Die FC Bayern Vorschlagsbox

    1. …„Kahn//…Lahm-for-Präsident!“ (…= Hainer + Hoeneß/Rummenigge … „out“)
    1. Diederich//Eberl → („kommissarisch“) VV (…= Dreesen … „out“)
    1. Tuchel-„Verble!b“
    1. Freund (+ Kitzbichler) → „(Leitung) Scouting-Abteilung//NLZ“
    1. „Aufarbeitung“/„Analyse“ der „Verletzungsthematik:en“

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  1. Tuchel bleibt
  2. Tuchel erhält seine Wunschspieler
  3. Ein Kader, der nicht nur aus verletzungsanfälligen Spielern besteht bzw diese im Fall der Fälle adäquat ersetzen kann
  4. Uli geht in Rente
  5. Der Verein stellt sich vor Trainer und Spieler
  • kann durch Pep ersetzt werden für die realitätsferne Version
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Bei den Europawahl-Plakaten fällt ja diese Partei für Verjüngungsforschung auf.
Ja bitte: Die sollen Jupp Heynckes 40 Jahre jünger machen. Dann zwei bis drei gepflegte Jahrzehnte nochmal FCB-Trainer.

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Abgesehen von der unangenehmen und heiklen Trainerfrage, muss das verlorene Halbfinale gegen Real als Anstoß dienen, das äußerst erfolgreiche (und scheinbar Trainer-unabhängige!) Mehrjahres-Kaderplanungsmodell von Real zu kopieren.

Es gibt zwar viele kleinere Vereine, die eine mehrjährige, strategische Kaderplanung sehr gut durchführen, aber Real macht das in der Königsklasse wie kein anderer. Sie haben sich weit von der Galacticos Era entfernt, in denen sie happily „top dollar for top players“ zahlten.

  1. A few truly elite players

Heute wählen sie eine kleine Anzahl von Spielern aus, die wirklich zur Ultra-Weltklasse gehören, und setzen eine außergewöhnliche, gut durchdachte, mehrjährige Attraktionstrategie ein, um die Einkauf kosten zu minimieren, wenn der Vertrag des Spielers “runs down”. Bellingham und Mbappe sind die besten Beispiele aus jüngster Zeit, aber schauen Sie sich auch an, wie sie den zuvor als besten Linksverteidiger der Welt geltenden Phonzy (davor: Alaba) für sich gewinnen konnten. Und sie verschwenden diesen Ansatz nicht an andere Spieler - er ist für die wahre Elite reserviert.

Es fällt auch auf, dass es anscheinend nie zu “kneejerk” Superstar-Transfers wie Sadio Mane kommt. Sie regen sich nicht übermäßig auf, nur weil plötzlich ein großer Name verfügbar ist. Es wird auch nicht in überaltertes Superstar-Material investiert. Ein Harry-Kane-Transfer könnte immer noch stattfinden, wäre aber bei dieser Strategie grenzwertig und eher die Ausnahme.

In unserer heutigen Bayern-Welt würde das nur für Florian Wirtz sofort gelten, aber es ist eine Mehrjahresstrategie. Es wird andere ‘eligible’ Superstars geben, wenn wir uns auf diese Strategie auf Dauer bekennen.

  1. Ultra-high potential U20 talent

Dann erkennen sie auch das Elitepotenzial sehr junger, U20 Spieler weltweit und zögern nicht, viel Geld in die Hand zu nehmen, um den Spieler zu verpflichten und die Konkurrenz zu verdrängen. Sie kaufen nicht in großen Mengen wie Chelsea, sondern überlegen, wie viele Spieler über die Zeit realistisch in die Mannschaft integriert werden können.

Dann integrieren sie diese Spitzenyoungsters über mehrere Jahre sorgfältig in die Organisation und geben ihnen Zeit, auf und neben dem Spielfeld allmählich zu reifen. Sie tun dies ohne die typischen Überreaktionen auf 2-3 gute oder schlechte Spiele, sondern eher methodisch und vermitteln das Gefühl, dass sich der Verein für den sehr jungen Spieler als Individuum und als Mensch einsetzt.

