FC Bayern München – Kaderanalyse, Teil 3: Baustellen

Thomas Müller entspricht absolut diesem Spielertyp.
Aber sonst? Kimmich hatte ich mal als potenziellen Nachfolger eingeschätzt, er wirkt aber zu verunsichert in den letzten Jahren.
Früher kursierte ja der Spruch: Zuviele Häuptlinge, zuwenige Indianer.
Heute scheint das Problem: Es ist eher umgekehrt…

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Wahrscheinlich eher so: zu viele, die sich selbst als Häuptlinge sehen, de facto aber keine sind …

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:thinking:
#…ÜberDie(Unbed!ngtTreff-sichere/…Weg-weisende)Kader-analyseZurBaustellen-/…Bedarfs-ana…-able!tung_oderMalAbgesehenDavonDassDavies/GuerreiroEbenKe!neLV//KimmichKe!nDM-ler/…Sechser//Goretzka/LaimerAlsZM-ler/…AchterWen!gReü…Synergie-rend//GnabryKe!n(Echter/…Breite-gebender/Bindender)L/RA(SowieDah!ngehendDieFrageDerFüß!gkeitEigentlichKaumEineGraduelle/TrainerspezifischeDennEherTakt!sche/…EineDerVariabilität)Vielmehr(Gleich-samPersonal-un-aufwändige)2+x-Opt!onen/Position(QuaRes!lienz)Wünschens-wert:er(…ZudemScheintMirDieSuper:Star-Kate…-QuantifizierungTier-ischWill…Fragwürdig/…Relat!vÜberhöht)!? :face_with_monocle:
:confused:

:grimacing:

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Aktuell rechne ich den FC Bayern nicht mehr zu den drei besten Klubs der Welt. Dafür haben wir zu viele Baustellen. Zu einem Weltklasseverein gehören Souveränität und Dominanz. Beides haben wir in letzter Zeit arg vermissen lassen.
Noch ein kurzer Satz zur Kaderanalyse: Nimmt man Neuer und Müller aus dem Kader, dann stimmt auch das Durchschnittsalter wieder.

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Kimmich sehe ich überhaupt nicht als Führungsspieler. Dafür macht er viel zu viele Fehler, turnt bei schlechtem Spielverlauf überall auf dem Feld rum anstatt zu dirigieren und gibt dem Spiel nicht die Impulse, die es dann eigentlich braucht. Und er ist zu verkrampft, da fehlt ihm einfach die Lockerheit, um in Drucksituationen auch entsprechend auftreten zu können.
Müller ist vom Typ her einer, der die Mannschaft mitreißen kann und will. Zudem ist er ein integrierender Typ. Manchmal fehlt ihm die technische Qualität. Aber er ist noch am ehesten ein Leader im Team.
Das Häuptling-Indianer-Problem sehe ich allerdings etwas anders und so wie @gerhard : Wir haben zu viele Spieler, die sich für Häuptlinge halten, aber keine sind. Doch für Indianer sind sie sich zu schade.

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Genau das. Abgesehen davon ist momentan nur Kane in Tier 1, Guerreiro, Laimer, Dier und auch Gnabry in Tier 3.

Insofern ist definitiv der Kader das Problem. Wurde hier auch schon 1.000 mal diskutiert. Wer glaubt schon ernsthaft daran, dass wir seit Kovac nur noch Nieten als Trainer hatten? Das Problem liegt am -und im Kader.

Man wollt eine neue Goldene Generation rund um den Nukleus der deutschen N11 aufbauen und ist komplett gescheitert, weil keiner der Spieler sich zu einem Tier 1 entwickeln konnte.

Bei Kimmich ist zudem seit Covid und drei verpatzten NM-Turnieren deutlich die Blockade sichtbar.

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Absolut. Wobei die Hoffnung auf die Entwicklung zum Top-Spieler das Eine ist. Da kann man sich durchaus verzocken, weil diese Entwicklungen halt von vielen Faktoren abhängen. Doch m.E. wurde unter Salihamidzic der Fehler gemacht, dass man halt allen, von denen man hoffte, dass sie zum Führungs-/Topspieler werden könnten, schon mal das Gehalt gegeben hat, obwohl sie nur das Potenzial dazu haben/hatten. Und so haben wir nun riesige Gehälter an der Backe, die nicht gerechtfertigt sind (Goretzka, Gnabry, Sané, Coman usw.). Das war ein klarer Managementfehler, der leider auch nicht schnell zu korrigieren ist. Wer will schon das Gehalt dieser Spieler übernehmen, wenn man sich deren Leistungen ansieht? Da hätte man damals schlauer verhandeln müssen (z. B. viel stärker leistungs-/erfolgsbezogen). Und nun braucht es eben Zeit, um das zu heilen. Wobei bei Sané und Kimmich ja jetzt die Chance dazu besteht. Verlängern meinetwegen, aber zu deutlich geringeren Festgehältern mit stärkerer Leistungskomponente. Oder aber verkaufen. Wir brauchen nicht unbedingt 7 oder 8 Spieler, die um die 20 Mio/Jahr verdienen, um national und international wettbewerbsfähig zu sein.

