Auf Tour mit dem FC Bayern: Teil I - Der Grund

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Es ist wieder so weit… Zum ersten Mal seit 2019 geht der FC Bayern auf seine “Summer Tour”. Wieder einmal geht’s in die Vereinigten Staaten und diesmal sogar in meine Heimatstadt Washington D.C. Seit ich bei Miasanrot mitmache, habe ich schon viele unterschiedliche Meinungen zu diesen Touren gehört. Von einem…

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exakt das - deshalb bin ich persönlich absolut dagegen! es erschließt sich mir auch nicht, weshalb ich fan eines vereins sein sollte, mit dem mich nichts verbindet, außer, dass ich mich in seinem erfolg sonnen will… was hat ein normalsterblicher ami, asiate etc. mit bayern münchen oder anderen europäischen vereinen zu tun - nichts!

dieses globale wetthecheln nach der kohle ist ein weiterer perverser baustein im heutigen fussball-zirkus!

zum kotzen!

bleibt hier - trainiert und spielt fussball!

ja und… lieber arm und back to basic als dieser ganze gier-irrsinn!

Ich war vor ein paar Wochen mal in der Allianz Arena bei einer Fortbildung zum Thema „Der FC Bayern und seine jüdische Geschichte“ durchgeführt von der Museumsakademie Bayern. Ein Programmpunkt war eine Videokonferenz mit 2 Mitgliedern eines israelischen Bayernfanklubs. Diese beiden Israelis von denen übrigens nur einer deutsche Wurzeln hatte, waren dermaßen überzeugte Bayernfans, dass ich mir niemals anmaßen würde, mich als jemanden zu sehen, der eine größere Verbindung zum FCB hat, nur weil ich aus Bayern stamme. Ich würde auf jeden Fall sagen, dass Fans, die sich im Ausland in Fanklubs organisieren, mehr Herzblut für den FCB aufbringen als mindestens 5.000 -10.000 „Fans“ pro Heimspiel in der Allianz Arena, für die ein Spiel im Stadion oft nichts anderes ist als ein Event und über die ich mich jedes Mal schwarz ärgern könnte, wenn sie Karten für wichtige Spiele ergattern, weil sie irgendwelche Connections haben und ich dafür leer ausgehe.
Wo liegt denn deiner Meinung nach die Grenze, an der man noch eine „echte“ Verbindung mit dem FCB haben kann? München, Bayern, restliches Deutschland, deutschsprachiges Ausland, fremdsprachiges Ausland, wenn ein Spieler aus diesem Land bei Bayern spielt?

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Ist ja sogar noch krasser: Sogar die Jahreskartenbesitzer, die offensichtich nur für 90 Minuten Schimpfen in die Arena fahren, würde ich auf so einer „virtuellen“ Skala des „Fan-Seins“ niedriger einstufen als die „Amis“, die sich vor Ort organisieren und für die der Besuch „ihres“ Vereins wirklich ein Ereignis ist. Aber, die Diskussion hatten wir ja schon mehrfach, es ergibt einfach wenig Sinn bzw. ist extrem spaltend, nach „guten“ , „echten“ und anderen Fans zu unterscheiden.

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ich spreche von einer verbindung - persönlicher bindung - das ist erstmal nicht an kilometer begrenzt… aber irgendeinen persönlichen bezug sollte man schon haben (bei mir ist es ein teil der familie der bei augsburg lebt und durch die ich deshalb als kind schon oft in bayern war und mit dem verein im berührung kam)…

jemand der irgendwo in asien sitzt und sich denkt - ah… fuppes… oh… deutschland… ah… klinsmann… jo… bayern münchen… - diese person hat keinen persönlichen bezug zum verein oder zum land…

das gilt für jeden verein/sportart - und stellt meine persönliche meinung dar!

ich wünsche mir (und das wird sich bei vielen meiner beiträge deutlich) einen fokus auf den sport - zurück zu dem wurzeln, die diesen sport ausmachen - weg von diesem übertrieben weltweiten kommerz-dreck!

wie gesagt: lieber zweite liga, als das was wir mittlerweile so treiben!

ein elend ist halt, dass trotz dieser verachtensweisen entwicklung die irrationale bindung zum sport und verein nie ganz auszulöschen ist…

unterm strich geht es mir nicht um eine diskussion wer der krasseste und verdienteste fan ist bla bla bla - ich finde diese einfach diese promo-touren als vollkommen sinnbefreit und nicht zielführend für das eigentliche thema - und das ist der sport vor ort!

