[England, Premier League] Rund um die Liga

Aber z. B. insbesondere bei City wurde doch Unmengen an Kohle reingesteckt und nicht rausgezogen, daher auch der Erfolg.

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Um ein Investment erfolgreich zu gestalten muss man natürlich investieren. Entgegen der weitläufigen Meinung hat ManCity enorm in die Infrastruktur investiert, Stadion, Trainingslomplex, NLZ, aber auch in Häuser und Wohnungen im lokalen Unfeld, Arbeitsplätze geschaffen, Steuereinnahmen. Im Prinzip profitiert nicht nur der Stadtteil sondern die gesamte Stadt. Man kann es natürlich auch verengen und nur auf die Investitionen in den Kader sehen.

Die FFP Vergehen liegen nun auch lange zur, vor der Pep Zeit. Alle Kaderinvestitionen kommen zzt aus dem eigenen Cashflow.

Wir hatten das doch schon einige Male vorgerechnet.

1Mrd investiert und für 24,9 % 1Mrd erhalten.

Dh 75,1% mit einem ungefähren Wert von 4,5-5 Mrd für 1 GBP Invest in den Büchern.
Da kann jeder sagen was er will, aus Investoren Sicht ein brilliantes Investment und bis dato der absolut erfolgreichste Deal.

ManCity hat heute das grösste EK (da die nachrangigen Darlehen in EK gewandelt wurden), nullkommanull Finanzverbindlichkeiten, einen starken going concern, mit den höchsten Einnahmen.

Investieren, kassieren hod da Schantl Luke scho gsagt :slight_smile:

Ich weiß ja das Du das nicht gerne hörst.

Aber für viele Clubs ist es eben unmöglich an die etablierten Clubs heranzukommen, ohne diese massiven Investitionen. Man sollte Investitionen in den Fußball grundsätzlich positiv gegenüber stehen, solange sie nicht das FFP verletzen, solange nachhaltig massiv in Infrastruktur investiert wird etcetcetc

Natürlich wäre es wünschenswert wenn alle Clubs Mitgliederclubs wären, das ist aber eben nicht mehr die Realität. Die letzten Mohikaner in den Top 20 sind eben nur noch Real und FCB.
Barca ist es nur noch auf dem Papier.

Was spricht denn dagegen, wenn ein Grossinvestor die Mehrheit am bvb übernimmt und mal richtig investiert und gewährleistet, das die besten Spieler nicht verkauft werden müssten.

Weißt du zufällig auch, wie viel Abu Dhabi insgesamt in die City Football Group gesteckt hat? Ich glaube die 1 Mrd bezieht sich immer nur direkt auf die Investments in Manchester City. Für die ganzen anderen Clubs die in der CFG sind musste ja auch Geld bezahlt werden. Und diese Summen wurden bestimmt nicht aus dem Cashflow der CFG bezahlt. Wir reden hier wahrscheinlich eher von 2-3 Mrd die in die CFG von AbuDhabi reingesteckt worden sind. Oder irre ich mich bei den Zahlen.

Die von dir angesprochene Bewertung von 4-5 Mrd bezieht sich ja explizit auf die CFG und nicht allein Man City. So wird aus einer sehr guten Rendite, nur noch eine Gute.

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Habe ich nicht im Kopf, würde mich aber wundern, wenn CFG in toto mehr als 100 Mio USD für alle anderen Clubs bezahlt hat, sicherlich nicht das was Du annimmst.

Silver Lake hat ja gerade 4,1% Anteile von den Chinesen gekauft, allerdings weiß man nicht zu welcher Bewertung. CMC hatten ja 2015 ca 12% gekauft mit einer Bewertung von CFG von ca USD 3 Mrd.
Silver Lake hat 2019 ca 10% gekauft mit einer Bewertung von USD 4,8 Mrd.

CFG dürfte heute mindestens mit USD 6 Mrd bewertet werden, Dh die chinesischen Anteile haben sich bis dato im Wert verdoppelt.

Für Abu Dhabi und die Chinesen bisher ein für Fußball Verhältnisse überragendes Investment.

Für Silver Lake sicherlich ein Long Game Play. Haben ja gerade auch in die All Blacks investiert.

PS
CFG hat ja schon 2019 USD 650 Mio für 7 Jahre zu niedrigszinsen aufgenommen, ua um ein neues Stadion in NY zu bauen etc

Inzwischen hat man ja auch offensichtlich schon außerhalb des Fußballs investiert

PPS
Die AAA haben aber wohl bis dato die besten deals, Anteile zu sehr niedrigen Bewertungen, Dividenden und Sponsoring zu „Vorzugsbedingungen“

Hier noch einmal ein klasse Artikel was einen Fußball Investor antreibt bzw. motiviert

https://www.footballbenchmark.com/library/key_motivations_behind_buying_a_professional_football_clubs

Man könnte argumentieren, dass die Glazers aus einer Perspektive der individuellen Nutzenmaximierung heraus bisher von allen die cleversten Investoren waren: kaum eigene Zinsbelastung für das für die Übernahme benötigte FK dank leveraged buyout und parallel dazu Millionen von Pfund in Dividenden aus dem Club gezogen, während gleichzeitig dank des globalen Wachstums des Fußballbusiness der Unternehmenswert von Man United dramatisch gewachsen ist.

