aber oft wie „Gratismut“ vor, bei all den Baustellen, die wir selbst haben.

Zudem interessiert sich für unsere Meinungen und Diskussionen im Rest der Welt leider niemand mehr. Erst recht nicht, wenn wir alle Personen des öffentlichen Lebens, die sich mit Trump treffen, an den Pranger stellen. Da schlägt Idealismus den Realismus. Nun ja, er versuchts…

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Finde den Kritikpunkt fair. Es ist zwar durch Studien beweisbar, dass Männer insgesamt deutlich mehr unter Selbstüberschätzung leiden als Frauen, aber das tut hier nichts zur Sache. Ich habe den Satz rausgenommen. Die Argumentation funktioniert auch ohne.

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“Es ist aber gleichzeitig eine falsche Sicht der Dinge.”

Keine Sorge, sie weiß dagegen, was richtig und falsch ist.

Ja, man kann zu dem Thema verschiedene Sichtweisen haben, aber dass es einen Artikel braucht, noch dazu in dem Stil…. Der mit großem Abstand schwächste, weil unfassbar peinliche Artikel hier auf MSR, einer sonst tollen Seite mit Weltklasse-Artikeln

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Normalerweise, will ich mich zu politischen Aussagen oder statements nicht äußern.

Aber der Folgesatz: Er sollte nicht so einfach davonkommen, impliziert einen Ansatz den ich nicht unkommentiert stehen lassen kann und will.

Muss der Spieler vor irgendetwas flüchten, hat er sich eines Verbrechens (!) SCHULDIG gemacht, die den Leser veranlassen sollten, mit allen Mitteln den Übeltäter mindestens zur Rede zu stellen ?

Der Mensch Kane hat mindestens seit seiner Ankunft in Deutschland aus meiner bescheidenen Perspektive alles dafür getan, dass er sich integriert, höflich im Umgang mit seinem Umfeld war und ist und Mitspieler gerade nach Niederlagen Größe gezeigt hat.

Und jetzt sollte er nicht so einfach davonkommen ?

Die Parallelen vor allem mit Meszut Özils Werbeauftritt herbeizuschreiben sind da schon grenzwertig.

Ich gehe fest davon aus, dass clicks nicht die Intention der Überschrift war, aber die sind dem Blog diesmal gewiss.Spätestens wenn der Boulevard in England das Thema aufgreifen sollte.

Das der Orangenmann das größte Übel unserer Zeit zusammen mit dem Zaren aus Moskau ist, bleibt 100% unbestritten.

Einen unbescholtenen Menschen aber nicht einfach so davonkommen lassen zu wollen, weil der mit einem senilen 80 Jährigen drei Stunden Golfen war, geht für mich zu weit.

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ob es vernünftig ist mit einem der furchbarsten menschen (neben putin) eine runde golf spielen zu gehen mit all der öffentlich aufmerksamkeit die man bekommt wird wohl nur HK beantworten können.

ich hätte ihn zumindestens für so vorausschauend gehalten das er so einem treffen einfach absagt und sich nicht mit diesem psychopathen in verbindung bringen lässt.

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Der Artikel lasst mich auch fassungslos zurück. Nur weil Harry Kane eine Einladung des US-Präsidenten nicht ausschlägt und ihn nicht gleich aktiv kritisiert, sondern sich komplett diplomatisch raushält, darf man ihn nicht so einfach “davonkommen” lassen? Geht’s noch?

Wie ist es dann mit King Charles, der hat sich ja auch Trump gegenüber kooperativ verhalten - wollt ihr nicht lieber den kritisieren, der hat beruflich damit zu tun ??

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Der Artikel hat mich gerade etwas aufgewühlt. Die Fajitas mochten nicht so richtig schmecken aufgrund des Gelesenen. Das kommt bei mir ganz selten vor. Eigentlich nie.

In einem anderen Thread hat es erst gestern „geherbstlt“. Heute immer noch im Juli scheinen die Äpfel und Birnen vertauscht worden zu sein. Die Sehnsucht nach der dritten Jahreszeit scheint groß :wink:

Aber ernsthaft. Der Artikel zieht für mich zwei Dinge zusammen, die nicht wirklich zusammengehören. Der Özil-Vergleich hinkt an zwei Stellen gewaltig.

Erdogans Foto mit Özil war kein zufälliges Zusammentreffen, sondern Teil eines Wahlkampfs. Erdogan suchte gezielt Fototermine mit prominenten Deutschtürken, um die Diaspora zu mobilisieren, und Özil wurde dabei benutzt, ob er wollte oder nicht.

Kanes Golfrunde war das Gegenteil davon. Sie fand privat statt, wurde von Trump nicht für eine Kampagne inszeniert, und ist erst im Nachhinein öffentlich geworden, weil Trump selbst davon erzählt hat. Das eine ist ein kalkulierter politischer Auftritt, das andere ein privater Ausflug, der später politisiert wurde. Der Unterschied ist nicht kosmetisch.

