Könnte ein Zusammenschluss der vier Top-Ligen helfen?
Poah, da bin ich nicht so optimistisch (oder wäre das dann pessimistisch?). Sportligen haben ja schon generell die Tendenz zu einer Konzentration zu einer “Winner takes it all”-Liga. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass die EPL diese Sonderstellung auf Dauer behält.
Das glaube ich nicht. Die Premier League ist auch nicht angewiesen auf einen Wirtschaftsboom in UK - den es dort in den letzten zehn Jahren ja auch nicht gab. Klar spielen lokale Wirtschaftskraft rein, aber so eine direkte Wechselwirkung sehe ich hier nicht.
Ja. Sehe ich schon länger. Das wäre eine klassische Antwort aus dem Ökonomie-Handbuch. Demnächst mehr von mir dazu.
Wäre das nicht dann quasi die Super League mal absehen von den Mannschaften aus England?
Auf den Artikel bin ich jetzt schon sehr gespannt.
Wenn man es so will könnte man daraus auch eine EU-Super-Liga machen. Dann mit Mannschaften aus den größten Ballungsräumen der EU. Der Fußballromantiker in mir, sofern es diesen noch gibt, findet das nicht schön, aber ich kann mir zumindest Vorteile in der Vermarktung und auch eine sportliche Attraktivität vorstellen.
Die erste Liga würde sich ja quasi von selbst aufstellen:
- Bayern
- BVB
- RB
- Leverkusen
- AC Milan
- Inter
- Neapel
- Juve
- PSG
- Monaco
- Lyon
- Marseille
- Real
- Barca
- Atletico
- Villareal
Du denkst noch zu sehr wie ein Traditionalist ![]()
Wenn ich an eine finanzielle Superliga denke, wäre meine Liga mit einem Verein aus:
- Rhein-Ruhr
- Paris
- Amsterdam/Rotterdam/Den Haag
- Madrid
- Rhein-Main
- Barcelona
- Berlin
- Hamburg
- Mailand
- Rom
- Athen
- Brüssel
- Warschau
- Marseille
- Manchester
- Budapest
- München
- Wien
Dann hätte man eigentlich nur Ballungsräume ab ca. 3 Millionen Einwohner. Doppelnennung in einem Land könnten noch durch skandinavische Regionen getauscht werden.
Mit den jeweiligen Einzugsgebieten hätte man Finanzkraft, Werbewirkungen und vermutlich auch gute Besuchszahlen.
ein bisschen romantik muss oder darf ja auch sein ![]()
Nur ein Gedankenspiel nach dem Vorbild der NFL. Die Superliga ist eine geschlossene Gesellschaft. Es gibt ein Salary Cap, das allen Teams den gleichen Betrag für Gehälter zusichert. 32 Teams nehmen teil, die ihre Plätze nach Standorten zugeteilt bekommen und nicht unbedingt nach aktueller Stärke der heimischen Vereine.
Die Liga besteht aus 32 Mannschaften, die in 8 Divisionen nach regionalen Aspekten unterteilt werden. Die 4 Teams in einer Division spielen pro Saison 2mal gegeneinander, um auch lokale Rivalitäten zu fördern. Gegen alle anderen Teams findet jeweils ein Spiel statt. Das Heimrecht wechselt dabei jedes Jahr. Somit sind es 34 Saisonspiele für jedes Team. Die besten 16 Teams kommen in die Play-Offs, die dann mit Hin- und Rückspiel ausgetragen werden nach einem festen Turnierbaum. Die Maximalanzahl an Spielen für ein Team liegt somit bei 41, was im Vergleich zur aktuellen Anzahl an Spielen für ein Topteam sehr moderat ist.
Die 3 größten Ligen (Deutschland, Italien und Spanien) bekommen je eine eigene Division mit 4 Teams. Frankreich und Portugal erhalten 2 Startplätze, alle anderen Länder jeweils einen. Pro Stadt gibt es maximal 1 Team.
