Dieser Kausalzusammenhang klingt nett, hält aber dem Realitätscheck nicht stand, wie das Beispiel zeigt. Fahnen sah man 1974 übrigens fast überhaupt nicht im Land, höchstens ein paar im Stadion.
Das muss ich jetzt doch mal fragen:
Wieso denkst du das? Also letzteres? Das hast du jetzt schon öfter gesagt. Du musst das nicht politisch beantworten, wobei ich nicht weiß, wie du es meinst, und ob es nicht ausschließlich politisch beantwortet werden kann.
Ich persönlich bin nämlich ziemlich fein damit, Deutscher zu sein. Ich betrachte es in vielerlei Hinsicht als Glücksfall, hier geboren zu sein. Ich denke, ich bin auch selbst in einigen Hinsichten ein typischer Deutscher. Vermutlich werden wir uns nicht einig, was genau wir an Deutschland lieben (und nicht so lieben), aber ich fiebere zum Beispiel mit deutschen Sportlern total mit, liebe die deutsche Sprache und könnte dir aus dem Stand eine halbe Stunde Leute aufzählen, die ich fast mit einem gewissen Stolz als Landsleute betrachte: Kant, Schopenhauer, Goethe, Daniel Kehlmann, Jochen Distelmeyer, Tom Tykwer, Georg Seeßlen, Steffi Graf, Nico, Anna Depenbusch undundund. (Ich zähle bewusst Menschen auf, die etwas haben, was ich schon als spezifsich Deutsch bezeichnen würde…)
Und natürlich gibt es manches in diesem Land, was ich demgegenüber gar nicht schätze, sofern man mal so pauschalisieren möchte: deutscher Modegeschmack, deutscher Musikgeschmack, deutsche Volks- und Schlagermusik.
Aber insgesamt kann man zumindest mir persönlich nicht vorwerfen, dass ich mein eigenes Land hassen würde, alles andere als das. Und wenn wir schon politisch werden wollen, so hätte ich zum Beispiel gar kein Problem damit, wenn Deutschland in manchen Gebieten eine Art Leader-Rolle in der Welt oder zumindest Europa einnehmen würde - wäre nur möglich, wir sind uns nicht ganz einig, welche Gebiete das sein sollten (und könnten). Jedenfalls liegt mir auch nichts an Selbstverzwergung.
Und ich denke, von dieser, meiner Sorte gibt’s ganz, ganz viele. Woher also diese seltsame Wahrnehmung von Selbsthass?
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Wozu braucht man überhaupt noch die AfD?
Die Regierung macht bei solchen Treffen mit und hat mit dem letzten Paket mal wieder Klassenkampf von Oben geführt und der freien Presse einen gewaltigen Schlag verpasst.
An der Grenze macht Dobrindt auch mehr oder weniger das, was die AfD will und man bereitet die Wehrpflicht vor.
Jedenfalls stehen den Vorbereitungen zu Blau/Schwarz kaum noch etwas entgegen.
Und Spahn, als Aushängeschild der CDU, ist mal wieder sinnbildlich für die Doppelmoral von Rechten in den News.
Scheinbar doch nicht “von der Kunstfreiheit gedeckt” - zumindest laut der ZDF-Intendanz.
Und nochmal - der ganze Spaß mit dem Rechtsruck des ÖRR hat mMn mit der Tochter Wolfgang Schäubles angefangen, der Programmdirektorin von “Das Erste” seit 2021.
Mein Lieblingsbeitrag dazu:
Jens Spahn lässt mitteilen, dass er aus seinem Privatleben keine politischen Forderungen herleite. Daher wäre es auch kein Widerspruch, dass er die Erlaubnis der Leihmutterschaft politisch ablehne und sich selbst einer Leihmutter bediene.
Im Englischen nennt man das “Rules for thee but not for me”. Jens Spahn lernt schnell von den MAGA-Republikanern.
