Darum wäre Roberto De Zerbi die beste Alonso-Alternative für den FC Bayern

Das ist für mich der entscheidende Punkt beim Thema Sprache - den Luxus auf Deutsch schon beim Ankommen zu bestehen, den fürchte ich kann man sich nachdem sämtliche „greifbaren“ (eben alle außer Klopp) deutsch Muttersprachler Topttrainer schon durch hat die letzten 5 Jahre einfach nicht mehr leisten.

Aber wer ein Profi (egal ob Spieler oder Trainer!) sein will in dem Geschäft muss Englisch soweit zumindest können dass er sich zutraut sich damit durch zu beißen!

Und das ist dann der gravierendste Unterschied von de Zerbi zB zu einem Zidane - letzterer dreht die letzten Jahre lieber Däumchen statt sich wenigstens mal ein für ihn selber ausreichendes (was er ja explizit sagt dass bisher nicht hat) Englisch draufzuschaffen.

Ein de Zerbi dagegen traut sich für die CL in die Ostukraine und anschließend in die PL, alles natürlich voll basierend auf seinem Englisch.

Mir persönlich reicht das erstmal - Deutsch kann er wenn sich hier durchsetzt auch in den nächsten Jahren draufschaffen, aber dass da unsere dt. Medien dann keine tollen endlos PKs (die ja aber offensichtlich auch nix gebracht in Punkto Job Sicherung, klar eher im Gegenteil!) auf Deutsch wie unter Nagelsmann und Tuchel mehr kriegen - mir könnte das kaum mehr wurscht sein und ich hoffe Eberl und Freund sehen das genauso!

:joy:

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Also nochmal ein großes <3 für das Feedback, dachte mir, ich gehe nochmal auf paar Punkte ein:

Kader: Ich persönlich denke, dass ein Umbruch im Bereich des Kaders langfristig notwendig wäre, da ich nicht im Defensivverbund diese ballspielenden Rollen sehe. Gerade bei De Ligt sowie Dier fehlt mir der aggressive Ansatz im Passspiel. Im Bereich der sicheren Pässe fallen keine negativen Sachen auf, aber was raumgewinnende sowie vertikale angeht, sehe ich für De Zerbis Aufbau dann doch zu wenig. Goretzka könnte ich mir irgendwie gut als diese pendelnde Sechs vorstellen, auch Pavlovic, da er ein unglaubliches Zeit-Raum-Gefühl hat. In der Offensive hat der FCB im Kader, vor allem auf den Flügeln, die Spielertypen, welche De Zerbi haben will – kreativ, schnell sowie technisch stark. Kane würde ich durch sein permanentes Abkippen, was De Zerbi auch gerne hat, ebenfalls gesetzt in dieser taktischen Ausrichtung sehen. Glaube, dass er durchaus flexibel im kurzfristigen Ansatz sein kann, aber auf lange Sicht dann doch seinen Input eingibt.

Sprache: Ich sehe den Punkt zwar auch, da jeder Moment und daher auch jedes gesprochene Wort zählt. Aber die Spieler sind doch da flexibel, es sind immer Dolmetscher dabei, die Öffentlichkeit hätte ein Problem, aber von der würde ich diese Entscheidung nicht abhängig machen.

Grundsätzlich bin ich großer Fan von Roberto De Zerbi, aber ich verstehe die Skepsis. Nicht immer war er erfolgreich, klar, er war kein Spieler im großen Stil, aber er denkt den Fußball neu - und der FC Bayern muss auch neu gedacht werden, daher braucht es jemand wie ihn.

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Daher sollte man Allegri nicht abschreiben:

