Die Fernschusstore bei der Euro 2024 im Faktencheck: Wie nachhaltig ist der Boom?

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Ein unerwarteter Boom geht durch Deutschland: Fernschusstore bei der Europameisterschaft. Doch das unerwartete Revival könnte schon bald vorbei sein, wie ein Blick auf die Daten zeigt. Hjulmand gegen England, Güler gegen Georgien und Wirtz gleich zum Auftakt der Europameisterschaft. Sehenswert. Ein Trend, der ein Gefühl von Fußballromantik hervorruft. Ein Gefühl,…

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Vielen Dank für die vermutlich eher zufällige Beantwortung eines meiner Posts aus der letzten Woche!!!

Das ist für mich der zentrale Satz! Die deutschen Fernschußtore gegen Schottland wurden allesamt aus zentraler Position und weitgehend unbedrängt erzielt: Ein großer Unterschied zum Lukas-Podolski-Gedächtnishammer aus 25-30 Metern.

Unbedrängt und zentral aus 17-18m abschließen zu können erscheint mir schon sehr vielversprechend zu sein. Dass da nur einer von 40 Versuchen gelingt, kann ich mir nicht vorstellen. Womöglich wurde diese Zone bei der EM nicht ganz so hermetisch abgeriegelt, wie sonst?

Ich warte schon sehnsüchtig auf eine Statistik, die die Fernschüsse weiter differenziert. Bis dahin gerne weiter so: Es sind ja sehr attraktive Tore.

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Im Basketball kann man auch ähnliches beobachten. Da sind in den letzten Jahren auch wieder kleinere Spieler wichtiger geworden die gut Drei-Punkte-Würfe werden können. Ich glaube, dass es hier ein wellenförmige Entwicklung gibt. Ziehen sich Mannschaften zurück um das kombinieren in den Strafraum zu verhindern, werden unter bestimmten Voraussetzungen Distanzschüsse wieder attraktiver. Wenn sich die Spieler der Mannschaften wieder weiter nach nach vorne richten um einen Distanzschuss zu unterbinden, entstehen Räume dahinter. Eine gutes Team beherrscht beides und weiß, wann welches Mittel am besten einzusetzen ist.

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Schlage vor, @Kurt zum Weitschusstrainer beim FCB zu installieren :wink:

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Der Ball ist eine Weiterentwicklung von 2006. Damals hatte man schon versucht, einen Ball zu entwickeln, der möglichst gut fliegt durch möglichst wenig Luftwiderstand. Allerdings hatte der Ball zu viel Effet, was ihn teilweise unberechenbar machte. Die aktuellen Bälle nutzen das Prinzip eines Golfballs, in dem man mit Dellen und Rillen den Ball stabiler macht. Dadurch kann man damit schöne grade Schüsse ins Tor zimmern.

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Ein interessanter Erklärungsansatz, finde ich (als Physiker). Der offizielle Spielball der Bundesliga war in der letzten Saison der Derbystar, der eine geprägte Wabenstruktur besitzt, wo die Waben hervorgehoben sind. Der offizielle Spielball der EM von Adidas hat in der Tat einige „Dellen“ (im Golfsport Dimples genannt), die beim Golfball dafür sorgen, dass auch bei Schlagweiten von über 200 m eine halbwegs stabile Fluglinie vorliegt.

Ich habe ein wenig Zweifel, ob das der alleinige Erklärungsansatz ist (den Abschluss aus der Distanz muss man ja trotzdem erst mal wagen), aber vielleicht ist es eine Teilerklärung.

Edit: hier der Derbyball:

Und zum Vergleich der Adidas-Ball:

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Der Ball wurde ja schon vor der EM eingesetzt. Wäre mal interessant, ob es in den Spielen ebenfalls eine Weitschusstorflut gab, die nur niemand aufgefallen ist?

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Habe mir gerade die Zusammenfassung von Schottland gegen Ungarn angeschaut.
Etliche Weitschussversuche, die man aber nur als erbärmlich bezeichnen kann. Unmögliche Winkel und Entfernungen, dazu noch grundsätzlich in den zweiten Stock gejagt. Das waren größtenteils Verzweiflungstaten.
So kann man Statistiken auch verfälschen.

Ungläubiger! Ketzer!

Wage nicht die neue Realität anzuzweifeln.

Aus der Ferne schießen ist das oberste Gebot!