Die Glazers sind die einzigen mir bekannten Großinvestoren, die mit ihrem Club bereits vor und unabhängig von der Veräußerung am Ende einer Halteperiode bedeutenden Gewinn gemacht haben.

Die capital-gains-Strategie, die Katar, Abu Dhabi und Abramovich fahren und gefahren haben (falls es ihnen überhaupt auf das Geld ankam, was ich bezweifeln würde), funktioniert nur so lange, solange sich am Ende der Halteperiode ein williger Käufer findet, der bereit ist, die um 80, 100% und mehr inflationierten Clubpreise aufzubringen.

Es handelt sich beim Fußballbusiness zwar nicht um eine klassische Minskyische Spekulationsbubble, weil die FK-leverage-Spekulations-Komponente fehlt, aber wenn irgendwann die Musik stoppt und der Markt nicht mehr weiter wächst, dann stehen Abu Dhabi, Katar, und die anderen Equity-Großinvestoren da mir ihrem kurzen Hemd und können ihre stranded assets nicht mehr mit Gewinn weiterreichen.

Vor dem Hintergrund kann man Abu Dhabis Equity-Veräußerungen in den letzten Jahren auch als finanzielle Absicherung interpretieren für den Tag X, wenn die Musik wirklich stoppt. Selbst wenn man dann keinen Stuhl mehr findet, muss man wenigstens doch nicht wirklich stehen bleiben.

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@Alex

Zynisch betrachtet schon. Zumindest haben die Glazers zunächst noch einmal die Marketing Aktivitäten und Sponsoring Einnahmen signifikant gesteigert, und es gab eine gewisse „Rechtfertigung“ für ihre management fees. Danach aber nicht mehr, und ob ihrer Ignoranz zumindest die notwendigen Instandhaltungsinvestitionen in die Infrastruktur zu leisten, hätten sie eigentlich ihre Dividenden und fees zurückzahlen müssen.
Sie sind definitiv nightmares Investors, zumindest haben sie den Club nicht total zerlegt. Aber genug um erheblichen Schaden angerichtet zu haben.

Ich bin wirklich gespannt wer das Rennen macht, wer auch immer kauft, wird viel investieren müssen (mind 1 Mrd).

Motivation der Investoren:

  • bei den US (westlichen) Investoren geht es mMn klar darum, eine Self sustainable company zu formen, die natürlich den höchst möglichen Gewinn erwirtschaftet und damit den höchst möglichen Wert und damit potentiellen capital gain, geht immer nur auch mit substantiellen Investitionen, (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) wozu sie idR bereit sind- (Ausnahme Glazer).

  • bei Abramovich war es anfangs ein Spaß, ein Hobby für seine Londoner Zeit, nachdem anfangs Zahavi, Eriksen und co unverhältnismäßig verbrannt haben/durften, war der Spaß vorbei und es ging dann nur darum zu zeigen, wie man das Ding professionell profitabel macht (s.o.). Dazu hatte er ja Tenenbaum.

  • bei Qatar (und Ich befürchte auch SA), geht es mMn nur darum sich zu profilieren, zu zeigen das man es kann, sich ins Rampenlicht zu rücken (war ja in den 70/80ern ähnlich mit Kuwait, SA, Bahrein). Genauso verhalten sie sich dann ja überall, egal ob sie zB vor dem gekauften Harrods die jahrzehntelange Black cab lane zu ihrer privaten lane umfunktionieren um mit ihren chauffierten Limousinen vorzufahren, oder die verzogenen Söhne in gold plated Lambos, Fezzas etc durch Kensington und Mayfair knallen mit Diplomaten KZ. Sie machen es, weil sie meinen das sie es können (wie viele Russen).

  • bei AbuDhabi scheint das anders zu sein. Die wollen garnicht (mehr)polternd prominent ins Rampenlicht, sie machen das subtiler. Anfangs haben sie ähnlich agiert wie Abramovich, die gleichen Fehler gemacht, dann aber mit Soriano und Txiki Leute mit dem brillianten Business Plan CFG geholt in Anlehnung an RB.

  • und Mateschitz/RB wissen wir alle, warum weshalb.

Von allen hat mMn AbuDhabi bisher am cleversten agiert (momentan replizieren sie in NYC was sie in Manchester gemacht haben), just in time, die WM steht 2026 vor der Tür, die MLS hebt gerade ab.

P.s. the music might stop eventually, but probably not for ever either, as history proved

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