  • Erfahrung mit Adults? 14 Jahre Trainererfahrung bei Juve und Milan. Dabei (üb)erlebte er u.a. Silvio Berlusconi und die Agnellis
  • Erfahrung mit Stars? Wer Ibrahimovic und CR7 gezähmt hat, lässt sich von Kimmich und Sane nicht ins Bockshorn jagen
  • Spielstil? Warum muss es immer das 15 Jahre alte LvG 4-2-3-1 sein, welches mittlerweile so überholt ist, dass es selbst in der grottenschlechten Bulli eine schienbeinbrechende Holding 6 für 70 Mio benötigt um nicht jedes Spiel 2 Tore zu fangen? Ein defensiv stabiles 3-5-2 ist aus meiner Sicht nicht wirklich eine defensivere Formation als eine Viererkette mit Holding 6. Aber die zahlosen 8er kommen besser zur Geltung, Davies bekommt endlich seine passende Rolle und auch das RV Problem wäre mit Frimpong gelöst. Tel, Gnabry oder Sane als zweite Spitze neben Kane könnten ebenfalls aufblühen. Dann könnte man sich auf einen neuen Taktgeber als Grosstransfer konzentrieren. Dass Guerreiro der beste Spieler ist um den Ball zirkulieren zu lassen zeigt doch wo der Schuh drückt!
  • Druck auf sinkenden Schiff ist Allegri von Juve gewohnt
  • Umbrüche (Buffon, CR7) kann er ebenfalls

Bei de Zerbi und Nagelsmann gibt es heute in einem Jahr wieder den Groundhogday: man hat eine hohe Ablöse gezahlt und die letzten drei der vier Vertragsjahre müssen als Abfindung ausgezahlt werden.
Daher wäre ein Einjahresvertrag für Allegri Bayern die beste Lösung. Dann kann er wie nun Tuchel ein Jahr durchregieren.
Vielleicht ist sich dann in einem Jahr die neue Führung um Eberl und Freund im klaren was sie wollen. Dann kann ein Jungfuchs eine Ära prägen.

Und auch zu Allegri gibt es noch das obligatorische Analysevideo:

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Finde, es kommt auf die Art und Weise der Niederlage an. Kommt sie durch mangelnden Einsatz und Leistungsverweigerung zustande, hast du zu Recht immer Diskussionen. Haben wir erkennbar alles gegeben und der Gegner war einfach stärker (City), ist es weniger problematisch.

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Ich fände de Zerbi voll spannend und einen besseren fit als alle anderen Namen in der Gerüchteküche. Man kann eigentlich nur hoffen das Pool eher an Amorim dran ist, sonst wird das eh nix. Und nicht weil der Sprung von Brighton nach München zu gross ist, sondern weil er sich Bayern nach den Turbulenzen der letzten Jahre nicht antun muss, und in Liverpool mehr Unterstützung und ein eingespeiltes Kadermanagement bekommt.

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Ich kannte de Zerbi bisher nicht, die Analyse ist eine gute Zusammenfassung seines Stils. Danke dafür. Tja und jetzt? Im Grunde gilt ja für jeden gehandelten Kandidaten, dass sie für ein gewisses System stehen, von diesem überzeugt sind und sich danach die Mannschaft zusammenstellen. Mein Favorit ist leider „out of Energy“. Sehr schade, aber nicht zu ändern.

Ich hoffe das der Club bald Vollzug meldet. Max wird schon den Richtigen finden und ihm hoffentlich Zeit und die richtigen Spieler geben. Die hatte 2011 und 2012 Jupp auch.

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:thinking:
#…>Viel-mehrProblemtischDie(Zugrunde-/…Dah!nter-liegenden)Poli…Persönl!chen(Einfluss-)Interessen(…>SoSindEtwaZwei-Titel-Pro-Saison-Wahl-/…Fall-weiseMalZu-WenigMalBlut-rü*stigVerteidigungs-würdig//EinAndererTrainerDafürVerg!ftet-Talentiert//…)!?! :face_with_peeking_eye:
:confused:

:roll_eyes:
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:unamused:

Das Argument hört man öfter, ja.

Weil das letzte „Finale dahaom“ ja so geil war? Mir läuft es bei dem Begriff weiter eher kalt den Rücken runter :face_with_peeking_eye:

Und bei EINER CL Finalteilnahme in den letzten 10 Jahren - da sollen wir jetzt (mit mehreren Jahren Kader Umbruch anstehend wie ja so gut wie niemand mehr bezweifelt dass nötig) ernsthaft für ein Finale dahaom nächstes Jahr irgendwas ausrichten???

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Die meisten schienen ja bisher (zB auch bei unseren letzten Umfragerunden hier wo bei „wer wirds“ klar Nagelsmann vorne und bei „wer soll’s werden“ dagegen de Zerbi) eher davon auszugehen, dass es ersteres wird wenn sich Uli mal so klar positioniert hat.