Man beachte auch, dass es keine Erwartung auf frühe Spielzeit gibt, wie es bei Victor Roque bei Barca der Fall ist. Die Erwartungen eines Youngsters scheinen sorgfältig und unnachgiebig festgelegt zu sein. Die Leiheoption wird in der Regel verwendet, wenn es sich um einen hochrangigen Empfänger handelt (Beispiel: Brahim Dias nach Mailand).

Vinicius, Rodrygo, Fede Valverde, Camavinga, Tchouameni und bald auch Endrick sind hier zu nennen. Sicher, manchmal klappt es nicht (Odegaard), aber selbst in diesen Fällen bekommen sie ihr Geld zurück, denn der Spieler ist noch jung und trägt jetzt den Stempel von “Real Madrid Potenzial”.

Bei uns scheint das einzige ähnliche Beispiel Musiala zu sein, und selbst sein Fall scheint eher die Ausnahme als eine Methode und Strategie zu sein. Dazu haben wir “no man’s land” Geschichten wie Cuisance oder Roca.

  1. A small number of tactical free/low-cost transfers

Zu dieser Mischung aus Elite-Superstars und U20-Talenten mit extrem hohem Potenzial kommen taktische kostenlose oder kostengünstige Transfers wie Rüdiger. Sie wussten, dass sie einen guten Innenverteidiger brauchen, haben ihn schon lange im Voraus in die engere Auswahl genommen, eine Beziehung aufgebaut und ihn dann einfach umsonst geholt.

Im Vergleich dazu wirken viele unserer kostenlosen Transfers (Goretzka, Laimer) eher opportunistisch („Schnappchen“, wenn ich mal zwar ungnädig sein darf). Ich mag beide, sie sind sicherlich gut genug, um die BL zu gewinnen, und sicherlich gibt es in jedem Kader einen Platz für 1-2 Box-to-Box-Kämpfer. Aber es ist unklar, ob sie nicht den Weg für höherklassige Talente blockieren. Ohne das Verletzungspech hätten sie auch Pavlovic blockiert. Mazraoui ist vielleicht das positivere Beispiel für einen freien Transfer, obwohl auch er Stanisic blockiert hat.

Wenn Real eine unerwartete Kaderspieler-Lücke hat (Beispiel: Stürmer in diesem Jahr), suchen sie nach guten, nicht großartigen, Lösungen zu geringen Kosten und mit der richtigen Einstellung, um auf der Bank zu sitzen und etwas beizutragen (Joselu). Panikkäufe zu überhöhten Preisen wie bei Sarr, Boey oder Bryan zuletzt sind eher nicht zu beobachten. Natürlich könnten Boey oder Bryan immer noch großen Volltreffer werden, aber dafür gibt es noch keine Anzeichen.

Früher waren wir in diesem “Backup Bereich” gut - Choupo ist ein gutes Beispiel, aber wir haben wieder die strategische Absicht zuletzt verloren. Fullkrug wäre zum Beispiel ein genialer, Joselu-ähnlicher Lückentransfer gewesen. Kramaric auch.

  1. What about homegrown talent?

Das ist die schwierigste Frage, denn als Bayern-Fans sind wir emotional sehr stark an die Geschichten von Schweini oder Thomas Müller gebunden.

Es mag sein, dass Real hier einen Trick verpasst, aber ihre Strategie scheint nicht arrogant genug zu sein, um zu erwarten, dass sie genügend Schweinis oder Müllers aus ihren Jugendmannschaften hervorbringen werden. Das ist in der jüngeren Vergangenheit schon passiert (Raul, Casillas), also vielleicht ist heute doch ein vorübergehender Zufall. Aber ihr Ansatz zuletzt scheint eher zu sein, keine Superstars, sondern „Lückenfüller“ ala Stanisic mit einheimischen Talenten (Lucas Vasquez, Nacho, Carvajal) zu produzieren. Das ist nicht gerade inspirierend, also können wir vielleicht ein bisschen anders sein.