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Verstehe ich. Gefällt mir selbst nicht zu 100%, aber deutlich besser als alle Alternativen. Meiner Erfahrung nach sind Tiers in deutscher Wirtschafts- und Sportsprache sehr geläufig. In Teil 2 habe ich den Begriff eingeführt und das hier dazu erklärt:

„Der Anglizismus „Tier“ bietet sich für die verschiedenen Spielerkategorien im Kader an. Tier ist ein ursprünglich im US-Sport und mittlerweile in der deutschen Sportberichterstattung gebräuchlicher Begriff zur Einordnung von Sportlern oder Sportmannschaften in verschiedene Leistungsklassen. Deutsche Alternativen wie Klassen, Niveaustufen, Kategorien oder Segmente klingen unpassend.“

Setz gerne mal testweise deine Vorschläge wie Stufe, Kategorie in zwei, drei meiner Sätze ein. Ich finde, die wirken dann unnatürlicher. „Bayern hat elf Spieler der Kategorie 2 zwei im Kader.“ Das wirft für mich mehr Fragen auf als „Bayern hat elf Spieler des Tiers 2 im Kader.“

Das Tier-Prinzip ist ja gar nicht so neu.
Die halbjährliche Kicker-Rangliste verwendet diese Kategorisierung seit Jahrzehnten.
Gut daran finde ich, dass die kein zwanghaftes Ranking mit Platz 1, 2, 3 usw. verlangt, sondern zwei oder mehr Spieler nebeneinander stehen lässt. Und ggf. Kategorien leer lässt.

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Da hast du was angerichtet. Ich hatte schon vorher ein gewisses Stirnrunzeln bei dem Begriff, jetzt kann ich ihn gar nicht mehr unbelastet lesen. :wink:
Sorry @Georg ist natürlich nur eine belanglose Randnotiz zu einer tollen Studie.

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Musiala glänzt in kleinräumigen, engen Situationen, in denen er sich gegen mehrere Gegenspieler behauptet und dann einen im Idealfall brillianten Pass zu einem nun freien Mitspieler spielt.
Er braucht also Mitspieler, die die Struktur für solche, sehr speziellwn Momente kreieren.

Führungsspieler sind jedoch zumeist Spieler, die eben solche Situationen erzeugen/herbeiführen.

Das strukturell im Grunde gleiche Problem hat auch Müller. Das ist denke ich auch der Grund, warum er auf dem Platz nicht wirklich „führen“, also den Gang des Spiels an sich reißen kann.

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_„(Korrek…Opt!ons-orientierte/…W!der-statische) Kader-/…Synerg!e-analyse“:

  • Davies = L/RA (bzw. L V) / Guerreiro = Z M/…Achter (bzw. L V)

  • Kimmich = Z M/…Achter (bzw. R V)

  • Goretzka = IV (bzw. Z M/…Achter) / Laimer = R V (bzw. Z M/…Achter)

  • Gnabry = H S (bzw. L/RA / MS)

_…„Bedarfs-/…Baustellen-ana…-ableitung“:

  • L V (anstelle eines - „somit“ bereits „4-/…3-fach“ vorhandenen - R Vs)

  • D M-ler/…Sechser (anstelle eines - bereits „5-/…4-fach“ vorhandenen - IVs)

#…>oderNichtErfüllt/…AuftragAnDiePersonal-planerNeuePersonal..äh..KaderplanerGesucht!?! :face_with_peeking_eye:
:grimacing:

:confused:
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:anguished:

Nach deiner Definition ist Müller der Prototyp des Führungsspielers. In der Offensive initiiert er immer wieder Angriffe durch seine Läufe. Sein großes Talent als Raumdeuter ist es nicht nur, die Räume zu nutzen, sondern auch diese Räume durch geschickte Läufe zu kreieren. Viele Angriffsversuche werden dadurch überhaupt erst möglich. In der Defensive hat er sich zum Pressingkoordinator entwickelt, der angibt, wann und wo gepresst wird.

Müller kreiert also die speziellen Momente für Musiala und co.

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Aus gegebenem Anlass - Stichwort Baustellen - wäre mein Kommentar hier wohl besser aufgehoben. Kann man ihn ggf. verschieben?

Blockzitat Was haben erfolgreiche Trainer wie Pep, Zidane, Deschamps und auch Xabi gemeinsam?

Sie waren selbst aktive MF-Spieler und denken das komplette Spiel insofern vom MF her.

Aus meiner Sicht ist das die einzig sinnvolle und erfolgreiche Leseart: Selbst Umschalt-Teams wie RB, der BVB und Andere benötigen Pausen und langsame Phasen. Nur ein gutes MF ist dazu in der Lage, Spiele zu „timen“, also zu be- und entschleunigen.

Das war unter LvG, Heynckes und Pep auch eine Binse.

Danach hat man sich vom MF-Fokus komplett verabschiedet - warum auch immer.

Egal ob TT oder ein anderer Trainer - man muss das MF wieder ins Zentrum stellen :partying_face: und ein Team darum herum formen.

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Das Thema „Timing“ und ruhigere Spielphasen geistert schon seit Ewigkeiten rum.
Seit 2019 wenn ich mich richtig erinnere.

Bloss irgendwie bekommt das ja ein Alonso auch hin in Leverkusen mit Xhaka und Andrichs. Oder sehe ich das so falsch ?

Im Zweifel hätten wir auch Xhaka im Sommer kaufen können…

So richtig gute Alternativen für unser MF lese ich eh nie…

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Ja, sehe ich ähnlich. Entweder man träumt von Rodri, Rice und Tchouameni, oder „Laimer kann das auch“

Dazwischen werden seitens Kaderplanern keine Lösungen überdacht.

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