FC Bayern in Madrid: Ein skandalöser Pfiff, der nichts verändert

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Der FC Bayern scheitert in der Champions League. Als spielentscheidend gilt dabei eine Szene, die das womöglich gar nicht war.

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Ich denke auch, dass die Szene wahrscheinlich ohne Tor geblieben wäre, aber darum geht es mMn nach nicht.
In so einem Fall (wie übrigens auch nach dem nichtgegebenen Elfer gegen Arsenal) muss man sich als Verein wehren und sich in der Öffentlichkeit lautstark positionieren. Für die eigentliche Fehlentscheidung wird es keine direkte Kompensation mehr geben, aber für künftige knappe Entscheidungen kann es durchaus eine Rolle spielen.
Ich denke, dass ein polterndes „Der Schiri sollte bei der EM gar nicht eingeteilt werden, wenn er die Regeln nicht kennt!“ die Möglichkeit einer Pro-Bayern Entscheidung bei einer künftigen knappen Situation deutlicher vergrößert als wie wenn man sportsmännisch sagt „Es war zwar unglücklich, aber wer weiß, ob es zu einem Tor geführt hätte.“

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Einerseits ist es irgendwie schade, dass es kein Spitzenspiel mehr gibt, ohne umstrittene Entscheidungen. Der VAR, der ja alles besser machen sollte, hat den Fokus im Fußball auf eine Nachberichterstattung gelenkt, die sich vom Sportlichen komplett entfernt und fast ausschließlich in Richtung Zeitlupen-Analysen und „was-wäre-wenn“ Diskussionen geht.

Gleichzeitig - so hart die Niederlage war - hat sie mich bei weitem nicht so aufgeregt, wie 2017 das 2:4 gegen Real in der Verlängerung. Die zwei Abseitstore von Ronaldo empfand ich damals als absoluten Beschiss. Ich konnte es schlichtweg nicht fassen, dass in so einer Partie, bei der so viel auf dem Spiel stand, das so leicht durchgehen konnte. Und es hat bei mir auch erstmals so etwas wie Conspiracy-Gedanken aufkommen lassen. Leider ist es wie gesagt die Jahre danach - trotz VAR- nicht wirklich besser geworden.

Ich möchte abschließend anmerken, dass es am Mittwoch übrigens De Ligt war, der den vermeintlichen Ausgleich erzielt hätte. „Mister Champions League“ war davor schon (bis zu Neuers Patzers) wohl bester Bayern-Spieler. Wir brauchen viel mehr von solchen Typen nächste Saison. Spieler, die in alles-oder-nichts-Spielen über sich hinaus wachsen. Ich hoffe, der neue Trainer (wer immer es auch sein wird) setzt solche Typen nicht wieder wochenlang auf die Bank. Und ich hoffe das Management setzt den neuen Kader aus solchen Typen zusammen.

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Der Leistungsunterschied war so überdeutlich, dass diese Szene nicht für eine wirkliche Skandalisierung taugt. In ein paar Wochen … oder eher Tagen … denkt kein Mensch mehr daran.

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Im Rückspiel klar.
Im Hinspiel war man mindestens ebenbürtig, mMn sogar die bessere Mannschaft.

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…dass Real erst in der 88.Minute durch einen krassen Torwartfehler wieder im Rennen war :smile::smile:

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Was sagen ManUnited und Chelsea dazu?

Von den relevanten Spieldaten her war Real beim Heimspiel 2017 übrigens ähnlich überlegen wie am Mittwoch.
Über die Abseitstore von CR7 redet man immer noch.
Deine Meinung mit der klaren Überlegenheit wirst du dir ja nicht mehr ausreden lassen. Bei Interesse an anderen Meinungen kannst du einfach mal die Spieldaten beim kicker durchlesen. In der Addition beider Spiele kommen die Reporter dort zu einem ziemlich ausgeglichenen Ergebnis was Ballbesitz, Torchancen etc. angeht und eher nicht zu einer haushohen Überlegenheit.