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Wow, @zdravko27, was ein Post, Hut ab!

Noch bisschen Feinschliff und das wäre doch direkt als MSR Artikel denkbar, @justin ?

Finde wirklich extrem detailliert und schön alles auf den Punkt gebracht!

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Sehr gute Analyse wie Real arbeitet und damit gleichzeitig aufzeigt, wo es bei uns harpert.

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Ein überragender Post mit vielen guten Ansatzpunkten.
Allerdings bin ich trotz allen berechtigen Lobes für Real noch auf eine Sache gespannt:
wie wird es ihnen gelingen, den Verlust der Spieler, die in der Kabine und auf dem Spielfeld den Ton angeben, zu kompensieren?
Selbst wenn junge Spieler wie Bellingham, Valverde, Tchouameni, Camavinga etc. den altgedienten Spielern wie Kroos, Modric, Nacho oder Carvajal langsam den Rang ablaufen, bin ich gespannt, ob sie auch die Typen sind, die stets die Ruhe behalten, auch wenn es nicht läuft, sprich, ob sie selber den Sprung zu Anführern schaffen oder ob das entstehende Machtvakuum nicht zu internen „Kämpfen“ führt, weil zu viele der Kronprinzen König sein wollen. Dann kommen ja auch noch Leute wie Alaba oder Rüdiger dazu, die bislang auch nicht zu den tonangebenden Persönlichkeiten gehörten, weil sie noch nicht lange genug im Verein waren. Geben die sich mit ihrer Rolle zufrieden oder wollen auch sie in der Hierarchie aufsteigen?
Hier besteht mMn für die Konkurrenz eigentlich die einzige Hoffnung, dass Real nicht enteilt, wenn es nämlich zu Eifersüchteleien im Kader kommt.
In diesem Zusammenhang sehe ich noch eine zweite Hoffnung: Mit Mbappe bekommen sie einen weiteren überragenden Stürmer dazu und mit Endrick noch ein weiteres Toptalent.
Wird Ancelotti deswegen sein System umkrempeln und einen der 4 Mittelfeldspieler opfern, um dafür mit 3 nominellen Spitzen aufzulaufen. Das könnte natürlich nach vorne noch mehr Druck entfachen, aber nach hinten würden sich auch Löcher auftun, die von der Abwehr und den verbleibenden Mittelfeldspielern, die bis auf Tchouameni auch lieber mit als gegen den Ball arbeiten, erst einmal gestopft werden müssen. Oder bleibt Ancelotti bei 2 Stürmern und der Raute und es gibt vorne ein Hauen und Stechen um die 2 Plätze.

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Das habe ich mir auch gedacht. Mbappe und Vinicius spielen beide am liebsten über links. Wird spannend.

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Das mag ein Problem sein - erstmal musste ich da aber schon in sehr andere Richtung denken nach @willythegreat sehr berechtigter Frage was ist wenn die bisherigen Anführer weg. Denn Vinicius, das geht mir arg immer mehr in Richtung Neymar als Mega Unsympath - das könnte zusammen mit Mbappe wieder ne schöne arrogante und eigensinnige A…/Chaos Truppe werden…

PS: Heja BVB - Mbappe, Wirtz und Alonso, mir gruselts ganz schön: Stehlt ihnen wenigstens den Titel heuer Mal noch, danach fürchte ich leider wird’s ganz ganz schwer für wen auch immer

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Auf Bayern bezogen:

  1. A few truly elite players

Real ist enteilt. Kein anderer Verein kann das kopieren. Real ist Endstation. Bayern kann vielleicht bei Spielern aus Deutschland (Bundesliga) mithalten (Lewa, Wirtz). City mit Pep hat auch nicht die Strahlkraft von Real.