Die 8 Divisionen
Deutschland: München, Berlin, Dortmund, Hamburg
Spanien: Madrid, Barcelona, Sevilla, Valencia
Italien: Mailand, Turin, Rom, Neapel
Nord: Stockholm, Oslo, Dublin, Glasgow
West: Paris, Marseille, Porto, Lissabon
Zentral: Zürich, Kopenhagen, Brüssel, Amsterdam
Ost: Wien, Prag, Budapest, Warschau
Süd-Ost: Zagreb, Belgrad, Athen, Istanbul
Jedes Team hat nur eine Profi-Mannschaft und keine eigene Nachwuchsabteilung. Neue Spieler werden nach den Platzierungen des Vorjahres auf die Teams in einem Draft-System verteilt. Wechsel zwischen den 32 Teams sind nur noch ohne Ablösesummen möglich, indem man Draft-Picks abgibt bzw. Spieler untereinander tauscht. Durch das Salary Cap wird es fast unmöglich, auf allen Positionen etablierte Weltstars zu haben, weshalb auch die Teams, die aktuell nicht konkurrenzfähig sind, die Chance auf namhafte Spieler haben und sich das Niveau immer mehr angleicht.
Die Konkurrenz zur PL schaltet man dahingehend aus, dass alle Nationalverbände, die an der neuen Liga teilnehmen, zusichern, dass sie nur Spieler für ihre Nationalteams nominieren, die in einem der 32 Teams der Superliga auflaufen bzw. in einer unteren Liga eines der Mitgliedsländer aktiv sind.
Zusätzlich zur neuen Superliga gibt es nach wie vor nationale Ligen mit Auf- und Abstieg im bisherigen System, die dann den nationalen Meister ausspielen und sich - falls gewünscht - auch untereinander messen können. Sie bilden in gewissem Sinne auch den Unterbau für die Superliga, denn ihre besten Spieler werden danach streben, sich für den jährlichen Draft zu registrieren und dann von einem der Teams gewählt zu werden, weil das Niveau und die Bezahlung dort höher ist.
Mir ist bewusst, dass dies ein radikaler Schritt wäre. Einige Länder würden es bestimmt sehr begrüßen. Man hätte auch mehr Kontrolle darüber, dass ein ausgeglichener Wettbewerb entsteht. Die Gesamtbelastung für die Spieler würde sich etwas verringern.
Der ist gut….20 haha
Ein NFL-Modell halte ich für sehr unrealistisch. Wieso sollten Bayern und Co. einer Liga beitreten, in der es 31 Konkurrenten mit den selben Mitteln gibt? Dann stünde man schlechter da als aktuell, wo man garantiert unter den Top 8 ist.
Die Standort-Idee würde auch dazu führen, dass dann weiterhin europäische Schwergewichte in der Champions League spielen würden. Wenn ich mir dann in der CL Atletico gegen Milan anschauen kann, wieso sollte ich mir stattdessen Austria Wien gegen Sparta Prag in der Super League anschauen? Das finanzielle Risiko wäre da auch so unfassbar hoch, dass das realistisch nicht zu finanzieren ist.
Wie eine Super League realistisch existieren kann, hat der Basketball vorgemacht. Und aus diesem System heraus fangen sie nun an, gezielt Standorte aufzubauen (Dubai).
Natürlich ist Willys Idee unrealistisch. Wirst du so nicht organisiert bekommen. Dafür geht es zu vielen Teams im aktuellen Modus viel zu gut, ganz klar.
Ich halte sie trotzdem für sinnvoll. Allein aus dem europäischen Gedanken heraus fände ich so etwas großartig.
Fakt ist, dass die großen kontinentalen UCL-Teams ihren nationalen Ligen entwachsen sind. Und die Schere geht eher weiter auseinander. Ich halte das für ein großes Problem. (Es ist ja bezeichnend, dass wir das selbst hier in der MSR-Kurve thematisieren, obwohl Bayern einer der großen Profiteure der Situation ist.)
tschakka ![]()
Der Viertelfinal-Sieg des FC Bayern über Real Madrid wirkt sich auch auf die Fünf- und Zehnjahres-Wertung aus. In beiden UEFA-Rankings ziehen die Münchner an den Königlichen vorbei.
https://www.kicker.de/bayern-ueberholt-real-in-zwei-uefa-rankings-1211051/artikel
Wer noch etwas Zeit und Lust zum Kopfschütteln hat: fünfteiliger Podcast des Deutschlandfunks