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Ganz ehrlich: Die Entscheidung fand ich vollkommen daneben. Dass sie mal wieder zugunsten von Real fiel, macht die Sache nicht besser.

Allerdings hatten wir zu diesem Zeitpunkt nur noch eine bessere B-Elf auf dem Platz. Mir fehlt jede Phantasie, wie wir das Ding noch für uns entscheiden hätten können.

Insofern bleibe ich gelassen und sportlich. Es war insgesamt nicht unsere Saison.

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Das meine ich jetzt nicht persönlich. Aber hat u.a. dir (natürlich mir auch) überhaupt die Fantasie gefehlt, dass wir eine realistische Chance haben könnten in dieser Saison im CL Finale spielen zu können?

Und dass Dortmund im Finale steht, war ehrlich gesagt noch viel unvorstellbarer.

Auch Saarbrücken hat niewirklich geglaubt zuerst Bayern, dann Frankfurt und schließlich Gladbach aus dem Pokal zu kegeln.

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oder der Leistungsunterschied zwischen ManCity und Real im Rückspiel?

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Also vorweg: ich nehme die Entscheidung auch eher sportlich. Maximal unglücklich, aber passiert nun mal - auch nicht zum ersten Mal und auch nicht nur uns.

Ich finde diese Aussagen aber hier im Block seltsam:

Um dann anschließend selber mit extremem Konjunktiv zu argumentieren:

Und:

Halten wir zwei Dinge fest:

  1. Der Ball liegt im Tor
  2. Es war eher kein Abseits, wobei die kalibrierte Linie fehlt

Eine Beeinflussung durch den Pfiff mag erkennbar sein, aber nicht so, dass hier jmd. einen Sprint abbricht oder komplett das spielen einstellt - außer am Ende Lunin, der aber auch – im Vergleich zu den anderen Real-Spielern – die geringste Chance hatte den Ball noch zu erreichen.

Ich sehe da auch überhaupt keine „sehr, sehr“ hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Tor verhindert wird. Rüdiger ist zwei Meter entfernt, als Müller den Ball köpft. Als der Pfiff ertönt ist Müller keinen halben Meter vom Ball weg. Wie soll Rüdiger das klären??? Klar kann er evtl noch seine Sprungrätsche gegen de Ligt rausholen, aber das ist doch genauso Spekulation. Genauso bei Militão, bei dem ich die geringste Beeinflussung durch den Pfiff wahrnehme. Genauso könnte Lunin natürlich noch eine Glanztat auspacken.

In der Summe kommt das für mich auf eine 50:50-Situation und damit befinden sich beide Argumentationslinien voll im Konjunktiv.

Einigen wir uns also auf Unentschieden! :ninja:

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Die Überschrift „…, der nichts verändert“, wird meiner Gefühlslage nach dem Spiel überhaupt nicht gerecht. Erst recht nicht die Frage, ob Bayern sich als schlechter Verlierer gezeigt hat. Das war eine ganz ganz schmerzliche Niederlage, die mit Man U, Chelsea oder dem WM Finale 2002 vergleichbar ist. Der Schiedsrichter hat sich in dieser Situation als fachlich inkompetent erwiesen und sollte auf diesem Niveau keine Spiele mehr pfeifen dürfen. Bayern hat nie auf Parteilichkeit des Schiedsrichters argumentiert, sondern nur auf Inkompetenz, und das völlig zurecht. Das Einzige, was „nichts verändert“, ist das nachträgliches Beschweren natürlich das Resultat nicht mehr verändert.

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Meiner Meinung nach ist der Hauptgrund warum von hoch überlegenem Real Madrid gesprochen wird, die Doppelchance mit Pfostenschuss und Neuers Glanztat. Ansonsten war da vor Neuers Aussetzer kein deutliches Chancenplus.

