FC Bayern: Wechsel von Lina Magull zu Inter Mailand aus vier Perspektiven

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Lina Magull verlässt den FC Bayern München im Winter und schließt sich Inter Mailand an. Ein logischer Schritt für alle Beteiligten? Der Transfer aus vier Perspektiven. Franz Beckenbauer ist tot: Ein NachrufMSR316: Es schüllert nicht mehr soUnterstütze unsere Arbeit jetzt bei Patreon! Überraschend kommt es nicht, dass Lina Magull den…

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Danke für den Beitrag.
Gute sachliche Einordnung des Transfers.

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Da kommt einem zwangsläufig der Wechsel von Götze nach Eindhoven in den Sinn, auch wenn die Ausgangslagen dann doch deutlich unterschiedlich sind. Doch in der Art der Selbstreflexion ist es absolut vergleichbar und für Magull selbst liegt hier auch eine vergleichbare Chance.

Ich wünsche ihr für diesen Schritt alles Gute und nur das Beste!

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Steckt Inter da so viel Geld rein? Einerseits keine Topadresse, kein CL-Team, aber große finanzielle Mittel?

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Inter verfolgt dann wohl die ähnliche Strategie die man auch lange bei den Männern gefahren ist, ältere gute namhafte, bei anderen Clubs nicht mehr (so) zum Zuge kommende Spieler-innen, die viel Erfahrung mitbringen und gleichzeitig eher weniger kosten. Lukrative Tax breaks können sie nicht mehr anbieten, denke es ist eine rein sportliche Herausforderung um sie herum ein Team aufzubauen das mit denen von Juve und Roma mithalten kann.

Mailand ist natürlich auch eine wunderschöne Stadt, und Inter wird ihr vergleichsweise doch die eine oder andere Annehmlichkeit anbieten können (der finanzielle Aufwand ist bei den Damen ja vergleichsweise gering, könnte also schon sein, dass sie insgesamt einen besseren Deal hat als bei uns).

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Nein. Also nicht so viel mehr, dass Geld das ausschlaggebende Argument ist. Mein Argument ist eher, dass sie nicht extreme Einbußen hinnehmen wird müssen. In der Serie a ist in den letzten Jahren viel passiert. Die wird im Kontext also gut verdienen.

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Ich erinnere mich, dass Sie Lina als eine der Besten in der 6er-Position bezeichnet haben. Nach dem Spiel gegen PSG in der Saison 21/22. Man kann nicht davon ausgehen, dass Georgia Stanway auf der zentralen defensiven Mittelfeldposition besser ist als Lina Magull, nur weil der Trainer Stanway in dieser Rolle spielt. Warum hat Alex Strauss beschlossen, Stanway als 6er (oder zentrale defensive Mittelfeldspielerin) zu spielen, während sie bei ihrem vorherigen Verein als 10er, Flügelspielerin und 8er spielte? Denn er sah Stanway als 6er für England bei der EM spielen. und er sah Lina Magull als 10er für Deutschland bei der gleichen EM spielen. Damals wurden Annahmen getroffen.
Alex Strauss hat nie versucht, Magull im zentralen defensiven Mittelfeld zu spielen. Woher weiß er also, ob sie schlimmer ist als Stanway?
Tatsächlich hat Strauss nie versucht, jemanden außer Zadrazil und Stanway in Pivot zu spielen. Wobei wir wissen, dass Lohmann auch im zentralen defensiven Mittelfeld spielen kann. Als sie und Magull solche Rollen spielten, dominierten sie das Mittelfeld gegen PSG.

Man kann argumentieren, dass Lina Magull als 6er für die Bayern hätte spielen sollen. Die 10er-Rolle könnte für Lina zu diesem Zeitpunkt mental zu anspruchsvoll sein. In einer tieferen Rolle hätte sie mehr Zeit am Ball gehabt und hätte das getan, was sie am besten kann: das Spieltempo bestimmen und den Ball verteilen. In dieser Rolle hätte sie mehr Berührungen gehabt und wäre stärker in das Spiel involviert gewesen. So hätte sie ihr Niveau halten können. Viele Spielerinnen wechseln mit zunehmendem Alter in tiefere Rollen.
Dasselbe Argument kann für Lohmann vorgebracht werden. Sie ist körperlich und sehr technisch (gut unter Druck). Perfekt für das zentrale defensive Mittelfeld. In dieser Rolle kann sie auch Disziplin und Geduld lernen (da es ihr in ihrem Spiel fehlt).
Sowohl Stanway als auch Zadrazil sind technisch nicht stark genug, um das Mittelfeld zu kontrollieren. Bayern braucht Spielerinnen wie Lohmann oder Magull/Kerr (?) im zentralen Mittelfeld. Wenn man bedenkt, dass Strauss Ballbesitzfußball will. Die Annahmen von Strauss führten also zu einer falschen Konstellation.