Ich hoffe inständig, dass dem gerade NICHT so ist. Bei Freund alleine glaube ich nicht, dass der sich durchsetzen hätte können, aber Eberl und Freud gemeinsam - da wäre ich schon wirklich schwer enttäuscht wenn die einknicken!

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Ich finde das Narrativ, das sich hier etabliert, etwas schwierig. Wenn es „meine“ Wunschlösung wird, dann hat der FC Bayern alles richtig gemacht, wenn nicht, dann ist irgendjemand eingeknickt? Ich glaube nicht, dass Max Eberl sich diktieren lässt, wen er favorisiert. Genauso wenig wird er im Alleingang entscheiden, wer es wird. Das war nie so beim FC Bayern und das wird auch nie so sein. Diese Lagerspielchen, die da medial oft gespielt wurden, dienen vor allem einer Sache: Polarisierung. Natürlich gibt es Trainer, die von einem Führungsmitglied eher bevorzugt wurden als andere. Aber ich bin zu tausend Prozent sicher, dass am Ende ein Trainer präsentiert wird, der nicht von einer Person durchgedrückt wurde. Sollte man sich auch vorher nicht einreden. Ich denke, auch Eberl wird die Argumente für und gegen Nagelsmann sowie für und gegen De Zerbi kennen. Ebenso wie bei anderen Trainern. Eine eindeutige Wahl gibt es da eh nicht. Risiko kauft man bei jedem Kandidaten mit ein.

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Was man hört (wieviel das wert unklar, ja, aber man hört es überall gleich) war dass de Zerbi sowohl von Eberl als auch Freund der Favorit nachdem Alonso abgesagt hat.

Und hätten wir nicht vor ner Woche 2 Freundschaftsspiele (bei dir mögen die kaum ne Rolle gespielt haben, glaub ich Dir natürlich - in der öffentlichen Diskussion ist das aber völlig was anderes) und eine ziemlich eindeutige Wortmeldung vom Tegernsee gehabt - ich glaube nicht dass wir jetzt groß über eine Rückkehr von Julian Nagelsmann diskutieren würden wo noch total in den Sternen steht wie dieses totale Wagnis seinerseits mit der EM ausgeht…

Ich habe null Problem mit ihm, würde ihn aber um Welten lieber mit deutlich mehr zeitlichen Abstand und Erfahrung (und nicht 6 Freundschaftsspielen mehr auf dem Buckel die Overall auch nicht sonderlich berauschend waren) irgendwann wieder bei uns sehen und habe dagegen große Bedenken, dass wenn es wieder schief geht mit ihm (und bei unserem Trainerverschleiß die letzten 7 Jahre wäre das doch das normalste auf der Welt) er entgültig für uns „verbrannt“ ist…

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Ich glaube, dass der FC Bayern schlechte Arbeit machen würde, würde das kein Thema sein. In den Transfermedien ist doch alle zwei Wochen ein anderer Trainer der große „Favorit“. Das Spiel sollte bekannt sein.

Wirklich? Seit die Tuchel Trennung bekannt war doch völlig klar Alonso Favorit. So ne riesige Wankelmütigkeit sehe ich da diesmal nicht.

Natürlich haben sie sich seit Wochen mit allen nahe oder fernliegend in Frage kommenden Kandidaten beschäftigt. Gehört man von vielen Alternativen zu Alonso, Nagelsmann aber so gut wie kein Thema in den Medien bis dahin.

Bei ner Umfrage hier vor 10 Tagen kam „ehemaliger Bundestrainer (Löw, Flick, Nagelsmann)“ auf 7%.

Mittlerweile geht’s nach allem was man hört nur noch um de Zerbi (bisheriger Favorit Eberle/Freund) vs Nagelsmann (Favorit von Hoeneß).

Da ist ein „Einknicken“ jetzt nicht so wahnsinnig weit hergeholt würde ich meinen…

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Weil Alonso der einzige No-Brainer auf dem Markt war. Seitdem Nagelsmann, Rangnick, De Zerbi. Das wird so weitergehen.

Ich persönlich halte das für eine falsche Darstellung. Aber wie schon eingangs geschrieben: Das Lagerspiel kommt bei Bayern-Fans immer gut an und wird dann auch dankend mitgespielt.

