Essen und Trinken - sportlich betrachtet

Gestern war ich auf dem Viktualienmarkt Marillen aus der Wachau kaufen bzw. dies und eine Marillentarte war meine Idee. Erhalten habe ich ein charmantes Marktfrauenlächeln… na ja, wer zu spät kommt, … (Anfängerfehler) und ich habe deinen Post zu spät gelesen. Passiert mir beides nicht mehr. :grinning_face: Danke für den Tipp. Der Reminder für das nächstes Jahr ist aktiviert.

btw: zu Madame Favrier würde ich gerne mal mitkommen. :grinning_face:

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Was für ein schöner Post :slight_smile: . Danke dafür.

Schade, ja. Knapp zu spät warst du. Denke die letzten gab es so vor einer ca Woche, max 10 Tage. I

Ich kann ansonsten, wenn es nicht zwingend welche aus der Wachau sein sollen den Huzcala am Elisabeth Markt empfehlen. Ja, er ist wirklich teuer. Aber seine Ware ist unglaublich gut. was das Gesamtangebot angeht und man hohe Ansprüche an Gemüse und Früchte hat ist er aus meiner Sicht die Nr. 1 der Stadt. Denke der hat bestimmt noch gute Aprikosen, auch wenn die Saison nun wirklich zu Ende geht.

Ich hoffe, es klappt nächtes Jahr wieder mit Sète. Du bist herzlich eingeladen, falls es klappt.
Markt immer Mittwochs. Madame Favrier konnte mir nicht versprechen, ob sie nächtes Jahr wieder auf dem Markt ist. Ihre Beine machen ihr zu schaffen. Ich habe aber die Adresse von ihrem Hof. Ich kann jederzeit vorbei kommen und die Früchte auch dort abholen :). Ich habe auch ihre Telefonnummer :slight_smile: .

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Sauerteigansatz 2.0 (Lievito Madre)

Ich habe mich hier vor längerer Zeit (fast 1 Jahr her) mal an einem Sauerteigansatz versucht: das war eher so semi-erfolgreich, wenn ich ehrlich bin. Es war keine „Vollkatastrophe“, aber der Teig hatte deutlich weniger Triebkraft als gedacht. Und meinen ersten Sauerteigansatz habe ich dann (ausschließlich mein Fehler!) nicht ordentlich nachgefüttert, er war dann schlicht nur noch Bioabfall.

Seit mehreren Tagen versuche ich mich an einem neuen Ansatz: die Grundbasis war ein Bio-Roggenvollkornmehl (50 g), dazu 50 ml lauwarmes Wasser. Erstmals 24 h stehen lassen im Marmeladenglas mit locker aufgedrehtem Dekckel, und vom entstandenen Produkt wieder 50 g entnehmen, wieder 50 g Roggenmehl und 50 g lauwarmes Wasser hinzugeben (jeweils in ein gut gereinigtes, aber nicht sterilisiertes Glas mit 400 ml) und bei recht hoher Zimmertemperatur gehen lassen. Der Rest des Teigs wurde entsorgt, dies immer wiederholend. Nach 5 Tagen war der Teig recht flüssig, ging sehr gut auf mit deutlicher Blasenbildung, der Geruch war schon säuerlich, aber immer noch ganz leicht stechend.

Ich habe dann nach 5 Tagen 2 Tage lang nur noch 50 g Ansatz, 50 g frisches Roggenmehl und 30 g Wasser hinzugegeben (mein Ziel ist eigentlich ein Lievito Madre, ein italienischer, recht fester Sauerteig mit relativ wenig Wasseranteil, der sowohl für Brot als auch Pizza taugt): der Teig wurde dabei zwar fest, ging aber kaum noch auf, roch sehr stark stechend, fast nach Lösungsmitteln - also ein sehr starker Essiganteil.