Der zweite Punkt wird im Artikel sogar selbst angesprochen, dann aber seltsam unterbelichtet. Die Wucht der Özil-Debatte hatte eine ethnische Schlagseite, die bei Kane naturgemäß gar nicht existiert. Ein gutes Stück der damaligen Häme hatte mit Rassismus zu tun und nicht mit der politischen Bewertung des Fotos. Das unter „unterschiedliche Bewertung von Politiker-Treffen“ zu verhandeln, verwischt für mich mehr, als es erklärt.

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Ich glaube die Reaktionen zeigen dann auch, dass das Forum hier doch eher konservativ ist. Auf Reddit oder Twitter lese ich viel mehr Kritik zu Kane.

Ich finde es schade, klare Argumente mit „konservativ“ tot zu schlagen anstatt sich ernsthaft mit ihnen auseinandersetzen. Bei reddit ist Empörung übrigens Programm. Nur so nebenbei.

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Der Vergleich mit Özil hinkt ein wenig, aber meine Antwort hierauf: „Muss man eine solche Einladung überhaupt annehmen, wohl wissend, was das auslösen kann und wird?“ ist ein klares Nein. Wenn man die Wahl hat, ob man zu so einem Treffen geht oder nicht, dann geht man nicht. Punkt.
Es ist auch komplett egal, ob man „unpolitisch“ ist. Mit so einem Treffen wird man zwangsläufig politisch, ob man will oder nicht. Das an sich finde ich aber nicht mal schlimm, weil ich persönlich nicht finde, dass Politik im Fußball nichts zu suchen hat. Der Fußball ist ja ganz offensichtlich hochpolitisch.
Mein Punkt ist eher, dass man mit so einem Treffen Menschenfeindlichkeit legitimiert. Für mich spielt es auch keine Rolle, dass es kein klassischer PR-Auftritt war, sondern ein privates Treffen. Wenn sich ein Donald Trump und ein Harry Kane treffen, kann man davon ausgehen, dass es früher oder später an die Öffentlichkeit kommen kann. Ich unterstelle Kane keine bösen Absichten und ich finde ihn charakterlich echt super. Aber ich bin schon enttäuscht und finde, dass man diese Aktion kritisieren muss.

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Ich spreche niemanden ja niemanden hier die Meinung ab oder Versuche sie tot zuschlagen. Ich verstehe ja auch wie im anderen Thread geschrieben, warum Kane das gemacht hat und warum man das auch nicht so kritisch sehen muss. Ich finde nur das Verteidigen von Idolen ist eher konservativ.

Aufgrund der Überschrift werde ich den Artikel nicht lesen!
Und: egal wer welche Meinung von Trump hat und das zurecht oder nicht. Er ist der amerikanische Präsident. In dem Amt wäre er definitiv nicht wenn er ein kompletter Vollidiot wäre. Wohingegen beim Bundeskanzler… aber lassen wir das.

Ganz ehrlich: dieses Golfspiel vor 1,5 Jahren juckt mich genau nullkommnull. In Zahlen: 0,0. Wenn jemand alles was Kane in dieser Zeit geleistet hat anders bewerten will - bitte. Für mich ändert das rein gar nichts.

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Wenn du so berühmt bist gibt es ja eigentlich keine privaten Treffen mehr. Wenn einer von uns Forenmitgliedern mit Trump essen gehen oder Golf spielen würde, würde es wirklich keine Medienaufmerksamkeit geben. Aber bei Kane wird jeder Schritt verfolgt und jede Aktion kann und wird oft auch berichtet und dadurch kann es auch immer eine Instrumentalisierung geben. Aber Kane wird für seine ständige öffentliche Aufmerksamkeit ja auch fürstlich bezahlt.

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Was dann der Punkt??

Aber es kam jetzt 18 Monate nicht raus. Erst Trump selbst hat es erzählt.

Es ist so oder so politisch. Ob er hin geht oder nicht. Wenn er nicht hingeht sofort.

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Niemand verteidigt hier ein “Idol".

Es geht um etwas Größeres. Du bist jung und siehst komplett zurecht vieles kritisch, was verurteilenswert ist. Wenn man ein paar Jahre mehr Lebenserfahrung hat, stellt man fest, dass die Empörung in einem eher privaten Raum wohlfeil ist, aber absolut nichts bewirkt. Also: wenn es euch so wichtig ist, geht raus in die Politik oder in NGOs und tut aktiv was.

Aber lasst uns hier im Forum das kleine Vergnügen, einfach mal über Fußball zu reden. Im Miasanrot-Form Harry Kane als Problem zu brandmarken, ist moralische Selbstbefriedigung …(sorry für die Wortwahl, aber mir fällt gerade nichts politisch korrektes ein).

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