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ob sie betrunken sind habe ich gefragt… :see_no_evil: :rofl:

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Seit Jahrzehnten verfolge ich intensivst die Entwicklung des FCB, konnte mich immer mit dem Club identifizieren und die Spielweise sowie die getroffenen Personalentscheidungen weitgehend nachvollziehen bzw. verstehen.

In den letzten paar Jahren wird mein „FCB-Selbstverständnis“ jedoch zunehmend erschüttert. Viele Vorgänge und Personalentscheidungen (v.a., aber nicht nur auf der Trainerposition) in dieser Zeit erscheinen mir willkürlich und unberechenbar und für einen Außenstehenden kaum noch rational zu verstehen.

Deswegen fühle ich mich auch zum ersten Mal in meiner „Fankarriere“ völlig ratlos, wohin die Reise nun gehen soll. Da ich schon die letzten Trainereinstellungen und -Entlassungen kaum nachvollziehen konnte, fällt es mir auch ungemein schwer zu entscheiden, welcher neue Trainer nun der richtige für uns wäre.

Es fing an mit Hansi Flick. Der Mann hat uns das Sextuple gewonnen und uns zumindest formell zur besten Vereinsmannschaft der Welt gemacht.
Auch als langjährige „rechte Hand“ von Jogi Löw hat er Überragendes geleistet.
Schon beim Gewinn des Weltmeistertitels 2014 war überall zu lesen, dass Löw das Nationalteam mehr nach außen hin repräsentiert, dass aber die eigentlich entscheidende Trainingsarbeit vornehmlich von Flick geleistet wurde.

Mit anderen Worten: Flick muss über eine ganz enorme Expertise verfügt haben.
Also fragt man sich, was bloß schiefgelaufen ist, als dieser Ausnahmetrainer in Rekordzeit demontiert wurde und den FCB verließ. Irgendwie muss ihn das, was hinter den Kulissen passiert ist, psychisch gebrochen haben, denn als Nationaltrainer war er letztlich nur noch ein Schatten seiner selbst und wurde zum ersten und einzigen Bundestrainer, der in der langen DFB-Geschichte entlassen wurde. Und seither scheint sich trotz seiner großen Erfolge kein einziger Spitzenclub im In- und Ausland oder auch kein anderes Nationalteam mehr für ihn zu interessieren.

Ein Freund hier auf MSR, mit dem ich darüber diskutiert habe, meint, die unselige PrimeVideo-Dokumentation des DFB, die ihn wie einen Dilettanten aussehen ließ, habe ihm den Hals gebrochen und seine Reputation völlig zerstört.
Da ist ganz sicher etwas dran, aber aus FCB-Warte frage ich mich heute noch, was hinter den Kulissen wohl passiert sein mag, um sich mit dem Trainer, der mit dem Sextupel (wenn auch unter den artifiziellen Bedingungen der Corona-Krise) quasi das erfolgreichste Jahr in der gesamten FCB-Geschichte hingelegt hat, in einer atemberaubend kurzen Zeitspanne zu entzweien.

Später spitzte sich die ganze Thematik noch weiter zu und wurde rational immer weniger verständlich. Bis heute vermag ich nicht zu sagen:

a) ob die Nagelsmann-Verpflichtung (für eine Rekordablöse und mit einem extrem langen Vertrag) und seine vorzeitige Entlassung nun richtig oder falsch waren,

b) und genau so, ob die Tuchel-Verpflichtung und vorzeitige Entlassung richtig oder ein Fehler waren. Erst gestern hat sich Ulreich im KICKER geradezu enthusiastisch positiv über die Qualität von Tuchels Arbeit als Trainer des FCB geäußert.
Was aber natürlich in Kontrast steht zu der m.E. unverzeihlichen Heimniederlage gegen Dortmund, über deren Ursachen sich Tuchel wieder mal erschreckend ratlos zeigte.

Zusammengefasst (und erschwerend noch in Kombination mit den von außen kaum zu verstehenden Demontagen von Leuten wie Kahn, Salihamidzic, Tapalovic und und und) stehe ich vor dem absoluten Rätsel, wie ein fast eine Milliarde schwerer Weltverein wie der FCB, der jahrzehntelang überall für seine hohe Professionalität und Seriosität stand, hinsichtlich seiner wichtigen Personalentscheidungen dermaßen dilettantisch „regiert“ werden konnte.

