Deniz Ofli: Der nächste Josip Stanišić beim FC Bayern?

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Deniz Ofli debütierte am Mittwochabend in der Champions League für die Profis des FC Bayern. Doch wer ist der 18-Jährige überhaupt und was kann er? Ganze 46 Sekunden dauerte es, da hatte Deniz Ofli dem Spiel des FC Bayern bereits seinen Stempel aufgedrückt. Ein Angriff von Atalanta endete auf dem linken Flügel der Münchner jäh, als der 18-Jährige aggressiv nach vorn schob, und den Ball eroberte. Wenige Kontakte später stand das 3:0 für den FCB zu Buche. Eine Szene, die den Spielstil des Linksverteidigers bereits gut beschreibt. Und gleichzeitig eine Szene, die das riesige Vertrauen beschreibt, das Vincent Kompany den…

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Danke erstmal für die tollen Artikel bzgl. der ganzen Talente. Gerade Ofli ist mir in den letzten Wochen vermehrt aufgefallen.

Vielleicht kann wenn die Bundesliga entschieden ist oder unbedeutendere Spiele anstehen sollten weiter Minuten sammeln und seine Schwächen korrigieren.

Im Traumszenario wird Ofli der feste Backup hinter Davies nächste Saison bei den Bayern. Bischof wird mit Pavlo, Kimmich und Aseko dann hoffentlich das defensive Mittelfeld bilden und Ito kann dann vornehmlich IV spielen und Stani kann dann sich mit Laimer entsprechend abwechseln :smiley:

Ich weiß alles Zukunftmusik aber man darf ja träumen :smiley:

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Eine Aussage die man leider immer öfters hört bzw vom DFB nicht hört. Aber ab 2030 ist der DFB mit Wirtz, Musiala angereichert mit Mittelstädt bestimmt auf Jahre unschlagbar….

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Ein schöner Artikel.

„Der Hauptgrund für den Vergleich liegt aber darin, dass Stanišić am Campus nie der Spieler mit dem größten Talent war. Im Fokus standen immer andere Talente. Eine solide Profikarriere wurde dem heute 25-Jährigen durchaus zugetraut, aber mit Blick auf eine Zukunft beim FC Bayern gab es mindestens kleinere Zweifel.“

Das könnte ich so unterschreiben. Stanisic habe ich völlig unterschätzt.
Bei Ofli war ich dann irgendwann in den letzten Monaten soweit: „Ok, ich unterschätze ihn wahrscheinlich. Aber noch kann ich nicht anders.“
Also sollte seiner weiteren Karriere nichts mehr im Wege stehen. :slightly_smiling_face:

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Ja, ein Punkt, der mir auch immer wieder auffällt. „Wir“ - der DFB - schaffen es nicht, die Migrantenkinder der 2. oder gar 3. Generation für uns zu gewinnen.

Hat natürlich vielfältige Gründe, auch gesellschaftlich. Aber vielleicht muss man da auch aktiver sein und die Spieler emotional „aufladen“.

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Wie im Artikel beschrieben, fehlt Ofli körperlich nicht mehr so viel für sein Alter. Da hat er im letzten Jahr sichtbar zugelegt.

Stani galt wohl nie als Überflieger, hat es aber geschafft sein Spiel bei den Erwachsenen auf den Platz zu bringen. Das war so wohl nicht vorhersehbar. Talentiertere Spieler schaffen es bei den Erwachsenen nicht mehr, ihr Spiel auf den Platz zu bringen.

Angeblich will Nagelsmann nicht so vorgehen und ich finde das nachvollziehbar. Entweder man ist mit Überzeugung dabei, oder eben nicht. Wer erst überzeugt werden muss ist vermutlich in der N11 eh nicht richtig aufgehoben.

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Man muss sie ja nicht auf einer goldenen Sänfte durch die DFB Zentrale tragen. Aber dass sich mal ein ehemaliger Nationalspieler mit Migrantionshintergrund (zB Asamoah) zusammen mit dem Nachwuchstrainer des DFB auf das elterliche Sofa setzt ist nicht zuviel verlangt.

Das sind Jungs bei denen oftmals die Grosselterngeneration eines Elternteils eingewandert sind. Aber wenn man vom anderen Verband ein signiertes Trikot und vom DFB ein Brief in Einberufungsform erhält, entscheiden sich diese Jungs eben für das Land ihrer Grosseltern.

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Bei Stani macht das Mindset den Unterschied: (i) der unbedingte Wille, sich stetig zu verbessern und im Spiel alles zu geben und mutig zu spielen, und (ii) das Nervenkostüm - wo andere in großen Spielen zum Nervenbündel mutieren, wächst Stanisic regelmäßig über sich selbst hinaus …

Wenn Ofli das auch in sich hat (und ich gehe davon aus, dass Kompany genau diesen Eindruck hat, sonst hätte er ihn nicht spielen lassen), kann er auch den Stani-Weg gehen :slight_smile:

dann sollen die eben für eine anderes Land spielen. Geht ja nicht um eine Vereinsmannschaft, bei der man jemanden für das Projekt begeistern muss, weil Spieler mehrere Angebote haben. In deiner Brust schlagen zwei Herzen und du tust dich schwer dich zu entscheiden? Dann wäre man bei mir schon raus.

