[England, Premier League] Rund um die Liga

Ich verstehe Deinen Punkt, auch wenn beim genannten Doppelmord ein anderes juristisches Problem ansteht als bei eventuellen Doppelbestrafungen bezüglich entsprechender Regularien im Hinblick auf definierte Zeiträume. Bei Doppelbestrafungen geht es im subjektiven Tatbestand zumeist auch um den entsprechenden Tatentschluss und in der Folge um die Abgrenzung bei eventuell mehreren verschiedenen Entschlüssen.

Dazu, sorry, ist es bei Mord ungleich komplizierter, zumal es juristisch nur Mord und keinen Doppelmord gibt.

Aber um es nicht auf die Spitze zu treiben: wenn Du Dich da so eingelesen hast, dass Du sicher sagen kannst, dass an dem Argument nichts dran ist, dann glaube ich Dir das. Allerdings wird Everton sich ja auch was dabei denken, wenn sie sich auf eine Dreijahresperiode beziehen, die ja angeblich maßgeblich sein soll. Ist das dann von Everton nur erfunden oder wie muss man das dann verstehen?

Ganz ehrlich das Thema ist komplex, um es jetzt und hier im Detail zu erklären. Die PSR Regeln habe ich hier mehrmals verlinkt. Die Regeln sind transparent und klar. Über eine rollende 3J Periode dürfen maximal £105 Mio Verluste gemacht werden (oder £35 Mio Pa). Die Clubs müssen inzwischen zeitnah per 31.12. ihre testierten Abschlüsse vorlegen, auf deren Basis gerechnet wird.
Die EPL hat Everton jetzt das zweite mal für das Überschreiten der erlaubten Verluste in einer anderen 3 J rollierenden Periode angeklagt, nicht aus Spaß und Tollerei, Everton hat genau wie Nottingham die Vergehen auch schon zugegeben, und plädieren auf mildernde Umstände. Es gibt jetzt wieder ein Verfahren vor einer unabhängigen Kommission, die von einem KC geführt wird und wie ein Verfahren vor einem High Court abläuft. Da die IC aber schon bei der ersten anderen Anklage Everton für schuldig befunden hat, gibt es keinen Grund es nicht wieder zu machen. Aber wie gesagt es gibt ein Verfahren und man wird sehen was dabei herauskommt. Das Everton und Nottingham alles versuchen eine Bestrafung abzuwenden ist ja auch klar. Nur geht es hier um relativ einfache mathematisch nachzurechnende Kalkulationen, und beide haben die Verstöße ja auch schon zugegeben. Ein Urteil soll ja sehr zeitnah gefällt werden, dann werden wir sehen.

Das Damoklesschwert des unabhängigen UK Regulator schwebt über dem ganzen, morgen gibt es dazu eine weitere Anhörung vor dem Parlamentsausschuss. Die Zeiten wo alle über FFP lächeln und es nicht mehr ernst nehmen sind vorbei.

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Ich habe mich da Null eingelesen, aber mal rein logisch und beispielhaft bedacht:
Ich reiße die Kriterien im Jahr 2021 um 10 Mio und werde dafür bestraft.
Dann verstoße ich gegen die Regularien im darauf folgenden Jahr um 1 Mrd.
Ich plädiere darauf, dass ich nicht bestraft werden darf, da dies ja schon letztes Jahr erfolgt ist?
Das wäre ja eine Vorlage und Carte Blanche für alle Regelsünder dieser Welt.
Ich will zumindest sehr stark hoffen, dass solche Fälle auch in dem betreffenden Regelwerk berücksichtigt sind.

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Sind sie ja und deshalb hat die EPL auch wieder angeklagt.

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Danke für die Mühen bei den Erklärungen. Wie gesagt, ich bin sehr gespannt, wer da in absehbarer Zeit noch ins Fadenkreuz geraten wird.

John Cross ist ein sehr renommierter Journalist des Mirror der das hier auch sehr gut zusammenfasst

https://x.com/johncrossmirror/status/1747187585884017065?s=20

Das ist eine gute Zusammenfassung. Wobei ich bei der Sache mit der Politik etwas anderer Meinung bin. Grundsätzlich möchte ich auch keine Liga von einer Regierung „reguliert“ haben.

Da das Thema Sportswashing aber ein großes ist und die Protagonisten ja bereits in der Liga sind, müssen aus meiner Sicht aussenstehende Regeln für die PL aufstellen bei diesen Themen.