Dann habe ich wieder 50:50:50 gewählt, diesmal mit einem Weizen-Pizzamehl Typ 00 (mit 12 Prozent Eiweissanteil), 50 g aus dem vorigem Ansatz und 50 g lauwarmem Wasser. Den Deckel wie immer nur lose aufgedreht und nicht luftdicht verschließend. Die Charakteristik des Teigs änderte sich in kurzer Zeit massiv: er ging in 8 Stunden fast auf die doppelte Höhe, bildete wieder kleine Blasen, roch auch deutlich weniger stechend.

Auf dieser Stufe befindet sich mein (angepeilter) Sauerteig ala Lievito Madre gerade: er hat ordentlich Triebkraft, aber es fehlt definitiv noch die Ausgeglichenheit in der Mikrobenentwicklung. Ein paar Tage mehr mit gezieltem Nachfüttern, dann wird das hoffentlich ein stabiler Ansatz :wink:.

PS: Mein Sauerkrautversuch riecht am Glasdeckel schon sehr lecker, ich werde ihn noch 3 bis 4 Tage bei Zimmertemperatur reifen lassen und dann wird er geöffnet und probiert und geht in den Kühlschrank. Ich bin gespannt!

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Please let us know. Ist ja ein lehrreiches Thema.

Selbstgemachtes Sauerkraut mit schnellem Pfannenfladen, griechisch angehauchter Joghurtcreme und Paprika

Heute habe ich mein erstes selbstgemachtes Glas mit Sauerkraut erstmals geöffnet, das beschwerende Schnapsglas und das Deckblatt entfernt, kurz davon probiert und es dann in einem recht schnellen Rezept verwendet. Die Flüssigkeit im Glas steht dabei ordentlich hoch und ist komplett klar geworden.

Das Sauerkraut (mit mittlerweile insgesamt 16 Tagen im Fermentationsprozess bei Sommer-Zimmertemperatur) wurde von mir eher grob geschnitten und nicht ganz fein geraspelt: es sieht daher eher aus wie ein Weißkrautsalat und es schmeckt auch nicht so „brutal“ säuerlich, wie ich es bisher kannte. Das Kraut ist nicht richtig weich und klein, sondern eher grob und noch recht bissfest - und ist dabei trotzdem geschmacklich von einer sehr feinen und angenehmen Säure durchzogen. Geschmack und Geruch sind irgendwie schwer zu beschreiben: es schmeckt deutlich weniger sauer als das Sauerkraut, welches ich bisher gegessen habe, fast eher fruchtig, aber sehr angenehm säuerlich ist es trotzdem, der Geruch hat dabei schon fast etwas Süßliches an sich.

Zutaten (für 3 Personen)

  • 125 g Mehl
  • 160 ml Haferdrink Natur
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • Kreuzkümmel, Oregano und edelsüsses Paprikapulver
  • 8 gehäufte EL selbstgemachtes Sauerkraut (etwa 200 g)
  • griechischer Joghurt mit 10 Prozent Fett mit gutem Olivenöl, etwas Zwiebel und Knoblauch sowie Salz und Pfeffer (am besten am Vortag verrühren und im Kühlschrank durchziehen lassen)
  • eine rote Paprika, klein gewürfelt

Zubereitung (ca. 20 Minuten)

  • den eher flüssigen Teig aus Mehl und Haferdrink mit etwas Salz in einer Schüssel mit einem Schneebesen glatt rühren
  • in der Zwischenzeit eine mittelgroße beschichtete Pfanne auf mittlere bis hohe Hitze aufheizen und die Paprika fein würfeln
  • den Teig in 3 Portionen nacheinander ohne Öl in die Pfanne hineingeben, jeweils etwa 2 Minuten von einer Seite anbraten und dann wenden
  • das Sauerkraut derweil mit Oregano, Muskatnuss, Kreuzkümmel und Paprikapulver in einer Schale vermischen
  • portionsweise jeweils den noch warmen Teigfladen großzügig mit Joghurtcreme bestreichen und dann das gewürzte Sauerkraut sowie etwas von der frischen Paprika darübergeben

Das schmeckte wirklich sehr, sehr lecker! Der Rest des Krauts geht jetzt in den Kühlschrank (ohne Deckblatt und Schnapsglas, die Flüssigkeit steht hoch genug). Kartoffelstampf und Rostbratwurst mit gerösteten Zwiebeln dazu wäre meine nächste Rezeptidee dafür (eher klassisch), aber auch pur schmeckt es durchaus gut. Kurz: es hat sich gelohnt.