Mit Mane gebe ich dir Recht. Hier ist Real sogar auf der anderen Seite. Sie verkaufen lieber Spieler, die einen neuen Megavertrag wollen (Casemiro, Varane) und um die 30 sind.

  1. Ultra-high potential U20 talent

Bayern hat mit Coman, Tel, Davies, Renato Sanchez auch einige dieser Transfer getätigt. Es klappt nicht immer und ein Mehrjahresplan war auch nicht zu sehen, wie bei Real. Das ist wohl der Hauptunterschied in dieser Kategorie.

  1. A small number of tactical free/low-cost transfers

Hier finde ich Bayern eigentlich vergleichbar mit Real. Goretzka kam als junger Spieler Ablösefrei. Laimer, Choupu, Gnabry, Perisic. An Rüdiger soll Bayern auch dran gewesen sein.

  1. What about homegrown talent?

Hier hat es Real geschafft die Talente oft gut zu verkaufen. Bayern hat hier mMn viele Jahre geschlafen. In letzter Zeit scheint es endlich besser zu werden. Tillman und Zirkzee wurden einige Jahre verliehen und erst danach verkauft (mit Rückkaufoption oder Weiterbeteiligung). Wanner, Krätzig, Stanisic sind weitere Beispiele. Mit den neuen Partnerverienen wird es hoffenlich noch besser.

  1. Vertragsverlängerungen

Real verlängert mit Eder Militao während er einen Kreuzbandriss hat. Hier macht Bayern mMn den größten Fehler. Die Verträge werden zu spät verlängert. Thiago, Davies, Alaba. Bei Musiala Tickt die Uhr. Die späten Vertragsverlängerungen bringen dich auch unter Druck und die Verlängerungen werden teuer (Gnabry, Goretzka).

  1. Megatransfers

Hiermit meine ich z.B. Lucas. 80 Mio. + Topverdiener unter den Verteidigern + verplichtet während er verletzt war. Sane während Corona nach einem Kreuzbandriss mit einem Jahr Restvertrag + 20 Mio. Jahresgehalt.

Real holt für 80 Mio. Tchouameni, aber in der Gehaltliste ist er erstmal kein Topverdiener (Platz 10-15).

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Alonso spielt bei Real auch sein 3-4-3 und Mbappe, Vinicius, Rodrigo, Wirtz, Valverde, Jude, Brahim und Güler kämpfen um die 3 Positionen… :sweat_smile:

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Dann probiere ich mich auch mal. Meine Wünsche für die kommende Transferperiode:

  1. Tuchel wird überzeugt zu bleiben.

  2. Vier gestandene Neuzugänge: 6er, kreativer 8er/10er (z.B. Xavi Simons 2024 + Wirtz 2025), Außenstürmer und LV (Hernández?)

  3. Abgänge: Goretzka, Gnabry und Davies

  4. Die vier IV behalten und nächste Saison beobachten

  5. Vorgabe an Tuchel aus Tegernsee: weitere Kaderpositionen mit Spieler aus dem Campus ausfüllen, nach Pavlovic muss nächste Saison mind. ein weiteres Eigengewächs ordentliche Spielzeiten bekommen.

Darauf kann man aufbauen und den Kader im Winter bzw. Sommer 25 weiter optimieren.

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Gnabry weiß ich noch nicht, er hat einfahc einen enormen impact und ist sehr vielseitig, ich glaube dann würde ich trotz sienre Tore in den big games eher über Coman nachdenken. Im MF braucht es endlich einen Kracher Zugang. Wenn man Pavlo den spielstarken Ballverteiler zu traut und ich wäre dafür ihn einzuplanen braucht es eben noch einen Rodri hinter ihm. z.B. de Jong