Sehe ich anders. Der erste Kontakt mit dem FCB mag für viele ohne persönliche Bindung entstanden sein. Daraus wuchs aber vielleicht eine Bindung, die viel enger ist, als bei anderen einheimischen Fans. Der von mir angesprochene Fan aus Israel war 1990 bei der WM so von der deutschen Nationalelf begeistert, dass er dadurch auf deutschen Vereinsfußball aufmerksam wurde und ihn das zum FCB brachte. Heute ist er im Vorstand eines Fan-Klubs mit hunderten von Mitgliedern und wendet jedes Jahr zig Stunden dafür auf, irgendwelche Projekte rund um den FCB zu organisieren.
Deine Ambitionen bzgl. weniger Kommerzialisierung ehren dich. Für mich persönlich lässt sich das Rad der Zeit hier aber nicht mehr zurückdrehen. Ist aber nur meine persönliche Meinung.

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Ich bin auch nicht in Green Bay aufgewachsen, hab selbst nie Football gespielt und fiebere mit den Packers mit.
Darf ich das auch nicht?
Warum soll sich ein Amerikaner oder ein Asiate nicht für die Bayern begeistern dürfen?
Wem das nicht gefällt, kann sich ja seinen Dorfverein in der A-Klasse anschauen… - ohne Wertung gemeint.

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du darfst alles anfeuern - das darf jeder…

ich persönlich verstehe es halt nicht und finde diese art der touren vor allem aus diesem grund nicht gut!

fertig… wenn die mehrheit/die entscheider es anders bestimmen - so what…

ich ziehe halt die konsequenzen (immer mehr) und versuche so gut es geht kein geld mehr ins system zu pumpen… und ja - bei einem einzelen menschen juckt das keine sau… :man_shrugging:t3::crazy_face:

So wars auch nicht gemeint.
Jeder wie er mag…
:upside_down_face:

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Solche Ausflüge sind ja auch u.a. der Grund warum Bayern teilweise doppelt so hohes Sponsoring wie zb der BVB bekommt der in Bad Ragaz unterwegs war.
Das spiel gegen DC United im Audi Field war ja kein Zufall. Die Chance, dass 100000 Bayernfans den Verein mal live sehen können ist ein netter Nebeneffekt, aber ohne die goldenen Klauseln im Sponsoringvertrag wäre Bayern wohl nicht auf diese Reise gegangen

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Erst dies

dann das

:man_shrugging:

Mimimi…
Das ist dieses „ich bin ein wahrer Fan“ Geschwätz! Lass doch den Leuten ihr Event

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ja, war nicht deutlich genug: Ich wollte mit dem Satz davor durch den Konjunktiv („würde“) und die diversen Anführungsstriche auf den zweiten Satz hinleiten, nämlich dass diese Einstufungen einfach unsinnig sind. Daher passen die beiden Sätzen für mich zusammen. Der zweite drückt meine Meinung aus. Der erste greift den Gedanken des Vorredners auf, dass Leute bei großer (räumlichen) Distanz zum Verein keine „Fans“ seien.

ich sprach explizit nicht von räumlicher distanz sondern von mangelnder bindung bzw. bezug weil ich mir einen verein einfach so aussuche… man könnte auch sagen:

entweder kommt der verein zu mir oder halt nicht… :wink:

ach… egal… :man_shrugging:t3:

Danke für deine Einblicke von vor Ort und als lokaler Fan. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil und freue mich weiter auf deine ausgewogene Berichterstattung.

In der ganzen - berechtigten - Kritik an der zunehmenden (oder vllt ja eigentlich schon abgeschlossenen) Kapitalisierung/Internationalisierung des Fußballs wird gerne vergessen, dass es durchaus auch außerhalb der Münchner Stadtgrenze „richtige“ (was ein dummes Wort) Bayern Fans gibt.

Liebe Grüße über den Teich!

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das bestreitet auch niemand… :man_shrugging:t3:

nun. Ich bin seit 1980 Fan des Vereins nachdem mich mein Vater mal ins Olympiastadion mitgenommen hat. Ich lebe seit 2000 in den Usa. Verfolge regelmäßig die Spiele am Samstag morgen hier im TV und habe meine früheres Idol Paul Breitner auf einer dieser Geschäftsreisen in Philadelphia persönlich getroffen. Das hat für mich meine Bindung zum Klub noch verstärkt. Reicht das um als echter Fan zu gelten? was auch immer das bedeutet.

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Da gibt sich ein US Fan die Mühe, seine Eindrücke und Meinungen zusammen zu fassen, und dann hat hier einer nichts besser zu tun, aggromässig zu reagieren, anstatt sich inhaltlich auseinander zu setzen.
Für diese Peinlichkeit kann man sich als Fan nur entschuldigen, wissend das er sicherlich nicht repräsentativ mit seiner Meinung ist, mit seinem Verhalten schon garnicht.

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