Guten Appetit!

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Der Wahnsinn, ich wäre nie auf die Idee gekommen, Sauerkraut selber zu machen, obwohl ich es sehr gerne mag.

Wie sagt man bei uns im Süden “a Hund is a scho!”

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Das selbstgemachte Sauerkraut zusammen mit Kartoffelstampf, Röstzwiebeln und einer Brühwurst: auch sehr lecker!

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Nur für den Fall, dass die Versorgung aus der Wachau und aus Sète mal unerwartet zusammenbricht, hier ein paar Überlebenstipps aus der SZ-Küche:

SZ Plus Artikel als Geschenk: Welche Marillenmarmelade ist die beste?

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Danke für den Hinweis :slight_smile: .

Man kann diese Marmeladen natürlich essen. Die meisten haben ehrlich gesagt mit einer selbstgemachten Marmelade (egal woher die Früchte kommen) sehr wenig gemeinsam.

Jeder der vorgestellten Produkte ist industriell gefertigt. Muss auch, eine handgemachte Marmelade mit diesem Fruchtanteil und teilweise echter beigefügter Vanille wäre für den Endverbraucher gar nicht bezahlbar (wer würde schon 20 Euro für ein Glas bezahlen, aber das wäre wohl in etwa der Preis).

Aus meiner Warte ist es ein anderes Produkt. Aber ich musste schon schmunzeln, als ich die Tage darüber gestolpert bin.

Danke fürs Teilen, @Zaungast !
Da musste ich als ehemaliger Wahl-Ösi natürlich sehen, ob die beste im Test dabei ist. Ist sie leider nicht. Von Staud gibt es nämlich eine Basis- und eine Premiumlinie. Wenn überhaupt, würde ich die Premium-Linie empfehlen:

oder zuckerreduziert

CL-Spieltag #1: FC Bayern München - Bodø/Glimt: Oksekål mit Salzkartoffeln

Bald geht sie endlich wieder los: die neue Championsleaguesaison!

Diesmal starten wir in der Gruppenphase gegen den norwegischen Vertreter Bodø/Glimt. Eine gute Gelegenheit, das norwegische Nationalgericht einmal auszutesten: Fårikål… nein, halt: es ist Oksekål: Fårikål ist die Originalversion mit Lammfleisch (aber ich muss offen gestehen: ich mag Lammfleisch nicht wirklich gerne, obwohl ich es mehrmals probiert habe: es schmeckt mir einfach zu intensiv, teils zu talgig im Geschmack, aber wer Lamm mag, der möge sich natürlich völlig frei fühlen dieses zu verwenden!) - es ist also die Fårikål-Version mit Rind (Okse), die aber auch durchaus in Norwegen gegessen wird. Beim Lammfleisch (mit einem gewissen Knochenanteil) reduziert sich die Schmorzeit um etwa eine Stunde, ansonsten ist das Vorgehen identisch.

Was ist Oksekål? Es ist ein sehr puristisches, wirklich ganz einfach und schnell zuzubereitendes Schmorgericht aus Rindfleisch, Weißkohl, ganzen Pfefferkörnern, Pimentkörnern, Salz und Gemüsebrühe und so etwas wie die norwegische Antwort auf Gulasch. Ich habe es in einem Bräter im Herd zubereitet. Die eigentliche Zubereitungzeit ist recht kurz (15 min für Oksekål plus die Zubereitung der Salzkartoffeln), die Schmorzeit ist mit 4 Stunden dagegen sehr lange - sie ist aber wichtig, um das Fleisch zart zu machen.