Mir fielen da noch 2 Dinge ein bzgl. der Strategie von Real und der möglichen Übertragbarkeit auf Bayern.
Real hat in den letzten Jahren ein paar Mal Erfolg damit gehabt, Spieler mit relativ kurzer Restvertragsdauer von maximal 1,5 Jahren frühzeitig von einem Engagement in Madrid zu überzeugen und damit einige günstige Wechsel geschafft, entweder ablösefrei oder mit nur verhältnismäßig geringer Ablöse. Das ist Bayern z.B. bei Lewandowski, Mazraoui oder Laimer gelungen, teilweise auch obwohl es Konkurrenz gab, aber oft genug auch nicht. Hier spielt natürlich die Attraktivität eine Rolle. Wijnaldum und Christensen wären auch ganz gute „Steals“ gewesen, aber PSG und Barca hatten hier einfach mehr Strahlkraft (oder höherdotierte Angebote) Interessant hierbei ist mMn auch die Tatsache, dass einige Spieler, die Bayern gerne auf diese Art und Weise verpflichtet hätte, ihre Verträge dann noch verlängert haben und sich Ausstiegsklauseln einbauen ließen. Das war z.B. bei Upamecano so und auch bei Timo Werner. Auch Wirtz hat seine Vertrag in Leverkusen sehr langfristig verlängert, obwohl ihm und seinem Team klar war, dass er diesen wahrscheinlich nicht erfüllen wird und es genug Interessenten für ihn gibt.
Da stellt sich die Frage, warum es bei Real klappt. Ist es einfach ihr noch größerer Name oder setzen sie die Spieler bereits unter Druck, dass sie nicht verpflichtet werden, wenn sie verlängern sollten oder haben Spieler wie Alaba, Rüdiger etc. einfach weniger Verbundenheit mit ihren Vereinen als es z.B. Upamecano oder Werner mit RB Leipzig hatten?
Fakt ist: diese Strategie klingt gut, funktionierte aber oft genug nicht und ich weiß nicht, ob das unbedingt am Versagen von Bayernfunktionären lag.
Bezüglich der Strategie des Bezahlens von sehr hohen Ablösesummen für Spieler, die noch nicht zur absoluten Weltspitze gehören und die dann erst einmal langsam heranreifen, ist Deutschland mMn das falsche Land. In Spanien sind Transfers nahe am dreistelligen Bereich keine Seltenheit. Real und Barca haben solche Transfers immer wieder gemacht und selbst Atletico hat diese Summe bei Joao Felix bereits durchbrochen. In der spanischen Berichterstattung ist man entsprechend hier etwas abgebrühter und erwartet (anders als die deutsche Berichterstattung) nicht durchgehend Wunderdinge von einem solchen Spieler. Wie würden die Medien durchdrehen, wenn bei Bayern ein junger Spieler für 70 Millionen gekauft würde und dann nur dosiert zum Einsatz kommt, weil man ihn behutsam aufbauen will. Ich glaube nicht, dass das funktionieren kann in einer Medienlandschaft, die 2012/13 einen Javi Martinez erst dann nicht mehr hinterfragte, als er gegen Barca und im CL-Finale Weltklasseleistungen abgeliefert hatte. Vorher schwang immer noch der leicht kritische Unterton mit, ob nicht auch ein günstigerer Spieler ähnliches hätte leisten können. Bei jungen Spielern mit großem Potential ist mMn die Schmerzgrenze in Deutschland bei 30-40 Millionen Euro. Alles war darüber hinaus geht, muss unabhängig von Alter und Erfahrung gleich Stammspieler sein und abliefern, denn ansonsten wird es ungemütlich für den Spieler und den Verein, der sich permanent rechtfertigen muss, warum der Spieler denn nicht mehr spielt oder mehr überzeugt bei seinen Einsätzen. Ein Camavinga oder Tchouameni hätte bei Bayern entweder gleich im ersten halben Jahr Stammspieler werden müssen oder die Spieler wären gnadenlos niedergeschrieben worden. Bei Real interessiert es die Presse eher weniger.
Also ist mMn auch diese Strategie leider nur bedingt anwendbar.

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Da glaube ich, dass Leipzig einfach damit rechnet Spieler zu verkaufen und deswegen auch möglichst lange Verträge für den Zeitpunkt des Verkaufs für sie aus handelt.

