Der Politik- und Gesellschafts-Thread

In unserer A-Jugend spielte vor einiger Zeit ein Junge mit stark verkürztem Fuß, der deshalb einige lauftechnische Einschränkungen hatte. Auch sonst war er kein guter Fußballer.
Er war aber voll integriert, obwohl die anderen für ihn mitlaufen mussten und vielleicht sogar wegen ihm einige Spiele verloren wurden.
Und unsere A-Jugend bestand damals zum Großteil aus eher rechts der Mitte einzuordnenden Jugendlichen. Aus allen ist mittlerweile was geworden.

Starker Tobak aber spiegelt wohl den Eindruck sehr vieler Menschen wieder

Geeenwashing- ist das neu ?

Ja, das ist wie immer im Leben: es gibt überall solche und solche. Mein Sohn, damals 8, hatte Geburtstag und wir sind mit seiner Mannschaft auf den Bolzplatz gegangen. Irgendwann gab es 11-er und mein Sohn wollte schießen. Ein Junge meckerte: Immer willst Du schießen. Da kam dann ein kleiner Junge - wirklich einen Kopf kleiner als alle anderen, in diesem Fall türkischer Herkunft, guckte den Meckerer streng an und sagte nur: Ey, Geburtstagskind! Da war dann Ruhe! :wink:

Zu den gemischten Teams, die @cheffe angesprochen hat: Im Urlaub wurde Beachvolleyball angeboten. Meine Frau wurde zwangsverpflichtet, weil es sonst ungerade war. Niemand konnte wirklich spielen. Mehr als 2 Kontakte nacheinander gab es nicht. War für alle aber kein Problem.
Nach dem Spiel bedankte sich der Coach für das tolle Spiel. Die Teilnehmer lachten, weil sie das ironisch auffassten. Er sagte: das meine ich völlig ernst. Ich freue mich immer, wenn Leute mit Spaß und Engagement spielen.
So sollte es im Freizeit Bereich immer sein.

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Du hast vergessen die Nationalität des Jungen zu erwähnen der deinen Jungen anmeckerte.

Nein, habe ich nicht. Spielt für die Geschichte überhaupt keine Rolle, welche Nationalität der Mecker hat.

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Nur so mal zum Drüberlesen…

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Bei meiner Geschichte wiederum spielte die Nationalität bzw. die verschiedenen Nationalitäten schon eine Rolle, die die Jungs nicht daran hinderten, gut miteinander auszukommen. Ihr offenkundiger Anführer, der jüngste der Gruppe, hatte garantiert ein positives Vorbild. Das kann sein Vater gewesen sein, aber genauso gut auch sein mutmaßlich deutscher Trainer (er spielte in einem Verein).

Deswegen habe ich die Nationalität beim kleinen Jungen erwähnt. Meckerer gibt es überall.

Kleine Jungs, die das Herz am rechten Fleck haben, kann es aber gar nicht genug geben.

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Aber auch keine welche der andere hatte, oder?

Hab ich gelesen. Und wo siehst du hier ein Problem?

Mein Post bezog sich ja direkt auf den von @jep

Herr Ingeborg beim Sandmännchen:

https://www.nius.de/Leben/transmann-lieber-transmann-kika-baut-figur-herr-ingeborg-beim-sandmaennchen-ein/8c108247-2e1d-4f17-80c8-829134c852ab

:scream:

„Ich mache den Alarmismus um die AfD einfach nicht mehr mit“ (msn.com)
Interview mit Bodo Ramelow, dem Ministerpräsidenten von Thüringen:
In diesem Artikel finde ich vor allem die Passage interessant, in der Ramelow von „permanentem Trotz“ der Menschen im Osten spricht und dass viele Ostdeutsche inzwischen der Meinung seien, dass es Aufmerksamkeit dann gebe, wenn sie etwas täten, „was in Westdeutschland für Empörung sorgt“.
In der Schulpsycholgie wird ja auch gelehrt, dass Unterrichtsstörungen von Schülern manchmal einfach ein Ruf nach Aufmerksamkeit sind bzw. ein Ventil, um Frust abzulassen, weil die schulische Leistung nicht gewürdigt wird. Ähnlich argumentiert Ramelow auch hier.
Das wäre in der Tat ein gefährlicher Punkt. Vor einigen Jahren reichte es ja noch, wenn im Osten die PDS gute Ergebnisse erzielte, um im Westen für Kopfschütteln oder Empörung zu sorgen. Mittlerweile ist die Linke längst als Koalitionspartner akzeptiert. Wenn man aktuell Anhänger der Grünen und der SPD befragen würde, ob sie denn die FDP in der Bundesregierung lieber durch die Linkspartei ersetzen würden, gäbe es dafür wohl mittlerweile bundesweit eine Mehrheit.
Das kann tatsächlich auch ein Grund dafür sein, dass für Viele im Osten die Option Linke wählen, um zu protestieren und evtl. zu provozieren, wegfällt und es nur noch eine Protestoption gibt, die aber ungleich gefährlicher sein dürfte als die Linkspartei (trotz aller Kritikpunkte v.a. im Umgang mit der SED-Vergangenheit).

