30 Jahre danach: Wie der FC Bayern vom Bosman-Urteil profitierte

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Das Bosman-Urteil veränderte 1995 den Profi-Fußball. Auch der FC Bayern profitierte von den veränderten Regelungen. Ein Rückblick. Vor dreißig Jahren veränderte ein Mann den Fußball nachhaltig. Nein, damit sind nicht die ersten Trainingseinheiten des Autors auf einem Hartplatz im Schwarzwald gemeint, es geht um Jean-Marc Bosman. KEINEN ARTIKEL MEHR VERPASSEN – JETZT UNSEREN WHATSAPP-KANAL ABONNIEREN! Der heute 61-jährige Belgier, der es in seiner Karriere auf insgesamt 97 Spiele in der belgischen Jupiler Pro League brachte, hatte da schon einen Jahrelangen Rechtsstreit mit seinem Ex-Verein und dem belgischen Fußballverband hinter sich. Der Grund: Bosman wollte nach dem Ablauf seines Vertrags aus…

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Einen hätte ich noch im Angebot, den man auf jeden Fall auch in den oberen Regionen ansiedeln sollte: Thomas Linke. Er kam übrigens im gleichen Jahr (1998) zu Bayern wie Brazzo. Im Gegensatz zu Salihamidzic war Linke zum Zeitpunkt seines Wechsels aber schon ein etablierter Spieler, der u.a. Stammspieler beim UEFA-Cup Sieg von Schalke 1997 war und der damals schon im erweiterten Kreis der Nationalelf stand. So jemanden ablösefrei zu bekommen, war schon ein “Schnapper”. Und Linke konnte die Erwartungen mehr als erfüllen. Er stand beim CL-Finale 1999 auf dem Feld und war Stammspieler beim CL-Sieg 2001. Zudem war er Stamm-Spieler beim zweiten Platz der Nationalelf in Südkorea/ Japan 2002 und somit auf jeden Fall einer der zuverlässigsten Abwehrspieler um die Jahrtausendwende. Ich plädiere für eine nachträgliche Aufnahme in deine Liste.:wink:

Mit 249 Pflichtspielen für Bayern wäre er auf Platz 4 deines Rankings. In Sachen Spielminuten liegt er aktuell sogar noch ca. 2000 Minuten vor Goretzka, obwohl dieser deutlich mehr Spiele hatte.

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Indirekt gehört in die Sammlung der Abgänge auch ein gewisser Toni Kroos. Man hat ihn ein Jahr vor Vertragsende an Real “verscherbelt”, um einen Abgang ohne Ablöse 2015 zu vermeiden. Insofern zwar kein ablösefreier Abgang, wohl aber ein durchs Bosman-Urteil stark beeinflusster.

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Das war eine der besten Transferperioden des FC Bayern. Im gleichen Jahr kamen noch Effenberg und Jeremies.
Grundstein für die erfolgreichen Hitzfeld-Jahre.
Finanziert wurde das problemlos durch den Hamann-Transfer nach Newcastle, der schon damals kein großer Verlust war.

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Jeremies war ja auch von Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar: 800.000 Euro und noch dazu vom Lokalrivalen 1860. Zum Vergleich: Markus Münch, der seine gesamte Karriere über ein solider Bundesligaspieler war (nicht mehr aber auch nicht weniger) und bei Bayern nie wirklich Fuß fassen konnte, wechselte im gleichen Jahr für etwa die gleiche Summe nach Genua.

Für einen Hamann (7,50 Millionen) bekam man fast 2 Effenbergs (4,25 Millionen). Einzig der Transfer von Ali Daei war im Nachhinein etwas unnötig, wobei man ihn im Jahr darauf sogar mit leichtem Gewinn zur Hertha weiterverkaufen konnte.

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Generell hat Bayern einige Spieler, die man für teures Geld einkaufte, ablösefrei ziehen lassen müssen. Bei einigen war das Alter der Grund (z.B. Martinez), bei anderen die Verletzungshistorie (Tolisso).