Ich finde Vinicius ist auch ein gutes Beispiel bei Real für geduldiges einbauen in die Mannschaft und das Vertrauen in ihn nicht zu verlieren. Vinicius kam im Sommer 2018 als 18 jähriger für 45 Millionen von
Flamenco zu Real. Da wurde er 2021 dann schon leicht hinterfragt und infrage gestellt. In der folgenden Saison ist er dann „explodiert“, hat die Champions League für Real gewonnen mit seinem Tor im Finale gegen Liverpool und ist seitdem auch unersetzlicher Stammspieler.

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Ich versuche es mit 5 Punkten, die nur auf den Kader bezogen sind. Aus sportlicher und finanzieller (Gehalt, auslaufender Vertrag, Ablöse, etc.) Sicht. „Teamchemie“ wird nicht berücksichtigt, weil ich (wir?) keine Einblicke in die Manschaft habe.

Die Ausgangslage:

  1. Spielansatz: Ballbesitz, Positoinspiel, Passspiel, Kontrolle (Tuchel, Pep, Kompany)
  2. Der Kader ist zur Saison 24/25 auf dem Papier doppelt besetz + Stanisic.
    Neuer (Ulreich)
    Mazraoui (Boey)- de Ligt (Upamecano) - Kim (Dier) - Davies (Guerreiro)
    Kimmich (Pavlovic) - Goretzka (Laimer)
    Sane (Gnabry) - Musiala (Müller) - Coman (Zaragoza)
    Kane (Tel)
  3. Formation:
    A. 2 IVs (4kette)
    B. 3 IVs (5kette)

Jetzt zu den 5 Punkten:

1. Taktgeber + 2. Goretzka Tausch

Mmn die wichtigste Position. Der verlängerte Arm des Trainers. Er bestimmt das Spieltempo, dirigiert, etc. (Rodri, Xhaka, Alonso, Thiago, Schweinsteiger). Im Kader sehe ich nur Pavlovic, der diese Rolle vielleicht übernehmen kann. Kimmich ist es mMn nicht (siehe Punkt 3). Falls man es Pavlovic nicht zutraut oder ihm diese Bürde nicht mit 20 auferlegen möchte, muss ein Taktgeber gekauft werden. Ein Taktgeber muss mMn nicht zwingend auch der Spielgestalter sein. Er könnte auch der „defensiverer“ 6er auf der Doppelsechs sein neben Pavlovic. Mit Pavlovic als Taktgeber muss der „defensiverer“ 6er natürlich nicht mehr diese Fähigkeit besitzen.

Für Pavlovic als Stammspieler (egal ob als Taktgeber oder nicht) wünsche ich mir einen „Backup“. Jorginho war bis vor 2 Wochen noch zu haben. Leider hat er verlängert. Gibt es in der Bundesliga einen spielerisch überdurchschnittlichen Spieler der diese Rolle übernehmen könnte? So etwas wie Maxi Arnold?

Goretzka würde ich verkaufen (zur Not Leihe mit Kaufoption/Kaufpflicht). Er hat eine für seine Verhältnisse starke Saison gespielt. Er ist körperlich sehr stark (Ausdauer, Zweikampf, Top speed etc) und auch sein Passspiel ist solide. Er kann sich leider nicht mit dem Ball zum gegnerischem Tor umdrehen. Auch ohne Druck dreht er sich fast nie auf. Dazu noch das Thema „Deckungsschaten“ bei hohem Pressing vom Gegner.

Deswegen würde ich einen „defensiven“ 6er mit soliden Passspiel (wie Goretzka), aber etwas „spielintelligenter“ kaufen. Er kann natürlich auch die Taktgeber Rolle ausüben.

Laimer würde ich behalten.