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Das ist für mich auch ein Generationen Thema. Inzwischen muss man auch für die jungen Spieler mehr tun und Sie überzeugen. Zudem ist Deutschland auch nicht mehr die Nation denen man ein Titel zu traut und darauf kommt es auch für manche Spieler einfach an.

Vor 10 Jahren würde sich die Frage der doppelstaatler nicht stellen, da würden sich fast alle für Deutschland entscheiden.

Stanisic hat man so auch verloren und einen Stanisic würde momentan jeder in der NM mit Handkuss nehmen.

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Das ist ja das, was ich meine. Warum sollte man jemanden überzeugen, der sich rein aus karrieretechnischen Gründen dür etws entscheidet? Dafür sind Clubs da. Wenn es stimmt, dass JN Spieler nicht emotional aufladen will damit sie sich für den DFB entscheiden, dann denke ich mal, dass er ihnen nicht zutraut das benötigte Rüstzeug mitzubringen. Für mich macht es bei einer N11 auch mehr Sinn, nur mit intrinsich überzeugten zu arbeiten.

Ist mir etwas zu romantisch gedacht. Als Fußballer ist alles eine Karrieretechnische Entscheidung. Musiala wird nicht nur mit Rationalen oder Emotionalen Argument überzeugt worden sein genauso wie bei Klose, Poldi, Özil, Gündogan, Undav, Can, Asamoah.

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Nehmen wir das Beispiel Maza. Da hat Algerien sich eben wirklich um ihn bemüht. Finde da kann Nagelsmann zumindest mal anrufen und „nach der WM bzw nächsten EM gibt es einen grossen Umbruch, da sehe ich dich in einer wichtigen Rollle“. Dann bittest noch Samy Khedira dass er ihn mal besucht und ihm erzählt dass er in diesem Alter auch wenig Perspektive beim DFB sah aber dennoch Tunesien vertröstet hat.

Statt dessen wird er nur für sinnlose U20 statt U21 nominiert und Hannes Wolf meldet sich erst nachdem der Entschluss gefallen ist.

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Wenn Maza für Algerien spielt, dann war es ihm nicht wichtig für Deutschland zu spielen. Solche Spieler will JN scheinbar nicht haben.

Das ist mir zu einfach. Natürlich stecken die jungen Spieler in einem Gewissenskonflikt. Dort dann Möglichkeiten aufzuzeigen, Vertrauen zu gewinnen, für sich zu werben, daran kann ich nichts schlimmes finden.

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Der genannte Maza hat für Deutschlands U-Teams gespielt und spielt auf einer Position auf der es schwer wird, für Deutschland regelmäßig berufen zu werden. Dazu hat er ein Management. Wäre es ihm wichtig gewesen für Deutschland zu spielen und würde er sich selbst realistische Chancen ausrechnen, hätte über sein Management seine Berufungschancen prüfen lassen können. Er hat sich aber direkt für Algerien entschieden. Entweder eine realistische Selbsteinschätzung, oder nicht das benötigte Commitment. Klar ist das simpel gedacht, aber der aktuelle Trainer denkt angeblich so und ich kann das nachvollziehen.

Ich weiß nicht, ob das immer ein Gewissenskonflikt sein muss. Vielleicht ist auch die schnöde Überlegung: in welchem Nationalteam ist es wahrscheinlicher, dass ich nominiert werde / spiele?

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Natürlich spielt auch das eine Rolle. Wird bei Wanner sicher ein Grund gewesen sein. Aber auch da kann man ja Möglichkeiten aufzeigen, wenn man denn will.

Aus meiner Sicht verlieren wir da einfach zu viele Spieler.

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Wenn Maza eine realistische Chance beim DFB gesehen hätte, hätte er sich vll auch anders entschieden.

Einfaches Szenario:

Maza spielt bis zur U20 für den DFB. Gerüchte kommen auf das Algerien ihn nominieren will. Maza wartet ob eine Reaktion des DFB erfolgt. Algerien intensiviert seine Bemühungen. Maza wartet immer noch auf eine Reaktion des DFB. Algerien sagt wenn du den Verband wechselst spielst du quasi Stamm und wirst umgehend berufen.

Da fällt die Entscheidung leicht.

Verbände und Clubs kann man hier auch nicht wirklich trennen. Ein Club der dir schmeichelt und der alles tut das du zu ihm kommst ist iwann interessanter als der Club zu dem du eigentlich willst.

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Diese Gewissenskonflikte können je nach Hintergrund massiv auftreten. Der Spieler ist vielleicht hier geboren und sozialisiert. Die Eltern schon weniger, die Großeltern gar nicht.
Ein Spieler mit türkischen Wurzeln, der für die Türkei spielt oder spielte (Name kriege ich nicht mehr zusammen), sagte dazu mal sinngemäß.
„Meine Oma wohnt in einem Dorf in Anatolien. Die sagte dazu: Junge, wenn du nicht für die Türkei spielst, zünden die mir hier das Haus an.“
Vielleicht, sehr wahrscheinlich sogar, übertrieben. Aber es zeigt, was familiärer Hintergrund bewirken kann. Der Spieler schwankt vielleicht, aber willst du am Ende deine ganze Familie enttäuschen?

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