FC Bayern – Kommentar: Kritik an Thomas Tuchel sollte sachlich bleiben!

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Der FC Bayern München dreht sich im Kreis und dementsprechend wird auch die Berichterstattung rund um Trainer Thomas Tuchel immer kritischer. Zuletzt sorgte ein vermeintliches Zitat für Aufregung. Ein Kommentar.

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Es ist erschreckend, wie es sky geschafft hat, in puncto Seriosität und Anstand sogar noch die BILD zu unterbieten. Würdelos…

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Danke Justin! Dein Kommentar spricht mir aus dem Herzen.

Für einen selbst ist schon viel gewonnen wenn man die PKs schaut. Ist man schon mal nicht mehr auf die Verwurster angewiesen.

Hätte in dem Fall ja auch nicht unbedingt geholfen. Ist ja nicht so, dass etwas von der PK verzerrt wurde.

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War allgemein gemeint :+1:

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warum genau sollte er danach nicht mehr tragbar sein? vor allem, wenn seine Aussage berechtigt ist? und er sie intern im engen Kreis trifft und nicht öffentlich…

ob er es gesagt hat - keine Ahnung… wenn es so war, könnte ich es voll verstehen… :man_shrugging:t2:

Sehe ich ganz genau so. Es ist sein Recht als Chef, über seine ihm untergeordneten Mitarbeiter zu urteilen. In den meisten Fällen ist es sogar üblich. Und da gibt es eben auch mal negative Urteile - zum Wohle des Betriebs. Normalerweise wird dann in der Probezeit gekündigt oder der Vertrag nicht verlängert. Aber so ist das eben mit der Generation Instagram. Feedback wird erwünscht, aber es muss immer positiv sein. Früher haben Spieler Kritik als Ansporn genommen, es allen zu zeigen („Uwe-Seeler-Gedächtnis-Fussball“). Heute brechen sie unter dem „Druck“ zusammen.

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Jetzt fangt aber nicht an, einen Mythos um etwas aufzubauen, was nicht gesagt wurde :wink:

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Tuchel hat das selbst heute ja gesagt. Eine solche Führungspersönlichkeit ist schon deshalb nicht mehr tragbar, weil sie als solche von einem großen Anteil der ihm „untergebenen“ nicht mehr anerkannt wird. Und das vollkommen zu Recht. Wenn dir eine Führungspersönlichkeit quasi attestiert, dass du gelinde gesagt zu blöd für die tollen Ideen der Führung bist, dann ist das Verhältnis sehr schnell kaputt. Es spielt keine Rolle, wie nah man inhaltlich an einer vermeintlichen Wahrheit dran ist. Hier wird es nicht nur zwischenmenschlich kritisch, hier wird quasi resigniert. Fatale Signale in alle Richtungen.

Insofern hat Tuchel recht: So ein Trainer sitzt danach nicht mehr im Mannschaftsbus.

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So sieht es nämlich aus.

Btw: Egal wie berechtigt Kritik an einem Menschen auch ist. Ich würde keinen Chef wollen, der alle Verantwortung von sich schiebt und mir quasi sagt, dass ich nur zu schlecht für seine Ideen wäre.

Auch hier gilt: Sachliche Kritik ist absolut angemessen, auch an der Qualität der Mannschaft. Aber so zu tun, als wären diese Spieler jetzt nicht mehr in der Lage, Anweisungen eines Trainers umzusetzen, ist schon sehr verkürzt und gewollt.

Was ich generell als Problem sehe ist dieser Nebenkriegsschauplatz den man eröffnet mit den Medien.
Klar muss man sich nicht alles gefallen lassen, aber manchmal ist „drüber hinwegsehen“ und sich auf das wesentliche Konzentrieren besser.

Natürlich sind da immer Menschen dahinter, finde aber Tuchel bietet zuviel Angriffsfläche und zu wenig Souveränität.

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Ich stimme dir allgemein zu, aber: In diesem konkreten Beispiel hat er wo die Angriffsfläche geboten? Ich finde es richtig, dass der FC Bayern sich hier positioniert und den Trainer schützt. Denn nochmal: Eine solche Aussage, wenn sie fallen würde, wäre nicht tragbar. Das muss öffentlich korrigiert werden.