Pavlovic („Backup“) - X (Laimer)

3. Kimmich als RV

Kimmich ist alles. Ein weltklasse 6er, 8er und RV. Nie verletzt. Er ist mMn aber kein Taktgeber. Er hatte jetzt 4 Saisons Zeit (im besten Alter) dem Spiel Struktur zu geben. Das hat er in meinen Augen nie geschafft (auch wenn er schwierige Bedingungen hatte). Als RV hat er mich aber diese Saison beeindruckt. Ich hatte nicht gedacht das er mit seinen Tempo RV spielen kann, aber er hat es auch defensiv sehr gut gemacht (im Verbund mit seinen Nebenspielern).

Deswegen würde ich mir wünschen, dass Kimmich über seinen Schatten springt und wahre Größe beweist, in dem er als RV spielt. Kimmich als RV entlastet auch das Mittelfeld sehr. Er kann als RV auch gerne weiterhin 20 Mio. verdienen (also Vertrag verlängern!).

Im Mittelfeld sehe ich ihn bei uns nicht mehr. Ich glaube nicht, dass er das Zepter (Taktstockt) abgeben kann als Mittelfeldspieler.

Durch Kimmichs „Versetzung“ auf RV wird einer aus Boey/Mazraoui gehen müssen. Da Kimmich immer spielt, würde ich lieber Mazraoui abgeben, obwohl er der perfekte Backup wäre.
Stanisic würde ich nur bei einer 5kette behalten. In einer 4kette als IV Nr. 5 und Kimmich Backup werden es nicht genug Minuten für ihn.

4. Davies

A. In einer 4kette sehe ich Davies nicht. Deswegen würde ich ihn abgeben. Er wird wohl auch nicht mehr verlängern. Ein Ersatz sollte langsamer als Davies, aber schneller als Guerreiro sein, technisch besser als Davies, aber schwächer als Guerreiro und defensiv besser als beide.

B. In einer 5kette würde ich ihn behalten, falls kein super Angebot kommt. Hier könnte er perfekt passen. Vielleicht verlängert er dann im laufe der Saison doch nochmal.

5. Sane, Coman und Gnabry- aus 3 macht 2 (A.)/ 1 (B.)

Dieser Punkt hat eher einen mittelfristigen und finanziellen Aspekt. Alle können auf beiden Seiten spielen. Alle sind relativ Verletzungsanfällig. Alle sind Spitzenverdiener. Alle sind im gleichen Alter.

Welchen der 3 Spieler würde ich abgeben?
Sane ist mMn der einzige dessen Peak ich als weltklasse (TOP3 auf seiner Position) einstufen würde. Falls man sich nicht auf einer Vertragsverlängerung einigen kann, ist er Verkaufskandidat Nr. 1.
Coman könnte ich mir bei PSG vorstellen.
Gnabry nach England vielleicht.
Zur Not muss man Coman oder Gnabry verleihen (wie bei Goretzka).

A. Neben Kane und Musiala bleiben noch 2 Positionen für die Offensive (2 aus Sane, Coman und Gnabry). Für die Bank bleiben Müller, Tel und Zaragoza. Hier würde ich einen weiteren Spieler verpflichten. 8 Spieler für 4 Positionen sollten reichen und in der Offensive kann man auch ein Talent einfacher reinwerfen als in die IV.

B. Neben Kane un Musiala ist nur noch eine Position frei (Sane, Gnabry oder Coman). Auch in diesen Fall sollte noch ein Spieler kommen.

Kader: A.
Kimmich (Boey) - de Ligt (Upamecano) - Kim (Dier) - X (Guerreiro)
Pavlovic („Backup“) - X (Laimer)
S,G oder C (X) - Musiala (Müller) - S, G oder C (Zaragoza)
Kane (Tel)

Kader: B.
Kimmich (Boey) - Upamecano (Stanisic) - de Ligt (Dier) - Kim - Davies (Guerreiro)
Pavlovic („Backup“) - X (Laimer)
S,G oder C (X) - Kane (Tel) - Musiala (Müller, Zaragoza)

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Auch wenn ich nicht zwingend allen Punkt zustimmen kann: sehr gut dargestellt und auch argumentiert.

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