Entweder hat man mit der „Inthronisierung“ von Kahn, Salihamdizic, Flick, Nagelsmann und Tuchel große Fehler gemacht - oder mit ihrer jeweiligen vorzeitigen Entlassung.
Natürlich ist auch mir bewusst, dass es für die einzelnen Entscheidungen Gründe gab und die jeweiligen Personen in ihrer Arbeit auch große Fehler gemacht haben.

Zu denken gibt mir dabei aber, dass in den letzten Jahren nie ein wirklich klarer, durchdachter Plan erkennbar war. Stattdessen hat man je nach aktuellen Ergebnissen oder medialem Bashing ständig improvisiert bzw. ist von einer Krisenbewältigung in die nächste gestolpert - und hat Toptrainer erst hochgejubelt und dann enteiert. Dass sich z.B. ein amtierender Trainer wie Tuchel über die Medien von Hoeneß sagen lassen muss, die Entlassung seines Vorgängers sei ein großer Fehler gewesen, ist m.E. ein absolut unwürdiges und respektloses Schauspiel und disqualifiziert einen Hoeneß (der die Nagelsmann-Entlassung doch sicher mitgetragen haben MUSS) mehr als einen Tuchel.

Jedes Unternehmen von vergleichbarer Größe und Potenz in der freien Wirtschaft würde sich ein Armutszeugnis ausstellen, wenn es dermaßen dilettantisch und ohne Erkennbarkeit einer mittelfristigen Strategie geführt würde. Gerade in puncto Personalentscheidungen (nicht nur bei den genannten Trainern und Vorstandsmitgliedern, sondern auch bei vielen Spielern - dass z.B. von den drei Wintertransfers die beiden teureren wahrscheinlich nie eine Rolle bei uns spielen werden, ist nur ein Beispiel unter vielen) muss sich die Vereinsführung vorwerfen lassen, in den letzten Jahren fast immer krass daneben gelegen und immer wieder von neuem auf „das falsche Pferd“ gesetzt zu haben.

Da fragt man sich als besorgter und verwirrter Fan doch, wie dermaßen krasse, teure und sich mehrfach wiederholende Fehleinschätzungen von Schlüsselpersonen und ihren Fähigkeiten bloß möglich waren.

Aktuell befindet sich der FCB daher in der mehr als makabren Situation, dass man in nur wenigen Jahren gleich drei Trainer von gehobener internationaler Klasse dermaßen depontenziert und abrasiert hat, dass ihre Reputation großen Schaden genommen hat.
Weder hat man es geschafft, sich die vorher bzw. zu Beginn herrschende enorme Expertise der drei Trainer dauerhaft zu sichern, noch scheint man sich in der Führungsetage darüber einig zu sein, ob die Nagelsmann-Verpflichtung ODER Entlassung richtig oder falsch war (so dass man evt. sogar versuchen wird, seine Fehleinschätzungen zu revidieren und Nagelsmann zurückzuholen, was ich persönlich für einen großen Fehler halten würde), bzw. ob die Tuchel-Verpflichtung ODER Entlassung richtig oder falsch war usw.
So dass man sich für unverständliche Kompromisse entschließt wie, Tuchel trotz Kündigung noch die Saison zu Ende spielen zu lassen, was dann zu der mehr als peinlichen Heimniederlage gegen Dortmund und dem völligen Abschenken des Meisterschaftskampfes führte.

Und nun steht man vor dem Dilemma, dass man nacheinander drei Spitzentrainer demontiert hat und jetzt als qualitative „Verbesserung“ einen neuen suchen muss, der von seiner Reputation her nicht an seine drei Vorgänger heranreichen kann.
Zumal sich die wenig souveränen Personalentscheidungen und das Führungschaos des FCB ja in der Fachwelt herumsprechen und sich im Gegensatz zu früheren Zeiten Spitzenspieler und -Trainer nicht mehr die Finger danach lecken, bei einem solchen Chaosverein anzuheuern.