Wie lange es dauern wird, bis ein Außenseiter die CDU übernimmt und endlich konservativ genug macht, so dass man die AFD nicht mehr wählen muss?
Auch wenn ich kein Merz-Fan bin, scheint er Teilen der Union nicht weit genug rechts zu stehen und noch gibt es aber innerhalb der Union Stimmen und Personen, die das Ruder nicht komplett in eine Richtung schlagen lassen. Die gab es bei den US-Republikanern vor wenigen Jahren auch noch..
Die CDU hat aber keinen Pupulisten in den Reihen der in der Lage wäre das Ruder in die Richtung herumzureißen. Es müsste ja kein Donald sein, ein Wunderwuzzi täte es auch
.
Aber nicht vorhanden.
Klopp würde sagen Noch…. Noch!
Spaß beiseite. Du hast recht und ich hoffe inständig, dass es so bleibt.
Aus meiner Sicht braucht Deutschland eine christliche Union.
In seinem Bestreben Beweise zu finden, die belegen, dass die Wahl 2020 manipuliert wurde, hat Trump ausversehen bewiesen, dass Russland ihm helfen wollte die Wahl zu manipulieren.
Naja, wenn die Midterms diesen Herbst auch nur ansatzweise fair laufen, dann kann man sich glücklich schätzen.
Trump hat schon in der ersten Amtszeit versucht die Wahl zu seinen Gunsten zu manipulieren und geht mittlerweile noch aggressiver vor.
Es gibt bspw die Vermutung, dass er Maduro dazu zwingen will als Kronzeuge für Manipulation aus Venezuela aufzutreten.
Wie viel eine solche Aussage tatsächlich wert ist, angesichts seiner Bedingungen im Gefängnis und der Tatsache, dass auch seine Frau gefangen genommen wurde, kann sich jeder denken.
Dazu kommt noch ICE, dass dazu genutzt werden soll Wähler einzuschüchtern, Gerrymandering und Wahlkomittes, gefüllt mit Trump-Anhängern.
Ab ca Minute 2:45
Infantino: “(…) FIFA is the official happiness provider to humanity since 120 years!”
Trump: “Unless your team loses!”
Was sich Infantino auf jeden Fall gut von Trump abgeschaut hat: Superlative sind immer gut. Und vielleicht wäre Infantimo ein besserer Nachname für ihn. Diese PK lädt mal wieder zum Fremdschämen par excellence ein. Nicht, dass ich etwas anderes bei diesen beiden Gestalten erwartet hätte…
Spahn ist als Fraktionsvorsitzender zurück getreten… ich bin erleichtert.
Nichtsdestotrotz treibt die Koalition mit ihrer Politik immer mehr Wähler zur AFD… das wird nicht gut ausgehen.
Ich empfinde die “deutsche Psyche” schon auch als etwas problematisch. Ich bin kein Geschichtswissenschaftler oder Soziologe um es wirklich gut beschreiben zu können, aber etwas in unserer Geschichte liess uns schon besonders hart werden gegen uns selbst und gegen andere. Es gibt eine gewisse Tendenz alles inklusive sich selbst permanent zu beurteilen. Ich lebe sehr lange schon im Ausland und obwohl ich einerseits mich immer freue meine “deutsche Seite” ausleben zu können, empfinde ich das Sozialleben mit Deutschen oft schon auf eine gewisse Art als anstrengend. Dieses permanente Analysieren und Beurteilen ist grosse Stärke und grosse Schwäche zugleich. Es ist auch ein Teil meiner Persönlichkeit und deshalb war es immer eines meiner Ziele, Frieden zu schliessen ohne dabei ins Oberflächliche abzudriften. Das aber nur als ein persönlicher Kommentar, der sicher nicht repräsentativ ist.