Es gab also eine Möglichkeit, Lina Magull nicht zu verlieren. Der Trainer hätte sie zum Teil des zentralen defensiven Mittelfelds machen können. Er hätte drei Spielerinnen für den Pivot gebrauchen können.
Und warum versuchte Strauss, den technisch schwachen Damjanovic als 10er zu spielen? Während Linda Dallmann verfügbar war. Linda Dallmann ist Bayerns beste Spielerin zwischen den Linien. Sie glänzte in der letzten Saison bis zu ihrer Verletzung als 10er. Wie schnell vergessen die Leute das. Es ist unglaublich. Jetzt ist es immer Harder als 10er. Aber warum, wenn Linda Dallmann doch bewiesen hat, dass sie als 10er für Bayern herausragend ist? Harder muss mit Linda konkurrieren. Linda Dallmann ist eine einzigartige Spielerin. Harder kann nicht das tun, was Linda kann (auf engstem Raum spielen und Platz zwischen den Linien finden). Und Bayern und Deutschland haben Glück, sie zu haben. Eine solche Spielerin hat der FC Bayern bereits verloren (Lina). Es wäre eine Katastrophe, Linda zu verlieren.

Weil Magull 2023 nicht mehr die Magull von damals war. Das war in jedem einzelnen Spiel zu sehen. Egal, wo sie spielte und für wen. Ihre Leistungen stimmten nicht mehr. Stanway ist auch dann eine bessere Achterin/Sechserin als Magull im Moment, wenn es nicht ihre optimale Position ist. Im Sommer werden aber noch mehr Leute verstehen, was gerade im Mittelfeld passiert. Darüber kann und werde ich aber aktuell nicht reden.

Na ja, eine vage Vermutung: Er sah beide Spielerinnen tagtäglich im Training und führte mit ihnen Gespräche.

Lohmann ist alles, aber keine Sechserin. Schon gar nicht in der Rolle, die Stanway und Zadrazil im Mittelfeld haben. Aber nochmal: Warte einfach den Sommer ab.

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Magull körperlich auf der 6 geht mMn nicht.

Ui! Ich bin seeehr gespannt… und das zaubert doch ein Lächeln auf meine Lippen

Ich hoffe ja das wir die Spielerin verpflichten die uns fehlt (im Prinzip wie bei den Männern), und dann als H6 hinter Stanway das Spiel strukturieren kann.

Magull war gestern live bei Sky zugeschaltet und nmE in keinster Weise irgendwie sauer auf den FCB.

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Dann packt man an der richtigen Stelle an.

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Wenn man Harder auf der 10 sieht, dann fehlt uns aber noch eine echte Abschlussspielerin, trauere immer noch der ablösefreien Russo hinterher.

Und eine gute Torhüterin.

Wenn sie wüssten wen wir schon alles sicher haben.

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Lohmann ist alles, aber keine Sechserin. Schon gar nicht in der Rolle, die Stanway und Zadrazil im Mittelfeld haben. Aber nochmal: Warte einfach den Sommer ab.

Aber sie ist auch keine Flügelspielerin, aber Strauss besteht darauf, sie auf dieser seltsamen Position der rechten Mittelfeldspielerin einzusetzen. Lohmann ist ein 8er und kann neben Stanway oder Zadrazil gegen bestimmte Gegner spielen. Lohmann hat in ihrer jetzigen Rolle kaum Einfluss auf das Spiel (so eine freie Rolle bringt auch den Angriff der Mannschaft durcheinander). In dieser seltsamen Rolle muss sie mit Dallmann konkurrieren. Alles deutet auf ihren Abschied hin.

Na ja, eine vage Vermutung: Er sah beide Spielerinnen tagtäglich im Training und führte mit ihnen Gespräche.

Nun ja, selbst im Training hätte Magull auf derselben 10er-Position spielen können. Auch ein Pflichtspiel kann Ihnen mehr über die Spielerin verraten.
Insgesamt können die Entscheidungen von Alex Strauss sehr seltsam sein. Als würde man Alara Şehitler als zentrale Mittelfeldspielerin spielen (das Mädchen ist ein großes Talent als Spielmacherin/10er).

Im Sommer werden aber noch mehr Leute verstehen, was gerade im Mittelfeld passiert. Darüber kann und werde ich aber aktuell nicht reden.

Was wird im Sommer passieren? Würden die Bayern eine technisch starke Mittelfeldspielerin verpflichten, die 6er spielen kann? Ich hoffe es. Wenn die Bayern (und Strauss) die Spiele dominieren wollen, müssen sie das Mittelfeld von Stanway-Zadrazil hinter sich lassen. Eine bessere Stürmerin, eine weitere Flügelspielerin (wenn Gwinn RV bleibt) und eine technisch starke Mittelfeldspielerin sind die letzten Stücke, die Bayern dem Erfolg in Europa näher bringen können.