Merke lieber Farhad Moshiri, wenn du betrügen willst, mach es komplex und komplett undurchsichtig :wink:
Bin gespannt wann Marinakis das Geld ausgeht. Ich hatte ja immer ein Faible für Nottingham (seid sie damals den HSV geschlagen haben …:wink: ). Aber der dreht doch echt am Rad. Fällt mir nur noch Boehly ein der es gar schafft in zwei Sportarten mit Geld um sich zu werfen.

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Es fängt schon damit an, dass Moshiri sehr viel später eingestiegen ist, und die meisten Verstöße von ManCity vor der Einführung von PSR lagen.Das er weitestgehend mit Usmanov (einem der größten waffenhändler und Geldwäscher) im Bett lag, hat ihm auch nicht geholfen. Man hat ja gesehen, dass er es nicht alleine wuppen konnte nachdem Usmanov sanktioniert wurde. 777 sind wohl auch nicht besser, die „Übernahme“ wird wohl auch nicht vollzogen werden können.

Da ausländische Investoren (amerikanische wie russische arabische etc), glaubten sie könnten machen was sie wollen (Project Big, ESL etc), ist es natürlich unumgänglich dass die UK Gov tätig wurde. Das lässt sich auch nicht mehr zurückdrehen.

Und genau diesen politischen Widerstand unterschätzen viele bzgl der ESL.

Das eine sind ja die transparenten klaren Regeln auf deren Basis Verstöße erkennbar sind, dass andere die Sanktionierung bzw ein transparenter nachvollziehbarer Sanktionierungsprozess. Das ist ja momentan das Problem der EPL, die IC verhandelt und entscheidet die Angeklagten Vergehen, und spricht die Sanktionen aus- die EPL ist da nicht involviert.

Auch die EPL überlegt ja jetzt ein ähnliches Modell wie LaLiga und UEFA bzgl payroll cap und Spielerregistrierung einzuführen.

Von der DFL weiß man ja eigentlich garnichts oder?

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I Love the Athletic und insbesondere Ornstein

Wer lieber zuhören und nicht lesen will, dem empfehle ich hier hinzuhören

The Athletic | Football

▫️ Everton and Forest’s charges !

:white_small_square: Man City and Chelsea’s cases !

:white_small_square: Do FFP rules work?

𝗧𝗛𝗘 𝗔𝗧𝗛𝗟𝗘𝗧𝗜𝗖 𝗙𝗢𝗢𝗧𝗕𝗔𝗟𝗟 𝗣𝗢𝗗𝗖𝗔𝗦𝗧

https://x.com/TheAthleticFC/status/1747340694367449393?s=20

Vielleicht sollten Plettenberg und co sich mal die Finanzzahlen von ManUnited ansehen bevor man diese Gerüchte in die Welt setzt.

https://otp.tools.investis.com/Utilities/USNPDFDownload.aspx?Newsid=92591

Analysiert von Greg Cordell

Gesamt Verbindlichkeiten ca £ 1 Mrd

Transferverbindlichkeiten netto £ 300 Mio
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Finanzverbindlichkeiten £730 mio

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Netto £650 Mio

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Netto gesamt £ 956 Mio

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https://twitter.com/gregorypcordell/status/1747805885093552522

Noch ein hervorragender Podcast zum Thema FFP

Und Simon Jordan mit einem hervorragenden Kommentar, für die die es lieber nachlesen.

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As long as the anti-PSR voices dominate the media, people will be left with the wrong impression: that there is nothing to be said for these rules and that no one in football who supports them. The reality is the opposite.

There is a silent majority of clubs who have played by the rules since their introduction and only spent within their means. These are clubs who have repeatedly faced public pressure to spend more but have decided against it, knowing they would risk unpopularity with their fans and losing their competitive edge by doing so. It has not been an easy position for clubs to take.

There must have been moments for clubs in recent years when they wondered what the point was in playing within the rules. Because if those rules were not enforced — and it is only this season that the Premier League has started seriously punishing teams for breaches — then they were effectively meaningless. You cannot have regulation as something that clubs can choose to opt into. You may as well have a car race with an optional speed limit.

This is why the events of this season are so significant.

If these rules are finally being enforced, then they are no longer something that clubs can opt into. The choice of whether to comply with the speed limit or not has been removed. And if this is now the case — and yes, it may still be too early to tell — then the landscape of English football has changed forever.

We may not hear much from the rule-abiding silent majority this week, but maybe they feel that they do not need to do the talking right now. Because if the landscape has changed, then it has changed in their favour.

Take, for example, Tottenham Hotspur.