Da ist mMn etwas dran.
Hier ein kleiner Exkurs, der möglicherweise passen könnte.
Ich habe vor Kurzem „Die kürzeste Geschichte Englands“ von James Hawes gelesen. Darin beschreibt er u.a. ein sprachliches Phänomen, nämlich die Förderung des RP (Received Pronounciation) also einer bestimmten Sprachform des British English, das sich in Sachen Aussprache an den alten Eliten im Süden Englands orientiert. Wer zur Elite gehören wollte, musste sich diese Form der Sprache aneignen, weshalb Familien aus dem Norden, als sie durch die Industrialisierung zu Geld kamen, ihre Kinder auf die Privatschulen im Süden schickten, damit sie so reden lernten, wie man es tun muss, um zur Elite zu gehören. Man muss dazu vielleicht auch wissen, dass es wohl in keiner anderen Sprache so viele verschiedene Wörter für die gleichen Gegenstände gibt, wie im Englischen. Das hängt im Endeffekt auch damit zusammen, dass es schon eine etablierte germanisch geprägte Sprache gab, die die Angelsachsen im frühen Mittelalter mitnahmen und dann aber ab der normannischen Invasion 1066 die Eliten lange Jahre nur Französisch sprachen und viele Wörter aus dieser Zeit sich über diese Periode hinweg als Ausdrücke der Elite gehalten haben, während das einfache Volk mehr oder weniger noch das Englisch der Angelsachsen sprach. Später kamen in der Renaissance noch viele lateinische Wörter dazu, so dass der Wortschatz im Englischen extrem aufgebläht ist und es für beinahe jedes Wort mindestens einen Ausdruck des „einfachen Volkes“ gibt und einen, den die „Elite“ verwenden würde. So kann man relativ schnell an der Wortwahl erkennen, welcher Schicht jemand angehört.
Man bekommt durchaus den Eindruck, dass in Deutschland eine ähnliche Entwicklung in manchen Kreisen beabsichtigt ist und man versucht, die Gendersprache als Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Elite zu etablieren. In diesem Fall geht es nicht (wie in England) um die Zugehörigkeit zur finanziellen Elite, sondern zur moralischen Elite des Landes.

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Ich möchte weder den linken Rand noch den rechten in der Regierung.
Auch keine Öko Radikalen.

Aber ich werde zur Minderheit. Das ist mir klar. .

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FFS sagt aber fast jeder…….auch HM

Ps meine Tochter kann aber nicht nur posh, da kommst Du in Manchester und Birmingham nicht weit

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Wird nie passieren, da bin ich mir sehr sicher, die Leute haben ein gutes Gespür

Eine Erklärung macht eigentlich kaum Sinn, wenn du es nicht selbst verstehst.

Aber ich probiere es gerne.

Du versuchst eine Verknüpfung zur aus deiner Sicht eher links orientierten Perspektive von @Faenger herzustellen und spielst mit der Frage auf eine völlig unwichtige Ebene an, die zusätzlich auch noch zumindest aus meiner Sicht eher rechts einzuordnen ist, weil die Nationalität eben keine Rolle spielt.
Das weißt du auch und v.a. bringst du die Diskussion damit nicht voran. Dein Einwand ist weder witzig noch inhaltlich relevant.

Daher ist der Vorstoß der Moderatoren wohl richtig, um die Diskussionen wieder etwas gehaltsvoller zu machen.

Verstehe mich bitte nicht falsch. Du darfst deine Perspektive haben und musst nicht gleich ticken, wie irgendwer hier im Forum.
Aber gewisse Beiträge kann man sich eben auch schenken.

Hoffentlich verstehst du meinen Einwand nun besser. Wenn nicht, brauchen wir gar nicht erst drüber zu diskutieren. Alles gut.

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Hört sich unterm Strich vernünftiger an als alles andere was ich so diesen Sommer gehört habe

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Warum erwähnt er dann explizit dass der „gute“ Junge ein Türke war, wenn doch die Nationalität keine Rolle spielt?

Und ich bin der Meinung, dass du dir deinen Beitrag ebenfalls schenken hättest können. Bringt die Diskussion nicht voran und zielt nur darauf mich in die Schranken zu weisen.

Nix für ungut.

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