Nach dem Rücktritt von Jens Spahn hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz zu Wort gemeldet. Er bezeichnet die Entscheidung als „richtig“ und „unvermeidlich“ und betont, Glaubwürdigkeit sei in der Politik das höchste Gut. Gleichzeitig dankt er Spahn für dessen Zusammenarbeit und seinen Beitrag zur Regierungsarbeit.
Na dann Herr Merz erwarten wir ihren Rücktritt!
Wow, da muss der Backlash gegen Spahn wirklich riesig gewesen zu sein!
Die Maskenaffaire durchgestanden und dann war es doch die Leihmutterschaft, die in der Partei wohl zu viel gewesen ist!
Dass wird aber mit Sicherheit nicht das letzte gewesen sein, was wir von ihm gehört haben.
Trotzdem ist es gut, dass wohl der CDU-Politiker, der am meisten für Blau/Schwarz gearbeitet hat, jetzt entmachtet wurde!
Da wäre ich nicht ganz so optimistisch. Wie Du weiter oben anmerkst, lässt es sich im Verborgenen auch gut, vielleicht sogar besser arbeiten. Die alten Seilschaften bleiben ja bestehen. Das einzig Gute am Fraktionsvorsitz von Spahn war die Sichtbarkeit. Da kann man sich halt doch nicht alles leisten.
Die Namen, die jetzt für die Nachfolge gehandelt werden, sprechen nun auch nicht gerade für eine inhaltliche Abkehr (Linnemann, Frey, Dobrindt…). Ein bisschen Stühlerücken.
Spahn ist jung genug. Rücktritte dieser Art lassen sich beizeiten gut als besonders respektabel darstellen.
Persönlich bin ich der Meinung, dass die eigentliche krasse Aktion des Rücktrittsgrundes darin besteht, komplett unverfroren etwas zu bewerkstelligen, das für den “normalen” Bundesbürger jenseits jeglicher, grade auch finanzieller, Möglichkeiten liegt. Dass es der Agenda der Mutterpartei widerspricht, ist eine ähnliche Pointe wie die Lebensweise von Alice Weidel. Die charakteristische Abgehobenheit und Egozentrik des erfolgreichen Elite-Politikers ist es, die mich am meisten abstößt, weil sie so perfekt für die entsprechende Erzählung verwendet werden kann.
Sehe ich ganz genau so - die Kluft zwischen uns Kleinen und der Elite wird dadurch auf eine Weise sichtbar gemacht, die der politischen Situation massiv schaden kann.
Oder: Spahn und sein Netzwerk sehen keine Zukunft für die Regierung Merz. Und verschwinden schnell aus der Sackgasse, in die Merz hineingerast ist. Soll der doch alleine gegen die Wand fahren. Darauf hat der Jenser keine Lust und hält sich stattdessen bereit, als Beifahrer von Weidel (oder welcher blauen Führerpersönlichkeit auch immer) seine Reise fortzusetzen.
Die Bundesregierung muss sparen… mein Eindruck ist, dass das vor allem die sozial Schwachen bertrifft. Jetzt lese ich in den Nachrichten, dass das Wohngeld gekürzt wird. Bei der Wohnungsnot und immer weniger existierenden öffentlich geförderten Wohnungen ist das ein fatales Signal.
Aber bei denen, wo viel Potential ist, nämlich bei den Reichen und Superreichen, da passiert nix. Ist das jetzt nur mein persönlicher Eindruck oder täusche ich mich?
Ne völlig richtig - schlicht und ergreifend Klassenkampf von oben mit etwas eingestreuter Symbolpolitik, damit die SPD sich einreden kann, dass Gesicht gewahrt zu haben.
Wenn eine Erhöhung der “Reichensteuer” kommt, die zwar Spitzenverdiener beim Einkommen etwas mehr trifft, aber die Vermögenssteuer (haben wir nicht mehr) und Erbschaftssteuer (sehr leicht zu umgehen) unangetastet bleibt, dann lachen die wirklich Reichen sich kaputt.