Zutaten (für etwa 4 Personen)

  • 1 kg Rindfleisch (hohe Rippe oder Nacken, gut durchwachsen) am Stück
  • 3 Stücke Rindermarkknochen
  • 1 Weißkohlkopf (etwa 1,5 kg)
  • 2 EL ganze bunte Pfefferkörner
  • 2 TL Salz
  • 4 ganze Pimentkörner
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • frische glatte Petersilie
  • zusätzlich Salz für das Kartoffelwasser

Zubereitung (15 min für den Oksekål, 30 min für die Salzkartoffeln, insgesamt etwas mehr als 4 Stunden)

  • den Backofen auf 140 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen
  • den Weißkohlkopf erst halbieren, dann vierteln, den Strunk heraussschneiden und jedes Viertel in vier lange, schmale Spalten schneiden, so dass insgesamt 16 Stücke entstehen
  • das Fleisch und die Markknochen mit Küchenpapier trocken tupfen (nicht waschen), das Fleisch in Würfel mit etwa 4 cm Kantenlänge schneiden
  • 300 ml Gemüsebrühe heiß vorbereiten (Wasser aus dem Wasserkocher und einen selbstgemachten Gemüsebrühwürfel in einer Tasse verrühren)
  • den Bräter auf den Herd stellen, unten in einer Schicht die Häfte der Kohlspalten verteilen, 1 TL Salz und 1 EL Pfefferkörner verstreut darüber geben, das gewürfelte Fleisch mit den Knochenstücken in der Mitte darauf verteilen, darüber die zweite Lage Kohlspalten geben, dann wieder mit Salz und Pfefferkörnern bestreuen. Ein Tee-Ei mit den Pimentkörnern mittig platzieren in der oberen Kohlschicht, die Lorbeerblätter oben auf den Kohl legen
  • die heiße Gemüsebrühe zugießen und auf dem Herd erhitzen, bis die Gemüsebrühe kurz aufkocht. Danach mit Deckel zugedeckt in den vorgeheizten Herd stellen und 4 Stunden lang einfach vor sich hinschmoren lassen
  • 30 min vor Ende der 4 Stunden einen Topf mit ausreichend Salzwasser erhitzen, die Kartoffeln schälen und vierteln und etwa 25 min kochen
  • in der Zwischenzeit die frische Petersilie hacken
  • nach den 4 Stunden den Bräter aus dem Ofen holen, die Knochenstücke, das Tee-Ei und die Lorbeerblätter entfernen und die Kartoffeln im Sieb abgießen
  • in einen tiefen Teller jeweils portionsweise das Fleisch und den zusammengefallenen Kohl mit Sud aus dem Bräter geben, daneben in einer kleinen hohen Schüssel die Salzkartoffeln überstreut mit frischer, gehackter Petersilie anrichten

Der zunächst sehr grobe und rohe Kohl zerschmilzt in der langen Garzeit und zerfließt geradezu im Mund, das bewusst nicht zuvor angebratene Fleisch wird unglaublich zart durch die lange Garzeit und lässt sich mühelos mit der Gabel alleine zerteilen, es erinnert fast an Pulled Pork: Fårikål (bzw. hier Oksekål) ist wohl sehr zurecht das Nationalgericht von Norwegen geworden :face_savoring_food: (es gibt sogar einen eigenen inoffiziellen „Feiertag“ in Norwegen für Fårikål, den Fårikålens Dag, an jedem letzten Donnerstag im September des Jahres). Das portionsweise Einfrieren des komplett abgekühlten Oksekåls sollte kein Problem sein (nur die Kartoffeln bitte nicht mit einfrieren, sondern diese jeweils frisch zubereiten).

Guten Appetit - und auf einen Sieg im ersten Gruppenspiel!

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