They have worked very hard to run themselves sustainably throughout ENIC’s 22-year tenure. They have only spent what they generate, they keep wage costs as a smaller proportion of revenue than anyone else (just 47 per cent in 2021-22) and they do not rely on benefactor largesse to keep up. They have never won the Premier League, but the fact they have stayed competitive near its top end, despite the constraints they face, is a testament to their long-term strategy.

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Es ist schon interessant wie die englische Öffentlichkeit und die Fans mit den Regeln umgehen. Das ist dort sehr unpopulär. Das ist alles komplett diametral zu dem wie hier der Fußball gesehen wird.

Nicht, dass ich das befürworte, dass es egal ist woher das Geld kommt und je mehr man ausgiebt desto besser.

Man sieht aber, dass es in der Fußballwelt unter den Fans sehr verschiedene Sichtweisen gibt. Der Glaube dass alle so ticken wie in D ist ein großer Irrglaube.

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Ein großes Problem ist aber auch die Aussendarstellung der EPL. Richard Masters macht da keinen guten Job, dabei müsste es relativ einfach sein.

Die EPL Clubs (die Eigentümer) haben diese PSR Regeln 2014 beschlossen, die GF muss sie umsetzen, im Interesse aller Eigentümer.
Verstöße müssen im Interesse aller Clubs = Eigentümer transparent gemacht und angeklagt werden.

Die Verhandlung und ggf. Sanktionierung liegt ja wiederum nicht in den Händen der GF sondern in denen der IC.

Wie Simon Jordan ausführt, alle wollten es so, viele haben sich daran gehalten, und diejenigen die dagegen bewusst verstoßen haben müssen die Konsequenzen tragen.

Die EPL hat mMn den großen Fehler gemacht, ManCity bzgl Vergehen vor 2014 anzuklagen. Das führt eben zu dieser Konvoluten Situation wo es viel zu komplex und viele nicht nachvollziehbar wird.

Man hätte es aufteilen müssen, Vergehen vor 2014 und einem schwachen Regelwerk, und Verstöße die unter das neue PSR Regelwerk fallen. Dann hätte ManCity schneller reagieren müssen, und eine Anhörung bzw. Installierung der IC für diese Vergehen, wären schneller von statten gegangen. So hängt permanent der Vorwurf im Raum, gegen ManCity unternehme man nichts, und gegen die andern schon.

Deutungshoheit ist wichtig, führt ja der Athletic in den Artikel auch gut aus (genau wie Jordan).

So oder so, das ganze hat jetzt schon einen vollen Wirkungstreffer, alle Clubs die an der Grenze des Erlaubten agieren, Chelsea Arsenal Newcastle, ManUnited halten sich mit Transfers zurück, weil sie jetzt wissen, dass die EPL Verstöße zeitnah ermittelt und anklagt, und diese ggf zeitnah verhandelt und sanktioniert werden, sogar mit Punktabzug , und das schmerzt letztendlich am meisten, die nicht Qualifikation für die UEFA Wettbewerbe.

FFP funktioniert!!!

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Das ist ein Hammer.

ManUnited heuert nicht nur den COO von ManCity sondern extrem viel Insiderwissen.

Vielleicht rechnet Berrada ja selbst mit einer erheblichen Bestrafung von ManCity

Masterpiece von Ratcliffe

David Ornstein
](https://twitter.com/David_Ornstein)

@David_Ornstein
](https://twitter.com/David_Ornstein)

🚨 EXCLUSIVE: Man Utd to name Man City’s Omar Berrada as new CEO. Led by INEOS with Glazer backing. Will take exec leadership of football + business, seat on board + report to owners. Highly regarded & many will see as major coup

@TheAthleticFC

#MUFC #MCFC

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Fabrizio Romano
](https://twitter.com/FabrizioRomano)
@FabrizioRomano
](https://twitter.com/FabrizioRomano)

🚨🔴 Omar Berrada has already signed the contract as new Manchester United CEO — leaving Man City with immediate effect. Berrada, wanted by INEOS — he’ll have overall control of football and business. Berrada will sit on board and report to all the owners. Start date TBC.

Image
(https://twitter.com/FabrizioRomano/status/1748782495384924597/photo/1)

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Wird eng

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Hoffentlich. (20 Zeichen)

Die EPL hat mMn den Fehler gemacht, die Zeit vor und nach 2014 in einen Topf zu werfen und anzuklagen. Es wird sehr sehr schwer für die IC alle Vorwürfe zu differenzieren

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