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Sorry, aber hast Du das Spiel gegen Lazio gesehen? Der Fehler von Upa hat mit dem Trainer nichts zu tun. Die rote Karte von Kimmich gegen Darmstadt hat nichts mit den Ideen des Trainers zu tun. Dass Sané seit Ende Oktober in bald 40 Versuchen das Tor nicht mehr trifft, hat nichts mit den Ideen des Trainers zu tun. Das sind Formschwächen und vor allem individuelle Fehler wie wir sie seit Jahren bei uns in einer Häufigkeit sehen, die es so vorher selten gab. Da ist es legitim, wenn ein Chef auf diese Fehler hinweist.

Aber leider ist es heute so, dass die meisten Leute unter 30 das nicht mehr abkönnen. Dann ist eher der Chef schuld, weil er es nicht kann/die falschen Ideen hat. Und sei der Chef noch so erfahren und erfolgreich - man selber weiß es im Zweifel besser, obwohl die Fehler bei einem selbst liegen.

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Tuchel selbst hat heute gesagt, dass eine solche Führungskraft nicht tragbar wäre. Und dass er den Satz nicht gesagt hat. Worüber diskutierst du hier eigentlich?

Leider ist es heute so, dass die meisten Leute über 40 es nicht mehr abkönnen, dass Hierarchien und Führungsverhalten anders definiert werden, weil das klassisch-autoritäre Verhalten überholt ist.

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Es geht nicht um klassisch-autoritäres Verhalten - das habe ich in dem Post nicht geschrieben. Aber da geht es schon los. Es werden Dinge reininterpretiert, die so nicht gesagt wurden. Aufmerksames Lesen und Zuhören würde da helfen.

Im Übrigen haben auch schon sehr viele Leute/Führungskräfte über 40 schon verstanden, dass man mit dem Auf-den-Tisch-Hauen nicht weiterkommt. Mir geht darum, dass die Fähigkeit, (gerechtfertigte) Kritik anzunehmen, einfach immer mehr verschwindet. Es ist schon ein Problem, dass negative Dinge kaum noch geäußert werden dürfen. Und falls doch, dann muss vorher erstmal etwas Positives gesagt werden und danach am Besten auch noch wieder etwas Postives.

Die Fähigkeit, etwas Negatives auszuhalten, ist bei jüngeren Leuten inzwischen extrem gering ausgeprägt. Da kann man mit noch so viel Wertschätzung um die Ecke kommen, wenn es mal kein Lob gibt, sondern Fehler angesprochen werden, dann sind die meisten Leute der Millenials sofort anfasst. Natürlich ist es nicht schön, auf eigene Fehler angesprochen zu werden, aber das gehört nunmal zum Berufsleben.

Ein Satz, wie er Tuchel unterstellt wurde, ist in der Tat dafür unangemessen. Aber einem Spieler/Mitarbeiter zu sagen, dass die Leistung nicht stimmt, ist vollkommen legitim. Ich hoffe nicht, dass wir darüber diskutieren müssen.

Grundsätzlich sollten ungerechtfertigte Verallgemeinerungen vermieden werden. Auch heraufbeschworene Generationenkonflikte erweisen sich in der Regel als Narrative. Der wichtigste Führungsgrundsatz bleibt ein alter, Kommunikation ist Trumpf, auf bayerisch: s‘Schmatzn bringt d‘Leid zam und die Kommunikation sollte dabei dem alten nicht umzustoßenden Motto „was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“ folgen.

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Nichts von dem, was du hier einforderst, wurde in irgendeinem Kommentar hier und auch nicht im Artikel in Frage gestellt. Insofern kann ich das mit dem aufmerksamen Lesen gern zurückgeben.

Kritik sollte immer zum Inhalt haben, WIE man etwas gut oder nicht gut gemacht hat, also sich auf das TUN beziehen und niemals auf das SEIN (also zb. Du bist zu schlecht dafür). Wenn ich stattdessen sage, du hast das nicht gut gelöst und so und so könntest du es besser lösen, ist Kritik konstruktiv und nicht destruktiv. Sollte für eine Führungskraft zum Grundwerkzeug gehören, ist in der Realität leider oft nicht der Fall.

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