Bei der Szene muss man aber beachten, dass es Konfusion gab, wo der vorhergehende Einwurf ausgeführt werden soll. Tief in der Real Hälfte oder in der Nähe der Eckfahne. Das hätte das Schiedsrichterteam in Ruhe klären müssen. Glücklicherweise kein Tor.

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Schon richtig. Bei Deinen Beispielen handelt es sich aber um Grundannahmen den Saisonverlauf betreffend. Danpassieren immer unerwartete Sachen. Ich hatte auch nicht mit Bayers Durchmarsch gerechnet - wer denn schon?

Hier hatte ich aber die konkrete Spielsituation im Auge. Uns beiden Couchpotatoes war schon nach dem dämlichen Ausgleich klar, dass es nun schief gehen würde. Der FCB hatte einfach alle Patronen verschossen.

Das empfinde ich überhaupt nicht.
Ärgerlich, das auf jeden Fall, aber - für mich - im Leben nicht vergleichbar mit den verlorenen Finals 1999 oder 2012. Von denen hab ich die entscheidenden Szenen wochenlang nicht aus dem Kopf und die Emotionen nicht aus den Knochen bekommen.
Das Spiel vom Mittwoch ist für mich längst abgehakt (und ich widme mich gedanklich wieder voll den unklaren Aussichten für die nächste Saison).

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Ich wünschte, dass ich das auch bei mir sagen könnte: treibt mich schon noch um, das Ganze, so dass ich die beiden Gegentorszenen immer wieder als Film vor mir ablaufen sehe. Das war schon vergleichbar grausam wie 99 und 12, weil das HF garantiert die höhere Hürde darstellte, als sie das Finale hätte sein können, und wir waren soo dicht dran, es zu packen. Erst die von Minute zu Minute größer werdende Hoffnung, dann die verletzungsbedingten Wechsel in der Offensive, so dass klar war, eine Verlängerung würden wir wohl kaum überstehen. Als dann in der 88. das 1:1 fiel, dachte ich, das werden die noch innerhalb der 90+x Minuten drehen. Auch die sehr kurze Aufeinanderfolge der Tore förderte bestimmte ungute Erinnerungen zutage.

Nein, das arbeitet noch… so dicht an ein Finale und einen möglichen weiteren CL-Sieg werden wir unter Umständen für längere Zeit nicht mehr kommen, der neue Modus macht es eventuell zudem nicht einfacher. Günstige Gelegenheit vertan, Umstände sehr ärgerlich.

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Nein, im Fußball wird die Leistung in Toren gemessen, und diesbezüglich waren wir bis zur 88. Minute vorne gelegen.

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In Ordnung…nach diesem Narrativ haben wir das Finale 1999 gegen ManU und das Finale dahoam 2012 zurecht verloren. Wenn das Deine Prämisse ist, hast Du natürlich recht.

(Mal abgesehen davon, dass Real 3:2 Tore geschossen hat und Du Dir damit genau genommen selbst widersprichst … :wink: .)

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Es ist tatsächlich so, dass ich aus 1999 und 2021 (ich kenne selbstverständlich beide Spiele) keine Heldengeschichte machen möchte, und ob wir besser waren damals, ist mir auch heute egal. Wir haben die Tore bekommen und verloren. Basta. Auch vor vier Tagen war das der Fall.

Einigen wir uns diesbezüglich auf ein „we agree to …“. Ich kannes aus vielerlei Gründen nicht anerkennen, dass Real die bessere Mannschaft jemals war, ist und sein wird. Vielleicht sinds religiöse, psychologische, genetische Gründe, vielleicht auch schlicht meine Fanbrille, vielleicht auch die jahrelangen Erfahrungen mit diesem Verein - und besonders einigen Spielern, die ich besonders ablehne. Es gibt wirklich keinen Verein, dem ich weniger gönne. Selbst Dortmund nicht.

So, jetzt kann ich von der roten Couch wieder aufstehen : - )

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