Wie gesagt, „der Fisch stinkt von Kopf her“, und ich VERSTEHE die Vereinsführung und ihre kaum erkennbaren langfristigen Strategien einfach nicht mehr.
Und bin mir sicher, dass in großen Wirtschaftsunternehmen der halbe Vorstand und Aufsichtsrat zurücktreten müsste, wenn man in der Öffentlichkeit ein dermaßen unprofessionelles (und in seinen Konsequenzen auch finanziell desaströses) Verhalten an den Tag legt und jahrelang in der Einstellung und Beurteilung wichtigster Schlüsselpersonen solch eklatanten und mehr „aus dem Bauch heraus“ erfolgten Fehleinschätzungen zum Opfer fällt.
Das betrifft nicht nur die Trainer, sondern auch viele Spieler, die man kolossal überschätzt und mit langjährigen und hochdotierten Verträgen versehen hat und jetzt nicht mehr los wird. Oder für teure Neueinkäufe, die praktisch nie gespielt haben.

Für das Schicksal unseres Herzensclubs der nächsten Jahre kann ich mir von daher nur wünschen, dass mit Eberl/Freund endlich wieder Ruhe und Kontinuität, Professionalität und „Nachhaltigkeit“ einkehren werden, dass der neue Trainer ein Volltreffer wird und man mit ihm auf Jahre hinaus wieder etwas Großes aufbauen kann. Mit dem eines FCB unwürdigen Komödiantenstadel der letzten Jahre muss jedenfalls endlich Schluss sein.

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Also die Thesen zu Hansi Flick sind schon sehr speziell.

Der FCB hat ihn psychisch zerstört und gebrochen, sodass er daraufhin als Bundestrainer versagt hat?

Zum Trainerwechsel beim DFB kam es, weil er total erfolglos war und sich mehrmals mit der Nationalmannschaft blamiert hat (Vorrundenaus bei der WM, grausame Testspiele, kritikunfähige und zickige Interviews, nicht nachvollziehbare Kader-Nominierungen und Aufstellungen etc.)…
Also das kann man echt nicht so stehen lassen, sorry…

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Zumal er bei uns ja weg wollte und nicht musste.

Man kann streiten, ob nun Brazzo oder Hansi mehr Verantwortung für den Zwist tragen. Aber als der Posten beim DFB frei wurde, konnte Hansi doch die Koffer gar nicht schnell genug packen.

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Ja, da habe ich mich wohl unglücklich ausgedrückt, da gebe ich Dir recht.
Ich wollte auch nicht in eine Diskussion über das Pro und Contra der jeweiligen Trainerentlassungen eintreten (die von Flick kann ich aus den von Dir genannten Gründen noch am ehesten nachvollziehen).
Mein Anliegen war es vielmehr, auf die grundsätzlichen und sich wie ein roter Faden durchziehenden personellen Fehleinschätzungen und das Herumumgeeiere der letzten Jahre hinzuweisen, die mich doch ziemlich erschreckt haben und m.E. nicht auf bloße Zufälle, sondern auf einen „systematischen“ Fehler in der Führung des Vereins hindeuten.

Und mein Unverständnis darüber artikulieren, was bloß mit unserem Verein passiert ist, wenn drei hochkompetente Spitzentrainer nacheinander beim FCB scheitern und schon nach kurzer Zeit ratlos über das Spiel der eigenen Mannschaft sind.
Es wirkt seit Jahren alles so unausgegoren, planlos und willkürlich und lässt eine durchdachte Strategie, die man dann auch durchzieht, vermissen.

Ich kann´s auch anders und vielleicht weniger missverständlich ausdrücken:
was ist bloß los mit unserem Verein, wenn nacheinander gleich drei ansonsten sehr renommierte Trainer beim FCB scheinbar in Rekordzeit ihre zuvor hohe Kompetenz und Reputation verlieren?

Und man zudem auch noch bei Kahn, Salihamidzic und einigen Spielern auffallende personelle Fehleinschätzungen begeht, die man nur mit sehr viel Unruhe und großen finanziellen Verlusten nachträglich zu kitten versucht.

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Schon klar, dass das nicht das Hauptaugenmerk deines Beitrags war.
Aber das wollte ich trotzdem nicht unkommentiert stehen lassen.
Und ja, Flick wurde nicht entlassen, er wollte zum DFB und bat den FC Bayern um Vertragsauflösung, wie oben von @Faenger ebenfalls bereits angemerkt.

Gute Frage, die sich wohl die meisten hier seit einiger Zeit stellen :slight_smile:

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